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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Tätigkeiten des Bundeslandwirtschaftsministeriums
Die AfD-Fraktion erkundigt sich in einer Kleinen Anfrage (21/1051) nach den Tätigkeiten des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Die Abgeordneten wollen von der Bundesregierung unter anderem wissen, welche Gesetzentwürfe und welche Verordnungen in der 20. Wahlperiode (2021 bis 2025) durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft erstellt, in den Bundestag eingebracht und erlassen wurden. Außerdem wird danach gefragt, wie sich die Zahl der Mitarbeiter im Bundeslandwirtschaftsministerium seit Beginn der 20. Wahlperiode entwickelt hat.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Gendefekt macht Hunde empfindlicher gegenüber einigen Tierarzneimitteln
Vor allem Hütehunde und Windhundrassen betroffen
in Gendefekt kann bei manchen Haustieren die Ursache dafür sein, dass diese besonders empfindlich auf bestimmte Tierarzneimittel reagieren. Insbesondere einige Hunderassen sind von Mutationen des sogenannten MDR1-Gens betroffen. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) empfiehlt Halterinnen und Haltern entsprechender Hunderassen, im Verdachtsfall tierärztlichen Rat einzuholen.
Von dem Gendefekt sind vor allem Hütehunderassen wie Collies, Australian Shepherds und Shelties betroffen. Auch bei Windhundrassen sowie Mischlingshunden und Katzen konnten bereits MDR1-Gendefekte nachgewiesen werden. Bei betroffenen Tieren kann es trotz einer Behandlung mit der empfohlenen Dosierung zu einer verstärkten Wirkung des verabreichten Arzneimittels und einem vermehrten Auftreten von Nebenwirkungen kommen. Dabei hängen die Symptome vom verabreichten Wirkstoff ab. Bei bestimmten Wirkstoffen zur Parasitenbehandlung können durch eine Anreicherung des Wirkstoffs im Gehirn beispielsweise neurologische Symptome auftreten. Dazu gehören etwa Koordinationsstörungen, Lethargie, Zittern, Krampfanfälle und Pupillenweitstellung.
„Wenn der Verdacht besteht, das eigene Tier könnte vom MDR1-Gendefekt betroffen sein, kann dies mit Hilfe einer genetischen Untersuchung festgestellt werden“, sagt BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl. „Bei notwendigen Arzneimittelanwendungen kann dies dann berücksichtigt werden.“ Haltern von Hunden der besonders vom MDR1-Defekt betroffenen Rassen wird daher insbesondere vor der Anwendung von Antiparasitika empfohlen, sich vorab von einem Tierarzt oder einer Tierärztin beraten zu lassen.
Der sogenannte MDR1-Transporter übernimmt eine Art Türsteherfunktion im Gehirn und anderen Organen des Körpers. Zudem spielt er bei der Ausscheidung von Arzneistoffen über die Leber und die Nieren eine Rolle. MDR steht für „Multidrug Resistance“. Der Transporter verhindert unter anderem das Eindringen von bestimmten Substanzen in das Gehirn. Zu diesen Substanzen gehören auch einige Wirkstoffe aus Tierarzneimitteln, beispielsweise aus den Wirkstoffgruppen der Antiparasitika, Chemotherapeutika oder Anästhetika. Mutationen im MDR1-Gen können zum Funktionsverlust des MDR1-Transporters führen, wodurch dieser seine Schutzfunktion nicht ausüben kann.
Tierarzneimittel werden vor ihrer Zulassung auf Sicherheit und Unbedenklichkeit überprüft. Bei entsprechenden Wirkstoffen wird außerdem bei Bedarf geprüft, inwiefern sich ein möglicher MDR1-Gendefekt auf die Verträglichkeit des Tierarzneimittels auswirkt, um gegebenenfalls entsprechende Warnhinweise aufzunehmen…. .
Wie beeinflussen die Gene unseren Geruchssinn?
Unterschiede zwischen Frauen und Männern
Wie wir riechen, ist nicht nur Geschmackssache – sondern auch eine Frage der Gene. Ein internationales Forschungsteam unter der Leitung von Wissenschaftlern der Universität Leipzig hat die bislang größte genetische Studie zum menschlichen Geruchssinn durchgeführt. Dabei haben die Forschenden des Instituts für Medizinische Informatik, Statistik und Epidemiologie (IMISE) sieben neue genetische Regionen gefunden, die mit der Fähigkeit, Gerüche zu erkennen, zusammenhängen. Die Ergebnisse könnten langfristig helfen, Geruchsstörungen besser zu verstehen und Krankheiten früher zu erkennen. Die wissenschaftliche Publikation ist jetzt im Journal „Nature Communications“ veröffentlicht worden.
