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AB-Einsatz bei Schweinen „im Sinkflug“

Veröffentlicht am: 19.02.2021 13:21:49
Kategorie : Allgemein , Schweine

ISN:

Die verabreichte Menge Antibiotika aller tierhaltenden Betrieben im QS-System ist auch in 2020 weiter gesunken. Die größte Reduzierung wurde in der  Schweinehaltung erreicht. 

Die erreichte Antibiotikareduktion zeigt, dass die immer weiter ausgefeilten Management-, Hygiene-, Impf- und Behandlungskonzepte erfolgreich greifen.

Die QS Qualität und Sicherheit GmbH (QS) hat gestern die Zahlen des Antibiotikamonitoring 2020 veröffentlicht. Demnach bleibt es auch im letzten Jahr bei einem rückläufigen Trend der Einsatzmengen von Antibiotika.

Schweinehalter setzen erneut weniger Antibiotika ein

Die Schweine haltenden Betriebe konnten dabei die größten Einsparungen verzeichnen: Im Vergleich zum Vorjahr wurden 9,3 Tonnen weniger eingesetzt, was im Vergleich von 2019 mit 2020 einer Abnahme um 3,04 % entspricht. Der Vergleich zum Jahr 2014, in dem erstmals die gesamte Schweineproduktion im QS-Antibiotikamonitoring erfasst wurde, zeigt sogar einen Rückgang um über 43 Prozent.

Reserveantibiotika bleiben die Ausnahme im QS-System

Die aktuellen Zahlen aus dem Antibiotikamonitoring zeigen erneut, dass die Tierärzte im QS-System nur im äußersten Notfall, wenn alle Alternativen bei der Behandlung kranker Tiere ausgeschöpft sind, kritische Antibiotika verschreiben. Eine konstant niedrige Sockelmenge von 3,78 Tonnen für alle QS-tierhaltenden Betriebe (Anmerkung der Redaktion: Schwein, Geflügel und Mastkälber) sind mit Blick auf den Tierschutz und die zwingende Notwendigkeit, kranke Tier zu behandeln, derzeit nur schwer reduzieren, erläutert Katrin Spemann, bei QS verantwortlich für das Antibiotikamonitoring, die aktuellen Entwicklungen.

Reserveantibiotika machten 2020 einen Anteil von 0,83 Prozent an der Gesamtmenge verabreichter Antibiotika im QS-System aus. Der Einsatz von kritischen Antibiotika bei Schweinen konnte 2020 im Vorjahresvergleich von 1,19 Tonnen auf 1,00 Tonnen und damit um 16% reduziert werden.

Die ISN meint:

Die in regelmäßigen Abständen von QS und staatlicher Seite veröffentlichten Kennzahlen zum Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung zeigen ein einheitliches Bild: Der Antibiotikaeinsatz in der Schweinehaltung geht immer weiter zurück. Es verdient Anerkennung, dass der Einsatz von Antibiotika in der Schweinehaltung seit der Einführung des Antibiotikamonitorings kontinuierlich – inzwischen um fast die Hälfte - reduziert werden konnte. Dieser Erfolg ist dem verantwortungsvollen Handeln von Schweinehaltern und Tierärzten zuzuschreiben, denn diese Entwicklung zeigt weit mehr als nur das Weglassen der Antibiotika. Es liegt nämlich auch in der Verantwortung von Tierhaltern und Tierärzten, dass kranke Tiere - soweit es notwendig ist – aus Tierschutzgründen zwingend behandelt werden müssen. Die erreichte Antibiotikareduktion macht deutlich, dass die immer weiter ausgefeilten Management-, Hygiene-, Impf- und Behandlungskonzepte erfolgreich greifen, kommentiert Dr. Karl-Heinz Tölle, Geschäftsführer der ISN-Projekt GmbH die Antibiotikareduktion.

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