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von der AVA und aus der Branche
Online-Seminar zur Nutzung der QS-Klimaplattform für Schweinehalter m 26.08.2025 Beginn: 10:00 Uhr - Ende: 12:00 Uhr
Mit dem Ziel eine einheitliche Berechnung einzelbetrieblicher CO2-Emissionen als Grundlage zur Optimierung des CO2-Fußabdrucks zu ermöglichen, hat sich die Land- und Fleischwirtschaft auf eine Branchenlösung zur Berechnung von CO2-Emissionen in schweinehaltenden Betrieben verständigt. Im Rahmen der von QS entwickelten und koordinierten Branchenlösung wird auch die Bereitstellung der Werte für die CSRD-Berichtspflichten der nachgelagerten Stufen ermöglicht. Aber welche Aspekte gibt es bei der Erfassung von Klimadaten in der Schweinehaltung zu beachten und wie können diese in QS Klimaplattform eingetragen werden? Antworten auf diese und weitere Fragen liefert ein neues Online-Seminar der QS-Akademie.
Das kostenfreie Seminar "QS-Klimaplattform zur Berechnung des CO2-Fußabdrucks nutzen", das am 26. August 2025 von 10:00 bis ca. 12:00 Uhr stattfindet, richtet sich an Schweinemastbetriebe, Bündler und Berater. Für eine kostenlose Teilnahme ist eine vorherige Anmeldung auf der Webseite der QS-Akademie erforderlich.
Im Seminar werden im Detail die rechtlichen Hintergründe der Klimabilanzierung beleuchtet und aufgezeigt, welche Bedeutung die Erfassung der Daten in der Schweinehaltung hat. Es beleuchtet im Detail die rechtlichen Hintergründe der Klimabilanzierung und zeigt auf, welche Bedeutung die Erfassung der Daten in der Schweinehaltung hat. Den Teilnehmern wird die Eingabemaske der QS-Klimaplattform vorgestellt und gezeigt, wie betriebsspezifische Daten erfasst werden und wo diese zu finden sind. Daneben geben Simon Ickerott (Referent für Nachhaltigkeitsökonomie, LWK NRW) und Caroline Labonte (Referentin für Ressourcenschutz Klima und Wasser, LWK NRW) einen Einblick in das zugrundliegende Berechnungsmodell und die benötigten Primärdaten für die Schweinemast. Zusätzlich wird die Anwendung für die Erfassung der betriebsspezifischen Daten vorgestellt und Sie erfahren, was mit Ihren Daten nach der Eingabe geschieht und wie Sie deren Weitergabe in der Plattform verwalten können.
Weitere Details zum Inhalt des Online-Seminars sowie eine Buchungsmöglichkeit finden Sie hier.
Kleine Tierarztrechnung auch bei großer Sorge um den Hund
Auch wer wenig Geld hat, sorgt sich um die Gesundheit seiner Haustiere. Der Verein Soziale Tier-Not-Hilfe in Frankfurt am Main hilft unbürokratisch und manchen kostenlos
In der unterirdischen B-Ebene der Hauptwache in Frankfurt am Main versammeln sich gegen 13 Uhr Menschen mit Hunden, Katzen und anderen Haustieren. Wildes Beschnuppern und Gebell irritiert manche Passanten, aber ein Helfer in gelber Weste klärt über die große Zahl von Menschen mit ihren Tieren auf. Die freiwilligen Helferinnen und Helfer des Vereins Soziale Tier-Not-Hilfe Frankfurt bauen in Windeseile Anmelde- und Behandlungstische sowie Koffer mit medizinischem Material auf und legen Futter- und Sachspenden aus. „Es ist wichtig, dass alles schon steht, wenn die Tierärzte kommen“, sagt der Ehrenamtliche Tobi, der für den Aufbau zuständig ist.
