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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Fütterung mit Tiermehl unter strengen Auflagen wieder erlaubt

Veröffentlicht am: 19.10.2021 20:40:25
Kategorie : Allgemein

Infolge der BSE-Krise in den 90er-Jahren wurde jegliche Verfütterung von Tiermehl verboten. Seit Juli dieses Jahres darf tierisches Eiweiß unter strengen Auflagen wieder an Nutztiere verfüttert werden – was Biobauern zufolge nachhaltiger und artgerechter ist als deren vegetarische Ernährung.

Auch wenn das strikte Verbot der Verfütterung von Tiermehl nicht mehr gilt – eine Wiederauflage der Tiermehlverfütterung an Schweine, Hühner oder gar Rinder wie vor der BSE-Krise wird es trotzdem nicht mehr geben. Denn damals wurden auch Tierbestandteile von kranken Tieren verfüttert, die bei der Schlachtung anfallen und sich ausdrücklich nicht für die menschliche Ernährung eignen. Sie dürfen auch künftig nicht verfüttert werden, sagt Peter Radewahn, Geschäftsführer des Deutschen Verbands Tiernahrung.

„Es darf nur genusstaugliches Material, das auch der Mensch konsumieren dürfte, zur Fütterung verwendet werden.“

Neue von der EU genehmigte wissenschaftlich Analyseverfahren sollen für den Verbraucher Sicherheit garantieren. Außerdem darf das tierische Protein aus genusstauglichen Nebenprodukten der Schlachtung nicht an Rinder verfüttert werden, nur an Hühner, Puten oder Schweine. 

Die Lebensbedingungen für Nutztiere auf konventionellen Höfen sind verbesserungswürdig. Das geplante staatliche Tierwohl-Label kommt dennoch vorerst nicht zustande. Landwirtschaftsministerin Klöckner (CDU) gab der SPD die Schuld am Scheitern der Kennzeichnung.

Nachhaltig und artgerecht

Die Proteinfütterung sei nachhaltig, weil wertvolle Ressourcen genutzt werden, betont Christian Rehmer Agrarreferent beim BUND.

„Wichtig ist nur, wenn man Tiere schon tötet, wenn man sagt, ich finde die Nutztierhaltung wichtig, dass man so viel wie möglich von dem Tier nutzt und nichts verkommen lässt.“

Vor allem für Biobetriebe ist die bisherige Fütterung mit Soja als Eiweißersatz alles andere als artgerecht, betont Stefan Mutter, Geflügelexperte beim Biokreis aus Passau.

„Seither müssen wir unsere Tiere vegetarisch ernähren. Wir sehen jetzt wieder die Chance, die Tiere nach ihrer Wesensart ein bisschen besser zu ernähren zu können, als wir es momentan tun.“

Zumal das tierische Eiweiß auch – wie schon in der Aquakultur  – laut EU nun auch aus Insekten gewonnen werden darf. Stefan Mutter.

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