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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Umsatzplus bei Boehringer (BI), neue Produkte angekündigt
Ein weiter wachsendes Geschäft mit seit Jahren etablierten Produkten hat dem Pharmakonzern Boehringer Ingelheim im Geschäftsjahr 2024 ein Umsatzplus beschert. Die Erlöse legten konzernweit und währungsbereinigt um 6,1 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte.
Gleichzeitig steckten die Ingelheimer 6,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, davon 5,7 Milliarden allein in der Humanpharma, und kündigten für die kommenden Jahre eine Reihe neuer Produkte am Markt an, davon möglicherweise zwei bereits 2025.
In der Tiermedizin legte der Umsatz etwas weniger stark zu, um 1,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Wichtigstes Produkt ist Nexgard, ein Mittel gegen Parasiten bei Haustieren, mit Erlösen von 1,35 Milliarden Euro, einem Plus von 14 Prozent…. .
Misshandlung im Kuhstall?
Kühe geschlagen? Vorwurf der Tierquälerei gegen Milchvieh-Betrieb in Brandenburg
Tierquälerei-Vorwürfe gegen Milchviehbetrieb in Brandenburg. rbb berichtet: Videoaufnahmen zeigen Misshandlungen von Kühen und Kälbern. Veterinäramt erstattet Anzeige. Was sagt der Betreiber, Agrarministerin Hanka Mittelstädt und der Bauernverband?
Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) berichtet über schwere Vorwürfe der Tierquälerei gegen einen der größten Milchviehbetriebe in Brandenburg. Demnach sollen Videoaufnahmen wiederholte Misshandlungen von Kühen und Kälbern dokumentieren. Das zuständige Veterinäramt beabsichtigt, Strafanzeige zu erstatten, wie der rbb meldet. Denny Tumlirsch, Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes Brandenburg (LBV), war am Montag vor Ort.
Die Aufnahmen, die dem rbb vorliegen, umfassen etwa 1.000 Stunden Material, das zwischen Mitte Dezember 2024 und Mitte Februar 2025 mit versteckten Kameras aufgezeichnet und der Tierrechtsorganisation Aninova zugespielt wurde. Sie zeigen laut rbb Mitarbeiter einer Milchviehanlage im Norden Brandenburgs, die kranke und lahme Kühe mit Stöcken schlagen und treten, um sie zum Aufstehen zu zwingen. Anschließend würden sich die Tiere zu einem speziellen Melkstand schleppen.
Der Betreiber des Hofes habe gegenüber dem rbb angegeben, dass es sich bei den betroffenen Tieren um erkrankte Kühe handele, die medizinisch behandelt würden und deren Milch, sogenannte „Sperrmilch“, nicht in den Handel gelange.
Das Veterinäramt des Landkreises Uckermark bestätigte dem rbb, dass ihnen das Videomaterial vorliegt. Amtsleiter Achim Wendland zeigte sich im rbb-Interview „schockiert“ über die Aufnahmen. Er bezeichnete den Umgang mit den Kälbern und das Schlagen der Kühe als „tierschutzwidrig“ und als mögliche „Tierquälerei“. Wendland kündigte gegenüber dem rbb ebenfalls eine Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Neuruppin an, die sich gegen die Verantwortlichen des Unternehmens und möglicherweise einzelne Mitarbeiter richten soll.
Wie können Verstöße gegen Tierschutz in großen Milchanlagen, wie es sie in Brandenburg gibt, verhindert werden? „Wir gehen nicht davon aus, dass Verstöße dieser Art der Regelfall sind. Der behutsame Umgang mit den Tieren ist Teil der Tierwirtsausbildung“, erklärte der LBV-Hauptgeschäftsführer. Grundsätzlich sei die emotionale Bindung der Tierhaltenden zu ihren Tieren sehr hoch. „Davon können wir uns regelmäßig bei Besuchen in den Betrieben überzeugen. Im Rahmen der Winterschulungen nutzen Tierhalter das breite Angebot der Weitebildungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Herdenmanagements, der Tiergesundheit, der Fütterung als auch die Schulungsangebote des Tierschutzberatungsdienstes.“… .
