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Kastenstand-Kompromisse: das Ende der Schweinehaltung?

Veröffentlicht am: 08.07.2020 16:45:26
Kategorie : Allgemein

Kastenstand-Kompromisse: das Ende der Schweinehaltung ?Für viele Sauenhalter ist mit der neuen Verordnung zum Kastenstand erst einmal Klarheit für die Sauenhaltung  geschaffen. Der Preis für diesen Kompromiss ist allerdings sehr hoch, vielleicht zu hoch: 

Die Verordnung setzt folgende Eckpunkte für die Sauenhaltung:

  • Der Kastenstand im Deckzentrum ist ein Auslaufmodell, das maximal noch acht Jahre genutzt werden darf. Danach ist Gruppenhaltung der Standard. Beim Abferkelstall beträgt die Übergangsfrist bis zu 17 Jahre.
  • Grundvoraussetzung für den weiteren Betrieb des vorhandenen Deckzentrums ist, dass keine baulichen Hindernisse das Ausstrecken der Beine in Seitenlage behindern.
  • Innerhalb von drei Jahren nach Inkrafttreten der Verordnung müssen Sauenhalter ein Betriebs- und Umbaukonzept vorlegen. Innerhalb von fünf Jahren muss ein Bauantrag eingereicht werden. Innerhalb von acht Jahren muss der Umbau abgeschlossen sein.
  • In der Zeit vom Absetzen bis zum Besamen ist eine uneingeschränkt nutzbare Bodenfläche von mindestens 5 m² pro Sau vorgeschrieben. Das trifft auch Bio-Sauen, bei denen nach EU-Bio-Verordnung bislang 4,4 m² ausreichen. Es wird eine Mindestliegefläche von 1,3 m² gefordert. Zudem müssen die Sauen Rückzugsmöglichkeiten bekommen. Diese Forderung wird nicht durch Fressliegebuchten oder sonstige Fressplätze erfüllt.
  • Die Sau darf nur noch zum Zeitpunkt der Besamung fixiert werden. Danach ist sie unmittelbar in die Gruppenhaltung zu überführen.
  • Sauenhalter, die diesen Weg nicht mitgehen wollen, müssen innerhalb von drei Jahren die Aufgabe der Sauenhaltung erklären und diese innerhalb von fünf Jahren endgültig einstellen.
  • In der Abferkelbucht dürfen Sauen künftig maximal fünf Tage fixiert werden. Das erfordert die Umstellung auf Bewegungsbuchten oder Gruppenhaltung. Die Abferkelbuchten müssen mindestens 6,5 m² groß sein.
  • Das gilt spätestens 15 Jahre nach Inkrafttreten der Verordnung, für Härtefälle sind zwei Jahre Fristverlängerung möglich. Innerhalb von zwölf Jahren müssen der Sauenhalter ein Betriebs- und Umbaukonzept vorlegen und nachweisen, dass sie einen entsprechenden Bauantrag gestellt haben. 

Frau Gerburgis Brosthaus, langjährige Wochenblatt-Redakteurin schreibt im Wochenblatt folgendes dazu: Kastenstand-Kompromiss: Zeitenwende in der Tierhaltung

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