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MAL ETWAS ANDERES: ÜBERSTERBLICHKEIT WEGEN COVID-19

Veröffentlicht am: 25.01.2022 19:42:38
Kategorie : Allgemein

Die wahre Zahl der Coronapandemie-Toten

Mehr als fünf Millionen Menschen sollen bisher an den Folgen von Covid-19 gestorben sein, wie offizielle Schätzungen besagen. Doch es dürfte deutlich mehr Tote geben. Auch in Deutschland gibt es eine Übersterblichkeit.

Offizielle Statistiken belegen: Covid-19 tötet. Inzwischen sind mindestens 5,5 Millionen an den Folgen ihrer Coronainfektion gestorben, heißt es. Und sogar das dürfte eine erhebliche Unterschätzung sein. Die Aufzeichnungen über die Übersterblichkeit – eine Kennzahl, bei der alle erfassten Todesfälle mit den erwarteten verglichen werden – zeigen, dass viel mehr Menschen an den Folgen der Pandemie gestorben sind als angegeben.

Wie viele Menschen genau wegen Covid-19 gestorben sind, ist schwierig herauszufinden, unter anderem, weil die Übersterblichkeit nicht überall korrekt erhoben wird. In manchen Ländern sogar überhaupt nicht: Mehr als 100 Länder sammeln keine zuverlässigen Statistiken über erwartete oder tatsächliche Todesfälle oder veröffentlichen sie nicht rechtzeitig.

Forschende aus der Demografie, der Datenwissenschaft und der Medizin versuchen, diese Zahlen genauer zu fassen zu kriegen und die entsprechenden Daten zu bereinigen. Dabei kommen teils ungewöhnliche Mittel zum Einsatz wie Satellitenbilder von Friedhöfen, Haus-zu-Haus-Befragungen oder Computermodelle, um mit Hilfe von maschinellem Lernen globale Schätzungen aus den verfügbaren Daten zu extrapolieren.

Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch an ihrer ersten Schätzung globaler Todeszahlen arbeitet, bietet das Institute for Health Metrics and Evaluation in Seattle, Washington, täglich aktualisierte Ergebnisse seiner eigenen Modelle sowie Prognosen darüber an, wie schnell die weltweite Zahl der Opfer steigen könnte. Einer der bekanntesten Versuche, eine globale Schätzung zu modellieren, stammt vom Londoner Magazin The Economist: Dieses geht davon aus, dass Covid-19 zwischen 12 und 22 Millionen zusätzliche Todesfälle verursacht hat – das ist das Zwei- bis Vierfache der bisherigen offiziellen Angaben.

Andrew Noymer, Demograf an der Universität von Kalifornien, sagt, dass die Pandemie und die steigende Nachfrage nach Echtzeit-Sterblichkeitszahlen ein demografisches Manko aufzeigen, das schon seit Jahrzehnten besteht: Viele Länder sammeln einfach keine guten Daten über Geburten und Todesfälle. »Demografen sind Teil des Problems, denn wir haben 60 Jahre lang dazu beigetragen, dieses Problem zu umgehen, anstatt es zu lösen. Wir haben alle möglichen Techniken entwickelt, um die demografischen Raten in Ermangelung harter Daten zu schätzen«, sagt er.

Das bedeutet, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer von Covid-19 immer umstritten sein könnte. »Wir wissen immer noch nicht, wie viele Menschen bei der Grippepandemie von 1918 gestorben sind, aber ich dachte immer, wir wüssten ziemlich genau, wie viele Menschen bei der nächsten Pandemie sterben würden, weil wir in der modernen Welt leben«, sagt Noymer. »Aber das ist nicht der Fall, und das ist für mich als Demograf irgendwie traurig.«

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