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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Bereitschaftszeit ist Arbeitszeit – Aktuelles Urteil von EuGH

Veröffentlicht am: 23.02.2018 08:41:18
Kategorie : Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat entschieden, wer als Arbeitnehmer auf Abruf kurzfristig zum Arbeiten bereitstehen muss (innerhalb kürzester Zeit zur Verfügung stehen), kann das als Arbeitszeit geltend machen. Das hat der Europäische Gerichtshof entschieden. Hat das Konsequenzen für angestellte Tierärztinnen und Tierärzte? 

Das Urteil des EuGHs ist für nationale Gerichte bindend, die sich mit dieser Thematik beschäftigen. In Deutschland gibt es juristisch gesehen unterschiedliche Formen der Bereitschaft:

  • Arbeitsbereitschaft: Laut Definition zählt dazu die Zeit "wacher Aufmerksamkeit im Zustand der Entspannung". Das gilt beispielsweise für Rettungssanitäter, die nach einem Einsatz auf den nächsten warten. 
  • Bereitschaftsdienst: In diesem Fall muss der Arbeitnehmer nicht von sich aus tätig werden, sondern erst, wenn er dazu aufgefordert wird. Ein häufiges Beispiel ist ein Arzt, der die Nacht im Krankenhaus verbringt und im Notfall Patienten behandelt. 
  • Rufbereitschaft: In dieser Zeit dürfen sich Arbeitnehmer aufhalten, wo sie wollen. Sie müssen jedoch einsatzbereit sein. Wird der Arbeitnehmer in der Rufbereitschaft nicht zur Arbeit zitiert, gilt sie als Ruhezeit. 

Die Arbeitsbereitschaft  und der Bereitschaftsdienst  verpflichtet den Arbeitgeber mindestens den Mindestlohn zu zahlen. Verdient der angestellte Veterinär/-in der normalen Arbeitszeit mehr als den Mindestlohn, darf der Chef die Vergütung für die Bereitschaftsdienste kürzen. Dieses EuGH- Urteil gilt für Mitarbeiter, die verpflichtet sind, sich z.B. in der Praxis an Wochenenden und Nächten aufzuhalten, um in kürzester Zeit tierärztlich tätig zu werden zu können (Notdienste). Falls sie dafür nicht extra bezahlt, bzw. keinen Freizeitausgleich bekommen, hat dieser Personenkreis nun eine entsprechende Rechtsgrundlage. 

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