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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

Regelmäßig veranstaltet die AVA Seminare und Workshops, in denen Landwirte und Tierärzte zusammen und voneinander lernen. „Auf gleicher Augenhöhe“ werden hier Themen der Tiergesundheit und Co. intensiv besprochen, um Probleme herauszukristallisieren und zu lösen. Abseits des Tagesgeschäftes bieten wir hier ein Forum für den konstruktiven fachlichen Austausch zwischen Veterinären und Landwirten.

Wie Tierhaltung zunehmend zu Antibiotikaresistenzen in der Welt beiträgt

Veröffentlicht am: 19.08.2022 19:11:18
Kategorie : Allgemein , Wichtige News

19.08.2022 - Bis 2030 werden China, Brasilien, Indien, Indonesien und die USA die meisten antimikrobiell wirksamen Substanzen in der Tierhaltung einsetzen. Nur globale One-Health-Strategien können Resistenzen zurückdrängen.

Der Einsatz von Antibiotika in der Therapie von Infektionskrankheiten (Antibiose) hat in den vergangenen 80 Jahren zu einer enormen Entwicklung der globalen Gesundheit beigetragen. Millionen Menschen überleben Infektionen, die früher lebensbedrohlich waren, Antibiotika ermöglichen lebensrettende medizinische Maßnahmen, wie Organtransplantationen oder schwierige Operationen (Hutchings et al., 2019; Wall, 2019). Jedoch hat die unreflektierte und teils missbräuchliche Anwendung von Antibiotika zu einem raschen und nicht kontrollierbaren Anstieg von antimikrobiellen Resistenzen (AMR) geführt: sowohl bei der Behandlung von viralen Infektionskrankheiten wie auch zur Prophylaxe oder als Leistungsförderer in Tierhaltungen oder durch massenhaften nicht-selektive Einsatz z.B. in Aquakulturen weltweit.

Zugleich ist die Entwicklung neuer antimikrobiell wirksamer Substanzen (AMS) begrenzt, so dass wir immer häufiger mit unbehandelbaren bakteriellen Infektionen konfrontiert werden (Prescott, 2014). Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Antibiotikaresistenz als „globale Sicherheitsbedrohung“ und damit als eine der zehn größten Gesundheitsbedrohungen für die Menschheit ein.

Es steht außer Frage, dass der Einsatz großer Mengen von AMS in der Nutztierhaltung eine entscheidende Rolle bei der Entstehung von AMR spielt, insbesondere durch vorbeugende antimikrobielle Behandlungen in intensiven Tierhaltungen und den Einsatz von AMS in subtherapeutischen Dosen als Masthilfsmittel und Leistungsförderer. Dass dafür in erheblichem Maß Wirkstoffe bzw. Wirkstoffgruppen zum Einsatz kommen, die in der Humanmedizin essenziell für die Behandlung von Infektionen sind, verschärft das Problem (Van Boeckel et al., 2015).

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