Der Geruchssinn ist der bisher am wenigsten erforschte unserer Sinne – obwohl Geruchsstörungen die Lebensqualität stark beeinträchtigen und Hinweise auf Erkrankungen geben können. In der aktuellen Studie wurden die genetischen Grundlagen des Geruchssinns bei über 21.000 Menschen europäischer Herkunft analysiert. Ein besonderes Augenmerk lag auf möglichen Unterschieden zwischen Frauen und Männern. Dafür wurden sogenannte genomweite Assoziationsanalysen genutzt, bei denen das Erbgut vieler Menschen miteinander verglichen wird.
Verbindung des Geruchssinns zu Alzheimer und Hormonen
„Wir haben zehn genetische Regionen gefunden, die mit der Fähigkeit, bestimmte Gerüche zu erkennen, zusammenhängen.. .
Pressemitteilung : Endloses Leiden? Wie TUI weiterhin von Tierquälerei profitiert
Trotz Tierschutz-Behauptungen profitiert der Reisekonzern TUI weiterhin von der Ausbeutung von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft. Das zeigt ein neuer Bericht von World Animal Protection. Sie ist Hauptdarstellerin im ZooMarine Algarve, wo sie täglich performt – seit Jahrzehnten.
Trotz Behauptungen, sich dem Tierschutz zu verpflichten, profitiert der Reisekonzern TUI weiterhin von der Ausbeutung von Delfinen und Orcas in Gefangenschaft. In einem neuen Bericht legt World Animal Protection offen, wie die TUI Group diese qualvolle Form der Unterhaltung am Leben erhält.
Es ist eine Industrie, in der Delfine in qualvoll kleinen Becken eingesperrt sind. Glatte, sterile Gehege, die jegliche natürliche Umgebung entbehren. Die Tiere sind schädlichen Chemikalien und Infektionen ausgesetzt. Oft sind sie medikamentös ruhiggestellt. Viele Tiere sind schwer traumatisiert. Immer wieder müssen sie dieselben Tricks aufführen und leiden unter enormem psychischem Stress – was zu Selbstverstümmelung, Aggression und lebenslangem Leiden führt.
Das deutsche DAX-Unternehmen TUI vermarktet Reiseerlebnisse zu mindestens 37 Einrichtungen, bei denen rund 589 gefangene Wale und Delfine im Mittelpunkt stehen. Mit jedem verkauften Ticket wird die Quälerei dieser hochintelligenten Tiere verlängert. Viele Wettbewerber wie Booking.com oder Expedia Group tun das Richtige und streichen solche Angebote. TUI hingegen entscheidet sich für den Profit und übernimmt deren Marktanteile…. .
Die Bundesregierung wirft Tierschutzbeamte Ariane Kari raus – Grüne sprechen von „Shake“
Ariane Kari war der erste Bundesschutzbeauftragte. Es wurde von Greens Agriculture Minister Özdemir ernannt. Sein CSU-Nachfolger trennt sich nun vom Tierarzt-ein „Tierschutz Tribunation“, Richterkritiker.
Die Landwirtschaftsministerin Alois Rainer (CSU) trennt sich vom Tierschutzbeauftragten Ariane Kari, der seinen Vorgänger Cem Özdemir (Greens) im Jahr 2023 angeordnet hatte. Ende Mai beschloss der Bundeskabinett, den Veterinarianer bis zum Ende des Augustes um drei Monate zu verlängern. „Darüber hinaus ist keine Fortsetzung geplant.“
Kari selbst hatte zuvor in einem Video auf der Instagram -Plattform angekündigt, „dass ich das Büro in dieser Gesetzgebung nicht weiter behalten würde“. Ihre Amtszeit endet hier.
Union betrachtete Tierschutzbeamte von Anfang an als überflüssiges Recht
Der Federal Animal Protection Officer sollte an der Gesetzgebung im Tierschutz teilnehmen, Beschwerden im Umgang mit Tieren bekämpfen und eine Kontaktperson für Organisationen und Bürger sein. In ihrem Video wies Kari darauf hin, dass seit der Veränderung der Regierungswechsel eine Debatte gewesen sei, ob und wie das Büro weiterging.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Landwirtschaft ist diese Frage derzeit noch geöffnet. „Die derzeitigen Haushalts- und politischen Rahmenbedingungen erfordern eine strukturelle Überprüfung der in der Bundesregierung verwendeten Ressourcen“, sagte der Sprecher.
