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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Tiertransporte: Wie das Leid in der Schweinezucht verringern? (Video)
Transporte von Nutztieren sorgen oft für Stress und Tierleid - doch weniger Betriebe und starke Spezialisierung lassen sie ansteigen.
Agrarminister Rainer will am Amt eines Tierschutzbeauftragten festhalten
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will nach dem Aus für die bisherige Amtsinhaberin am Posten eines Tierschutzbeauftragten des Bundes festhalten.
Rainer sagte der Deutschen Presse-Agentur: «Tierschutz bleibt ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Deshalb wird es auch künftig eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Tierschutz geben.» Entscheidend sei für ihn, dass diese Funktion «nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht» sei - fachlich fundiert, sinnvoll verzahnt mit bestehenden Strukturen und ohne neue Bürokratie. Rainer hatte zuvor angekündigt, sich von der bisherigen Tierschutzbeauftragten Ariane Kari zu trennen, die sein Vorgänger Cem Özdemir (Grüne) 2023 bestellt hatte. Dies hatte Kritik ausgelöst.
Der Minister sagte: «Tierschutz bewegt viele Menschen in unserem Land - und auch mir persönlich liegt die Verantwortung für unsere Mitgeschöpfe sehr am Herzen. Die Verankerung des Tierschutzes im Grundgesetz war ein bedeutender Meilenstein.» Kari habe als erste Bundestierschutzbeauftragte wertvolle Impulse für den Tierschutz gegeben. «Für das Engagement bedanke ich mich herzlich. Ich wünsche ihr für ihre weitere berufliche Zukunft alles Gute.»
Wer das Amt künftig ausüben soll, sagte Rainer nicht. Der Posten ist beim Bundeslandwirtschaftsministerium angesiedelt, die Beauftragte arbeitet aber unabhängig. Die oder der Bundestierschutzbeauftragte soll bei der Gesetzgebung in Tierschutzbelangen mitwirken, Missstände beim Umgang mit Tieren bekämpfen und Ansprechpartner für Organisationen und Bürger sein. Kari wies in einem Video auf der Plattform Instagram darauf hin, dass seit dem Regierungswechsel zur Debatte gestanden habe, ob und wie es mit dem Amt weitergehe. Nach früheren Angaben des Landwirtschaftsministeriums war die Frage offen - nun kommt die Entscheidung des Ministers.
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Die AVA hatte mit der Bundestierschutzbeauftragten Ariane Kari eine fachkompetente Gastrednerin auf einer AVA-Tagung.
Österreichische Tierschutz-Staatssekretärin im Sommergespräch
Was ist ein Tierleben wert – in einer Gesellschaft, die Hunde wieder auf Menschen hetzen will und Kälber über 1.000 Kilometer transportiert, als wären sie Frachtgut? Die „Krone“ traf Tierschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig zum Gespräch.
m Herzen der Wiener Innenstadt sprach die „Krone“ mit Tierschutz-Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) über Missstände, die nicht länger ignoriert werden dürfen. Es ging um die österreichische Realität des Tierschutzes – eine Wirklichkeit zwischen gesetzlichen Lücken und politischen Machtspielen.
Der Hund als Waffe?
Ein zentrales Thema des Gesprächs: Die aktuelle Klage beim Verfassungsgerichtshof gegen das Verbot des „Beiß- und Angriffstrainings“, wo Hunde gezielt auf den Biss in den menschlichen Unterarm trainiert werden. Eine Entscheidung, die im Sinne des Tierschutzes längst gefallen war, soll nun auf Betreiben einer „bissigen Lobby“ mit juristischen Winkelzügen wieder ausgehebelt werden.
Königsberger-Ludwig macht deutlich, wie ernst die Lage ist: „Wenn das Verbot aus formalen Gründen aufgehoben wird, könnte die Abteilung C (Anm.: Schutzdienst) im Rahmen des Gebrauchshundesports schneller zurückkehren, als man denkt.“
Tierwohl zwischen Paragrafen
Der private Schutzdienst diene weder der öffentlichen Sicherheit noch dem Katastrophenschutz, sei aber geeignet, Hunde dauerhaft unter Stress zu setzen und zu Aggressionsverhalten zu verleiten. Derartige Praktiken hätten im modernen Tierschutz nichts verloren – und sie sollten auch nicht durch juristische Ausreden ein Comeback feiern dürfen.
