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Hoffnung für neue Therapiewege in der Nutztierhaltung?

Veröffentlicht am: 06.06.2018 08:48:20
Kategorie : Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Das natürlich vorkommende Peptid Cap 18 könnte Antibiotika in der Tierhaltung ersetzen und die Diskussion (zum Teil unwissenschaftlich) der Resistenzübertragungen pathogener Keime vom Tier auf den Menschen nichtig machen.

Wissenschaftler am Nationalen Gesundheitsinstitut der Technischen Universität von Dänemark http://dtu.dk haben dies postuliert. Cap 18 ist Teil des natürlichen Immunsystems von Tieren. Es findet sich unter anderem in der Tränenflüssigkeit von Kaninchen. Peptide bestehen aus Aminosäuren und sind Bausteine von Proteinen. 

Wirkung gegen Salmonellen und andere Bakterienarten

Laut dem Wissenschaftler Egon Bech Hansen und seinem Team lässt sich Cap 18 einsetzen, um Bakterien in Nutztieren zu bekämpfen. Mit Antibiotika kann dies wegen der Resistenzlage schwieriger werden. Durch Cap 18 könne die Behandlung mit Antibiotika eingeschränkt, möglicherweise sogar überflüssig werden.

Cap 18 wirkt gegen die drei Bakterienarten Salmonella typhimurium, Y. ruckeri and A. salmonicida. Salmonelleninfektionen sind in Europa die Nr. 1 für die meisten Erkrankungen. 

Schlimmste Gefahr für Menschen 

Resistenzen sind die schlimmste Bedrohung für Menschen, so die Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation http://who.int . Sie übertragen sich auch über das Fleisch auf die Konsumenten. Die dänischen Forscher arbeiten seit 20 Jahren daran, die Resistenzen zu stoppen, indem sie Wege suchen, Bakterien in Nutztieren ohne Antibiotika zu bekämpfen. "Es ist extrem wichtig, den Einsatz von Antibiotika bei Tieren zu reduzieren beziehungsweise komplett zu stoppen, ohne die Gesundheit der Tiere zu gefährden", sagt Bech Hansen.

Cap 18 lässt sich nicht aus den Kaninchentränen gewinnen, wenn es in großem Stil eingesetzt werden soll. Es ist möglich, das Peptid biotechnisch herzustellen, also von Mikroorganismen, die in Fermentern gehalten werden. Berechnungen des Gesundheitsinstituts haben ergeben, dass die Kosten tragbar wären. Die Auswirkungen von Cap 18 auf Nutztiere müssten allerdings noch weiter erforscht werden.

Hier die Pressemeldung vom 06.06.2018.

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