Suchen im Blog

 

Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Coronaimpfung und Mediziner: „Ihr persönlich zugestellter Haftungsbescheid“

Veröffentlicht am: 24.11.2021 12:18:46
Kategorie : Allgemein

Hausarztpraxen, Facharztpraxen, Ärzte­kammern – überall werden gerade Briefe in medizinischen Einrichtungen zugestellt, die formell wirken und in denen auf die angebliche Haftbarkeit der Angeschriebenen für Impfschäden hingewiesen wird. Was dahinter steckt.

Hat auch Ihre Praxis das Schreiben erhalten, das darauf hinweist, „dass Sie persönlich für Impfschäden haftbar gemacht werden können, wenn Sie Ihren Patienten einen der Gen basierten ­COVID-19-Impfstoffe verabreichen“? Was sich auf den ersten Blick fast wie ein klassisches Mahnschreiben liest, ist eine weiterer Versuch der Coronaleugner-Szene, Verantwortliche im Gesundheitssektor zu verunsichern und einzuschüchtern. Bis vor Kurzem trug das Schreiben, für das sich im Internet mehrere Downloadmöglichkeiten finden, teilweise noch den – mittlerweile neutralisierten – Betreff „Ihnen persönlich zugestellte Haftungsinformation“.

Tatsächlich verläuft die Zustellung keineswegs zielgerichtet: Die Ersteller des Schreibens rufen einfach nur im Netz dazu auf, das, was sie eine „Haftungsinformation“ nennen, an Ärztinnen und Ärzte sowie „Leiter von Gesundheitsämtern, Schulen und Gemeinden sowie politische Entscheidungsträger“ im eigenen Umkreis zu verschicken. Auf diesem Weg soll eine „Aufklärungswelle“ ausgelöst werden, die zum Umdenken in „diesem unsäglichen Impfwahn“ führt. 

Strafmöglichkeit gefordert

Immer öfter richten sich Hassbotschaften und Drohungen von Impfgegnern auch gegen Niedergelassene. Besonders betroffen ist, wer öffentlich Position gegen Wissenschaftsfeindlichkeit bezieht. Die KBV hat deswegen kürzlich gefordert, Bedrohungen von Ärztinnen und Ärzten unter Strafe zu stellen. Das Bundeskriminalamt bewertet Impfgegner oder Coronaleugner mittlerweile als „relevantes Risiko”, was mögliche Angriffe auf Impfzentren oder Arztpraxen betrifft.

Juristischer Quatsch-Begriff soll Seriösität vorgaukeln

Dass das Konzept Haftungsinformation aus dem Steuerrecht stammt und den Empfänger, z.B. einen Geschäftsführer einer GmbH, auf die Zahlung der Steuerpflicht einer anderen Person verpflichtet und dass der Begriff hier völlig unsachgemäß verwendet wird – das ist wahrscheinlich weder Zufall noch Dummheit, sondern kann als klassische Strategie von Verschwörungsverbreitern verstanden werden. Dabei werden aus dem Kontext gerissene Fachbegriffe zur Untermauerung einer Aussage eingesetzt, sodass diese fachlich seriös anmutet.

Absender des Schreibens sind die „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie“ (MWGFD), die „Doctors for Covid Ethics“ und die „Ärzte für Aufklärung“. Bei allen drei Zusammenschlüssen handelt es sich um bekannte Protagonisten aus der aktiven Szene der „Coronamaßnahmen-Kritiker“, die bereits seit Beginn der Pandemie durch wissenschafts- und demokratiefeindliche Aussagen von sich reden machen. 

Dem Verein MWGFD, der sich im Zusammenhang mit den Corona­maßnahmen auf das im Grundgesetz verankerte Widerstandsrecht bezieht, wurde schon bald nach seiner Gründung die Gemeinnützigkeit entzogen. Der Verein habe aufgrund der Art seiner Einflussnahme auf die politische Meinungsbildung die Grenze einer gemeinnützigen Zweckverfolgung überschritten. Man habe sich weder differenziert noch ergebnisoffen mit den Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie auseinandergesetzt, begründete der Bundesfinanzhof den Entzug der Steuerbefreiung.

Bekanntester medizinischer Vertreter des MWGFD und der Doctors for Covid Ethics ist der emeritierte Professor für Mikrobiologie Dr. Sucharit Bhakdi, dem mittlerweile von etlichen Experten und Faktenchecks die Verbreitung von Falschinformationen nachgewiesen wurde und der sich zuletzt mehrmals als offen auftretender Antisemit bewiesen hat. Zur Riege der Gründer gehört außerdem Dr. Bodo Schiffmann, ehemaliger HNO-Arzt aus Sinsheim, heute schillernde Führungsfigur in der Querdenker-Szene, dessen Approbation aktuell auf dem Spiel steht. 

Andere MWGFD-Mitglieder aus dem medizinischen Bereich haben der evidenzbasierten Medizin schon lange den Rücken zugekehrt und propagieren Behandlungsformen wie „Psychologische Astrologie“ und „Theta Healing“. Der Arzt und „Quantenheiler“ Andreas Diemer empfiehlt, gegen Viren im Allgemeinen sowie bei COVID-19 Chlordioxid einzunehmen bzw. zu injizieren.

Lesen Sie weiter → Coronaimpfung„Ihr persönlich zugestellter Haftungsbescheid“

Teilen diesen Inhalt