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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Nicht alles Gold, was glänzt

Veröffentlicht am: 22.05.2022 18:12:16
Kategorie : Allgemein , News

Klimaschützen mit Pommes essen, wie schön wär’ das denn! Doch leider haben Biokraftstoffe aus gebrauchtem Speiseöl oder Holz ein paar Haken.

22.05.2022 - Kraftstoffe aus Mais, Weizen, Raps oder gar Palmöl sind schon länger in Verruf geraten. Inwieweit sie Autos, Lkws oder Flugzeuge klimafreundlicher antreiben als fossile Kraftstoffe, ist, vorsichtig gesagt, umstritten. Zudem belegt der Anbau dieser pflanzlichen Rohstoffe Ackerflächen, die für Nahrungs- oder Futtermittel dann nicht mehr zur Verfügung stehen.

Daher arbeitet die Bundesregierung an einem Gesetz, mit dem die Produktion herkömmlicher Biokraftstoffe bis 2030 auslaufen soll. Stattdessen setzt die Ampel auf Elektromobilität, Wasserstoff – und auf sogenannte fortschrittliche Biokraftstoffe. Diese definiert der Gesetzgeber in der Erneuerbare-Energien-Richtlinie als Kraftstoffe aus Abfall- und Reststoffen. Das sind etwa Frittierfette, tierische Fette, Stroh und Altholz.

Nach Hochrechnungen des Bundesumweltministeriums sollen Kraftstoffe aus Abfällen 2030 insgesamt 94 Petajoule Energie im Verkehr liefern. Das würde 5 Prozent des Energieverbrauchs im Verkehr insgesamt entsprechen und wäre fast doppelt so viel, wie bislang vorgesehen war. Laut Umweltministerium liefern sie bislang rund 0,2 Prozent der im Verkehr verbrauchten Energie.

2,6 oder 5 Prozent klingt nicht nach viel. Dahinter stehen jedoch große Mengen an Biomasse: Wollte man die Quote von 2,6 Prozent etwa mit Stroh und Holz decken, benötigte man 6,7 Millionen Tonnen, für 5 Prozent entsprechend um die 13 Millionen Tonnen. Zum Vergleich: Das Deutsche Biomasseforschungszentrum schätzt die bislang ungenutzte Menge an Stroh in Deutschland auf jährlich 8,5 Millionen Tonnen.

Gas, Öl und Kohle aus Klärschlamm

Die Rohstoffbasis für fortschritt­liche Kraftstoffe müsse daher möglichst breit sein, sagt Matthias Franke, Leiter des Standorts Sulzbach-Rosenberg des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (Umsicht). Flüssige Kraftstoffe seien auch dann nötig, wenn Pkws fast gänzlich elektrisch führen, sagt Franke. „Flugzeuge oder Schiffe benötigten auch künftig Kraftstoffe, sie sind schwer elektrifizierbar“, sagt der promovierte Abfallwirtschaftler und Inge­nieur.

Um diese Kraftstoffe zu liefern, hat Umsicht ein Verfahren entwickelt, in dem etwa Klärschlamm, Gärreste aus Biogasanlagen, Grünschnitt oder auch Biomüll verwendet werden kann. Unter Ausschluss von Sauerstoff werden die Reststoffe bei rund 450 Grad für 15 Minuten in einem speziellen Reaktor erhitzt. Dabei entstehen Dampf und ein Feststoff, eine Art Kohle. Sie reagiert in einem zweiten Schritt nochmals gezielt mit dem Dampf. „Das erhöht die Qualität der späteren Produkte Gas und Öl deutlich“, sagt Franke. Am Ende des Prozesses kommen Gas, Öl, Kohle und Wasser heraus.

Knackpunkt industrielle Produktion

Insgesamt machen fortschrittliche Biokraftstoffe bei der Leipziger Unternehmensgruppe Verbio ein Viertel der Produktion aus. Vergangenes Jahr habe man beschlossen, 300 Millionen Euro in Ausbau der Produk­tions­kapazitäten für Biokraftstoffe aus Reststoffen zu investieren, bis 2023 sollen diese Produktionskapazitäten verdoppelt werden, wenn Bauvorhaben und Genehmigungsverfahren planmäßig verlaufen, sagt Unternehmenssprecherin Ulrike Kurze. Anlagen und Technologie hat Verbio hausintern entwickelt. „Knackpunkt hierbei ist immer die großindustrielle Anwendung“, erklärt die Sprecherin: „Im Labormaßstab geht immer vieles, was im industriellen Maßstab hinterher nicht wirtschaftlich funktioniert.“

Es geht darum, da sind sich im Grunde die meisten Experten einig, den Bedarf aller Sektoren zu ermitteln und mit dem Potenzial von Rohstoffen abzugleichen. Es erscheine oft, sagt Fehrenbach, als rufe ein Stoffstrom lauthals „Nutze mich!“ Aber wenn man genauer hinhöre, sei er schon längst verplant.

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