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Afrikanische Schweinepest (ASP)

Veröffentlicht: 17.01.2018 12:04:50
Sektion: Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Die ASP bewegt sich unvermindert auf Mitteleuropa zu. Seit Ende Januar2014 wurden erste Erreger bei Wildschweinen in Litauen und Mitte Februar 2014 bei Wildschweinen in Polen nachgewiesen;  das ASP-Virus wandert  weiter nach Westen. 

Seit diesem Zeitpunkt breitet sich die ASP in den Wildschweinebeständen der betroffenen Regionen in Osteuropa immer weiter aus (Polen, Baltikum). Auch Hausschweinebestände stecken sich immer wieder an. Im Sommer 2017 wurden im Osten von Tschechien, im Grenzgebiet zur Slowakei Infektionen bei Wildschweinen festgestellt. Bemerkenswert sind diese Fälle, da dieses Gebiet ca. 400 km entfernt von bislang infizierten Gebieten gelegen ist. Ein ähnlicher Fall ist in Polen, wo Ende November ein Infektionssprung von 100 km Richtung Warschau gemacht wurde. Diese Fälle sind auf menschliches Fehlverhalten zurückzuführen, vermutlich wurden infizierte Speiseabfälle weggeworfen. 

In Europa wird die Afrikanische Schweinepest auch auf der italienischen Insel Sardinien seit Jahren nachgewiesen. Eine Einschleppung der ASP in die Schweineproduktion der weiteren EU oder nach Deutschland hätte neben den Auswirkungen für die Tiere auch erhebliche wirtschaftliche Folgen. 

Für den Menschen oder für andere Haus-und Wildtiere stellt die ASP keine gesundheitliche Gefahr dar. Das Virus wird direkt über Tierkontakte, die Aufnahme infizierten Materials oder indirekt, z.B. über kontaminierte Werkzeuge oder Transportfahrzeuge übertragen. ASP wird nicht über den Luftweg verbreitet und primär erfolgt eine Übertragung durch Blut infizierter Tiere. Sicher auch durch andere Körperflüssigkeiten, jedoch nicht in dem Maße wie Blut. Unterschätzen darf man auf keinen Fall die indirekten Übertragungen, auch durch Lebensmittel. Beim letzten ESP-Ausbruch im Süden des Münsterlands war der Erreger (Güstrow 2/3) 6 Jahre in gefrorenem Wildschweinefleisch konserviert. Nach dem Auftauen und Kontakt mit Hausschweinen ging es 2006 dann los. 9 Betriebe waren betroffen und rund 120.000 Schweine wurden vorsorglich gekeult.

Aktuelle Informationen zur ASP findet man zum Beispiel auf den Seiten des Friedrich-Loeffler-Instituts.

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