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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Tollwutvirus bei Fledermaus in Berlin-Charlottenburg nachgewiesen
m Berliner Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf haben Tierärzte bei einer Fledermaus das Tollwutvirus nachgewiesen. Wie die Senatsverwaltung für Verbraucherschutz mitteilte, wurde das Tier von einer Privatperson gefunden und in eine Tierarztklinik gebracht.
Wie weit der Erreger in der Fledermauspopulation tatsächlich verbreitet ist und welche Fledermausarten betroffen sind, lässt sich demnach nicht sagen.
Zwar sind Infektionen bei Menschen äußerst selten, die Senatsverwaltung rät aber, verletzte oder erkrankte Fledermäuse, die im Freien gefunden werden, nicht mit den bloßen Händen zu berühren. „Kann eine Verletzung der Haut mit den winzigen Zähnen oder Krallen nicht ausgeschlossen werden oder ist ein Kind mit einer Fledermaus unbeaufsichtigt umgegangen, sollte zur Sicherheit möglichst sofort eine ärztliche Beratungsstelle aufgesucht werden“, heißt es weiter.
Die Ansteckung mit dem Europäischen Fledermaus-Lyssavirus 1 (EBLV-1) erfolgt durch Kontakt mit dem Speichel infizierter Tiere sowie über Biss- und Kratzwunden. In Berlin wurden den Angaben der Senatsverwaltung zufolge zwischen Juli 2020 und Juli 2025 bei drei Menschen Infektionen festgestellt.
Trotz des niedlichen Erscheinungsbildes seien „Fledermäuse mitunter wehrhaft und möchten nicht berührt werden“, heißt es in einem Merkblatt der Senatsverwaltung zum Umgang mit aufgefundenen Fledermäusen. Bevor ein Tier aufgehoben werde, könne ein Telefonat mit Fledermaussachverständigen hilfreich sein. Fledermaustollwut ist nicht zu verwechseln mit Fuchstollwut, aber ebenfalls meldepflichtig.
Antibiotikameldungen von RIND, SCHWEIN, HUHN und PUTE
Vergleich der betrieblichen Therapiehäufigkeiten des ersten Halbjahres 2025 mit den Kennzahlen vom 15. Februar 2025
Am 14. Juli 2025 endet die Frist des ersten Halbjahres für die nach § 55 und § 56 Tierarzneimittelgesetz (TAMG, zuletzt geändert am 14. März 2024) verpflichtenden Meldungen zu Tierhaltungen und Arzneimittelverwendungen. Die bundesweiten Kennzahlen der Therapiehäufigkeiten werden nach dem § 57 Absatz 6 TAMG einmal jährlich vom BVL ermittelt und veröffentlicht. Die zum 15. Februar eines jeden Jahres veröffentlichten bundesweiten Kennzahlen dienen dabei dem Vergleich mit den betrieblichen Therapiehäufigkeiten von zwei Halbjahren.
Die Veröffentlichung der bundesweiten Kennzahlen (Median und drittes Quartil) der erfassten betrieblichen Therapiehäufigkeiten für das Kalenderjahr 2024 erfolgte am 14. Februar 2025 und kann hier aufgerufen werden.
Der Vergleich der betrieblichen Therapiehäufigkeiten des 1. Halbjahres 2025 mit den bundesweiten Kennzahlen vom 14. Februar 2025 ist von den Tierhaltenden, die Nutzungsarten nach Anlage 1 Spalte 3 TAMG halten und deren jeweilige Bestandsgröße die Untergrenze überschreitet, bis zum 01. September vorzunehmen (gemäß § 58 Abs. 1 TAMG). Eine Tabelle mit den Nutzungsarten und deren Bestandsuntergrenzen und weitere Informationen finden Sie auf der entsprechenden Webseite des BVL... .
Gemeinsame Stellungnahme von vmf und bpt zur Veröffentlichung der Tarifverträge
Der Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V. informiert über die gemeinsame Stellungnahme des Verbands medizinischer Fachberufe e.V. und des bpt zur „Nichtveröffentlichung“ der neuverhandelten Tarifverträge.
Den Verband medizinischer Fachberufe e.V. (vmf) und den Bundesverband Praktizierender
Tierärzte e.V. (bpt) haben in den letzten Wochen mehrere Anfragen erreicht, die neu
verhandelten und seit 1. Juni 2025 geltenden Tarifverträgen der Öffentlichkeit wie gewohnt
zur Verfügung zu stellen, so der bpt.