Maul- und Klauenseuche: "Viren kennen keine Zeit oder Grenzen"
Damit es in Österreich zu keiner Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche kommt, werden kleine Grenzübergange geschlossen. Kurt Frühwirth, Präsident der Österreichischen Tierärztekammer, erklärt bei PULS 24, wie Infektionen verhindert werden können… .
Wegen MKS: "Wir brauchen die Entscheidung nicht erst im April": Gesundheit von Kühen in Gefahr
Sobald die Kühe der bayerischen Bauern die Grenze zu Österreich überschreiten, wird es kritisch – dann gelten für sie andere Einfuhrbestimmungen.
Wenn bayerische Bauern im Frühjahr ihr Vieh auf Almen im benachbarten Österreich treiben wollen, geraten sie in ein Dilemma: Die Tiere überschreiten eine Staatsgrenze – und unterliegen damit den Einfuhrbestimmungen eines anderen Landes. "Wir wissen jedes Jahr erst viel zu spät, woran wir sind", sagt Hans Gruber, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands im Berchtesgadener Land.
Die Kritik des Landwirts zielt auf die mangelnde Planbarkeit des Weidebetriebs auf Almen wie der Kallbrunnalm – eine der größten bayerisch genutzten Flächen im österreichischen Pinzgau. Eine Debatte hierüber hatte es erst kürzlich während der Jahreshauptversammlung der Berchtesgadener Almbauern gegeben… .
Schwarzwild-Jagd zur Vorbeugung gegen Schweinepest in Sachsen-Anhalt
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Im Doppelhaushalt 2025/26 stünden jährlich 1,35 Millionen Euro zur Verfügung. «Die Afrikanische Schweinepest bleibt eine ernste Bedrohung - für unsere heimischen Wildbestände ebenso wie für die Landwirtschaft», sagte Agrarminister Sven Schulze (CDU). Bislang wurde in Sachsen-Anhalt noch kein Fall bekannt.
Schafhaltung wird digitaler – durch Wolf und Krankheiten aber auch schwieriger
Herdenmanagement, Herdenschutz und Seuchenlage waren Themen beim 9. Niedersächsischen Schaf- und Ziegentag der Landwirtschaftskammer in Verden.
Digitale Anwendungen für das Management von Schaf- und Ziegenherden können zu Arbeitserleichterungen führen – der Wolf sowie die Blauzungenkrankheit dagegen machen es den Weidetierhalter nicht gerade leichter. Die Möglichkeit, bei all diesen bedeutenden Themen auf dem neuesten Stand der Dinge zu sein, nutzten die rund 100 Besucher des 9. Schaf- und Ziegentags der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) in Verden.
„Die Preise für Lammfleisch mit mehr als 4 € pro Kilo sind zwar eine gute Nachricht für die Tierhalter“, sagte Kammer-Vizepräsidentin Dagmar Heyens zur Begrüßung. „Zugleich aber haben die Halter die Folgen der Blauzungen-Krankheit zu gewärtigen, der im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Schafe zum Opfer gefallen sind.“… .
Landvolk startet erstmals eine Podcast-Reihe
Aufhänger für Staffel I ist die Klimaschutzstrategie des Landesbauernverbandes
L P D, Beim Landvolk Niedersachsen gibt es ab sofort ordentlich was auf die Ohren: Der Landesbauernverband startet mit einer Podcast-Reihe zu aktuellen Themen rund um die Landwirtschaft. Den Auftakt macht Staffel I mit mehreren Folgen zur Landvolk-Klimaschutzstrategie, die kürzlich veröffentlicht worden ist, und ab heute (3.4.) in dem modernen Medienformat im wahrsten Sinn des Wortes „besprochen“ wird. In der ersten Folge ist über den Mediendienstanbieter Spotify Landvolkpräsident Dr. Holger Hennies zusammen mit Umwelt-Fachreferentin Dr. Nataly Jürges zu hören. „Wir haben mit dem Podcast die Möglichkeit, Informationen und Wissen zu vermitteln, die Reichweite unserer Informationen zu erhöhen und eine persönlichere Ebene zu unseren Mitgliedern aufzubauen“, ordnet Hennies das neue Format ein.
