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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Achtung: Vermehrt Mutterkorn im Erntegut!

Veröffentlicht am: 01.08.2022 17:27:03
Kategorie : Allgemein , Wichtige News

01.08.2022 - Heute gibt der amtliche Berater und renommierte Pflanzenschutzverantwortliche Experte B. Weger vom Landwirtschaftsamt Kupferzell einen Überblick über die aktuelle Situation im Hohenlohekreis.

Die Situation im Hohenlohekreis ist sehr uneinheitlich. In den meisten Schlägen ist die Schadensschwelle von 5 % befallenen Blättern noch nicht erreicht. Es gibt aber durchaus Rüben mit viel Blattmasse und natürlich Rübenschläge, die neben letztjährigen Schlägen liegen, welche auch einen höheren Befall aufweisen. Der Cercospora-Pilz benötigt wenig Feuchtigkeit, aber in diesem extrem trockenen Jahr ist in Regionen mit etwas mehr Niederschlag der Befall ebenfalls höher.

Sogar eigentlich relativ gesunde Sorten wie Fitis zeigt im Raum Bretzfeld dieses Jahr erheblichen Befall. Auf jeden Fall in den Hauptrübenanbaugebieten im Hohenlohekreis die Schläge auf Cercospora kontrollieren! Die Erfahrungen der letzten Jahre haben gezeigt, dass die Strobilurine im Hohenlohekreis nur noch begrenzte Wirkungen haben.

Die neuen Mittel Diadem und Propulse sind erstmals für das Jahr 2022 in den Rüben zugelassen, zeigen eine gute Wirkung und sollten bevorzugt verwendet werden. Die Rübenfungizide Mercury Pro oder Sphere müssen in diesem Jahr aufgebraucht werden. Auf jeden Fall sollte bei der Applikation noch eines der genehmigten Kupferpräparate Funguran Progress, Coprantol Duo oder Cuproxat zugesetzt werden.

Ackerfuchsschwanz:

Aufgrund der fehlenden Niederschläge konnte bisher nahezu kein ausgefallener Samen des Ackerfuchsschwanzes auflaufen. Trotzdem sollte ein Vergraben des Samens vermieden werden, da die Samen im Boden über einen langen Zeitraum persistent sind. Eine flache oder sogar ultraflache Bodenbearbeitung ist eine sinnvolle Maßnahme um ausgefallene Samen zum Auflaufen zu bringen. Vorausgesetzt es kommt Regen.

Mutterkorn im Getreide:

In diesem Jahr findet man des öfteren Mutterkorn im Erntegut. Eine Ursache könnte der Ungrasbesatz sein. Eine sogenannte Sekundärinfektion kann von Trespe oder sogar Fuchsschwanz auf die Kulturpflanze möglich sein. Ein weiterer Grund könnten Stressfaktoren durch Unkrautbesatz darstellen, z.B. Konkurrenz um Licht, Wasser etc. Kommt das Getreide während der Blüte unter Druck, können weniger Pollen gebildet werden, die Blüte verlängert sich und die Gefahr von Infektionen durch Mutterkorn steigt.

(Informationen des LRA Hohenlohekreis vom 29.07.2022)

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