Das Problem dabei: Der Verfassungsgerichtshof prüft Gesetze nur formal – ob die Begründung des Verbots „sauber“ war, ob der Gesetzgeber korrekt gearbeitet hat und nicht, ob gegen das Tierschutzgesetz verstoßen wird. Was mit den Hunden passiert, wie sie leiden oder gebrochen werden – all das zählt dort nicht. Sollte das Verbot fallen, müssten Justizministerium und Parlament sofort gesetzlich nachbessern, macht „Krone“ Tierecke Chefin Maggie Entenfellner im Gespräch mit der Staatssekretärin klar: „Sonst ist das nicht nur eine juristische Niederlage, sondern ein Verrat am Tier.“
Hölle auf Rädern
Mindestens ebenso bedrückend ist eine zweite Baustelle: die Tiertransporte. Sie passieren täglich, legal, quer durch Europa – und bis in den Nahen Osten. Kälber, Schweine, trächtige Rinder – über Stunden, manchmal über einen ganzen Tag, eingepfercht, oft ohne ausreichende Versorgung, bei sengender Hitze. Temperaturmessung, Pausenzeiten, Dokumentation – auf dem Papier sieht vieles gut aus. Die Realität auf Europas Autobahnen ist eine andere.
Königsberger-Ludwig spricht von einer „europäischen Agenda“, die man nur gemeinsam mit anderen Staaten umsetzen könne. „Österreich hat mitunter die strengsten Richtlinien“, so die Staatssekretärin. Doch was nützen Papiervorschriften, wenn sie an Grenzen enden – oder bewusst ignoriert werden?
Transporte erleichtern Ausbreitung
Auch das Thema Seuchengefahr ist eng mit Tiertransporten verknüpft. „Gerade erst wurden die Maßnahmen gegen die ‘Maul und Klauenseuche‘ gelockert, jetzt müssen wir uns mit dem hochansteckenden ‘Lumpy Skin Disease‘ (LSD) beschäftigen“, so Königsberger-Ludwig. „Die Lage im Frühjahr war komplex, die Zeit knapp, der Druck enorm. Besonders beeindruckt hat mich die Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig: ein echtes Musterbeispiel für politische Kooperation über Parteigrenzen hinweg. Ich erinnere mich noch gut an ein Telefonat spätabends in der heißen Phase – da ging es nicht um Parteitaktik, sondern nur um eines: Wie wir unsere Tiere schützen und die Landwirtschaft absichern können.“
Doch wie groß ist also die Gefahr, dass uns LSD trifft? „Spekulationen helfen niemandem – Vorsorge schon. In Österreich gibt es aktuell keinen einzigen Fall der Lumpy Skin Disease, aber die Entwicklungen in Italien und Frankreich geben Anlass zur Sorge. Die Behörden arbeiten deshalb mit Hochdruck an umfassenden Vorbereitungen“, so Königsberger-Ludwig.
Es gibt viel zu tun im Tierschutz, dessen ist sich Ulrike Königsberger-Ludwig bewusst. Doch sie zeigt sich kämpferisch: „Wir haben ein ambitioniertes Programm, das wir umsetzen werden, um das Leben von Mensch und Tier zu verbessern.“ … .
Landwirt wendet sich vergeblich gegen Betriebserlaubnis eines benachbarten Schießstands mit einer Schussentfernung von 25 Metern
Schießstand in Niederheimbach darf vorläufig weiter betrieben werden
Das Verwaltungsgericht Mainz hat den Eilantrag eines Landwirts gegen einen Schießstand abgelehnt.
Der Antragsteller ist Eigentümer von landwirtschaftlichen Flächen, die an die streitgegenständliche Schießanlage angrenzen. Es handelt sich um einen teilabgedeckten Schießstand mit einer Schussentfernung von 25 Metern.
Hintergrund des Verfahrens ist eine seit mehreren Jahren andauernde Auseinandersetzung zwischen dem Antragsteller und dem beigeladenen Schützenverein… .
Grüne wollen Klimaschutz in Landesverfassung verankern
Die Berliner Grünen wollen den Klimaschutz als Staatsziel in der Landesverfassung verankern. Einen entsprechenden Antrag werde die Grünen-Fraktion nach der Sommerpause im September in das Abgeordnetenhaus einbringen, kündigte Fraktionschef Werner Graf an.