Der 2008 gegründete Verein bietet in der B-Ebene, dem Knotenpunkt von S- und U-Bahnen und deshalb gut zu erreichen, eine tierärztliche Grundversorgung für Menschen mit wenig Geld an. Gegründet hat den Verein die Frankfurter Tierärztin Maja Firlé. Sie hatte zuvor begonnen, Hunde wohnungsloser Frankfurter zu versorgen und den großen Bedarf gesehen. Inzwischen kümmern sich Tierärztinnen und Tierärzte jeden ersten Samstag im Monat um Hunde, Katzen und andere Haustiere. Meist versorgen sie rund 50 Tiere… .
Afrikanische Schweinepest: mittlerweile 47 Positiv-Fälle
Neue Funde in Kirchhundem, Lennestadt und Bad Berleburg
Die Zahl der Fälle, in denen tote Wildschweine positiv auf den Erreger der Afrikanischen Schweinepest (ASP) getestet worden sind, ist in den vergangenen Tagen deutlich gestiegen. Das geht aus der Übersicht hervor, die das Landesamt für Verbraucherschutz und Ernährung (LAVE) NRW auf seiner Website veröffentlicht.
emnach sind am Wochenende 26./27. Juli, vom Friedrich-Löffler-Institut zehn eingesandte Proben positiv getestet worden. Damit steigt die Zahl der nachgewiesenen Fälle auf 47. Fünf Frischlinge wurden auf Kirchhundemer Gebiet gefunden. Auf Lennestädter Gebiet gab es drei neue Positiv-Fälle (je ein Keiler, Überläufer und Frischling). Zwei an ASP verendete Überläufer wurden in Bad Berleburg entdeckt.
Die Afrikanische Schweinepest war Mitte Juni im Kreis Olpe ausgebrochen – zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen. Bislang hat sich die Krankheit offenbar nicht weiter ausgebreitet, denn alle 47 Positiv-Fälle wurden in Kirchhundem (34), Lennestadt (6) und Bad Berleburg (7) festgestellt.
Die Behörden haben sogenannte Sperrzonen um die Fundorte der verendeten Wildschweine eingerichtet - die Sperrzone II im Kernbereich und die Sperrzone I (Pufferzone) mit einem größeren Radius.
Koalition beschließt Neuausrichtung beim Umgang mit dem Wolf
Politischer Meilenstein für Herdenschutz und regionales Wolfsmanagement
| 31.07.2025 Albert Stegemann: „Das ist ein politischer Meilenstein. Endlich und erstmals wird der günstige Erhaltungszustand für den Wolf in Teilen Deutschlands gemeldet. Die weiteren Schritte für ganz Deutschland sind konkret für die kommenden Monate vereinbart. Sie werden konsequent umgesetzt. Als nächste Schritte muss der Wolf im Bundesjagdgesetz aufgenommen und der Erhaltungszustand in allen Regionen Deutschlands überprüft werden. Die Neubewertung der kontinentalen Region wird in Abstimmung mit der EU-Kommission noch dieses Jahr nach Brüssel gemeldet. Damit wird der Weg für ein regionales Wolfs-Management, zu dem auch die Entnahme gehört, vorbereitet. Für uns war stets klar, dass ein echter Herden- und Weideschutz nur so gelingen kann. Die Bundesregierung und CDU/CSU und SPD setzen damit den Koalitionsvertrag erfolgreich im Sinne der Landwirtinnen und Landwirte und der Menschen in den Wolfsgebieten um.“ Andreas Jung: „Erstmals wird der günstige Erhaltungszustand des Wolfs in der atlantischen Region gemeldet. Die Entwicklung der Population ist allerdings insgesamt dynamisch. Die konkreten Schritte sind vereinbart, um bis in einem halben Jahr die notwendigen Maßnahmen zum Herden- und Weideschutz in ganz Deutschland umzusetzen: Mit einer Änderung der Parameter wird der Erhaltungszustand noch dieses Jahr auch in der kontinentalen Zone neu bewertet und der EU gemeldet - und die erforderlichen Änderungen von Naturschutzgesetz und Jagdgesetz sollen im Januar abgeschlossen werden. Damit ist der Weg geebnet, um die im Koalitionsvertrag getroffenen Vereinbarungen jetzt zügig und rechtssicher umzusetzen. Mit diesen Vereinbarungen werden die Interessen von Landwirtschaft und Naturschutz zusammengebracht.“ Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag |
Wolfsangriffe auf Kinder bei Utrecht
Stand: 01.08.2024, 18:22 Uhr
Nach mutmaßlichen Wolfsangriffen auf Kinder wird vor dem Besuch eines Waldgebiets nahe Utrecht in den Niederlanden gewarnt.
