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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Wie der Hund, so das Herrchen? Impfen beim Tierarzt: Das sagen die Veterinäre

Veröffentlicht am: 31.12.2021 13:30:30
Kategorie : Allgemein

Hunde und Katzen impfen und Frauchen oder Herrchen gleich mit? Derzeit sind die Veterinärmediziner überlastet wie selten zuvor. Für Booster- oder Erst- und Zweitimpfungen fehlt vielen Tierärzten schlichtweg die Zeit. 

Wenn ich schon mit meinem Fiffi beim Tierarzt bin, kann mich der doch auch gleich boostern. Dieser Gedanke ist gar nicht so abstrus, wenn auch natürlich überzeichnet. Denn Veterinäre dürfen grundsätzlich gegen Covid-19 impfen. Ob sie auch wollen? Wir haben nachgefragt.

Fakt ist: Um dem Coronavirus Paroli bieten zu können, muss geimpft, geimpft und nochmals geimpft werden. Dazu braucht man Personal. Neben Veterinärmedizinern brachte die Politik zur Impfunterstützung übrigens auch Apotheker ins Gespräch.

Also, Impfpass oder Smartphone eingepackt und auf geht’s zum Impfen in die Tierarztpraxis. Den Hund nehmen wir gleich mit; der hustet seit geraumer Zeit so komisch. Dann mal nichts wie rein in die Praxis, um sich die "Booster-Spritze" setzen zu lassen und ein Rezept für ein Hustensäftchen für den Hund verschreiben zu lassen.

Praktisch kaum machbar

Ganz so einfach, wie hier dargestellt, funktioniert das nicht, denn die Tierärzte, die wir im Landkreis Roth und in der Stadt Schwabach zu diesem Thema befragt haben, haben genug mit ihren tierischen Patienten zu tun. Sich dann noch mit Corona-Impfungen zu beschäftigen, scheint kaum machbar zu sein, wie der Schwabacher Veterinärmediziner Rüdiger Baba unserer Zeitung gegenüber erklärt.

Seit Corona und der Einführung von Homeoffice sei die Zahl der Haustiere sprunghaft nach oben geschnellt, so Baba. "Hunde, die man vor der Pandemie für 1500 Euro bekam, werden jetzt mit 4000 Euro gehandelt", erklärte er.

Die steigende Haustierzahl bedeute natürlich auch Mehrarbeit für die Tiermediziner. Und dann auch noch gegen Corona impfen? "Wir haben oft nicht einmal Zeit, unsere normalen Patienten zu behandeln, wie sollen wir dann noch gegen Corona impfen? Angesichts des riesigen Andrangs würden in der Praxis sogar keine Neupatienten mehr aufgenommen werden", sagte der Schwabacher Tierarzt.

Zudem gebe es von den Fachverbänden noch keinerlei Informationen geschweige denn Stellungnahmen, wie das Impfen vonstatten gehen könnte. Im üblichen Praxisdienst? Freiwillig an den Wochenenden? Gut, wenn es dem menschlichen Wohl diene, werde man eine Lösung finden, so Baba. Aber unter den derzeitigen Gegebenheiten sei es nur schwer vorstellbar.

Andere Räume nötig

Für Dr. Marianne Dietz, die in der Tierarztpraxis Zhelev in Unterrödel bei Hilpoltstein arbeitet, ist es durchaus vorstellbar, als Veterinärmediziner Menschen gegen Corona zu impfen. "Wenn grundsätzlich Not am Mann ist, warum nicht? Dafür müssten aber eigene Räume zur Verfügung gestellt werden", meint die Tierärztin, die bis vor wenigen Jahren selbst eine Praxis in Thalmässing hatte. Die Impfungen müssten außerhalb des regulären Praxisbetriebs stattfinden. Und: "Natürlich müsste man geschult werden."

Ihr Chef Palmen Zhelev, der in der Praxis schwerpunktmäßig für die Behandlung von Großvieh zuständig ist, schließt eine zusätzliche Arbeitsbelastung gänzlich aus. "Soll ich alles stehen und liegen lassen, um Corona-Impfungen zu übernehmen?" Er betreue in der Region Tiere auf über 100 Bauernhöfen, die könne er nicht einfach im Stich lassen, betont er.

Der Rother Veterinärmediziner Dr. Ulrich Pfeiffer glaubt nicht, dass Tierärzte jetzt schon zur Anti-Corona-Spritze greifen müssten. "Das müssten wir nur im absoluten Notfall, und das war bisher nicht der Fall", meint Pfeiffer. Ein Notfall ist für ihn, wenn alles Personal in Arztpraxen und Krankenhäusern eingespannt sei. Und dies, so Pfeiffer, treffe momentan nicht zu.

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