«An ein solches Ziel müssen sich dann Senat, Bezirke und Behörden auch verpflichtend halten», sagte er im Interview der Deutschen Presse-Agentur. «Auch der Gesetzgeber, also das Parlament, muss dann Klimaschutz als Leitlinie ernst nehmen.» Sollten Gesetze oder Maßnahmen diesem Staatsziel widersprechen, bestünde die Möglichkeit, vor dem Landesverfassungsgericht zu klagen. «Das Landesverfassungsgericht könnte solche Gesetze oder Maßnahmen dann für verfassungswidrig erklären und außer Kraft setzen», erläuterte Graf.
Kritik an Schwarz-Rot
«Unser Ziel ist, dass in Berlin endlich wieder Klimaschutz stattfindet», unterstrich der designierte Spitzenkandidat der Grünen für die Wahl 2026. «Wir haben ja die Situation, dass wir im Augenblick sehen, dass Schwarz-Rot, also dieser Senat aus CDU und SPD, sehr viel beim Klimaschutz versprochen hat, aber wirklich nichts hält.» Das gelte auch für das im Koalitionsvertrag vereinbarte Ziel, den Klimaschutz in die Verfassung aufzunehmen. «Wir haben jetzt die Arbeit für sie gemacht und den Antrag vorbereitet. Das heißt, Sie müssen nur noch zustimmen», so Graf.
Linke sagt «ja aber»
Die Linksfraktion unterstützt das Vorhaben, wie deren parlamentarischer Geschäftsführer Niklas Schrader auf dpa-Anfrage sagte. Allerdings zeige der Artikel 28 der Landesverfassung, wonach jeder Mensch das Recht auf angemessenen Wohnraum hat und das Land sich für dessen Erhalt insbesondere für Menschen mit geringen Einkommen einsetzt, dass es damit nicht getan sei. «Es braucht vor allem viel öffentlichen Druck und auch den politischen Willen, damit diese Ziele dann auch ernsthaft verfolgt werden und nicht nur auf dem Papier bestehen», sagte Schrader.
AfD spricht von Irrweg
Die AfD-Fraktion lehnt Grafs Forderung hingegen rundweg ab. «Was hier verfassungsrechtlich zementiert werden soll, ist ein politischer Irrweg: Die sogenannte Energiewende ist evidenzbasiert gescheitert - technisch, ökonomisch und sozial», erklärte deren klima- und energiepolitischer Sprecher Frank-Christian Hansel. «Wer ausgerechnet diesen Irrweg in die Verfassung schreiben will, betreibt klimaaktivistische Ideologiepolitik mit dem Vorschlaghammer.»
«Versprechen nicht gehalten»
«Die Koalition hat alles beim Klimaschutz zurückgefahren», kritisierte Graf mit Blick CDU und SPD, die seinen Vorstoß im Übrigen nicht kommentierten. «Diese Regierung ist mit dem Versprechen gestartet, fünf bis zehn Milliarden Euro über ein Sondervermögen in den Klimaschutz zu investieren. Wegen dieses Versprechens hat sie wirklich alles, was mit Klimaschutz zu tun hatte, aus dem Doppelhaushalt gestrichen. Aber die Kredite für das versprochene Klima-Sondervermögen von bis zu zehn Milliarden Euro wurden nicht aufgenommen.»
Neuer Artikel 31
In der Berliner Verfassung wollen die Grünen konkret den Artikel 31 ergänzen, in dem es bisher in Absatz 1 um die Umwelt und den Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen geht. Er soll künftig lauten: «Das Klima, die Umwelt und die natürlichen Lebensgrundlagen stehen unter dem besonderen Schutz des Landes.»
Nach dem bestehenden Absatz 2 (Tiere sind als Lebewesen zu achten und vor vermeidbarem Leiden zu schützen) soll nach dem Willen der Fraktion noch ein dritter Absatz eingefügt werden: «Das Land ist in Verantwortung auch für die künftigen Generationen verpflichtet, das Erreichen dieser Ziele durch Gesetzgebung, Verwaltungshandeln und andere Maßnahmen zu gewährleisten.»
Getreideernte völlig verregnet - Landwirte in Niedersachsen sehr besorgt
Landwirte in Niedersachsen machen sich wegen des vielen Regens Sorgen um die Ernte im Land.