Die Post befindet sich im Bundesministerium für Landwirtschaft, der Kommissar arbeitet jedoch unabhängig. Von Anfang an war das Büro von den Reihen der Gewerkschaft als „überflüssig und falsch“ abgelehnt worden.
Grüne können nicht in einem Beamten gefunden werden
Der Grünen-Animal-Schutzexperte Zoe Mayer verstand nicht, warum Karis hervorragende Arbeit beendet wurde. Politische Motive sind anscheinend die einzige offensichtliche Erklärung für ihre Freilassung. Dies sollte dringend überprüft werden. Der Politiker des Grüns bestand darauf, dass es unabhängig sei, wenn der Posten ersetzt wurde. „Die Unabhängigkeit dieses Amtes ist wichtig, um den Tieren eine Stimme in der Politik zu geben, um die Bundesregierung zu kontrollieren und zu beraten.“
Die deutsche Tierschutzvereinigung sprach von einem „Tierschutzmonitor“. Sein Präsident Thomas Schröder sagte: „Mit dieser Entscheidung spielte der Bundesminister Vertrauen unter Tierrechtsaktivisten.“
Kari möchte immer noch zwei Projekte durchsetzen
Der Tierarzt Kari war vor ihrer Ernennung stellvertretender Tierschutzbeauftragter in Baden-Württemberg. In ihrer Arbeit ging es darum, „unseren Tierkollegen die Stimme zu geben, die sie leider ohne uns Menschen haben, betonte Kari in ihrem Instagram -Video. Dementsprechend hat es die letzten Wochen verwendet, um zwei „Projekte, die mir besonders wichtig sind“ zu schließen.
Kari bezeichnete zwei Aussagen hier-eins mit seinen eigenen Tierschutzempfehlungen und eines zu einem Standardkontrollverfahren am Bundesverfassungsgericht. Das Verfahren befasst sich daher mit der Frage, ob die derzeit geltenden Regeln für die Schweinezucht gegen ein höheres Tierschutzgesetz und das Verfassungsrecht verstoßen „.
Sie hoffte, „dass meine Forderungen trotz des Endes meiner Amtszeit gehört werden“. Kari kündigte an, dass es weiterhin „unseren Tierkollegen für die Rechte und den Schutz verpflichtet sein wird…. .
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Wir, die AVA, konnetn Frau Kari im letzten Jahr persönlich kennenlernen, den die Bundestierschutzbeauftragte war Gastreferentin bei der AVA Rindertagung 2024 in Herrieden (Bayern).
Die teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzte waren von Frau Karis Vortrag "begeistert". Wir bedauern sehr den Rausschmiß von Frau Kari durch den Bundeslandwirtschaftsminister.
Julia Schmidthaler aus Steinbach an der Steyr überzeugt mit praxisnaher Diplomarbeit zur Kälbergesundheit
Mit einem Fütterungsversuch zur Wirkung von Mikronährstoff-Boli auf Kolostrumqualität und Kälbervitalität beeindruckte die Steinbacherin Julia Schmidthaler von der HBLA Elmberg eine Fachjury – und wurde für ihre Diplomarbeit ausgezeichnet.
Eine innovative und praxisnahe Diplomarbeit präsentierte Julia Schmidthaler, Schülerin der HBLA Elmberg für Landwirtschaft und Ernährung. Auf dem elterlichen Betrieb Schwarzelmüller (Humpel am Berg) in Steinbach an der Steyr führte sie einen detaillierten Fütterungsversuch durch, um die Wirkung von Mikronährstoff-Boli bei Trockenstehern sowie von Diätfutter-Boli bei Kälbern zu untersuchen.
Die Ergebnisse: Kühe mit Bolusgabe zeigten im Schnitt um 12 Prozent bessere Kolostrumqualität. Auch Kälber mit Bolus litten seltener an Durchfall. Für ihre fundierte und praxisnahe wissenschaftliche Arbeit wurde Julia Schmidthaler von einer Fachjury ausgezeichnet.
