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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Tierärzte fordern: Mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung

Veröffentlicht am: 18.09.2017 14:46:03
Kategorie : Allgemein

Tierärzte fordern: Mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung

Auf der Herbst-Delegiertenversammlung der Bundestierärztekammer (BTK) am 15. September wurde mit überwältigender Mehrheit ein Positionspapier „zu notwendigen Weiterentwicklungen der Rechtsetzung zur Verbesserung des Tierschutzes bei Nutztieren“ verabschiedet.

Das aktuelle Positionspapier der Bundestierärztekammer nimmt Stellung zu notwendigen Weiterentwicklungen der Rechtsetzung zur Verbesserung des Tierschutzes bei Nutztieren.

„Das Positionspapier will vor allem aufzeigen, wie die gesetzlichen Regelwerke zum Schutz der Nutztiere verbessert werden können und müssen. Es ist nicht ausreichend, zur Lösung der drängenden Probleme in der Nutztierhaltung ausschließlich auf freiwillige Vereinbarungen zu setzen“, erläutert Dr. Uwe Tiedemann, Präsident der Bundestierärztekammer. „Veränderungen in der landwirtschaftlichen Nutztierhaltung sind unbestritten notwendig. Wie diese gestaltet werden sollen, ist im Einzelnen gut zu überlegen und muss mit Sachverstand abgewogen werden.“

In der momentan geführten Diskussion zur Nutztierhaltung fehlen aus Sicht der BTK gezielte politische Maßnahmen für eine tatsächliche strategische Neuausrichtung. Die Weiterentwicklung der Rechtsetzung sollte ein Baustein dabei sein – an welchen Stellen wird in dem Positionspapier erläutert. 

Folgende Themen beinhalten das Positionspapier der BTK:

  1. Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung;
  2. Einführung eines obligatorischen Prüf- und Zulassungsverfahrens für Stallsysteme;
  3. Einführung einer verpflichtenden Tierdatenbank mit Erhebung von Tiergesundheits- und sonstigen Tierschutzindikatoren im Rahmen der Schlachttier- und Fleischuntersuchung, Erfassungtierschutzrelevanter Daten im Rahmen der Tierkörperbeseitigung, tierschutzfachliche Auswertung von betriebsbezogenen Datenbanken, die aufgrund anderer Rechtsvorgaben geführt werden (z. B.  HIT-Datenbank oder Antibiotikadatenbank) und Nutzung dieser Daten für die Eigenkontrolle der  Tierhalter nach § 11 Absatz 8 TierSchG und im Rahmen der behördlichen Überwachung;
  4. Erlaubnispflicht nach § 11 TierSchG auch für die Haltung und Züchtung landwirtschaftli-cher Nutztiere und von Gehegewild;
  5. Ausstieg aus den noch erlaubten nicht-kurativen Amputationen bei Rindern, Schafen,  Ziegen, Schweinen und Geflügel.

Die beiden pdf-Dateien der BTK  finden Sie hier:

Presseinformation BTK  /  Positionspapier Nutztierhaltung BTK

Wer ist die BTK?

Die Bundestierärztekammer(BTK) ist eine Arbeitsgemeinschaft  aus den 17 Landes-/Tierärztekammern in Deutschland. Jede Tierärztin und jeder Tierarzt ist Pflichtmitglied (Zwangsmitglied) der jeweiligen Landestierärztekammer. Die BTK vertritt die Belange aller rund 40.000 Tierärztinnen und Tierärzte, Praktiker Amtsveterinäre, Wissenschaftler und Tierärzte in anderen Berufszweigen, gegenüber Politik, Verwaltung und Öffentlichkeit auf Bundes- und EU-Ebene.

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