Die Provinz Utrecht rufe "alle Besucher dazu auf, beim Besuch des Heuvelrug-Gebietes äußerst vorsichtig zu sein", hieß es am Mittwoch in einer Erklärung. "Es wird dringend davon abgeraten, diese Wälder mit kleinen Kindern zu besuchen."
Warnung der Provinz Utrecht (niederländisch) | provincie-utrecht.nl
Mehrere Attacken im Waldgebiet
Zuvor war es zu mehreren "beunruhigenden" Vorfällen mit einem Wolf gekommen, bei denen auch ein Kind gebissen wurde. Am Mittwochmorgen hatte demnach ein "großes Tier", bei dem es sich vermutlich um einen Wolf handelte, ein Kind in der Nähe des kleinen Dorfes Austerlitz, etwa 16 Kilometer östlich von Utrecht, umgestoßen. Das Kind blieb unverletzt.
Wolfsangriffe: Land erweitert Schutzgebiet für Weidetiere | mehr
Wölfe in NRW: Wie viel Schutz haben die Tiere verdient? | mehr mit Video
Vor zehn Tagen sei dort allerdings auch ein junges Mädchen auf einem Schulausflug gebissen worden. Ein DNA-Test hatte später ergeben, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelte. Anfang Juli hatte zudem eine Frau berichtet, dass ihr Pudel von einem Wolf getötet worden sei.
Wurde der Problem-Wolf von Menschen angefüttert?
Die Behörden "gehen ernsthaft davon aus, dass es sich um denselben Wolf handelt, der bereits in die Vorfälle mit dem anderen Mädchen und einem Hund verwickelt war", hieß es. Wolfsexperten zufolge zeige das Tier ein "atypisches und beunruhigendes Verhalten". Über die Ursachen wird derzeit viel diskutiert.
Martin Frenk vom Naturschutzbund Borken hat Informationen, dass der Utrechter Wolf von Menschen angefüttert wurde. "Wir haben also keine normale Situation dort", sagt Frenk. Er hat für Menschen, die Wölfe anfüttern, kein Verständnis. Denn die würden dafür sorgen, dass Wölfe ihre Scheu vor Menschen verlieren und zur Gefahr werden können.
Wolf verliert durch Menschen die Scheu.. .
Hier ein YouTube Video dazu
youtube.com/watch?v=maIYE6E2VZ4&pp=0gcJCfwAo7VqN5tD
Wolfsangriffe auf Kinder bei Utrecht
Nach mutmaßlichen Wolfsangriffen auf Kinder wird vor dem Besuch eines Waldgebiets nahe Utrecht in den Niederlanden gewarnt.
Die Provinz Utrecht rufe "alle Besucher dazu auf, beim Besuch des Heuvelrug-Gebietes äußerst vorsichtig zu sein", hieß es am Mittwoch in einer Erklärung. "Es wird dringend davon abgeraten, diese Wälder mit kleinen Kindern zu besuchen."
