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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Kommentar zum Fleischkonsum

Veröffentlicht am: 24.05.2022 12:53:57
Kategorie : News , Schweine

Der Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln in der Schweiz sinkt nicht mehr. Jetzt sollte sich der Bund einschalten.

Der Konsum von Fleisch in der Schweiz hat im Vergleich zu 1980 stark abgenommen – von 60 Kilogramm pro Kopf 1980 auf 50 Kilogramm 2020. In den letzten zehn Jahren hat sich der Konsum allerdings nur noch wenig verändert. Nun zeigen jüngste Zahlen, dass Schweizerinnen und Schweizer 2021 im Vergleich zum Vorjahr wieder etwas mehr Fleisch gegessen haben – 52 Kilogramm pro Kopf. Gleichzeitig ist der Anteil an nachhaltig produziertem Label-Fleisch gesunken. Die Menschen essen vor allem günstigere Produkte.

Das schreckt den Schweizer Tierschutz auf, der sich um das Wohl der Tiere in der Massenhaltung sorgt. Aber es ist auch eine Entwicklung, die uns allen Sorgen machen sollte. Nicht nur die Tiere leiden, sondern auch das Klima. Massentierhaltung und Fleischproduktion sind massgeblich für die Erzeugung von klimaschädlichen Gasen verantwortlich. Für Futter- und Fleischproduktion werden riesige Waldflächen gerodet. Für Klimaschutz und Tierwohl wäre es dringend notwendig, dass weniger Fleisch produziert und konsumiert wird.

Billiges Fleisch widerspricht den Klimazielen, die sich die Schweiz gesetzt hat.

Die Nachfrage lässt sich über den Preis steuern – das zeigen die Rabattschlachten der Grossverteiler. Grundsätzlich sollte Fleisch teurer werden. Billiges Fleisch widerspricht den Klimazielen, die sich die Schweiz gesetzt hat. Wenn schon Fleisch gegessen wird, sollte es aus nachhaltiger Landwirtschaft stammen – und wenn sich das Preisgefälle zum konventionell produzierten Fleisch verringert, wird Label-Fleisch konkurrenzfähiger.

Der Bund gibt schon heute Milliarden aus, um den Schweizer Agrarmarkt zu steuern. Subventionen für Bauern fördern die heimische Produktion. Und mit Proviande alimentiert der Staat einen Verband, der mit Werbekampagnen den Konsum von Schweizer Fleisch ankurbelt.

Die Vorgaben an Bauern, Produzenten, Vermarkter und Detailhändler sollten angepasst werden, um die Klimaziele stärker in den Vordergrund zu rücken. Mit Steuergeldern sollte nicht länger die Steigerung des Fleischkonsums subventioniert werden.

Lesen Sie hier Falsche Subventionen für Fleisch

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