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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Studie jetzt nötig: Über die Ackerschweine der Familie Hubmann im Bezirk St. Pölten.
Seit über fünf Jahren praktizieren die Brüder Thomas und Andreas Hubmann eine Form der Schweinehaltung abseits von Vollspaltenböden in Gerersdorf und Hafnerbach. Genauso lange kämpfen die Hubmanns für die rechtliche Anerkennung ihrer Methode. Diese bietet den Schweinen nicht nur die Möglichkeit zu wühlen und zu suhlen, sie soll sich auch positiv auf das Bodenleben auswirken.
Egal, wie man zu Tierhaltung steht. Der Fall Hubmann wirft die Frage auf, wie Innovation in der Landwirtschaft gefördert werden kann und gleichzeitig rechtliche sowie umweltrelevante Standards eingehalten werden können. Es geht darum, neue Methoden objektiv zu prüfen und, wenn sie sich als unbedenklich erweisen, die Rahmenbedingungen anzupassen. Dafür ist eine wissenschaftliche Studie notwendig. Diese sollte rasch erfolgen.
Nicht nur, weil die anhaltende Unsicherheit eine Belastungsprobe für die Beteiligten ist, sondern, weil es hier auch um eine Chance für das Tierwohl und einen gesunden Boden geht.
BBV: Papier der Bio- und Bauernverbände
“Mir war es ein riesiges Anliegen, dass wir EU-Agrarkommissar Hansen bei seinem Besuch in Niederbayern zu einem Ruck bei der Weidepflicht im Ökolandbau bewegen”, berichtete Bauernpräsident Felßner. Er hat ihm auf der Bühne vor rund 500 Zuhörern das gemeinsame Papier der Bio- und Bauernverbände – BBV, DBV, Naturland, Bioland und Demeter – überreicht und erneut eine flexiblere Umsetzung eingefordert.
Der EU-Kommissar ließ keinen Zweifel daran, dass er die landwirtschaftliche Tierhaltung halten und unterstützen will und kündigte an, die EU-Ökoverordnung aufzumachen, um unter anderem dafür eine Lösung zu finden. “Nun liegt der Ball bei Bund und Ländern: Sie müssen zeitnah eine Brückenlösung eröffnen, damit bis zu einer Änderung der EU-Verordnung keine Betriebe wegen nicht-vollumfänglicher Weidehaltung aus “öko” aussteigen müssen”, fordert Felßner.
BBV-Präsident Felßner hatte sich seit Jahresbeginn – seitdem das deutsche Weidepapier in Kraft getreten war – intensiv dafür eingesetzt, dass auch Betriebe ohne vollumfängliche Weidehaltung “öko” bleiben können. Im Schulterschluss mit dem DBV und den Bioverbänden scheint es nun gelungen zu sein, einer Lösung näherzukommen.
Westfleisch wirbt bei Landwirten für Schlachthofübernahme-Pläne
Der Fleischkonzern Westfleisch hat vor Vertretern der bayerischen Landwirtschaft für seine Pläne geworben, die süddeutschen Schlachthöfe der niederländischen Fleischfirma Vion zu übernehmen.
Als Genossenschaft kenne man die Bedürfnisse der Landwirtschaft genau, erklärte Westfleisch-Chef Wilhelm Uffelmann laut einer Mitteilung bei einer Veranstaltung in Herrsching am Ammersee.
«Wir sind bereit, die Vion-Betriebe zu übernehmen und die Landwirtschaft, den ländlichen Raum und Tierhaltung in Süddeutschland in die Zukunft zu führen», so der Manager des genossenschaftlichen Unternehmens aus dem nordrhein-westfälischen Münster. Das Übernahmeinteresse von Westfleisch war Ende vergangener Woche bekanntgeworden.