«In den vergangenen Wochen haben wir in ganz Niedersachsen regionale Schauer erlebt, die teilweise sehr kräftig ausfielen», sagte Christopher Hanraets, Sprecher der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung». Landwirte müssten immer wieder Erntepausen einlegen.
«Die Landwirte müssen häufig prüfen, ob das Getreide schon die Qualitätskriterien für die Feuchtigkeit erreicht hat», sagte er. Lange Dreschtage seien daher die Ausnahme. Alle Bestände seien zwar erntereif, aber jeder weitere Schauer könne sich nachteilig auf die Qualität auswirken, betonte Hanraets. Bereits 2023 sei die Ernte in weiten Teilen ins Wasser gefallen. «Wenn das Wetter in den nächsten sieben bis zehn Tagen so bleibt, ist mit deutlichen Qualitätseinbußen zu rechnen. Die Situation ist noch nicht schlimm, aber durchaus angespannt», sagte er.
Auch das Landvolk Niedersachsen äußerte sich besorgt. Nasses Getreide senke die Qualität vom Weizen enorm, sagte Landvolk-Sprecherin Wiebke Molsen. Schließlich bleibe nur noch die Nutzung als Futtergetreide - mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen. Zudem müsse feuchtes Getreide vor der Einlagerung getrocknet werden, was energie- und kostenintensiv sei. Dem Bericht zufolge waren bis Ende Juli in Niedersachsen laut Landvolk erst 16 Prozent des Winterweizens geerntet, beim Winterraps waren es 45 Prozent.
Top Weizenerträge - Wetter erschwert jedoch Ernteverlauf erheblich
Die ZG Raiffeisen ordnet die diesjährige Getreideernte in Baden trotz witterungsbedingter Herausforderungen insgesamt als stabil bis erfreulich ein.
Die überdurchschnittlichen Weizenerträge und die gute Qualität der Braugerste stechen dabei positiv hervor. Auch der Mais präsentiert sich derzeit vital, es wird eine durchschnittliche Ernte erwartet. Die internationalen Märkte zeigen sich aktuell zurückhaltend. Sie sind geprägt von einer auffälligen Kaufzurückhaltung, sinkenden Preise und Unsicherheit durch die Handelspolitik der USA. „Der Markt steht still, da Impulse fehlen“, fasst Agrar-Geschäftsbereichsleiter Richard Volz die Situation zusammen.
Im milden Herbst führten die vielen Niederschläge zu einer erschwerten Herbstbestellung. Nach einem ebenso milden und nahezu frostfreien Winter folgte ein überdurchschnittlich warmer Frühling, dessen Trockenheit das Auflaufen des Sommergetreides erschwerte und die Jugendentwicklung von Mais und Raps beeinträchtigte. Erst die teils kräftigen Niederschläge ab Mitte Juni konnten ein verstärktes Wachstum auf den Feldern herbeiführen. Die darauffolgende Hitzeperiode verursachte punktuell jedoch Trockenschäden und eine beschleunigten Ab- bzw. Notreife. Der starke Wechsel zwischen Regen und kurzen warmen Phasen im Juli unterbrach immer wieder die Ernte. Der Mais profitiert jedoch positiv davon – er zeigt sich aktuell vital und lässt von einer durchschnittlichen Ernte ausgehen.
Das Fazit zum Weizen fällt insgesamt besser als im Vorjahr aus: Die Landwirtinnen und Landwirte können sich über überdurchschnittliche Erträge und gute Qualitäten freuen. Während sich die Proteingehalte insgesamt eher bescheiden präsentieren, werden in den nordbadischen späten Erntegebieten jedoch gute Proteingehalte erreicht. Die Braugerste fällt in diesem Erntejahr besonders positiv auf: Fast jede erfasste Partie ist für die Braugerstenvermarktung geeignet. Allerdings belasten Überhänge des Vorjahres und eine geringe Nachfrage den Markt. Der Raps litt unter der Frühjahrestrockenheit, weswegen das Ergebnis leicht unterdurchschnittlich ausfällt. Die Hafer- und Dinkelernte fällt bisher zufriedenstellend aus. Der Geschäftsbereich Agrar geht zur Ernte 2026 von einer weiteren Ausdehnung der Dinkel-Anbauflächen aus.
Im Bio-Bereich rechnen wir langfristig mit einem belebten Markt. „Unser Bio-Standort in Mühlhausen ist für die regionalen Landwirtinnen und Landwirte eine zentrale Anlaufstelle für ihr ökologisch angebautes Getreide“, so Volz. Im badischen Raum erfassen wir rund 10.000 Tonnen Biogetreide aus regionaler Landwirtschaft.
