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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Fleischprodukt Schwein – eine Umweltsau

Veröffentlicht am: 24.05.2022 12:53:07
Kategorie : News , Schweine

Der Ökonom Rudolf Buntzel liefert einen Überblick zu globalen Abhängigkeiten, Umweltbelastungen und zur Wirtschaftlichkeit von Schweinezucht. Auf das Tier geht er dabei kaum ein. Eine Rezension.

Rudolf Buntzel ist Ökonom und hat sich jahrzehntelang im Entwicklungsdienst mit Agrarhandel, Armutsbekämpfung und Agrarökologie beschäftigt. Er und seine Koautoren legen in ihrem Buch »Pig Business« die lokalen und globalen Verflechtungen der Schweineindustrie dar. Während der Klappentext verspricht, das intelligente und sympathische Tier mit all seinen Besonderheiten vorzustellen, tritt das Schwein über weite Strecken des Buchs nur im Zusammenhang mit Produktions- und Umsatzzahlen in Erscheinung. Erst die letzten, eher kurzen Kapitel lassen hoffen, dass es zumindest in Europa hier und da wieder die Chance hat, als Lebewesen wahrgenommen und entsprechend behandelt zu werden.

Hochtechnisierte Schweinezucht: Das globale Schwein

Die Schweineindustrie ist dem Autor zufolge eine Branche mit sehr geringen Gewinnspannen. Einen Gewinn könne man somit nur über massenhafte Produktion erzielen. Während das in Deutschland meist auf großen bäuerlichen Betrieben geschehe, gebe es in China und den USA bereits global agierende Konzerne, die in hochtechnisierten Anlagen auf Knopfdruck tausende Schweine versorgen und so billiges Fleisch produzieren. Wirtschaftliche Zwänge würden deshalb eine artgerechtere Haltung verhindern.

Grundsätzlich unterscheidet Buntzel drei Formen der Schweinewirtschaft: »das lokale Schwein« der armen Leute, »das bäuerliche Schwein« des Familienbetriebs, und »das globale Schwein« der Tierindustrie. Ersteres ist demnach das Schwein der ärmeren Bevölkerung in Entwicklungsländern, das im Hinterhof gehalten und mit Küchenabfällen ernährt wird. Nur zu festlichen Anlässen oder aus Geldnot ließen die Besitzer es schlachten. Ob dieses allerdings das glücklichere Schwein sei, bleibe fraglich. Es habe zwar oft mehr Bewegungs- und Verhaltensfreiheit als ein industriell produziertes Tier, dafür bekäme es in der Regel keine medizinische Versorgung und wäre nicht selten unkontrollierter Tierquälerei ausgesetzt. Als Beispiel nennt der Autor den Transport eines gefesselten Schweins auf dem Gepäckträger eines Motorrads... .

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