Vion betreibt zwei Rinderschlachthöfe in Bayern
Vion will sich aus Deutschland weitgehend zurückziehen. In Bayern betreibt der Schlachtkonzern die Rinderschlachthöfe Buchloe und Waldkraiburg sowie zwei Häuteverarbeitungsbetriebe in Memmingen und Eching-Weichenau. In Baden-Württemberg gibt es in Crailsheim einen Vion-Schlachthof, in NRW einen Zerlegebetrieb in Hilden.
Westfleisch, nach eigenen Angaben Deutschlands zweitgrößter Fleischvermarkter, bringt sich damit in Stellung gegen den Branchenprimus Premium Food Group (PFG, ehemals Tönnies-Gruppe). Die PFG hat mit Vion bereits einen Kaufvertrag für die Übernahme des Vion-Deutschlandgeschäfts abgeschlossen. Mitte Juni war dies jedoch vom Bundeskartellamt wegen wettbewerbsrechtlicher Bedenken untersagt worden.
PFG hat gegen die Entscheidung Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf eingelegt. Auch die Beantragung einer Ministererlaubnis, die entgegen der Kartellamtsentscheidung erteilt werden kann, wird von PFG erwogen. Man werde weiter um die Standorte kämpfen, hatte PFG-Chef Clemens Tönnies am Dienstag klargemacht.
Westfleisch will Vion-Deutschlandgeschäft ganz oder in Teilen
Uffelmann hatte zuvor berichtet, Westfleisch habe Vion ein Angebot gemacht, das Deutschlandgeschäft in Teilen oder als Ganzes zu übernehmen. «Aber auf der anderen Seite müssen wir natürlich sagen, wir haben heute eine Situation, dass Familie Tönnies vertraglich gebunden ist mit Vion und das auch noch ins nächste Jahr hineinreicht.» Es sei zu erwarten, dass Tönnies den Rechtsweg im Zweifel bis zum Ende gehen werde.
Eine Übernahme der deutschen Vion-Betriebe durch Westfleisch sei kartellrechtlich unbedenklich, sagte Uffelmann. Er berief sich dabei auf die Einschätzung von Juristen. Weil keine kartellrechtlichen Einschränkungen zu erwarten seien, sei auch ein vereinfachtes Verfahren in einer kurzen Laufzeit möglich.
Schweinebestand sinkt erstmals seit 45 Jahren unter 10 Millionen
Die Zahl der Schweine in den Niederlanden sank im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um 5,1 Prozent auf 9,96 Millionen. Zum ersten Mal seit 1979 gibt es in den Niederlanden weniger als 10 Millionen Schweine. Die Zahl der Rinder sank um 3,3 Prozent auf 3,65 Millionen. Dies geht aus vorläufigen Zahlen der Landwirtschaftszählung des niederländischen Statistikamts (CBS) hervor.
Am 1. April 2025 gab es 1,9 Tausend landwirtschaftliche Betriebe mit Schweinehaltung, 7,1 Prozent weniger als im Vorjahr. Vor allem kleine Tierhaltungsbetriebe mit weniger als 500 Schweinen (-10,9 Prozent) und Betriebe mit 2.000 bis 5.000 Schweinen (-10,4 Prozent) haben die Schweinehaltung eingestellt.
94 Prozent aller Schweine werden in landwirtschaftlichen Betrieben gehalten . Zu den weiteren Betrieben mit Schweinehaltung zählen Mehrartenbetriebe und Betriebe mit gemischter Ackerbau- und Tierhaltung .
In den letzten Jahren konnten Schweinehalter bei einer endgültigen Betriebsaufgabe verschiedene Förderprogramme in Anspruch nehmen, beispielsweise das Förderprogramm zur Sanierung von Schweinehaltungsbetrieben (SRV) und das Ausgliederungsmodell für Tierhalter.
Die Zahl der kleinen Schweinezuchtbetriebe ist in zehn Jahren um zwei Drittel zurückgegangen
Die Zahl der Schweinezuchtbetriebe hat sich seit 2015 fast halbiert (45,9 Prozent). Auch die Zahl der mittelgroßen Betriebe (mit 500 bis 2000 Schweinen und mit 2000 bis 5000 Schweinen) hat sich halbiert.
