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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Bericht in der HAZ vom 27.07.2019 über Blaualgen, ....

Veröffentlicht am: 30.07.2019 19:12:19
Kategorie : Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Anlass für diesen Beitrag ist ein Artikel über Blaualgen in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, wo dem UBA zu viel Glauben geschenkt wird. Dazu der Leserbrief (Mail) an die HAZ und das UBA von Georg Keckl:

Betrifft: Blaualgen: Warum sind sie gefährlich und wie entstehen sie?

Georg Keckl, Salzburger Str. 21a   30519 Hannover

Sehr geehrte Damen und Herren,

Blaualgen entstehen bei einem „Ungleichgewicht“ der Nährstoffe Phosphat und Nitrat in einem Gewässer, egal ob Gletschersee, Teich, Dümmer oder Sargasso-Meer! Ist viel Phosphat und andere Nährstoffe (Liebigsche Minimumtonne) im Wasser und fast kein Stickstoff (Nitrat) spielen die Blau“algen“-Bakterien ihren ökologischen Vorteil aus, holen sich den Stickstoff aus der Luft, verdrängen oft andere Pflanzen und beim Verfaulen ziehen sie Sauerstoff aus dem Wasser, die Fische verenden. Vermehrte Blaulagen sind heute überwiegend eine bedauerliche Folge einer erfolgreichen Nitratreduzierung in den Gewässern. Zu empfehlen ist hier, weil man die Rücklösung des Phosphates aus den Sedimenten nicht eindämmen kann, eine Nitratdüngung, wie es im Dümmer im Notfall passiert, damit man keine Anzeigen von Tierschützern bekommt. Das Nitrat ist in „Nullkommanichts“ wieder denitrifiziert, der vom UBA geschürten Nitrat-Hysterie zum Trotz. Siehe auch Land setzt auf Nitrat gegen Blaualgen im Dümmer und Nitrateinleitung in die Lohne beginnt und Nitratabbau (Download - Ergebnisse)

Ihre Zwischenüberschrift „Stickstoff und Nährstoffe begünstigen die Blaualge“ ist deshalb Unsinn nach UBA-Manier. Fachlich richtig müsste es heißen „Stickstoffmangel und gleichzeitig viele andere Nährstoffe im Wasser begünstigen die Blaualge“. 

Nun zu den Zahlen des UBA. Die Statistiken des UBA sind, wie fast alle Umweltstatistiken, keine Messungen sondern „parteiliche“ Berechnungen. In diese Berechnungen fließen „erzieherische Anschauungen“ ein, es gibt Sündenrabatt bei Wohlverhalten und Zuschläge für Problemfälle. Alle Wissenschaft, die zu geringeren „bösen“ Werten führen könnte, wird - so lange es medial durchzuhalten ist - unterdrückt und alle Wissenschaft, die zu schlechteren Ansätzen für das „böse“ berechtigen könnte, wird noch verstärkt. Die Landwirtschaft schneidet dabei immer sehr schlecht ab, da man es für weltrettend hält, wenn alle auf Biokurs genötigt werden. Deshalb ist die Auswahl der Argumente und „Faktoren“ besonders einseitig. Es gibt auch Moden, die ehedem hochgejubelten Biotreibstoffe fallen gerade faktoriell ab, werden auf dem Papier umweltschädlicher. Nun braucht man solche Statistiken sogar für Besteuerungen!

Insbesondere die Zuschreibungen für den Phosphateintrag aus landwirtschaftlichen Flächen sind nach der Methode erstellt worden. Phosphor wird stark an Bodenteile gebunden, Moorflächen geben zwar Phosphor ab, er wird aber insbesondere aus Sedimenten unter Luftabschluss stark rückgelöst.  Alle Ansätze, die das in Frage stellen und die Landwirtschaft „entlasten“ könnten, werden unterdrückt, siehe Land prüft Kurs gegen Phosphor in Flüssen und Wer ist Schuld an der Phosphor-Belastung in Gewässern.

Die einzige Methode, das UBA zu einer anderen Einschätzung zu verhelfen, ist nach meiner Erfahrung, wenn die UBA-Thesen in den Medien bezweifelt werden und ein Meinungsumschwung droht. Dann behauptet man auch schnell das Gegenteil von Gestern mit dem Hinweis, das immer schon so gesehen zu haben. Jeder übertreibt ein wenig mehr, jeder schielt auf billigen Profit, keiner misstraut den Guten, keiner erinnert sich in der kopflosen Eifererkette an seine Wächterfunktion und seine Ehre – so sind Ökokatastrophen seit dem Waldsterben konstruiert. Das UBA hält sein ungesetzliches „Vorsorgeprinzip“ für einen Freibrief zur Volksumerziehung für ein Weltheil nach seiner Auffassung, nötigenfalls auch mit Verdrehungen. Und machen Sie sich bitte nicht lächerlich, der Klimawandel hat mit Blaualgen nichts zu tun, das ist einfach zu billig. Ich werden die Demokratie weiter stärken und berichten „was ist“.

Mit freundlichen Grüßen: Georg Keckl

Für Facebooknutzer auch hier zu finden: Brief von Georg Keckl

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