Suchen im Blog

 

Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Der Strukturwandel hat die Sauenhalter fest im Griff

Veröffentlicht am: 14.08.2020 08:45:21
Kategorie : Allgemein

L P D. 13.08.29  – Die niedersächsischen Schweinehalter sind verunsichert: Strengere Vorgaben, höherer bürokratischer Aufwand und die Umsetzung von mehr Tierwohl in den Ställen erhöhen den ohnehin schon auf den Tierhaltern lastenden Druck. Der Umbau oder Bau von Ställen mit erhöhtem Tierwohl bedeutet zum Beispiel, dass die alten Ställe im Vergleich zu konventionellen Ställen teilweise nur zur Hälfte belegt werden dürfen. Die daraus resultierenden fehlenden Zukunftsperspektiven wirken sich seit Jahren auf die Anzahl der Bauernhöfe mit Sauen in Niedersachsen aus. Seit 2010 hat gut die Hälfte der Landwirte die Sauen abgeschafft, schreibt der Landvolk-Pressedienst. Gab es vor zehn Jahren noch 3.437 Sauenhalter, beschäftigen sich aktuell nur noch 1.700 Landwirte mit den Muttertieren und ihren Nachkommen.

Die Anzahl der Sauen hat sich dagegen nach Angabe des Landesamtes für Statistik nur um etwa 20 Prozent von 565.493 auf 452.800 Tieren verringert. Im Durchschnitt hält ein Bauer demnach 266 Sauen. Die Gesamtzahl der Schweine in Niedersachsen hat sich zudem nur wenig von 8.307.691 Tieren im Jahr 2010 auf 8.028.400 Tieren verringert. Im Klartext bedeutet dies, dass Familienbetriebe aussteigen und fehlende Ferkel durch Importe in die deutschen Ställe kommen.

Um den Strukturwandel in der Schweinehaltung dreht sich auch die Dissertation von Insa Thiermann und Daniel Schröer an der Universität Kiel. „In den Niederlanden ist es bereits Realität, dass der Staat in viehdichten Regionen Schweineställe aus der Produktion kauft“, begründet Thiermann ihre Wahl. Sie will wissen, ob das auch in Deutschland denkbar wäre und wirbt deshalb für die Teilnahme an einer Umfrage, in deren Mittelpunkt die Frage steht, ob sich Schweinehalter in Deutschland eine Teilnahme an einem solchen Programm vorstellen könnten und wie das Programm aussehen müsste, um angenommen zu werden. Teilnehmen können Landwirte mit Ställen, die vor dem Filtererlass 2013 gebaut wurden und die nachweislich belegt waren und noch belegt sind. Zudem geht es um die Folgen zum Beispiel durch den Abriss der Ställe, der Umnutzung oder eventueller Neubauten. Die Umfrage soll noch bis zum 31. August laufen.

Zur Umfrage gelangen Sie über folgenden Link → Umfrage       Der Zeitaufwand beträgt etwa 20 Minuten. (LPD 63/2020)

Teilen diesen Inhalt