Von den kleinen Betrieben (bis 500 Schweine) ist im Vergleich zu 2015 nur noch ein Drittel aktiv. In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Großbetriebe mit mehr als 5000 Schweinen am stabilsten geblieben.
Zahl der Schweine pro Betrieb stieg in zehn Jahren um fast 50 Prozent
Vor allem kleinere Betriebe haben die Schweinehaltung eingestellt, was zu einem Anstieg der durchschnittlichen Schweinezahl pro Betrieb auf 5.000 im Jahr 2025 führte. Dies entspricht einem Anstieg von fast 50 Prozent gegenüber 2015 und von 2,4 Prozent gegenüber 2024.
Rückgang des Milchkuhbestands, insbesondere bei Jungtieren
Am 1. April 2025 gab es in den Niederlanden 3,65 Millionen Rinder, 3,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Insbesondere der Bestand an Jungvieh für die Milchviehhaltung sank um 6,3 Prozent. Jungvieh sind Kälber und Färsen, die aufgezogen werden, um später ältere Kühe in der Milchviehherde zu ersetzen. Im Vergleich zu 2015 ist der Jungviehbestand um ein Drittel geschrumpft.
Insgesamt waren 42 Prozent aller Rinder im Jahr 2025 Milchkühe. Die Zahl der Milchkühe im Jahr 2025 sank im Vergleich zu 2024 um 1,0 Prozent und im Vergleich zu 2015 um 5,8 Prozent.
Zahl der Milchviehbetriebe in zehn Jahren um über ein Viertel gesunken
Im Jahr 2025 sank die Zahl der Milchviehbetriebe im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf insgesamt 13.400. Das entspricht einem Rückgang von 25,9 Prozent gegenüber 2015.
Im Jahr 2017 trat in der niederländischen Milchwirtschaft der Phosphatreduzierungsplan in Kraft. Im Rahmen dieses Plans mussten die Landwirte ihre Milchviehbestände reduzieren, wodurch der steigende Viehbestand gestoppt wurde.
Rückgang der Kälbermast weiter anhaltend
Der Bestand an Mastkälbern sank im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 Prozent auf 964.000. Im Vergleich zu 2015 stieg der Bestand zwar um 6,0 Prozent, verzeichnete in den letzten fünf Jahren jedoch Rückgänge.
Auch die Zahl der Betriebe mit Mastkälbern sank. Im Jahr 2025 gab es 6,1 Prozent weniger Betriebe als im Jahr 2024. Das entspricht einem Rückgang von 28,7 Prozent seit 2015.
Mehr Rinder pro Betrieb
Die durchschnittliche Rinderzahl pro Betrieb ist in den letzten Jahren gestiegen. Im Jahr 2025 gab es durchschnittlich 114 Milchkühe pro Betrieb, verglichen mit 111 im Jahr 2024. Im Jahr 2015 lag der Durchschnitt bei 89 Kühen pro Betrieb.
Die durchschnittliche Zahl der Mastkälber pro Betrieb stieg auf 708, fast doppelt so viel wie vor zehn Jahren, als sie 476 betrug.
Vorläufige Zahlen der Landwirtschaftszählung
Diese Pressemitteilung basiert auf vorläufigen Zahlen der Landwirtschaftszählung vom 1. April 2025, die im Juni veröffentlicht wurde. Die Zahlen werden im September aktualisiert, die endgültigen Zahlen folgen im März 2026…. .
Rindertuberkulose in Thüringen - die wichtigsten Fragen und Antworten
Im Wartburgkreis sind seit Mai mehrere Fälle von Rindertuberkulose aufgetreten. Zunächst bei Wildtieren, nun wurde der Erreger aber auch bei Nutztieren festgestellt. Die Behörden sind alarmiert. Doch wie gefährlich ist die Tierseuche für den Menschen? Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten.
Was ist Rindertuberkulose?
