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BTK-Positionspapier zur Nutztierhaltung: Der Gesetzgeber muss handeln

Veröffentlicht: 25.09.2017 13:19:29
Sektion: Allgemein

BTK-Positionspapier zur Nutztierhaltung: Der Gesetzgeber muss handeln

Gemäß Beschluss der Herbstdelegiertenversammlung legte die Bundestierärztekammer (BTK) im September 2017 ein Positionspapier zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltung vor.  Dabei sollten auch freiwillige Vereinbarungen, wie z.B. Leitlinien etc. Berücksichtigung finden. Die gründliche Überprüfung der bestehenden TierSchNutztV ist aus tierärztlicher Sicht dringlich erforderlich. Es votierten von 66 stimmberechtigten Delegierten 61 für den Forderungskatalog – bei zwei Gegenstimmen und drei Enthaltungen ist dies eine mehr als eindeutige Mehrheit.

Das gesamte Positionspapier finden Sie hier

Die AVA möchte hier auf die Forderung 4 des Positionspapiers hinweisen:

Forderung 4: Sachkundenachweis und Fortbildungspflicht für Nutztierhalter

Das Tierschutzgesetz (§ 11 TSchG) verlangt für jede gewerbsmäßig ausgeübte Tierhaltung – außer für die Nutztierhaltung und die Haltung von Gehegewild – eine Erlaubnis. Dafür prüft die zuständige Behörde, ob der Tierhalter bei Haltungseinrichtungen und Management alle notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, um den rechtlichen Anforderungen zu entsprechen. Und sie überprüft sowohl die Sachkunde des künftigen Tierhalters als auch die Eignung der Haltungseinrichtungen vor Beginn der Tierhaltung.

In der Nutztierhaltung würden jedoch häufig noch Ställe und Haltungseinrichtungen genutzt, die heutigen Tierschutzansprüchen nicht mehr entsprechen. Auch hät-te nicht alle Nutztierhalter und deren Mitarbeiter die nötige Sachkunde.

Die Bundestierärztekammer hält es deshalb im Sinne des Tierschutzes für geboten, die Ausnahmeregelung im §11 TierSchG für die Nutztierhaltung zu streichen. Auch soll ein verpflichtender Sachkundenachweis für Tierhalter und im Bestand beschäftigte Mitarbeiter sowie eine Pflicht zur regelmäßigen Fortbildung vorgeschrieben werden. Das sei in anderen Berufen bereits eine Selbstverständlichkeit.

Jeder verantwortungsbewusste Tierhalter weiß, wie wichtig Fortbildungen sind, um auf dem Stand der aktuellen landwirtschaftlichen Wissenschaften zu sein. Gerade die AVA-Fortbildungen werden von modernen Landwirten besucht, denn hier wird praxisnah, in der Regel sehr oft auch gemeinsam mit den Tierärzten Weiterbildungen angeboten. Nicht nur die reinen Tierärztetagungen, sondern auch die gemeinsamen Veranstaltungen mit der Landwirtschaft und Tiermedizin werden als Fortbildungen von der Akademie für Tierärztliche Fortbildung (ATF) in der Regel anerkannt.

AVA FORTBILDUNGEN HELFEN ARZNEIMITTEL EINSPAREN!

Das Positionspapier können Sie hier einsehen....

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