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Die Kunst der Platzierung von Messstationen

Veröffentlicht: 03.08.2017 09:06:39
Sektion: Allgemein

DIPLOM AGRARINGENIEUR GEORG KECKL, MITUNTER VORTRAGENDER UND AUTOR FÜR DIE AGRAR- UND VETERINÄR-AKADEMIE (AVA) KOMMENTIERT DIE LUFTQUALITÄTS-MESSSTATIONEN

Die Kunst der Platzierung von Messstationen war schon bei den Nitrat-Brunnen ein Thema. Hier steht in der Anlage 3 Seite 22 wie die Luftqualitäts-Messstationen aufzustellen wären: http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/bimschv_39/gesamt.pdf

Da steht u.a.: „Messstationen für den städtischen Hintergrund müssen so gelegen sein, dass die gemessene Verschmutzung den integrierten Beitrag sämtlicher Quellen im Luv der Hauptwindrichtung der Station erfasst. Für die gemessene Verschmutzung sollte nicht eine einzelne Quelle vorherrschend sein, es sei denn, dies ist für eine größere städtische Fläche typisch. Die Probenahmestellen müssen grundsätzlich für eine Fläche von mehreren Quadratkilometern repräsentativ sein“

Die Messstationen wurden nun von den meist grün dominierten Umweltämtern der Städte/Länder so aufgestellt, dass sie vorzugsweise die absolut schlechtesten Stellen der Städte messen und diese überproportional als repräsentativ für das Stadtgebiet ausgeben. Dieser spezielle Fleiß und die erstaunliche Diskrepanz zu anderen EU-Staaten fiel schon dem ehemaligen Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (von 2002 bis 2005) auf. Seine Erklärung: „In Brüssel wird's erdacht, in Deutschland wird's gemacht, in Italien wird gelacht!“ Es sind deshalb nicht die Werte der Städte, die ausgegeben werden, sondern die Hitliste der zufällig getroffenen Schmutzecken, wie hier in Hannover:

https://www.luen-ni.de/Downloads/panorama/HRVS/start.html.

Man hat vor dem Messkasten nun auch noch eine zusätzliche Fußgängerampel installiert, damit es noch mehr „Anfahrten“ gibt. Hätte man die Station ein paar Meter weiter an diese Hauptdurchgangsstraße gestellt, hätte sie mehr Westwind abbekommen (sie steht im Windschatten des großen HANOMAG-Verwaltungsgebäudes), wären die Werte andere. Dort wo es gelang, die allerschlechteste Luft zu treffen, dieses Umweltamt hat „gewonnen“.

Mit diesen Manipulationen und den für den deutschen Diesel extrem niedrig angesetzten „Grenzwerten“, die immer als „technisch vorhersehbar maximal erreichbar“ definiert sind, wird nun die deutsche Vorzeigeindustrie vor einer Meute hergetrieben, die Arbeitsplätze werden gefährdet, ausgezeichnete Produkte wie der Dieselmotor werden von Scheuklappenträgern schlechtgemacht.

Man sollte schon wissen, wie so was kam, wer das von langer Hand geplant hat, die Gesellschaftsklasse der Vielflieger in ungereinigten Flugzeugtriebwerken mit steuerfreiem Flug-Benzin vermutlich nicht. Siehe auch: www.agrarheute.com/dlz/news/neue-planwirtschaft

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