Rindertuberkulose ist eine bakterielle Tierseuche, die durch Mykobakterien verursacht wird. Sie ist zoonotisch - kann also vom Tier auf den Menschen übergehen und umgekehrt. Auch Haustiere wie Katzen und Hunde, Nutztiere wie Schafe und Schweine oder Wildtiere können infiziert werden oder das Bakterium weitertragen. In Deutschland ist die Rindertuberkulose seit den 1950er Jahren nahezu ausgerottet. Seit 1997 ist Deutschland anerkannt frei von Tuberkulose. Dennoch treten immer wieder vereinzelte Fälle auf.
Für wen ist Rindertuberkulose gefährlich?
Die Rindertuberkulose führt sowohl bei Tieren als auch bei Menschen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Husten, Fieber, Müdigkeit sowie Gewichtsabnahme. Sie befällt vor allem die Lunge und die Lymphknoten, aber auch andere Organe.
Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme des Bakteriums Mycobacterium tuberculosis, das Tuberkulose verursacht (kreisförmiges Vordergrundbild, Bakterium ist rosa eingefärbt) und ein PET/CT-Scan, der eine Tuberkulose-Infektion (rosa) in der Lunge eines Patienten zeigt (Hintergrundbild).
Die Tuberkulose-Erreger befallen bei Tier und Mensch hauptsächlich die Lunge und die Lymphknoten. Erst im weiteren Krankheitsverlauf werden auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen.
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Beim Menschen können die Erreger eine Tuberkulose (TBC) auslösen. TBC ist mit Antibiotika heilbar. Ohne Behandlung kann TBC aber einen schweren und sogar tödlichen Verlauf nehmen. Tuberkulose galt daher bis zur Erfindung des Antibiotikums Streptomycin im Jahr 1943 als eine der tödlichsten Lungenkrankheiten überhaupt.
Insbesondere für Kinder, alte Menschen und Menschen mit Immunschwäche kann eine Infektion auch heute noch gefährlich sein.
Infektologe Reinhard Berner: "Tuberkulose kann die Lunge zerstören"
Wie viele Fälle von Rindertuberkulose sind in Thüringen derzeit bekannt?
Im Mai ist im Süden des Wartburgkreises ein erster Fall von Rindertuberkulose bei einem Wildschwein nachgewiesen worden. Seither wurde der Erreger vereinzelt bei anderen Wildschweinen und Füchsen im Kreis entdeckt. Ende Juli wurde das Bakterium auch in zwei Landwirtschaftsbetrieben im Wartburgkreis nachgewiesen, die daraufhin gesperrt wurden.
Wie wird Rindertuberkulose übertragen?
Die Übertragung kann direkt durch Kontakt mit infizierten und erkrankten Tieren via Körperflüssigkeiten oder Aerosole erfolgen. Eine Übertragung auf den Menschen passiert aber hauptsächlich durch den Verzehr kontaminierter Lebensmittel wie Milch oder Fleisch…. .
Minister unterstützt Programme, um Tierarztstudenten zu erhöhen
Die Teilnehmer werden auch an Labor -Workshops und emotionaler Intelligenztraining teilnehmen und die Chance haben, Zulassungsteams aus allen drei Tierärzten in Schottland zu treffen.
Kürzlich veröffentlichte Daten zeigen, dass der Sektor mit Montageproblemen konfrontiert ist, wobei etwa die Hälfte aller Tierärzte in Betracht gezogen hat, den Beruf im vergangenen Jahr vollständig zu verlassen, und drei Quartale, die in den letzten zwölf Monaten eine Freizeit erfordern, um sich mit arbeitsbedingten Problemen mit arbeitsbedingten psychischen Gesundheit zu befassen.
Bewerbungen von schottischen Studenten, die die Veterinärmedizin studieren möchten, sind in den letzten Jahren ebenfalls gefallen, und weniger Studenten entscheiden sich dafür, eine Karriere als „gemischte Praxis“ zu verfolgen, an der sowohl inländische Haustiere als auch das Vieh beteiligt sind. Der Brexit hat den Sektor weitere Probleme verursacht, wobei der Druck in ländlichen und inseligen Gebieten besonders akut ist.
