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Tierärztliche Seminare

Bei unseren Fortbildungen für Tierärzte vermitteln exzellente Referenten aktuelles, fundiertes Wissen, das Veterinäre zum kompetenten Partner der Landwirte macht. Mit praktischen Übungen, Bestandsbesuchen, Fallbesprechungen und Diskussionen bieten diese Seminare die Möglichkeit, praxistaugliches Wissen zu erwerben und dieses künftig gezielt bei der täglichen Arbeit zu nutzen. Unsere Fortbildungen sind in der Regel von der Bundestierärztekammer anerkannt (ATF-Anerkennung gemäß § 10 der ATF-Statuten).

 

Seminare für Tierärzte und Landwirte

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Zahl der Schweine in Niedersachsen auf 25-Jahre-Tief

Veröffentlicht am: 01.09.2022 18:16:20
Kategorie : Schweine , Wichtige News

Vergangene Woche ist das endgültige Ergebnis der Schweinebestände vom 3. Mai 2022 veröffentlicht worden. Die Tierzahlen und die Anzahl schweinehaltender Betriebe sind seit dem Vorjahr deutlich gesunken. (Dr. Albert Hortmann-Scholten)

01.09.2022 - Wie das Statistische Landesamt anhand von endgültigen Ergebnissen der repräsentativen Schweinezählung mitteilt, ist in Niedersachsen die Zahl der Schweine zum Stichtag am 3. Mai 2022 binnen Jahresfrist um 10 % auf 7,38 Mio. Tiere gesunken. Besonders die Zahl der Ferkel und Jungschweine nahm überproportional ab. Dies lässt darauf schließen, dass sich auch im 2. Halbjahr 2022 das Schlachtschweineangebot weiter deutlich verringern wird. Ein deutlicher Rückgang war auch im 1. Halbjahr 2022 festzustellen.

In einem Jahr 10,9 % weniger Schweinebetriebe

Die Zahl der schweinehaltenden Betriebe lag zum Stichtag in Niedersachsen nur noch bei 4.400 Unternehmen und hat damit gegenüber 2021 um 10,9 % abgenommen. Dabei gab es zwischen den vier statistischen Regionen Niedersachsens – Braunschweig, Lüneburg, Hannover und Weser-Ems – deutliche Unterschiede. In Braunschweig ging die Zahl der Betriebe um 23,0 % auf noch rund 200 zurück, in der Region Hannover um 9,8 % auf noch 700, in der Region Lüneburg um 10,3 % auf ebenfalls noch rund 700 und in Weser-Ems um 9,6 % auf noch etwa 2.900.

In anderen Bundesländern läuft der Strukturwandel der Schweinehaltung noch weitaus schneller ab als in Niedersachsen. So fiel in Baden-Württemberg die Zahl der Schweine auf den tiefsten Stand seit 70 Jahren. In Süddeutschland bieten sich für Betriebsleiter und Betriebsleiterinnen vielfach attraktivere Beschäftigungsmöglichkeiten, so dass man sich hier noch schneller aus der Schweinehaltung verabschiedet als im Norden der Bundesrepublik.

Kostendeckung bei Ferkeln fehlt zu lange

Überproportional hoch ist mit einem Rückgang von 11,9 % die Zahl der Zuchtsauen und mit einem Minus von 10,7 % die Zahl der Sauenhalter. Am 3. Mai diesen Jahres gab es noch ungefähr 1.400 sauenhaltende Betriebe in Niedersachsen. Dies spiegelt die extrem schwierige wirtschaftliche Situation dieses Betriebszweiges wider. Im Mittel konnten seit etwa 30 Monaten keine kostendeckenden Erlöse erwirtschaftet werden. Die Sauenbetriebe verteilen sich regional wie folgt: etwa 100 Betriebe in der Region Braunschweig, je etwa 200 Betriebe in den Regionen Hannover und Lüneburg sowie etwa 1.000 Betriebe in Weser-Ems.

Mastschweine um rund acht Prozent gesunken

Die Zahl der Mastschweine, die zirka 52 % des Schweinebestandes ausmachen, lag im Mai dieses Jahres mit 3,8 Mio. Tiere um 8,2 % niedriger als im November 2021. Schweinemäster können schneller auf die angespannte Marktlage reagieren, zum Beispiel indem sie vorübergehend Schweineställe nicht mehr mit Läufern belegen. Insgesamt bleibt aber auch in der Schweinemast trotz der zuletzt angestiegen Notierungen aufgrund der aktuell sehr hohen Energie- und Futterkosten ökonomisch sehr angespannt.

Hier die Tierzahlen und Schweinebetriebe seit 1997

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