Als regionaler Vermarktungspartner unterstützt die ZG Raiffeisen Landwirtinnen und Landwirte mit einer verlässlichen Vermarktung. Wir bieten preisabsichernde Kontrakte, die gegen Schwankungen am Markt schützen.
Nach Entlassung der Tierschutzbeauftragten: Minister Rainer will Tierschutzamt beibehalten
Nach zwei Jahren im Amt wird die Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung entlassen. Das löst Kritik aus. Auch herrscht Ungewissheit, ob es den Posten weiterhin geben wird. Landwirtschaftsminister Rainer sorgt jetzt für Klarheit.
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer will nach dem Aus für die bisherige Amtsinhaberin am Posten eines Tierschutzbeauftragten des Bundes festhalten. Rainer sagte: "Tierschutz bleibt ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Deshalb wird es auch künftig eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Tierschutz geben."
Entscheidend sei für ihn, dass diese Funktion "nicht nur gut gemeint, sondern auch gut gemacht" sei - fachlich fundiert, sinnvoll verzahnt mit bestehenden Strukturen und ohne neue Bürokratie. Rainer hatte zuvor angekündigt, sich von der bisherigen Tierschutzbeauftragten Ariane Kari zu trennen, die sein Vorgänger Cem Özdemir 2023 bestellt hatte. Dies hatte Kritik ausgelöst…. .
Koalition hält an Amt fest: Bundestierschutzbeauftragte wird nicht abgeschafft
Auch für den artgerechten Umgang mit Tieren in der Produktion ist der oder die Tierschutzbeauftragte verantwortlich.
Eigentlich wollte die Koalition Stellen streichen und sparen. Auch das Amt der Tierschutzbeauftragten stand auf der Kippe. Doch nun steht fest: Schwarz-Rot hält an dem Posten fest.
Schon seit Monaten wird in der Regierung debattiert, wie es mit dem Posten der Bundestierschutzbeauftragten weitergeht. Jetzt ist klar: Die Bundesregierung will am Amt des oder der Tierschutzbeauftragten festhalten. Ein Sprecher des Landwirtschaftsministeriums sagt ZDFheute: „Tierschutz bleibe ein zentrales Anliegen.
Deshalb wird es auch künftig eine Beauftragte oder einen Beauftragten für Tierschutz geben“.
Entscheidend sei dabei für das Ministerium, dass diese Funktion fachlich fundiert und zugleich sinnvoll verzahnt werde mit bestehenden Strukturen.
Bisherige Tierschutzbeauftragte Kari entlassen
Die bisherige Tierschutzbeauftragte Ariane Kari muss allerdings gehen. Ende Mai noch hatte sich das Kabinett auf Initiative des neuen Landwirtschaftsministers Alois Rainer (CSU) darauf geeinigt, Karis Vertrag bis Ende August zu verlängern. Ein Sprecher des Ministeriums teilte nun mit, darüber hinaus sei keine Fortführung geplant.
Auch Kari selbst erklärte in einem Video auf Instagram, dass sie das Amt "in dieser Legislatur nicht weiter bekleiden werde". Eine Sprecherin sagte ZDFheute, Kari habe die Arbeit für den Tierschutz als enorm sinnstiftend empfunden. Sie hätte "das Amt der Bundestierschutzbeauftragten in dieser Legislatur gerne weiter ausgeübt".
Grüne kritisieren Entscheidung
Die Tierschutzexpertin der Grünen, Zoe Mayer, äußert scharfe Kritik an der Entscheidung und sieht politische Motive für die Entlassung Karis. Auf Instagram schreibt sie: „Es ist nicht nachzuvollziehen, warum die exzellente Arbeit von Ariane Kari als unabhängige Tierschutzbeauftragte beendet wird“.
Der Deutsche Tierschutzbund bezeichnet das Ende von Karis Amtszeit als "tierpolitisches Beben". Es sei schade, dass Minister Rainer Karis Expertise nicht weiter binde. "Mit dieser Entscheidung hat der Bundesminister das Vertrauen bei den Tierschützerinnen und Tierschützern verspielt", so der Präsident des Tierschutzbundes, Thomas Schröder.