Kommentar zum Wert des zukünftigen Vets -Programms, das eingerichtet wurde, um die Hindernisse für diejenigen zu verringern, die Tierärzte werden wollen, sagte Fairlie:
„Unser Landwirtschaftssektor ist stark auf Tierärzte angewiesen, um unsere Tiere gesund zu halten, und diese Veranstaltung wird uns helfen, das Bewusstsein für die Vielzahl der Berufe in der Veterinärmedizin bei Highschool -Kindern zu schärfen und einige der Mythen im Zusammenhang mit dem Eintritt in die Tierarztschule zu zerstreuen.
“Neben den Organisatoren möchte ich den Schulen aus Glasgow, Aberdeen und Edinburgh für die Zeit genommen, um unsere nächste Generation von Tierärzten zu inspirieren, die ich zweifellos dazu beitragen wird, einige der aktuellen Probleme mit der Kapazität, Rekrutierung und Aufbewahrung von Veterinärchirurgen in Schottland, insbesondere innerhalb der Landwirtschaftspraxis, in den Landverbänden in den Landverbänden zu beheben.”… .
"Die Tierschutzbeauftragte gehört ins Kanzleramt"
Mariane Kari sollte auf höchster politischer Ebene den Tierschutz voranbringen. Jetzt steht ihr Amt auf der Kippe. Was der Päsident des Deutschen Tierschutzbundes dazu sagt
GEO: Als Dr. Ariane Kari im Juni 2023 als erste Bundestierschutzbeauftragte ihr Amt antrat, jubelten Tierschutzorganisationen. Haben sich Ihre Hoffnungen erfüllt?
Thomas Schröder: Sie hat mit vielen Fragen die Bundesregierung in Erklärungsnot gebracht. Zum Beispiel zu drängenden Themen wie der Anbindehaltung. Sie hat ein Nachdenken auf der gesetzgeberischen Seite ausgelöst. Das allein ist schon viel wert. Dann hat sie – auch wenn Ergebnisse noch ausstehen – einen Runden Tisch zur Lage der Tierheime eingerichtet. Da gab es immerhin gute Gespräche. Auch das ist schon ein Erfolg. Allerdings ist der Tierschutz eine Querschnittsaufgabe – und das Amt deshalb im Landwirtschaftsministerium von vornherein nicht richtig positioniert. Tierschutzfragen stellen sich nicht nur in der Landwirtschaft, sondern auch im Verkehr, wenn es zum Beispiel um Tiertransporte geht, in der Forschung – und selbst im Verteidigungsressort, etwa bei der Erprobung von Munition. Deswegen gehört der oder die Tierschutzbeauftragte ins Kanzleramt. Damit er oder sie die Regierung als Ganzes beraten kann und nicht nur einen Bundesminister, der mit Tierschutz zwar zu tun hat – für den Tierschutz aber kein Schwerpunktthema ist.
Hat sich der Tierschutz auf Bundesebene seit ihrem Amtsantritt verbessert?... .
Rückgang der Artenvielfalt gefährdet Klima
Laut neuer MIT-Untersuchung sind Tiere für den Erhalt tropischer Wälder überlebenswichtig
Die Dezimierung oder gar Ausrottung von Tieren durch die Aktivitäten des Menschen verschärfen den Klimawandel. Dafür haben Forscher des Massachusetts Institute of Technology (https://www.mit.edu/ )(MIT) Belege gefunden. Somit ist die Bewahrung der Biodiversität ein wirksamer Hebel zur Eindämmung des Klimawandels, so MIT-Forscher Evan Fricke.
Viermal mehr CO2 speicherbar
Natürlich nachwachsende tropische Wälder mit gesunden Populationen von Samen verbreitenden Tieren binden bis zu viermal mehr CO2 als ähnliche Wälder mit weniger Samen verbreitenden Tieren. Tropische Wälder sind derzeit die größten natürlichen Senken für CO2. "Unsere Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung von Tieren für die Erhaltung gesunder tropischer Wälder. Geht die Zahl der Samen verbreitenden Tiere zurück, gefährden wir die Klimaschutzkraft tropischer Wälder."
