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20.000 Tonnen Sojaschrot unter Salmonellenverdacht

Veröffentlicht: 05.01.2018 10:45:36
Sektion: Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Bereits vor Weihnachten teilte die Firma ADM (Archer Daniels Midland Company (NYSE:ADM) in Straubing mit, möglicherweise Salmonellen belastetes Futter ausgeliefert zu haben. Diese Ware dürfe nicht weiter in Verkehr gebracht oder verfüttert werden. 

Zwischen dem 13. November und dem 15. Dezember fielen mehrere Proben positiv auf. Alle Abnehmer werden deshalb aus "Gründen der Vorsichtigkeit", wie es in einer Pressemitteilung der Firma heißt, aufgefordert, Ware aus diesem Zeitraum zu sperren- das heißt: diese Chargen nicht weiter zu verarbeiten, zu vertreiben oder zu verfüttern. 

Landwirte, die entsprechende Ware erhalten oder bereits verfüttert haben, müssten sich mit ihrem zuständigen Veterinäramt in Verbindung setzen. Viele Bauern wurden erst nach Weihnachten informiert. 

Näheres lesen Sie hier in „agrarheute“.

Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) kann nicht verstehen, wie man mit der „Salmonellenproblematik“ im Futter zurzeit umgeht. Warum dauert es fünf Wochen, bis man Landwirte informiert, dass gentechnikfreies Soja mit Salmonellen kontaminiert ist? Wer hat hier verschlafen?  Die betroffenen Landwirte (wissen alle, wer betroffen ist?) stehen im Regen. 

Fragen, Fragen, Fragen: Wie ist der Salmonellenstatur bei der Schlachtung betroffener Tier? Erhalten die Schlachttiere den Salmonellenstatus 3? Oder werden sie verworfen? Wie ist das mit kontaminiertem Futter auf dem Hof? Was muss der Landwirt tun?

Das Landratsamt in Straubing sagt, man “müsse das Futter zum Zwischenhändler zurückbringen…“. Das sagt sich leicht. Offen ist bisher auch, wer den Schaden bezahlt. Eine riesige Sauerei auf Kosten der Bauern?

Wer ist ADM?
„ADM ist mit 33.000 Mitarbeitern weltweit einer der größten Verarbeiter von agrarischen Rohstoffen und Produkten. Mit mehr als 285 Verarbeitungsanlagen, 470 Einrichtungen zur Beschaffung der Rohstoffe, 40 Innovationszentren und einem weltweit einzigartigen Transportnetz für landwirtschaftliche Erzeugnisse stellt ADM die Verbindung vom Erntefeld bis zum Endverbraucher her“. (Info auf der Homepage der Firma)

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