Als Teil des Verhandlungsergebnisses haben bpt und vmf entschieden, die neuverhandelten
Tarifverträge (Mantel- sowie Gehaltstarifvertrag) ausschließlich ihren jeweiligen Mitgliedern
zur Verfügung zu stellen, da sie nur für diese Gültigkeit besitzen. Diese Entscheidung wurde
insbesondere auch deshalb getroffen, um die Interessen der Mitglieder zu schützen, deren
Beiträge die aufgewendeten Kosten für die Verhandlungen finanzieren… .
Die beiden Verbände weisen ausdrücklich auf die Möglichkeit hin, dass Tiermedizinische Fachangestellte wie Tierärztinnen und Tierärzte jederzeit die Möglichkeit haben, Mitglied beim vmf bzw. bpt zu werden, um dann als Mitglied auf die Tarifverträge zuzugreifen.
Wende im Streit um die Weidepflicht
EU-Kommissar Hansen macht Weg frei für praxistaugliche Umsetzung
Verbände-Initiative aus Bayerischer Bauernverband, Bioland, Demeter, Demeter Österreich, Deutscher Bauernverband und Naturland fordert pragmatische Umsetzung von den Bundesländern
Im seit Monaten schwelenden Streit um die Weidepflicht im Öko-Landbau kommt endlich eine Lösung in Sicht: Um zu verhindern, dass unnötig starre und zum Teil widersprüchliche Regeln eine große Zahl von Betrieben zum Ausstieg aus dem Öko-Landbau zwingen, macht Brüssel den Weg für eine praxistauglichere Umsetzung der Weidepflicht frei. Damit ist es nun an den Bundesländern, den Betrieben durch eine pragmatische Herangehensweise die notwendige Sicherheit zu geben.
Beim Pichelsteiner Volksfest im niederbayerischen Landkreis Regen kündigte EU-Agrarkommissar Christophe Hansen am Dienstag an, dass er noch in diesem Jahr die EU-Öko-Verordnung öffnen wolle, um notwendige Anpassungen für eine Stärkung der Öko-Tierhaltung vorzunehmen. Neben der Weidepflicht für Wiederkäuer wie Rinder und Ziegen geht es dabei laut Hansen auch um problematische und inkonsistente Vorgaben in der Geflügel- und der Schweinehaltung.
Weil eine Änderung der EU-Öko-Verordnung für viele aktuell betroffene Betriebe aber zu spät käme, forderte der Kommissar die Mitgliedsstaaten auf, pragmatische Übergangsregelungen zu finden und dafür die konkreten Vorschläge der Initiative der Öko-Verbände umzusetzen. Konkret verwies er dabei auf das Weidepapier 2.0, das von Bayerischer Bauernverband, Bioland, Deutscher Bauernverband und Naturland entwickelt worden war.
Länder müssen handeln
Für die Verbände-Initiative liegt der Ball nun beim Bund und den Ländern: Sie haben das erforderliche Signal von der EU-Kommission bekommen und müssen kurzfristig eine flexible Brückenlösung zur Umsetzung der Weidepflicht ermöglichen. Auch Betriebe, die aus betrieblichen Gründen keine vollumfängliche Weidehaltung umsetzen können, dürfen nicht zu einem Ausstieg aus der ökologischen Produktion gezwungen werden, fordern die Verbände unisono.
Bayerischer Bauernverband, Bioland, Demeter, Demeter Österreich, Deutscher Bauernverband, Naturland stellen sich gemeinsam hinter das Ziel des EU-Agrarkommissars Hansen, die Öko-Tierhaltung und insbesondere die ökologische Grünlandbewirtschaftung in der EU durch fach- und tierwohlgerechte Vorgaben zu stärken. Bäuerliche Familienbetriebe sollen die erforderlichen Erleichterungen erhalten, um ihre Betriebe weiterhin ökologisch bewirtschaften und sicher an die nächste Generation übergeben zu können.