Die aktuelle Untersuchung kombiniert eine Vielzahl von Daten zur Artenvielfalt sowie Bewegung und Samenverbreitung von Tausenden von Tierarten mit Daten zur Kohlenstoffakkumulation aus Tausenden von tropischen Waldgebieten. "Der Beitrag der Tiere zur CO2-Bindung in tropischen Wäldern zeigt, dass es zu einer Win-win-Situation kommt, wenn man gleichzeitig die Biodiversität fördert und den Klimawandel bekämpft", verdeutlicht MIT-Wissenschaftler Fricke.
Unverdaute Samen ausgeschieden
Tiere, die Früchte von Bäumen und Sträuchern fressen, scheiden die unverdauten Samen an anderer Stelle wieder aus, sodass sie keimen und auf diese Weise zu neuen CO2-bindenden Pflanzen heranwachsen können. Fricke untersucht seit fast 15 Jahren Tiere, die Samen verbreiten. Er konnte beweisen, dass Bäume ohne die Verbreitung von Samen durch Tiere eine geringere Überlebensrate haben und sich schlechter an Umweltveränderungen anpassen können.
Tierwohl und Milchpreise: Wie nachhaltige Haltung die Wertschöpfung in der Milchwirtschaft stärkt
In der heutigen Milchwirtschaft gewinnt das Thema Tierwohl zunehmend an Bedeutung – nicht nur aus ethischen Gründen, sondern auch als entscheidender Faktor für die Qualität der Milch und die wirtschaftliche Stabilität der Milchbauern. Die Verbindung von artgerechter Tierhaltung und fairer Preisgestaltung ist ein zentrales Element, um nachhaltige Entwicklung in der Branche zu fördern. In diesem Beitrag analysieren wir, wie Tierwohl die Milchpreise beeinflusst, welche Rolle innovative Initiativen spielen und warum sich Investitionen in tiergerechte Haltung langfristig auszahlen.
Warum Tierwohl für die Milchwirtschaft unverzichtbar ist
Tierwohl umfasst alle Maßnahmen, die das Wohlbefinden der Milchkühe fördern – von artgerechter Fütterung über ausreichende Bewegungsfreiheit bis hin zu gesunden Stallbedingungen. Diese Faktoren wirken sich direkt auf die Gesundheit der Tiere und damit auf die Qualität der Milch aus. Gesunde Kühe produzieren nicht nur mehr Milch, sondern auch Milch mit besseren Eigenschaften, was sich in der Produktqualität und der Kundenzufriedenheit widerspiegelt. Zudem entspricht eine tiergerechte Haltung den steigenden Erwartungen der Verbraucher, die zunehmend Wert auf nachhaltige und ethisch verantwortbare Lebensmittel legen.
Die Verbindung von Tierwohl und Milchpreisen ist ein zentraler Hebel, um die Milchwirtschaft zukunftsfähig zu gestalten. Durch gezielte finanzielle Anreize und innovative Programme können Milchbauern motiviert werden, ihre Haltungssysteme weiterzuentwickeln. Gleichzeitig profitieren Molkereien von einer höheren Produktqualität und einem gestärkten Markenvertrauen. In einer Zeit, in der Nachhaltigkeit und ethische Verantwortung immer wichtiger werden, zeigt sich: Tierwohl ist nicht nur eine moralische Verpflichtung, sondern auch ein wirtschaftlicher Vorteil für alle Beteiligten in der Milchwirtschaft…. .
