1 . Fördermittel für Investitionen in tiergerechte Stallumbauten

Investitionen in besonders tiergerechte Stallumbauten, -erweiterungen oder -neubauten können im Rahmen des Agrarinvestitionsförderungsprogramms der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) gefördert werden. Für die Umsetzung seien die Länder zuständig. Der Bund beteilige sich mit 60 Prozent an den förderfähigen Ausgaben, heißt es in der Antwort (21/7479) der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage (21/7273) der AfD-Fraktion.

Die Länder berichten den Angaben zufolge jährlich im Rahmen der GAK-Berichterstattung über die Anzahl der geförderten Betriebe, differenziert nach Tierarten und Jahren je Bundesland.

Mit dem Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung (BUT) werden besonders tiergerechte Stallneubauten und -umbauten in der Schweinehaltung gefördert, wie es in der Antwort weiter heißt. In dem Programm wurden 2024 insgesamt 162 Förderanträge gestellt, 2025 waren es 178 und 2026 bis Ende Juli 314. Anträge könnten noch bis Ende August 2026 gestellt werden. Ab September 2026 sei dann die Förderung im Rahmen der GAK weiter möglich.

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3 . Reduktion von Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft

Mit der Reduktion von Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft befasst sich die Grünen-Fraktion in einer Kleinen Anfrage (21/7518). Ammoniak und die durch chemische Reaktionen mit der Luft daraus entstehenden Gase schädigten Böden, Pflanzen, Gewässer und ganze Ökosysteme. Etwa 95 Prozent des freigesetzten Ammoniaks stammten aus der Landwirtschaft, heißt es in der Anfrage.

Eine bewährte und wissenschaftlich belegte Methode zur effektiven Reduktion von Ammoniak-Emissionen sei die Ansäuerung von Flüssigmist mit Schwefelsäure. Auf europäischer Ebene sei diese Methode als beste verfügbare Technik anerkannt. Dennoch bestünden in Deutschland rechtliche Unsicherheiten, die einen wirtschaftlichen Einsatz dieser Technik praktisch erschweren.

Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung wissen, wie sie die Methode einschätzt und welche Pläne sie verfolgt, um Ammoniak-Emissionen in der Landwirtschaft zu reduzieren.

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