Mehr Wölfe in Deutschland - Abschuss rückt näher
In Deutschland leben ungefähr 1.600 Wölfe in gut 200 Rudeln. Im Nordwesten sind es so viele, dass die Bundesregierung einen "günstigen Erhaltungszustand" an die EU gemeldet hat. Als nächstes will sie den Wolf ins Jagdgesetz aufnehmen.Die Bundesregierung hat die Population von Wölfen in Deutschland zum Teil neu bewertet. In einigen Regionen gebe es erstmals einen "günstigen Erhaltungszustand" für die Tiere, teilten Landwirtschafts- und Umweltministerium mit. Das betreffe die Nordseeküste sowie Teile von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Dieser Befund sei an die EU-Kommission übermittelt worden.Die Daten aus Deutschland zeigten, "dass der Wolf in einigen Teilen des Landes wieder verbreitet ist", erklärte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD). Mit einer neuen Methodik solle künftig besser abgebildet werden, "wie es regional unterschiedlich um den Wolf bestellt ist".Von "ungünstig" zu "günstig"Ein "günstiger Erhaltungszustand" bedeutet laut der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie der EU (FFH), dass es ausreichend Lebensraum und Nahrungsangebot gibt, die das Überleben der Wölfe langfristig sichern. Die Anzahl der Wölfe gilt dann außerdem als so groß, dass sie in Zukunft nicht wieder aussterben kann, zum Beispiel durch Krankheiten, Verkehrsunfälle oder Wilderei.Im letzten FFH-Bericht aus dem Jahr 2019 wurde der Zustand der Wolfpopulation noch als "ungünstig" bewertet, weshalb das Raubtier unter Artenschutz steht und als Folge nicht gejagt werden darf. Doch weil die Tiere immer wieder auch Weidetiere wie Schafe reißen, fordern vor allem Landwirte, die Jagd auf Wölfe zuzulassen. Das könnte durch die neue Einstufung schon bald möglich sein… .
Myxomatose bei toten Feldhasen in Dithmarschen nachgewiesen
In Dithmarschen sind an der Virusinfektion Myxomatose verendete Feldhasen gefunden worden. Betroffen sind die Gebiete Friedrichskoog, Neufelderkoog, Dieksanderkoog und Kaiser-Wilhelm-Koog, wie die Kreisverwaltung mitteilte. Untersuchungen des Landeslabors hätten bei den verendeten Feldhasen die Erkrankung an Myxomatose bestätigt… .
Wie viel Milch gibt eine Kuh?

Die Milcherzeugung ist der wichtigste Betriebszweig der deutschen Landwirtschaft. 33,9 Millionen Tonnen Kuhmilch wurden 2024 hierzulande erzeugt.
Im Durchschnitt 9.445 Kilogramm Milch gab eine Milchkuh 2024 in Deutschland. Dabei entspricht 1 Liter Milch 1,03 Kilogramm. Am Tag kommt eine heutige Milchkuh damit auf rund 30 Liter Milch*.
Die durchschnittliche jährliche Milchleistung einer Kuh ist in den vergangenen Jahrzehnten stetig gestiegen. Gegenüber 1950 hat sich die Milchmenge fast vervierfacht und im Vergleich zu 1990 verdoppelt.
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei der Anzahl der Milchviehbetriebe und der Kühe. Hier sind die Zahlen seit Jahren rückläufig: So wurden 2024 rund 3,6 Millionen Tiere in 48.649 Betrieben gehalten, während es zehn Jahre zuvor noch 4,3 Millionen Kühe in 76.469 Betrieben waren.
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*Bei dieser Rechnung geht man davon aus, dass eine Kuh im Durchschnitt an 305 Tagen im Jahr Milch gibt. Nach der Geburt eines Kalbes wird eine Kuh etwa zehn Monate lang gemolken. Danach hat sie sechs bis acht Wochen Melkpause und erholt sich in dieser Zeit.
Milchkühlung und Reinigung
Ein AMS stellt auch besondere Ansprüche an das Kühlsystem, die Reinigung und die Desinfektion der gesamten Anlage. Bei einer zu geringen Milchmenge können je nach Kühlsystem gerade in den Sommermonaten Probleme mit der Keimbelastung entstehen.
Bei Gemelken von nur 40 bis 80 kg/h und Melkbox kann die Milch über mehrere Stunden im Tank ungerührt stehen. Dadurch treten Kühlprobleme auf wie z. B. das Anfrieren der Milch. Aus diesem Grund müssen in vielen Fällen mit der Umstellung auf AMS auch Kühltechnik und Milchtank umgerüstet bzw. ausgetauscht werden. Hier gilt es betriebsindividuelle Lösungen gemeinsam mit den installierenden Firmen zu finden.
Welche Faktoren können zu erhöhten Keimzahlwerten führen?
Fehler im Kühlsystem
Erhöhte Keimzahlen in automatischen Melksystemen resultieren häufig aus Fehlern im Kühl- und Spülsystem des Milchlagertanks und der Milchleitungen. Während die Reinigung am Melkroboter vom Computersystem überwacht wird und mögliche Mängel, wie eine zu niedrige Spültemperatur oder eine zu geringe Reinigungskonzentration, über das Alarmsystem an den Landwirt weitergeleitet werden können, sind Mängel der Reinigung und Kühlung des Milchlagertanks, insbesondere bei älteren Modellen, schwieriger aufzudecken. Aufgrund der Tatsache, dass bei automatischen Melksystemen rund um die Uhr kleine Mengen gekühlt werden müssen, sind vorhandene alte Kühlsysteme für eine Zeitphase nach dem Spülen des Milchtanks auf eine sogenannte Intervallkühlung umzustellen, d.h. für einige Stunden erfolgt die Kühlung wiederholt nur in kurzen Intervallen, um ein Anfrieren der ersten Gemelke zu vermeiden. Die Umstellung auf den kontinuierlichen Kühlprozess lässt sich zeitsteuern.