Konzipiert und moderiert wird der Podcast von Wibke Langehenke, beim Landvolk unter anderem tätig als Geschäftsführerin des Arbeitskreises landwirtschaftlicher Unternehmerinnen. In der ersten Folge geht es um den Klimawandel und die Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Dargestellt wird auch, in welchem Umfang der Agrarsektor Emissionen verursacht und welche Maßnahmen es zur Reduktion gibt. Beleuchtet wird zudem, wie sich politische Ziele auf die Landwirtschaft in Niedersachsen auswirken und es wird erläutert, warum das Landvolk eine eigene Klimastrategie erarbeitet hat.
In den kommenden Folgen legt das Landvolk den Fokus dann auf den Klimaschutz in der Tierhaltung. Insbesondere erläutern die Gesprächspartner, warum es wichtig ist, die Klimaeffizienz der Produktion in Niedersachsen zu steigern und somit auch Produktionsverlagerungen ins (europäische) Ausland zu vermeiden, wo die Standards meistens geringer sind.
Eine weitere Folge wird sich dem speziellen Bereich „Klimaschutz und Moorböden“ widmen. Hierzu hat das Landvolk eine Reihe von Vorschlägen zur Zukunft der Moorregionen erarbeitet, die im Podcast detailliert erläutert werden. Zu guter Letzt geht es dann in der ersten Staffel noch um Klimaschutz im Pflanzenbau und „Carbon farming“.
Zu anderen Kernthemen der Landwirtschaft, wie dem großen Bereich der Tierhaltung, sollen weitere Podcast-Staffeln folgen. „Ich bin gespannt auf Rückmeldungen und ermuntere die Landwirtinnen und Landwirte, aber auch fachlich Interessierte aus Politik und Gesellschaft, sich unsere Podcasts anzuhören und sich aktiv an Debatten zu beteiligen“, sagt Hennies abschließend. Der Landvolk-Podcast ist abrufbar bei Spotify.
Link zur ersten Folge des Podcasts: „Kann Landwirtschaft Klimaschutz“ (Spotify)
In der ersten Folge des Landvolk-Podcasts dreht sich alles um die Klimaschutzstrategie des Landesbauernverbandes. Es wird u.a. erklärt, welchen vergleichsweise geringen Anteil die Landwirtschaft an Treibhausgas-Emissionen hat, und welchen Beitrag der Agrarsektor schon jetzt auf dem Weg zu Klimaschutzzielen geleistet hat.
Maul- und Klauenseuche (MKS) in der Slowakei – Aktueller Stand vom 01.04.2025
Bislang gibt es weder neue Ausbrüche noch Verdachtsfälle in weiteren Betrieben.
Die Tiere im Ausbruchsbetrieb wurden notgeimpft.
Die epidemiologische Untersuchung wurde am 31. März 2025 durchgeführt. Die identifizierten Kontaktbetriebe wurden getestet – mit negativen Ergebnissen.
Die Ausbrüche SK-FMD-2025-00003 (Baka), SK-FMD-2025-00004 (Malý Lúč), SK-FMD-2025-00001 (Medveďov) und SK-FMD-2025-00002 (Nárad) wurden vollständig geräumt.
Die vorläufige Reinigung und Desinfektion ist in Baka, Malý Lúč und Medveďov abgeschlossen; in Nárad ist sie für den 02.04. 2025 geplant.
In den Bezirken Dunajská Streda und Komárno wird eine sehr intensive Beprobung auf MKS durchgeführt – bislang mit negativen Ergebnissen.
Gemäß dem Anhang der Durchführungsverordnung (EU) 2025/672 der Kommission zu Notfallmaßnahmen im Zusammenhang mit der Maul- und Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei (Änderung der Durchführungsverordnung (EU) 2025/613) gilt ein Ausfuhrverbot für lebende empfängliche Tiere aus den gesamten Regionen Bratislavaer, Trnavaer und Nitriansky (erweiterte Restriktionszone).
