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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Tierwohl ist Pflicht!

Veröffentlicht am: 28.02.2022 12:25:02
Kategorie : Allgemein

Ein freiwilliges staatliches Tierwohllabel, wie es vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) unter der Leitung von Julia Klöckner geplant war, ist offenbar vom Tisch. Für mehr Tierwohl in Deutschlands Ställen und mehr Transparenz setzt das nun von Cem Özdemir geleitete Ministerium stattdessen auf eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung. Wie genau der angestrebte Umbau der Nutztierhaltung finanziert werden soll, ist allerdings noch nicht klar. Aus dem Koalitionsvertrag der Ampelregierung ergibt sich lediglich, dass „ein durch Marktteilnehmer getragenes finanzielles System“ entwickelt werden soll, „mit dessen Einnahmen zweckgebunden die laufenden Kosten landwirtschaftlicher Betriebe ausgeglichen und Investitionen gefördert werden, ohne den Handel bürokratisch zu belasten.“ Mit anderen Worten: Investitionen in bessere Haltungsbedingungen sollen gefördert werden.

Das Problem: Eine verbindliche Haltungskennzeichnung von tierischen Produkten macht transparent, wie es den Tieren in den Ställen ergangen ist, ob sie tiergerecht gehalten wurden oder eben nicht. Sie führt aber nicht zwangsläufig zu mehr Tierwohl. Denn das ist nur der Fall, wenn die Verbraucher die teureren Produkte aus tiergerechter Haltung auch kaufen. Fehlt jedoch die Bereitschaft, für Tierwohl mehr zu bezahlen, dann fehlt den Landwirten auch das Geld, in bessere Haltungsbedingungen zu investieren.

Laut BMEL-Ernährungsreport 2021 ist für 73 Prozent der Verbraucher eine artgerechte Haltung zwar wichtig und sogar 88 Prozent wollen darüber informiert werden, ob die Tiere artgerecht gehalten wurden. Solche Aussagen erweisen sich allerdings oft als bloße Lippenbekenntnisse, denn erfahrungsgemäß kaufen die meisten Verbraucher letztlich doch preisorientiert und leider nicht tierwohlgerecht.

Tierwohl darf deshalb nicht von der Kaufentscheidung an den Fleischtheken abhängen, sondern muss die zwangsläufige Folge der Anwendung gesetzlicher Vorschriften sein. Und die müssen angepasst werden, wenn sie ihren Zweck nicht erfüllen. Den Rest regelt der Markt über den Preis.

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