Warnung der Provinz Utrecht (niederländisch) | provincie-utrecht.nl
Mehrere Attacken im Waldgebiet
Zuvor war es zu mehreren "beunruhigenden" Vorfällen mit einem Wolf gekommen, bei denen auch ein Kind gebissen wurde. Am Mittwochmorgen hatte demnach ein "großes Tier", bei dem es sich vermutlich um einen Wolf handelte, ein Kind in der Nähe des kleinen Dorfes Austerlitz, etwa 16 Kilometer östlich von Utrecht, umgestoßen. Das Kind blieb unverletzt.
Vor zehn Tagen sei dort allerdings auch ein junges Mädchen auf einem Schulausflug gebissen worden. Ein DNA-Test hatte später ergeben, dass es sich bei dem Tier um einen Wolf handelte. Anfang Juli hatte zudem eine Frau berichtet, dass ihr Pudel von einem Wolf getötet worden sei.
Wurde der Problem-Wolf von Menschen angefüttert?
Die Behörden "gehen ernsthaft davon aus, dass es sich um denselben Wolf handelt, der bereits in die Vorfälle mit dem anderen Mädchen und einem Hund verwickelt war", hieß es. Wolfsexperten zufolge zeige das Tier ein "atypisches und beunruhigendes Verhalten". Über die Ursachen wird derzeit viel diskutiert.
Martin Frenk vom Naturschutzbund Borken hat Informationen, dass der Utrechter Wolf von Menschen angefüttert wurde. "Wir haben also keine normale Situation dort", sagt Frenk. Er hat für Menschen, die Wölfe anfüttern, kein Verständnis. Denn die würden dafür sorgen, dass Wölfe ihre Scheu vor Menschen verlieren und zur Gefahr werden können.
Der Wolf verliert durch Menschen die Scheu.. .
Füttere dein Mikrobiom – nicht deine Beschwerden
Der Darm - Die fünf häufigsten Dysbiosen und ihre Auswirkungen auf unsere Gesundheit
Die Gesundheit unseres Darms ist entscheidend für unser allgemeines Wohlbefinden. Doch in der heutigen Zeit sind viele Menschen von fünf häufigen Formen der Darm-Dysbiose betroffen, die oft ohne eigenes Verschulden durch den Konsum verarbeiteter Lebensmittel entstehen. Diese Dysbiosen beeinträchtigen das Gleichgewicht unseres Mikrobioms und können vielfältige Gesundheitsprobleme verursachen.
Jede Mahlzeit beeinflusst das Immunsystem – der Darm ist unsere erste Verteidigungslinie: Rund 80 Prozent unseres Immunsystems sitzen direkt hinter den Darmwandzellen. Nahrung ist nicht nur Nährstoffquelle, sondern wirkt auch immunologisch und epigenetisch. Schon zwei Wochen ungesunde Ernährung können die Darmbarriere schwächen, was sowohl unsere Zellen als auch die Darmbakterien aus dem Gleichgewicht bringt. Diese passen ihren Stoffwechsel an, von entzündungshemmend zu entzündlich oder aggressiv, was einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit hat.
Die fünf häufigsten Formen der Dysbiose sind:
* Fehlen probiotischer Bakterien – wie Lactobacillen und Bifidobakterien, die das Immunsystem stärken, Entzündungen hemmen und vor schädlichen Keimen schützen. Eine gezielte Supplementierung der Stämme kann bei Infekten, Bauchweh oder Durchfall helfen.
* Geringe Diversität des Mikrobioms – eine vielfältige Bakterienflora ist widerstandsfähiger und leistungsfähiger. Um die Vielfalt zu erhöhen, reicht es nicht nur Ballaststoffe zu essen. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Pflanzenstoffen muss sich unbedingt mit antibakteriellen Polyphenolen, wie sie zum Beispiel in "RENOVA PUR" enthalten sind, abwechseln.
