Suchen im Blog

 

Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Rinderkrankheit (BVD)  in 25 Betrieben am Tschögglberg (Südtirol)

Veröffentlicht am: 17.09.2022 14:12:41
Kategorie : Rinder , Wichtige News

16.09.2022  - Die Freude über den Almabtrieb wird am Tschögglberg heuer auch von Sorgen überschattet: Frisch ist die Erinnerung an den Almsommer 2021. Damals, so der Verdacht, hat wohl ein krankes Kalb, das durch die engen Maschen des Überwachungsprogrammes gerutscht war, die Viruskrankheit BVD auf mehrere Bauernhöfe übertragen. 20 bis 25 Betriebe in Jenesien, Mölten und Vöran waren heuer betroffen. „Wir rechnen damit, dass das langsam abflaut“, sagt Amtstierarzt Dr. Christian Piffer.

Die Bovine Virus Diarrhoe (BVD) gehört zu den weltweit wirtschaftlich bedeutsamsten Infektionskrankheiten beim Rind. Ausgewachsene Rinder erholen sich meist nach wenigen Tagen davon. Bei trächtigen Kühen kann das Virus aber dazu führen, dass die Frucht abstirbt, die Kühe diese verwerfen oder missgebildete Kälbchen geboren werden. „Kälbchen, die überleben und infiziert auf die Welt kommen, werden meist Dauervirusausscheider. Ihr Immunsystem ist zu schwach, um das Virus zu bekämpfen“, erklärt Dr. Piffer. Ein solches Kälbchen könne dann besonders im Stall viele umstehende Tiere infizieren. „Durch die Alpungssaison flaut ein solcher Befall meist ab.“

Besonders für trächtige Tiere problematisch

Damit es aber erst gar nicht zu Infektionen kommt, gibt es in Südtirol ein rigides Überwachungsprogramm in den bäuerlichen Betrieben: „Alle Kälbchen werden im Moment der Kennzeichnung untersucht. Die Bauern sind aufgefordert, neugeborene Kälber möglichst früh untersuchen zu lassen. Der Tierarzt nimmt dazu eine Hautprobe. Ist ein Kalb infiziert, muss es entfernt werden.“ Infizierte Kälber seien meist schwach und kleinwüchsig: „Der wirtschaftliche Schaden durch den Verlust des Kalbes ist gering. Aber bliebe es im Stall, würde es die Krankheit im Betrieb halten.“

Keine Gefahr für den Menschen

Grund zur Sorge bestehe in Südtirol aber nicht: „Im Frühjahr hatten wir diese Häufung der Fälle am Tschögglberg, die noch auf den letzten Winter zurückgehen. In jüngster Zeit sind keine neuen Fälle aufgetreten.“

Dass es heuer in Jenesien, Mölten und Vöran 20 bis 25 betroffene Betriebe gegeben habe, gebe Anlass zum Verdacht, dass auf der Alm im Sommer 2021 ein erkranktes Tier dabei gewesen sein könnte. „Es dauert eine Zeit, bis die Krankheit sich zeigt. Wir rechnen damit, dass der Befall langsam abflaut. Sicherheit haben wir aber erst im Winter“, erklärt Dr. Piffer.

Für den Menschen bestehe jedenfalls keine Gefahr. „Das ist eine reine Rindererkrankung“, sagt er.

Lesen Sie hier

Teilen diesen Inhalt