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Auf der AVA-Tagung "Kälber & Fresser für Spezialisten" wird auch auf diese Themati intensiv eingegangen. Gerne sind Sie alle - auch Frau Julia Schmidtthaler - zu dieser gemeinsamen Veranstaltung für Tierärzte, Landwirte und Berater in A-4681 Rottenbach bei Haag (OÖ) herzlichst eingeladen. HIER der Link zur AVA-Tagung
Auch im Mastbetrieb keine Keime verschleppen
Es ist mittlerweile weitgehend anerkannt, dass die Grundlage für ein gesundes und produktives Rinderleben in den ersten Lebenswochen gelegt wird. Natürlich gilt das nicht nur für die spätere Milchkuh sondern auch für den Mastbullen oder das Mastkalb. Dass die Mäster in der Regel keinen Einfluss auf das Aufzuchtmanagement im Herkunftsbetrieb haben, sondern nehmen müssen „was kommt“, ist einer der Gründe, die die Fressererzeugung oder Mast ab Kalb so schwierig und oft auch behandlungsintensiv machen.
Im Rahmen der Spezialisierung in der Rinderhaltung in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts wurde die Verwertung der männlichen Kälber aus dem Milcherzeugerbetrieb zunehmend auf spezialisierte Mastbetriebe übertragen. Hierbei gehen die männlichen schwarzbunten Kälber in Deutschland nach dem 28. Lebenstag in die Kälbermast, wohingegen die Kälber der Zweinutzungsrasse Fleckvieh in aller Regel später (nach 4 bis 6 Wochen) an Fressererzeuger oder Bullenmastbetriebe abgegeben werden. Diesen verschiedenen Wegen der Verwertung männlicher Kälber aus Milchviehbetrieben ist gemeinsam, dass sehr empfindliche, nicht entwöhnte Tiere aus oft sehr vielen Herkunftsbetrieben nach in der Regel längerem Transport in großen Gruppen aufgestallt werden.
Wissenschaftliche Untersuchungen zu den Risiken für die Tiergesundheit gibt es fast ausschließlich im Bereich der Milchmastkälber. Da diese in anderen europäischen Ländern noch nach zwei Wochen transportiert werden dürfen und sich auch sonst das System wesentlich von dem der Fressererzeugung unterscheidet, sind diese wissenschaftlichen Erkenntnisse nicht auf Fressererzeugerbetriebe übertragbar. Um mehr Informationen über diesen sehr speziellen Produktionszweig zu sammeln hat der Tiergesundheitsdienst Bayern in den Jahren 2023/2024 bayerischen Fressererzeugern die Teilnahme an einem Tiergesundheitsmonitoring angeboten…. .
Bild-Interview mit Bundesagrarminister Alois Rainer
machen Sie sich selbst ein BILD
Bundesregierung: Rede des Bundesministers für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, zur Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes
Zur Änderung des Tierhaltungskennzeichnungsgesetzes hat der Bundesminister für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat, Alois Rainer, nachfolgende Rede vor dem Deutschen Bundestag am 6. Juni 2025 in Berlin gehalten
» Sehr geehrter Herr Präsident!
Geschätzte Kolleginnen und Kollegen!
Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Wenn wir die Menschen in unserem Land fragen, was zur Landwirtschaft gehört, was würden sie wohl antworten? Sicher würden viele den Bauernhof mit Äckern, Feldern und Wiesen nennen, vermutlich auch die Maschinen wie die Traktoren und die Mähdrescher. Eines würden die Menschen aber ganz sicher nennen: Tiere wie Kühe, Schweine, Hühner, Schafe und andere. Auch das zeigt: Landwirtschaft und Tierhaltung gehören zusammen.
Die Nutztierhaltung in Deutschland ist unverzichtbar für unsere Agrar- und Ernährungswirtschaft, für unsere Ernährungssicherheit und für eine nachhaltige Landwirtschaft. Deutschland gehört zu den wichtigsten Produzenten von Fleisch und Milch in Europa und weltweit. Dies sorgt für eine sichere Versorgung mit Nahrungsmitteln. Tierhaltung sichert Arbeitsplätze entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von den landwirtschaftlichen Betrieben über die Verarbeitung bis hin zum Handel – und insbesondere in den ländlichen Räumen. Unsere Tierhaltung leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Landwirtschaft; denn sie trägt ganz praktisch zur Kreislaufwirtschaft bei, indem sie Weiden nutzt, indem sie organischen Dünger für unsere Pflanzen auf den Feldern liefert. Auch deshalb ist Nutztierhaltung wichtig für unser Land.