* Zunahme pathogener Keime – schädliche Bakterien, die Toxine produzieren und den Darm durchlässig machen, führen zu diversen Krankheitsbildern. Das kann sich in Allergien, Autoimmunerkrankungen, Übergewicht, psychischen und entzündlichen Erkrankungen und anderen Beschwerden äußern. Hier ist die erprobte Darmkur "RENOVA" das wirksamste Mittel auf dem Markt, um schädliche Keime zu reduzieren und die Darmbarriere zu stärken.
* Fehlen von Butyrat-Bildnern und schützenden Bakterien – wie Akkermansia muciniphila und Faecalibacterium prausnitzii, die die Darmschleimhaut unterstützen und entzündungshemmend wirken. Butyrat-Bildner gibt es nicht als Probiotikum, deswegen muss man mit einer Darmkur das richtige Milieu schaffen, damit sich diese Bakterien wieder anlagern können. Einzig das Probiotikum BONAVAL Biotic (mit B. subtilis) fördert die Butyrat-Produktion. Anschließend sollte ein abwechslungsreicher Ernährungsplan eingehalten werden, der viele Bitterstoffe, Beeren, sowie Akazienfasern, Kiwi und Ballaststoffe enthält.
* Ungleichgewicht im Verhältnis von Firmicutes zu Bacteroidetes – ein zu hohes Verhältnis ist mit Übergewicht verbunden. Mit dem speziellen Mittel Bonaval PHYTO, dem neuen Präzisions-Präbiotikum, kann dieses Verhältnis innerhalb weniger Wochen reguliert werden, was beim Abnehmen hilft und aktiv den Jo-Jo-Effekt verhindert.
Oftmals braucht der Darm mehr, als er durch die heutige Ernährung kriegen kann. Auf https://bonaval.shop bieten wir diese gezielte Unterstützung an.
bonaFeel ist ein forschendes Unternehmen auf dem Gebiet der Darm- und Mikrobiomgesundheit. Unsere Innovation der Präzisions-Präbiotika macht es uns möglich, Dysbiosen gezielt zu behandeln und die Darmgesundheit zu fördern. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns direkt unter bonaFeel OHG, Industriestraße 1, 25462 Rellingen, info@bonafeel.deoder über unsere Homepage: https://bonafeel.de
Tierhaltung in Niedersachsen steht am Scheideweg – ein Podcast
„Ich finde es eine sehr gute Idee, in Richtung Gesellschaft, Politik, Wirtschaft deutlich zu machen, wie wichtig und essenziell die Tierhaltung in Niedersachsen ist“, sagt Ulrich Löhr, Hähnchenhalter aus dem Landkreis Wolfenbüttel im heute erschienen Landvolk-Podcast
Niedersachsen ist das Agrarland Nummer 1 in Deutschland. Doch dieser starke Standort gerät zunehmend unter Druck. Mit der Auswertung einer Online-Umfrage, die im Rahmen des Maßnahmenpakets „tierischGUT aus Niedersachsen“ durchgeführt wurde, beleuchtet das Landvolk Niedersachsen die Gründe dafür, sowie aktuelle Herausforderungen und Perspektiven der Tierhaltung.
Aus den Rückmeldungen der rund 1.300 Tierhalterinnen und Tierhalter wurden acht Kernforderungen abgeleitet – im Zentrum stehen dabei der Abbau von Bürokratie und eine verlässliche politische Strategie für die Tierhaltung in Deutschland. Im Rahmen der dazugehörigen Podcastreihe, deren erste Folge heute erscheint, werden die detaillierten Ergebnisse der Umfrage aufgegriffen und konkrete Lösungsansätze diskutiert.
Für das Landvolk ist klar: Niedersachsen bietet beste Voraussetzungen für eine nachhaltige und tiergerechte Nutztierhaltung – mit sehr gut ausgebildeten Landwirten, gewachsenen Strukturen, Nähe zu Verarbeitungsbetrieben und günstigen klimatischen Bedingungen. „Ich finde es eine sehr gute Idee, in Richtung Gesellschaft, Politik, Wirtschaft deutlich zu machen, wie wichtig und essenziell die Tierhaltung in Niedersachsen ist“, sagt Ulrich Löhr, Hähnchenhalter aus dem Landkreis Wolfenbüttel.
