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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

4. Weg der Ferkelkastration nach dem 31.12.2018

Veröffentlicht am: 15.11.2017 11:36:36
Kategorie : Allgemein

Lokalanästhesie: BMEL plant Zulassungs-Studie (aus SUS-online vom 14.11.2017)
Bei den Alternativen zur betäubungslosen Kastration setzen die Ferkelerzeuger in Deutschland große Hoffnungen auf den Eingriff unter lokaler Betäubung. Um die Machbarkeit zu überprüfen, finanziert das Berliner Agrarressort jetzt eine Zulassungs-Studie für verschiedene Lokalanästhetika. Dies erklärte Dr. Katharina Kluge, Leiterin des Referates Tierschutz im BMEL, auf dem Mitteldeutschen Schweinetag in Halle an der Saale.

Getestet werden soll zum einen Procain, das bereits eine Zulassung für den Einsatz beim Schwein besitzt. Weiterhin will das BMEL die moderneren und stärker wirksamen lokalen Betäubungsmittel Lidocain und Bupivacain testen. Diese werden in der Humanmedizin oder bei Heimtieren eingesetzt. Lidocain und Bupivacain verfügen allerdings bislang über keine Zulassung beim Schwein.

Die nationale Zulassung eines Tierarzneimittels erfolgt auf der Grundlage des Arzneimittelgesetzes. Zuständig ist das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Das Bundesamt legt dabei auch die Rahmenbedingungen für die Zulassung fest. Im Fokus wird dabei insbesondere ein wissenschaftlicher Nachweis der Schmerzausausschaltung stehen. In der Regel beantragen die pharmazeutischen Unternehmen die Zulassung neuer Tierarzneimittel. Im Fall der lokalen Betäubung zur Kastration wollte allerdings bislang kein Unternehmen den steinigen und im Ausgang oft unklaren Zulassungsweg anstreben, wie Dr. Kluge erklärte. Da neben den vorweg laufenden Laborstudien auch umfangreiche Feldstudien nötig sind, wird ein langwieriges Verfahren erwartet.

Anmerkung der AVA: momentan hat zwar Procain eine Zulassung für den Einsatz beim Schwein, aber nicht für die Indikation der Kastration. Damit wäre dies bei der Anwendung des 4. Weges der Kastration eine Umwidmung und damit verboten, derweil andere Anästhetika  für Kastration beim Schwein zur Verfügung stehen.

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