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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

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NRW plant Landarztquote: Wer auf´s Land geht, soll leichter Medizin studieren..

Veröffentlicht am: 06.06.2018 10:55:40
Kategorie : Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Medizinstudienplätze sind begehrt. Nordrhein-Westfalen will sich das zunutze machen, um den Mangel von Ärzten in bestimmten Regionen zu bekämpfen. Als erstes Bundesland hat es die Einführung einer Landarztquote angekündigt. Den entsprechenden Gesetzentwurf beschloss am Dienstag das schwarz-gelbe Landeskabinett in Düsseldorf.

Demnach können über eine Vorabquote voraussichtlich 7,6 Prozent der Medizinstudienplätze an Bewerber vergeben werden, die sich schon vor dem Studium verpflichten, nach ihrer Facharztausbildung mindestens zehn Jahre lang als Hausarzt in einer unterversorgten Region zu arbeiten. 

Nachahmer gesucht 

Nordrhein-Westfalen ist das erste Land, das jetzt innerhalb dieser Vorabquote auch die Landarztfrage thematisiert. Man betrete mit der Regelung "absolutes Neuland", sagte Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann. Im Herbst 2019 sollen die ersten 168 Landarzt-Studienplätze vergeben werden. "Wir wollen auch andere Bundesländer motivieren, diesen Schritt zu gehen". Sollten sich Absolventen nicht an die Landarzt-Zusage halten, müssten sie mit empfindlichen Vertragsstrafen rechnen, sagte Laumann. Wie hoch die sein sollen, konkretisierte er nicht.

AVA-Kommentar 

Gut gemacht Herr Laumann. Allerdings dürfte das mit den von Ihnen genannten „Vertragsstrafen“ so eine Sache sein. Was ist, wenn ein Studierender im Studium merkt, dass er lieber an der Uni bleiben will? Aber ich möchte die Idee nicht schlecht reden. Es ist ein Anfang für NRW, der zu begrüßen ist. 

Und ein Tiermedizinstudium?

Wie sieht das denn mit Studierwilligen der Tiermedizin aus? Hier ist ja der NC zum Teil noch höher angesiedelt als im Studienfach Humanmedizin. Da wir in der Nutztierpraxis sehr an Nachwuchsmangel leiden, würden wir Veterinärmediziner der Nutztierpraxis auch gerne eine solche „Provinzquote“ fordern, wenn z. B. Landwirtssöhne/-töchter bzw. Kinder von Nutztiermedizinern in die Nutztierpraxis möchten? Ich weiß, das ist dann Sache des Landwirtschaftsministeriums, da die Tierärzte dort angesiedelt sind. 

Also Frau Ursula Heinen-Esser (LW-Ministerin NRW), wie wäre ein solcher Vorstoß für unsere jungen angehenden Tiermediziner der Nutztierpraxis? Gerne höre ich Ihre Meinung dazu.

Ernst-Günther Hellwig
Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler; Gründer und Leiter der AVA

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