Mehr als die Hälfte der landwirtschaftlichen Wertschöpfung in Niedersachsen stammt aus der Tierhaltung. Mit dem Futterbau zusammen macht dieser Bereich sogar rund 70 Prozent aus. Gleichzeitig ist der Strukturwandel dramatisch. Seit 2010 haben mehr als die Hälfte der tierhaltenden Betriebe in Niedersachsen aufgegeben – bei den Zuchtsauenhaltern sind es sogar zwei Drittel.
„Das zeigt den enormen Druck auf die Tierhalter – sowohl wirtschaftlich als auch durch immer neue gesetzliche Anforderungen“, sagt Natascha Henze, Referentin für Vieh und Fleisch beim Landvolk Niedersachsen. Bürokratie und Dokumentationspflichten werden dabei von allen Betrieben, unabhängig vom Tierhaltungsschwerpunkt oder der Bewirtschaftungsform als besonders belastend empfunden. „Niedersachsens Tierhaltung steht am Scheideweg“, folgert Podcast-Moderatorin Wibke Langehenke.
Die Landwirte belastet vor allem das Misstrauen in die Zuverlässigkeit von politischen Entscheidungen. „Als ich mal vor 30 Jahren mit der Landwirtschaft angefangen habe, wusste ich, dass ich mich mit naturgegebenen Unsicherheiten auseinandersetzen muss, wie mit Wetter, Witterung und Marktschwankungen“; blickt Löhr zurück. Was damals noch nicht so groß war: Die Enttäuschung über geäußerte Meinungen vor dem Eintritt in den Supermarkt und dem reellen Ergebnis im Einkaufswagen nach Verlassen des Supermarktes.
Die Folge: „Die Stimmung ist derzeit schlechter als die aktuelle wirtschaftliche Lage“, sagt Löhr. Denn in großen Teilen der Tierhaltung, wie der Rindermast, der Milchvieh- und Geflügelhaltung werde im Moment tatsächlich Geld verdient. „Es sind die vielen anderen Dinge, die seit vielen, vielen Jahren auf die Tierhalter hier in Niedersachsen und auch anderswo einstürzen“, sagt Löhr und meint damit vor allem die zusätzlichen Auflagen, aber auch die Mitarbeitermotivation. Diese sei in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen.
„Deshalb bin ich zu dem Entschluss gekommen, jetzt erst mal für fünf Jahre die Tierhaltung zu pausieren, bis unsere Tochter nach Ende ihres Studiums wieder auf den Betrieb kommt“, sagt der Landwirt. Trotz aller Unbilden sei sie derzeit „noch wild entschlossen“, wieder in die Tierhaltung einzusteigen. (LPD 57/2025)
Zu hören ist der Podcast bei spotify.
Menschen werden aus Schaden oft nicht klug
Forscher der University of New South Wales sieht verhängnisvolle Persönlichkeitsmerkmale
Manche Menschen treffen immer wieder Entscheidungen, die ihnen schaden, selbst wenn die Folgen offensichtlich sind. Das ist laut Philip Jean-Richard-dit-Bressel von der University of New South Wales (https://www.unsw.edu.au/ ) nicht auf mangelnde Motivation oder Fähigkeiten zurückzuführen, sondern vielmehr auf eine subtile, aber anhaltende Unfähigkeit, Handlungen mit deren Folgen in Verbindung zu bringen. Der Neurowissenschaftler schließt das aus einem Experiment mit einem Online-Lernspiel, bei dem die Teilnehmer Entscheidungen treffen müssen, die entweder zu einer Belohnung oder einer Bestrafung führen.