Ariane Kari: erste Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung
Im Juni 2023 hatte Kari das von der Ampel-Koalition neu geschaffene Amt angetreten. Die Veterinärmedizinerin wurde auf Vorschlag des damaligen Landwirtschaftsministers Cem Özdemir (Grüne) vom Kabinett ernannt. Angesiedelt ist der Posten beim Bundeslandwirtschaftsministerium, die Tierschutzbeauftragte arbeitet allerdings unabhängig.
Sie soll unter anderem an tierschutzrelevanten Gesetzgebungsverfahren mitwirken, sich für die Beseitigung von Missständen im Umgang mit Tieren einsetzen und Ansprechpartnerin für Organisationen, Bürgerinnen und Bürger sein.
Merz wollte Beauftragtenposten streichen
Aus Reihen der Union war die Stelle von Anfang an als überflüssig kritisiert worden. Auch Friedrich Merz (CDU) hatte vor seiner Wahl zum Bundeskanzler auf dem CSU-Parteitag 2024 erklärt, dass die einzige Beauftragte, die man wirklich brauche, die Wehrbeauftragte sei. Alle anderen gehörten auf den Prüfstand. Es gebe "mittlerweile 34 Beauftragte der Bundesregierung für mehr oder weniger alles und jeden", so Merz.
Kari selbst möchte sich auch künftig im Tierschutz engagieren, sagt ihre Sprecherin ZDFheute. Sie hoffe, dass das Amt "weisungsfrei, parteipolitisch neutral und unabhängig weitergeführt" werde. Wer Karis Nachfolge antreten soll, teilte das Landwirtschaftsministerium nicht mit.
Übertragung per Mücke: Blauzungenkrankheit bei Rindern im Kreis Passau ausgebrochen
Schon wieder gibt es im Kreis Passau einen Fall von Blauzungenkrankheit. Nachdem im Oktober 2024 bereits einige Schafe mit dem Virus infiziert wurden, trifft es nun eine Rinderherde aus einem Betrieb in Aicha vorm Wald.
Das teilt das Veterinäramt Passau am Dienstag mit. Für den Menschen gehe davon keine Gefahr aus, gibt das Veterinäramt Entwarnung, doch weitere Infektionen seien nicht ausgeschlossen.
Im Oktober 2025 waren Schafe betroffen
Lange blieb der Kreis Passau von der Blauzungenkrankheit verschont. „Doch bundesweit ist sie immer wieder aufgetaucht“, sagt Josef Hopper, Kreisobmann des Passauer Kreisverbands des Bayerischen Bauernverbandes, auf PNP-Anfrage. „Da war es klar, dass sie irgendwann auch zu uns kommt.“ Bereits im Oktober letzten Jahres war es soweit: In einer Schafhaltung im Kreis Passau wurde die Krankheit gemeldet. Nun trifft es aber auch die Rinder – eine schlechte Nachricht für die Region, meint Hopper. Denn vor allem im nördlichen Landkreis gebe es viele Rinderherden, die nun infiziert werden können.
Impfung der Tiere hilft zur Vorbeugung
Um dem vorzubeugen, hätten viele Landwirte bereits vorgesorgt, sagt Josef Hopper – und zwar mit einer Schutzimpfung. Drei zugelassene Impfstoffe gebe es mittlerweile gegen das Virus, teilt das Veterinäramt Passau mit und rät dringend dazu, diese – wenn noch nicht geschehen – jetzt vom Tierarzt spritzen zu lassen. Zudem wird empfohlen, die Tiere durch Behandlung mit speziellen Anti-Insekten-Präparaten zu schützen. So können Infektionen und schlimme Verläufe.
Ähnliche Vorsicht beim Einkauf neuer Tiere empfehle Hopper nun auch den Betrieben in der Region: „Sie sollen beim Tierzukauf genau darauf achten, was reinkommt und was rausgeht und schauen, dass ihr Bestand unbedenklich bleibt.“ Dadurch und durch die entsprechenden Schutzimpfungen könne die Krankheit eingedämmt werden.
Das Veterinäramt weist darauf hin, „dass Rinder-/Schaf- und Ziegenhaltungen sowie die Standorte der Tiere auf Betriebsstätten dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dem Veterinäramt gemeldet werden müssen. Gleiches gilt für die Erfassung der Zu- und Abgangsmeldungen für diese Tierarten in der HITierDatenbank.“…