Lange Pausen zwischen den Melkungen
Höhere Keimzahlen können weiterhin bei Anlagen auftreten, die größere Pausen zwischen den Melkungen aufweisen, z. B. bei Weidegang oder in Anlagen, die aufgrund geringer Kuhzahlen die Melkkapazität eines AMS nicht voll auslasten. Die Milch, die sich dann in der Druckleitung vom AMS zum Milchtank befindet, steht längere Zeit ungekühlt. Eine Rohrkühlung vom Roboter zum Milchkühltank kann hier Abhilfe schaffen.
Mängel bei der Reinigung des AMS
Zu den täglichen Kontrollarbeiten bei der Anlage gehört auch die Überwachung der Reinigungs-, Desinfektions- und Dippmittel. Je nach Fabrikat sind die Behälter innerhalb oder außerhalb der Maschine untergebracht. Farblich unterschiedliche Schläuche für das jeweilige Mittel sollen ein Verwechseln verhindern. Die Dosierung der Mittel erfolgt über Schlauchpumpen, die diese zeitgesteuert vornehmen. In der Regel reinigen die Anlagen im Verhältnis 2:1, d. h. zweimal alkalisch und einmal sauer. Die Kalibrierung der Mittel sollte ebenso wie der Austausch der Schläuche im Rahmen des Service durchgeführt werden. Wird das nicht gemacht, kann der Verbrauch z. B. durch eine selbst angebrachte Markierung am Kanister kontrolliert werden. Hier teilt man dann den Mittelverbrauch durch z. B. die Anzahl der Hauptreinigungen innerhalb eines 7-tägigen Zeitraums und ermittelt so den tatsächlichen Verbrauch. Eine weitere Möglichkeit zur Verbrauchsermittlung ist das Umfüllen der Reinigungs- oder Desinfektionsmittel in ein Litermaß, in das das Ansaugrohr der Schlauchpumpe gestellt wird. Zuerst wird so weit vorgepumpt, bis das Mittel an der Schlauchpumpe ansteht und dann die Schlauchpumpe entsprechend der in der Managementsoftware hinterlegten Laufzeit betätigt.
Auf welche Punkte ist bei der Desinfektion zu achten?
Desinfektionsmittel wie Peressigsäure sind klarerweise nur dort wirksam, wo sie hingelangen. Daher ist neben einer regelmäßigen Überprüfung der Konzentration auch die richtige Positionierung der Sprühdüsen notwendig. Dies kann im Rahmen des Service oder durch den Betreiber selbst vorgenommen werden. Die Konzentration der Desinfektionslösung sollte sowohl bei der Melkzeug- als auch der Bürstenreinigung bei 500 – 700 ppm liegen. Höhere Konzentrationen, wie in konventionellen Melkständen üblich, werden von einigen Praktikern in Bezug auf die Besuchsfrequenz als negativ beschrieben. Die Kontrolle des Füllstands dieser Mittel sollte ebenso wie eine Überprüfung der Konzentrationen mittels der entsprechenden Teststreifen in die wöchentliche Routine mit eingebunden werden.
Wie kann die Keimbelastung überprüft werden?
Um bei erhöhter Keimzahl die Keimquellen in einem AMS eingrenzen zu können, empfiehlt sich die Entnahme von sogenannten Tupferproben. An verschiedenen Stellen des Melksystems bis hin zum Milchkühltank werden Milchproben zur Keimzahlbestimmung entnommen. Ihr LKV unterstützt Sie hierbei gerne.
Was ist beim Sprühdippen zu beachten?