Dazulernen oft nur mit Hilfe
Es gab die Sensitiven, diejenigen, die herausfanden, welche Entscheidungen zu schlechten Ergebnissen führten, und ihr Verhalten änderten, um diese zu vermeiden. Als Nächstes kamen die Unbewussten, Menschen, die dies nicht herausfanden, aber in der Lage waren, ihre Strategien zu ändern, sobald ihnen ihre Fehler aufgezeigt wurden. Die dritte Gruppe - und diejenige, die die Forscher am meisten interessierte - waren die Zwanghaften, die auch dann noch falsche Entscheidungen trafen, wenn ihnen gezeigt wurde, wo ihre Strategie versagte, die also aus Schaden nicht klug wurden.
Die Zeit, die normalerweise Wunden heilt, versagt in diesem Fall. Die meisten Teilnehmer, die ein halbes Jahr später zum gleichen Spiel eingeladen wurden, zeigten das idente Verhaltensmuster. "Das war eines der auffälligsten Ergebnisse. Es deutet darauf hin, dass es sich nicht nur um zufällige Fehler oder schlechte Tage handelt. Es handelt sich um stabile Eigenschaften, fast wie persönliche Kennzeichen. Das bedeutet nicht, dass sie unveränderlich sind, sondern nur, dass eine Intervention erforderlich ist, um sie möglicherweise zu durchbrechen", erklärt Jean-Richard-dit-Bressel.
Tiefer liegendes Problem
Die Entscheidungen der Zwanghaften konnten auch nicht einfach als Gewohnheit abgetan werden, als ob die Menschen auf Autopilot geschaltet wären und nicht wirklich darüber nachdachten, was vor sich ging. Als die Teilnehmer gebeten wurden, ihre Entscheidungen zu erklären, wurde deutlich, dass sie sich sehr wohl bewusst waren, warum sie Entscheidungen getroffen und welche Folgen diese hatten. Dies deutet laut dem Forscher auf ein tiefer liegendes Problem hin: das Versäumnis, neues Wissen in eine Strategie zu integrieren, die negative Folgen minimiert und dass Menschen, selbst wenn sie die Risiken verstehen, ihr Verhalten nicht immer entsprechend anpassen.
Gewalt gegen Angehörige der Gesundheitsberufe: Gesetzentwurf soll im Herbst vorgelegt werden
Das Bundesjustizministerium (BMJV) prüft derzeit die Möglichkeiten, wie die im Koalitionsvertrag von Union und SPD vereinbarte Verschärfung des strafrechtlichen Schutzes für Einsatz- und Rettungskräfte, Polizisten sowie Angehörigen der Gesundheitsberufe am besten umgesetzt werden kann.
Ein entsprechender Gesetzentwurf soll voraussichtlich im Herbst vorgelegt werden, teilte ein BMJV-Sprecher dem Deutschen Ärzteblatt mit. „Es handelt sich dabei um eines unserer prioritären Vorhaben“, erklärte der Ministeriumssprecher. Kürzlich hatte bereits die Frankfurter Allgemeine Zeitung über den Zeitplan berichtet.
Nach Angaben aus dem Ministerium wird auch geprüft, „inwieweit auf dem in der vergangenen Legislaturperiode veröffentlichten, aber nicht vom Bundestag verabschiedeten Gesetzentwurf zur Stärkung des Schutzes von Vollstreckungsbeamten und Rettungskräften sowie sonstigen dem Gemeinwohl dienenden Tätigkeiten aufgebaut werden kann und über diesen hinauszugehen ist“.
Der Gesetzentwurf war im Herbst 2024 im Bundestag in erster Lesung beraten worden. Durch das vorzeitige Aus der Ampelkoalition kam es nicht mehr zu weiteren Schritten. Ärztinnen und Ärzte waren in dem Entwurf als Berufsgruppe genannt, deren Tätigkeit dem Gemeinwohl dient.