Gleichzeitig bewegt es viele Menschen, wie Tiere gehalten werden und wie mit ihnen umgegangen wird. Sie wünschen sich mehr Tierwohl in unseren Ställen, und das ist auch nachvollziehbar. Man kann immer besser werden. Auch bei der Tierhaltung kann noch einiges besser werden. Deshalb haben wir im Koalitionsvertrag das klare Bekenntnis formuliert: „Wir werden den Tierschutz stärken […].“ Dazu schaffen wir die geeigneten Angebote. Unser Ziel ist es, die schon bestehenden Förderprogramme auszubauen und langfristige Planungssicherheit für unsere Landwirtinnen und Landwirte zu schaffen. Das haben die Landwirtinnen und Landwirte verdient, die sich Tag und Nacht verantwortungsvoll um ihre Tiere kümmern.
Dazu möchten wir die bestehenden Förderprogramme ausbauen, anpassen und versuchen, 1,5 Milliarden Euro pro Jahr zu mobilisieren. Ich weiß natürlich auch, dass das Geld noch nicht vorhanden und auch noch nicht zur Verfügung gestellt ist. Aber ich werde für dieses Geld hart kämpfen. Denn alle müssen wissen: Wenn unsere Tierhaltung ins Ausland abwandert, wird es um das Tierwohl mit Sicherheit nicht besser bestellt sein. Genau das müssen wir verhindern.
Die Transparenz in der Wertschöpfungskette durch eine klare Kennzeichnung ist ein wichtiger Aspekt. Ich danke deshalb den Fraktionen, dass sie das Thema auf die Tagesordnung gesetzt haben. Ziel einer Kennzeichnung muss sein, Verbraucherinnen und Verbrauchern gut informierte Kaufentscheidungen zu ermöglich. Gleichzeitig ist für mich klar, dass eine verpflichtende Kennzeichnung vom ersten Tag an einwandfrei funktionieren muss. Klipp und klar: Sie muss bürokratiearm umsetzbar sein, besonders für die Länder; denn sie setzen das Gesetz um und kontrollieren seine Einhaltung. Wir nehmen ernst, dass unsere Bundesländer sagen, dass sie dazu etwas Zeit brauchen. Die Zeit wollen wir ihnen geben, damit es dann auch ordentlich vom ersten Tag an funktioniert. Daher soll die verpflichtende Kennzeichnung erst ab dem 1. März 2026 eingeführt werden. Gleichzeitig ist es aber möglich, eine freiwillige Kennzeichnung bereits vor dem 1. März vorzunehmen. Ich finde, das ist ein guter Kompromiss und ein gutes Signal an alle Beteiligten.
Die Nutztierhaltung ist für Deutschland aus wirtschaftlicher, ökologischer und gesellschaftlicher Sicht unverzichtbar. Sie sichert unsere Ernährung, schafft Arbeitsplätze, fördert nachhaltige Kreisläufe und steht für ständigen Fortschritt in Richtung mehr Tierwohl und Umweltschutz. Lassen Sie uns gemeinsam daran arbeiten, die Nutztierhaltung zukunftsfähig zu gestalten – für die Landwirte, für die Tiere und die Gesellschaft als Ganzes. Ich bin zuversichtlich, dass die Koalitionsfraktionen in den Verhandlungen zu einem guten Kompromiss und guten Ergebnis für alle Beteiligten kommen werden.
Dänemark: Neuer Tierschutzbericht veröffentlicht
In den meisten Schweine- und Rinderhaltungen des Landes werden die Tierschutzvorschriften eingehalten.
In den meisten Schweine- und Rinderhaltungen Dänemarks werden die Tierschutzvorschriften eingehalten. Dies geht aus dem Tierschutzbericht hervor, den die dänische Veterinär- und Lebensmittelbehörde kürzlich veröffentlicht hat.
Im Jahr 2024 führte die Behörde 1.386 Kontrollen in Schweine- und Rinderhaltungen durch. In 429 Fällen wurden Sanktionen verhängt, was bedeutet, dass 70 % der Kontrollen ohne Beanstandung blieben. In Rinderhaltungen wurden im Jahr 2024 bei 67 % der Kontrollbesuche keine Sanktionen ausgesprochen. Bei den Schweinebeständen lag dieser Anteil bei 72 %.
84 % der im Jahr 2024 kontrollierten Bestände hatten die Verstöße bereits beim ersten Nachkontrollbesuch behoben.
Die Kontrollen erfolgen risikobasiert, d. h. sie werden dort durchgeführt, wo nach Einschätzung der Behörden das Risiko von Verstößen am größten ist.
30. Juni 2025/ Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Fischerei/ Dänemark.