Das Zitzendippen kann einen wichtigen Beitrag zur Aufrechterhaltung der Eutergesundheit leisten. Allerdings können bei Verbrauchsmengen, je nach Hersteller und Sprühverfahren, von ca. 4 bis 12 ml/Euter und Melkung und bei ca. 170 Melkungen/Tag im Jahr knapp 300 bis 750 l an Dippmittel anfallen. Der Dippmittelverbrauch beim konventionellen Melken liegt auf ähnlichem Niveau wie der Durchschnittsverbrauch bei einem AMS. Allerdings ist beim konventionellen Melken der Wirkungsgrad in der Benetzung der Zitze mitüber 90 % deutlich höher als beim automatischen Sprühverfahren (50 bis 70 %)… Es lohnt sich also die Kontrolle der Einstellung und der Sprüheffektivität, ebenso wie ein Preisvergleich. Immerhin liegt zwischen dem niedrigsten und höchsten Verbrauch, eine Differenz von knapp 800 € pro Anlage und Jahr. Dies ist abhängig von dem verwendeten Dippmittel bzw. dessen Viskosität, der Düsengröße, dem Sprühdruck und dem Abstand der Düse zur Zitzenspitze. Zusätzlich kann je nach Fabrikat auch zwischen zwei Dipp-Modi – Spar und Normal – unterschieden werden, wobei das Dippen im Normal-Modus empfohlen wird. Bevorzugt sollten die von den Melkroboterherstellern angebotenen Dippmittel, die in der Viskosität an die Druck- und Düsentechnik der Maschine angepasst sind, eingesetzt werden. Das eingesetzte Dippmittel soll ein Zitzendesinfektionsmittel sein, das ein sicheres Abtöten von S. aureus und S. agalactiae auf der Zitzenhaut garantiert. Gleichzeitig sollte das Mittel gute hautpflegende Eigenschaften besitzen. Diese Anforderungen erfüllen DLG-geprüfte Präparate. Nach dem Sprühdippen sollte an der Zitzenkuppe ein Tropfen des Dippmittel zu sehen sein. Kontrollieren lässt sich dies mittels »Löschpapiertest«. Nach dem Dippen hält man z.B. einen Karton mit einem weißen DIN-A4-Papier unter die Zitzen. Darauf sollten sich, bei passender Einstellung der Sprüheinrichtung ein »Tropfen« von jeder Zitze abzeichnen.
Milzbrand in Kroatien
Milzbrand-Erreger Bacillus anthracis bei Rindern in Kroatien nachgewiesen, lebensrettende Forschung zu Elefanten-Blutgruppen und umweltschädliche Ektoparasitika – diese Vet-Themen findet ihr hier als kompakte Meldungen.
Im Süden von Kroatien wurde bei zwei Rindern offiziell Milzbrand (Bacillus anthracis) nachgewiesen. In den letzten 20 Tagen sollen mehr als 50 Rinder an einer Infektion mit dem Erreger verstorben sein. Weil Milzbrand auch für den Menschen lebensgefährlich sein kann (der Erreger wird auch als Biowaffe verwendet), werden die betroffenen Regionen engmaschig überwacht.
Eine Infektion findet vorwiegend oral statt, ist jedoch auch aerogen oder über die Haut möglich. Da sich die Sporen über Jahre hinweg im Erdreich aufhalten können, fungieren v. a. Exkremente, Sekrete und vergrabene Kadaver erkrankter Tiere als Infektionsquellen. Tierärzte und Landwirte sollten klinische Symptome wie fehlende Blutgerinnung und Austritt von Blut aus den Körperöffnungen sowie hohes Fieber und ein schlechtes Allgemeinbefinden mit Koliksymptomen im Blick behalten und bei plötzlichen Todesfällen an die Erkrankung denken. Milzbrand ist anzeigepflichtig. Eine Meldung bei Verdacht sowie eine entsprechende Probenentnahme zur Laborabklärung sind vorgeschrieben.
Um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, richteten die Behörden sogenannte Anthrax-Bezirke ein. Nutztiere müssen dort im Stall bleiben und Außenstehende sollen die Betriebe und Weideflächen nicht betreten… .
Tierarzneimittel als Umweltrisiko?
Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat ein neues Konzeptpapier
zur Umweltrisikobewertung (ERA) von Tierarzneimitteln veröffentlicht. Wie der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI) mitteilt, wird darin die bisherige Annahme überprüft, dass Medikamente für Heimtiere keine nennenswerten Umweltgefahren darstellen.
Auslöser sind neue Hinweise – unter anderem vom Ausschuss für Tierarzneimittel – wonach insbesondere Ektoparasitika eine Umweltbelastung darstellen könnten. Bislang endete die ERA bei Heimtierarzneien meist nach Phase I, sofern keine Risiken erkannt wurden.
Mit dem Konzeptpapier will die EMA die Grundlage für eine überarbeitete ERA-Leitlinie schaffen. Die öffentliche Konsultationsphase läuft bis zum 31. Oktober 2025. Stellungnahmen können über ein Formblatt der EMA eingereicht werden.