Weitere Details zu den Plänen und zum zeitlichen Rahmen wurden nicht genannt. Das BMJV nehme die Vorfälle von Gewalt gegen medizinisches Personal sehr ernst, erklärte der Sprecher. Diese seien nicht hinnehmbar und müssten konsequent strafrechtlich verfolgt werden. Der Gesetzgeber habe in jüngerer Zeit bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, die zum besseren Schutz von Rettungskräften sowie Ärzten beitrügen.
Nach erneuten Klagen über Übergriffe auf medizinisches Personal hatte sich kürzlich auch Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) für härtere Strafen ausgesprochen. „Diejenigen anzugreifen, die anderen helfen, ist absolut inakzeptabel. Hier muss der Rechtsstaat entschlossen durchgreifen“, sagte sie der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Das Deutsche Ärzteblatt berichtete.
Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) hatte dazu erklärt, dass eine Strafverschärfung vor allem ein Signal an die Betroffenen sei, dass sie und ihre Arbeit ernst genommen würden. Es sei aber nur einer der Bausteine, um das gesamtgesellschaftliche Problem zunehmender Verrohung, Respektlosigkeit und gesunkener Hemmschwellen zu lösen.
Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) hat sich immer wieder dafür eingesetzt, dass die Niedergelassenen direkt im Gesetzestext erwähnt werden. Das war vom damaligen Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) aber nicht aufgegriffen worden.
Zukunft der Vion-Standorte in Süddeutschland: Wer übernimmt – Tönnies oder Westfleisch?
Header Schlachthofübernahme Vion
Anfang 2024 hatte der niederländische Schlachtkonzern Vion seinen Rückzug vom deutschen Markt angekündigt. Der Schlachtstandort in Emstek wurde geschlossen und weitere Standorte wurden nach und nach verkauft. Offen ist noch die Zukunft der drei verbliebenen Standorte in Buchloe, Waldkraiburg und Crailsheim – Crailsheim ist dabei ein wichtiger Standort für die Schweineschlachtungen und auch die Schweinehaltung in Süddeutschland.
Eine Übernahme dieser drei Standorte durch Tönnies hat das Bundeskartellamt Mitte Juni untersagt. Gegen diese Entscheidung hat Tönnies Mitte Juli vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf Widerspruch eingelegt und Tönnies zieht auch die Beantragung einer Ministererlaubnis beim Bundeswirtschaftsministerium in Erwägung.
Auch Westfleisch bekräftigt Kaufinteresse
Nachdem Tönnies lange Zeit als aussichtsreichster Bewerber zum Kauf der drei süddeutschen Vion-Standorte schien, zeigt nunmehr auch das Schlachtunternehmen Westfleisch Kaufinteresse. Am Montagabend organisierten verschiedene Kreisbauernverbände in Ilshofen in Baden-Württemberg eine Veranstaltung zur Zukunft der Schlachthofstruktur in Süddeutschland, bei der sowohl Clemens Tönnies als auch der Vorstandsvorsitzende der Westfleisch, Dr. Wilhelm Uffelmann, ihr Interesse an einer Übernahme der drei Standorte bekundeten. Ergänzend dazu bekräftigte Westfleisch das Kaufinteresse an den drei Standorten aktuell erneut in einer Pressemeldung und stellte seine Pläne für eine regionale und nachhaltige Schlachthofstruktur gestern bei einer Veranstaltung im Haus der Bayerischen Landwirtschaft in Herrsching am Ammersee vor.
Schweinehalter in Süddeutschland brauchen zeitnah Klarheit
Inwieweit noch weitere Bewerber bei dem Verkaufsprozess ernsthaft in Frage kommen, ist unklar. Unabhängig davon, ob es nun einen oder mehrere Kaufinteressenten für die drei Vion-Standorte in Süddeutschland gibt, ist es für die süddeutschen Schweinehalter wichtig, dass es zu einer möglichst schnellen Entscheidung zur Zukunft der Standorte kommt. Eine Hängepartie könnte die Schlachthofstruktur in Süddeutschland nachhaltig schwächen.
