16.06.2025 00:00

Tote Tiere: Die deutsche Agrarpolitik hinkt hinterher

Das Ernährungssystem kann nur zukunftsfest werden, wenn weniger Fleisch gegessen wird. Zwei Nachbarländer zeigen, wie Transformation funktioniert.

Weniger Grün, mehr Wurst: Zumindest für Markus Söder scheint das das Ziel der Agrarpolitik der Regierungskoalition zu sein. Den neuen CSU-Landwirtschaftsminister Alois Rainer präsentierte er im April mit den hoffnungsfrohen Worten „Jetzt gibt’s wieder Leberkäs statt Tofutümelei.“ Entlang des Themas Ernährung wird von Politikern wie Söder ein Kulturkampf inszeniert, in dem Fleischfans ihre Freiheit gegen linksgrüne Veggies verteidigen müssten.

Der Minister selbst gab sich in seiner Regierungserklärung Mitte Mai zwar versöhnlicher. Er betonte aber, dass „mündige Bürgerinnen und Bürger“ selbst entscheiden sollten, was sie einkaufen, und dass für ihn Fleisch zu einer „ausgewogenen Ernährung“ dazugehöre – dabei ist erwiesen, dass Fleisch für die Gesundheit nicht nötig und in den heute üblichen Mengen schädlich ist. In der Tierhaltung in Deutschland sieht Alois Rainer keine Probleme – sie stehe schon jetzt für höchste Qualität... .

Hier erfahren Sie mehr

Weitere News