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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Volksbegehren: „Sag mir, wo die Bienen sind“

Veröffentlicht am: 04.02.2019 11:11:38
Kategorie : Allgemein , Pferde , Rinder , Schweine

Die Süddeutsche Zeitung vom 31.01.2019 berichtet über das aktuelle Volksbegehren zur Rettung der Bienen. „Wer Bienen retten will, muss bereit sein, mehr für Lebensmittel zu zahlen. Ein Erfolg des Volksentscheids könnte eine tiefgreifende Umstellung der Landwirtschaft mit sich bringen: mit strengen Vorschriften, ehrgeizigen Zielen - und auch einigen Problemen. Rettet die Bienen!
Symboltier und Slogan für das Volksbegehren, das an diesem Donnerstag in Bayern startet, sind in jedem Fall gut gewählt: Wer will schon, dass die Bienen verschwinden? 

Bauer Willi, der viel mit der Agrar- und Veterinär- Akademie (AVA) zusammenarbeitet, schreibt dazu: „es ist gut, wenn sich die Menschen Gedanken um ihre Umwelt machen. Sie machen sich Sorgen, dass immer mehr Arten verloren gehen. Arten, die sie meistens gar nicht kennen, aber das soll keine Rolle spielen. Jede Art, die verloren geht, ist eine zu viel.

Die Honigbiene gehört nicht zu dieser Art. Wie schon häufig hier berichtet, nimmt die Zahl der Honigbienen zu, auch in China, dem größten Exporteur von Honig in die EU. Dass also das Volksbegehren mit der Überschrift „Rettet die Bienen“ aufgemacht wird, ist ein Schwachpunkt in der Argumentation.  Bauer Willi weiter: „Der ganz überwiegende Teil der Kulturlandschaft wird von Land- und Forstwirten bewirtschaftet. Mit diesem Volksbegehren wird – meinem subjektiven Empfinden nach – die Verantwortung für die Artenvielfalt an genau diese Berufsgruppen delegiert. Das Volksbegehren mit einem Kreuzchen zu unterstützen ist schnell gemacht. Sollte das Volksbegehren Erfolg haben, wird es aber für die Allermeisten der Unterzeichner kaum oder keine Folgen haben. Wohl aber für die Landschaftspfleger, also die Land- und Forstwirte. Wie diese Folgen aber konkret aussehen, wird nicht erläutert. Vermutlich wird es neue Verbote und neue Verordnungen geben“. 

Lesen Sie den gesamten Beitrag von Bauer Willi.

Der Agrarstatistiker Georg Keckl aus Hannover, ebenso oft Gast bei der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), beschreibt es noch drastischer: Es ist ein irrationaler Faschingszug hinter falschen Heiligen. Es wird Tätern statt Opferanwälten hinterhergelaufen. Das Volksbegehren steht unter dem Werbespruch "Rettet die Bienen". Schon dieser Slogan des Volksbegehens ist ein Etikettenschwindel, denn die Bienen bedürfen gar keiner „Rettung“! Man läuft falschen Parolen nach. Früher sind die Leichtgläubigen den Dummschwätzern des Kaisers, der Nazis, der Kommunisten und der RAF nachgelaufen, heute den raffinerten, volksverachtenden Kampagnen der NGO’s. Immer führte das in die Irre. Lasst uns südländischer werden und nicht alte deutsche Verhaltensmuster der Weltverbesserungsstreber und Volkserlöser wieder nachmachen. Deutschland ist immer noch ein gefährliches Labor für Irrlehren, hat eine anfällige Oberschicht. Nur weil sich jemand das Schildchen „Naturschützer“ umhängt, muss er noch lange nichts vom Schutz der Natur mit allen seinen Nebenwirkungen verstehen. Zwangsmaßnahmen, eine Bio-Zwangsernährung / Zwangsbekehrung, werden nie funktionieren, die gutgemeinten Maßnahmen werden wegen ihrer Nebenwirkungen zum Gegenteil führen. Nur weil „gut für was“ draufsteht, heißt das noch lange nicht, dass die erhofften Wirkungen eintreten, wir sind doch nicht im nebenwirkungslosen Wunschkonzert, wie viele Scharlatane dem Wahlvolk vormachen. Was war nicht schon alles „gut“ und „zukunftsweisend“ für unsere Eiferer - und im Nachhinein nichts als große Fehler“, Keckl weiter.

Lesen Sie hier seinen gesamten Beitrag mit Statistischen Zahlen und wissenschaftlichen Aussagen zum Thema 

Also: Sicher kein guter Gedanke bei den Volksbegehren.
Jeder Verbraucher kann etwas für die Insekten tun. Einen Garten, einen Balkon… . Bieten Sie den Insekten bienenfreundliche Blumen (z.B keine sog. gefüllten Blüten). Das hilft bestimmt mehr, als mit einer Unterschrift sein Umweltgewissen zu beruhigen. Ach ja: Wussten Sie, dass laut Imkerbund die Zahl der Bienenvölker seit 2010 stetig steigt?  

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