Klimaplattform für die Schweinehaltung geht bei QS an den Start
Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH heute mitteilte, steht die QS-Klimaplattform als Branchenlösung zur CO2-Berechnung in der Schweinehaltung in den Startlöchern. Mit Hilfe der Klimaplattform soll die Klimaleistung der Nutztierhaltung sichtbar gemacht werden. Im Fokus steht dabei ein brancheneinheitliches Vorgehen über QS. Schweinehalter können ihre Klimadaten freiwillig ab dem 15. August 2025 eingeben und ihren einzelbetrieblichen CO2-Fußabdruck ermitteln.
ISN: Ein deutschlandweit einheitliches Berechnungsmodell für den CO2-Fußabdruck für die Schweinehaltung ist zu begrüßen. Wesentliche Funktionalitäten der Klimaplattform müssen aber erst noch umgesetzt werden. Schweinehalter können diese getrost abwarten. Nicht vergessen: Betriebliche Daten haben einen Wert, der auch honoriert werden muss.
Mitte August ist es soweit: Die QS-Klimaplattform geht an den Start. Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH heute mitteilte, können Schweinehalter ab dem 15.08.2025 ihre Primärdaten zur Berechnung ihres einzelbetrieblichen CO2-Fußabdrucks in einer Eingabemaske dokumentieren. Das Angebot ist freiwillig und kostenfrei für alle QS-Systempartner. Ein Ausbau auf weitere landwirtschaftliche Produktionsbereiche ist in Arbeit.
Einheitliche Branchenlösung
Die Klimaplattform wurde von QS koordiniert und entwickelt und basiert dabei auf Grundlage einer harmonisierten Berechnungsmethode, die von den Landwirtschaftskammern Niedersachsen und NRW, der LfL Bayern, dem Thünen Institut und der KTBL vereinheitlicht wurde. Die Datenerhebung über das QS-System soll der Land- und Fleischwirtschaft eine einheitliche und effiziente Umsetzung der regulatorischen Anforderungen bieten und es Landwirten ermöglichen auch gegenüber Dritten (z.B. Schlachtunternehmen, Banken und Versicherungen) eine CO2-Bilanz vorzuweisen. Letztlich sollen die Klimaleistungen der Branche sichtbar gemacht werden.
So funktioniert die Plattform
Schweinemäster können ab dem 15.08.2025 ihre Klimadaten über die QS-Klimaplattform eingeben und speichern. Die Berechnung des einzelbetrieblichen CO2-Fußabdrucks auf Basis der eingegebenen Werte wird laut QS bis Ende September ermöglicht. Den ermittelten CO2-Wert kann der Schweinhalter dann über die QS-Klimaplattform an seine Schlachtunternehmen übermitteln, die den Wert zur Erfüllung ihrer eigenen Berichtspflichten benötigen. Die Unternehmen der Fleischwirtschaft ziehen sich über die ihnen bekannte Schnittstelle in der QS-Datenbank, in der sie auch die täglichen Lieferberechtigungen ihrer Tierhalter abfragen, die entsprechenden CO2-Werte.
Die ISN meint:
Dass die Ermittlung des CO2-Fußabdrucks für die Schweinehaltung nun bundesweit einheitlich nach einem harmonisierten Modell stattfinden kann, ist zu begrüßen. Wichtig ist, dass das Berechnungsmodell nun auch schnell und offen kommuniziert wird, damit es ebenfalls in die entsprechenden Management- und Beratungstools eingebaut werden kann. Auch soll noch eine Schnittstelle geschaffen werden, über die die Daten dann aus den dezentralen Tools auf die QS-Klimaplattform gespielt werden können. Dies ist entscheidend, um Doppeleingaben zu vermeiden. Die Tierhalter können getrost abwarten, bis diese Funktionalitäten stehen und auch die Auswertung überhaupt erst möglich ist – ohnehin ist die Teilnahme an der QS-Klimaplattform freiwillig. Schweinehalter sollten in jedem Fall nicht vergessen, dass ihre Daten einen beachtlichen Wert haben, bevor sie ihre Informationen für Dritte (z.B. die Schlachtunternehmen) freigeben. In anderen Sektoren wird bereits für Nachhaltigkeitsinformationen gezahlt.