Laut den CVO-Notfallmaßnahmen Nr. 29201/2025, 65341/2025-22018 vom 30.03.2025 ist der Versand lebender empfänglicher Tiere aus dem freien Teil der Slowakei in zugelassene Schlachtbetriebe innerhalb der EU gestattet.
Internationaler Transport mit Be- und Entladung von Tieren außerhalb der Slowakei ist nur möglich, wenn im slowakischen Gebiet weder angehalten noch entladen wird. Dabei sind Hauptstraßen vorrangig zu nutzen. Der Transit nach Ungarn ist ausschließlich über den Grenzübergang Šahy – Parassapuszta erlaubt.
Von: Staatliche Veterinär- und Lebensmittelverwaltung der Slowakischen Republik, 842 13 Bratislava
MKS-Update in Ungarn vom 02. 04. 2025
Zwei sekundäre Ausbrüche wurden vom Nationalen Referenzlabor am Morgen bestätigt
1. In dem Ort Damózseli werden in einem Milchviehbetrieb 1012 Tiere gehalten. Es wurden Speichelfluss und Bläschen beobachtet, und gestern wurden Proben entnommen. Der Betrieb liegt im Gebiet der weiter eingeschränkten Zone, sehr nahe an der Überwachungszone, und war ein Kontaktbetrieb des ersten Ausbruchs in Kisbajcs (über Fahrzeuge des Tierkörperbeseitigungsunternehmens). Proben wurden bereits zweimal von den Tieren des Betriebs entnommen (11.03. und 21.03.) mit negativen PCR- und ELISA-Ergebnissen.
2. In dem Ort Dunakiliti werden in einem Milchviehbetrieb 2498 Tiere gehalten. Auch hier wurden Speichelfluss und Bläschen festgestellt, und Proben wurden gestern entnommen. Der Betrieb steht in Verbindung mit beiden Ausbrüchen – dem in Kisbajcs (über Fahrzeuge der Tierkörperbeseitigungsanlage) und dem in Levél (über Milchtanker und Fahrzeuge des Tierkörperbeseitigungsunternehmens). Proben wurden bereits zweimal von den Tieren entnommen (11.03. und 22.03.) mit negativen PCR- und ELISA-Ergebnissen.
Maßnahmen:
- In beiden Betrieben wurden „Unterdrückungsimpfungen“ (Suppressive vaccination) eingeleitet, um die Virusausscheidung zu reduzieren.
- Schutz- und Überwachungszonen wurden eingerichtet, und die epidemiologische Untersuchung läuft weiter.
- Im Ausbruchsbetrieb in Levél ist die Tötung der Tiere im Gange.
Statistik:
Insgesamt wurden während dieser Epidemie 608 Betriebe beprobt, darunter Kontakt-, Zensus- und Handelsproben. Alle Proben von Betrieben mit empfänglichen Tieren, die seit dem 1. Februar aus beliebigem Grund eingesandt wurden, werden zudem retrospektiv untersucht.
European Commission, Directorate-General for Health and Food Safety, Directorate G - Crisis Management in Food, Animals and Plants, B-1049 Brussels
Dienstreise: Muss die Anreisezeit bezahlt werden?
Dein Chef bzw. deine Chefin schickt dich auf Dienstreise? Viele stellen sich in diesem Fall die Frage, ob die Anreisezeit vergütet werden muss. Hier erfährst du die Antwort.
Für viele Arbeitnehmer:innen gehört sie hin und wieder zum Job – die Dienstreise. Denn nicht alle Meetings können ganz bequem per Videokonferenz stattfinden. Doch wer mit dem Zug zum Kunden bzw. zur Kundin fährt oder mit dem Flugzeug zur Konferenz fliegt, stellt sich oftmals die Frage, ob die Anreisezeit eigentlich vergütet werden muss. Um die Frage kurz zu beantworten: Ja, Reisezeiten sind in der Regel erstattungsfähig… .
