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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

INITIATIVE TIERWOHL (ITW)

Veröffentlicht am: 28.02.2022 12:36:29
Kategorie : Allgemein

Die Initiative Tierwohl (ITW) geht mit einem neuen Programm an den Start: Mit der ITW Rind sollen ab März eine Tierwohl-Lösung für Rinder und erstmals einheitliche Tierwohlkriterien für die Breite der Rinderhaltung geschaffen werden, teilt die ITW hierzu mit. Die Grundlage bilden die Tierschutz- und Tiergesundheitsanforderungen des Qualitätssicherungssystems QS, denen die ITW ein Tierwohl-Plus hinzufügt.

Von Anfang an sollen Verbraucher Fleisch und Fleischwaren, die aus ITW-Betrieben stammen, im Lebensmitteleinzelhandel am ITW-Siegel erkennen können.

Ab dem 15. März 2022 startet die Anmeldung für Rindermast-, Kälbermast- und Milchviehbetriebe, die ihre Schlachtkühe im ITW-Programm vermarkten können. Die Auditierung beginnt am 1. April 2022. Das Engagement der Rinder- und Kälbermäster werde über die Teilnahme an der ITW durch die Abnehmer (wie etwa Schlachtbetriebe) honoriert. Milchviehbetriebe sollen sich mit ihrer Molkerei in Verbindung setzen und an einem von der ITW anerkannten Tierwohl-Programm für Milch teilnehmen. Milchviehhalter können dann eine Zulassung für die ITW erhalten und ihre Schlachtkühe als ITW-Tiere vermarkten.

„Wir freuen uns, mit der ITW Rind einen weiteren Meilenstein zu erreichen“, betont Robert Römer, Geschäftsführer der Initiative Tierwohl. „Darauf haben wir lange hingearbeitet – immer mit dem klaren Ziel im Bereich der Rinderhaltung ein höheres Maß an Tierwohl zu etablieren.“ Dr. Alexander Hinrichs, ebenfalls Geschäftsführer der Initiative, bestätigt: „Als größtes Tierwohl-Programm Deutschlands ist es unsere Absicht, das Thema Tierwohl kontinuierlich weiterzuentwickeln. Daher ist das neue Angebot für rinderhaltende Betriebe ein wichtiger Bestandteil einer gemeinsamen Verantwortung für Tierhaltung, Tiergesundheit und Tierschutz in der Nutztierhaltung.“

Finanzierungsmodell, Kriterien und Prüfsystematik

Tierhalter, die an der ITW Rind teilnehmen, erhalten von ihren Abnehmern für geschlachtete ITW-Tiere einen definierten Preisaufschlag. Die Höhe des Preisaufschlags für ITW-Tiere beträgt im ersten Jahr der Programmlaufzeit 10,7 Cent pro Kilogramm (kg) Schlachtgewicht. Ab dem zweiten Jahr wird dieser auf mindestens 12,83 Cent pro kg Schlachtgewicht erhöht – bedingt durch die Hinzunahme einer weiteren Tierwohlanforderung ab dem 1. April 2023: Die Scheuermöglichkeiten müssen dann ebenfalls in den Ställen installiert sein.

Für Kälbermastbetriebe gibt es keinen einheitlichen Preisaufschlag – dieser wird bilateral zwischen den Partnern verhandelt. Milchviehbetriebe, die an der ITW teilnehmen oder über ein anerkanntes Programm in der ITW zugelassen sind, erhalten für ihre Schlachtkühe einen Preisaufschlag von 4 Cent pro kg Schlachtgewicht.

Teilnehmende Betriebe müssen definierte QS-Basiskriterien aus Tierhaltung, Tiergesundheit und Hygiene umsetzen. Spezielle Haltungsanforderungen, wie die Sauberkeit der Tiere und eine intensive tierärztliche Bestandsbetreuung, sowie das vergrößerte Platzangebot, entsprechend der Haltungsform-Stufe 2, müssen darüber hinaus berücksichtigt werden. Für die Milchviehhaltung sind zusätzliche spezielle Kriterien vorgeschrieben.

Die Prüfsystematik erfolgt analog zu Schwein und Geflügel: Während der dreijährigen Laufzeit werden die Tierhalter zwei Mal im Jahr kontrolliert. Eine detaillierte Übersicht der einzuhaltenden Kriterien ist unter www.initiative-tierwohl.de zu finden.

Lesen Sie hier Neues Programm für Rinderhalter geht an den Start

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