Rufen Sie uns an: +49 (0) 2551-78 78
NEWS
von der AVA und aus der Branche
AVA-Workshop Mastitiden: Den Ursachen „DRUMHERUM“ auf der Spur, Mi, 02. Juli 2025 ab 09.00 -17.00 Uhr in Steinfurt.
Eine Einladung für Tierärztinnen und Tierärzte (7 ATF-h)
Was Tierärztinnen und Tierärzte über konventionelles und automatisches Melken unbedingt wissen sollten – Der Tierarzt vom Krisenmanager zum Gestalter
Gerne können Sie auch noch "spontan" und unangemeldet nach Steinfurt am Mi 02. Juli nach Steinfurt (Bagno-Gaststätte, Hollich 156, 48565 Steinfurt). Beginn 09.00 Uhr
|
|
|
|
Polizei mit Durchsuchungsbeschluss bei ANINOVA-Vorstandsvorsitzenden Jan Peifer
Ungebetener Besuch zur Mittagszeit: Gleich mehrere Polizisten der Kreispolizeibehörde Troisdorf bei Bonn (NRW) kommen mit einem Durchsuchungsbeschluss zu dem ANINOVA-Vorstandsvorsitzenden Jan Peifer.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Schweinfurt wird ein Mobiltelefon von Peifer beschlagnahmt. Darin sollen sich mögliche Beweise finden lassen, die belegen sollen, dass Peifer im Sommer 2024 Rinder in Anbindehaltung im Landkreis Bad Kissingen (Bayern) dokumentiert habe. „Ich habe weder die Bilder erstellt, noch war ich jemals bei einem Rinderstall in Bad Kissingen“, sagt Peifer. Pikant an der Sache ist, dass Peifer auch Journalist ist und den Beamten bei der Durchsuchung auch seinen aktuellen Presseausweis zeigte. Hinzu kommt, dass ANINOVA in der Tat Bilder aus dem Rinderstall auf der Vereinswebsite veröffentlichte, allerdings mit dem Hinweis, dass die Bilder dem Verein anonym zugespielt worden sind. Nachdem Peifers Anwalt der Staatsanwaltschaft mitgeteilt hat, dass dieser am Tag der Bildererstellung Minigolf gespielt hat, wurde das Ermittlungsverfahren nun eingestellt. „Das ist völlig unverhältnismäßig und absurd“, empört sich Peifer.
Anfang Juli 2024 wird der Tierrechtsorganisation Bildmaterial aus einer Rinderhaltung in Schondra-Singenrain, Landkreis Bad Kissingen, zugespielt. Die Bilder und Videos zeigen, wie Rinder in der sogenannten Anbindehaltung leben. In dem Betrieb wird den Tieren eine Kette um den Hals gelegt, damit sind sie fixiert. Ein Schritt nach vorne und hinten ist möglich, mehr nicht. Es ist nicht das erste Mal, dass der Tierrechtsorganisation solche Aufnahmen zugespielt wurden. Auf einem Foto ist ein Firmenschild der Molkerei Frankenland zu sehen, einer kleinen lokalen Molkerei, die vor einigen Jahren von Lactalis gekauft wurde. Die Firma ist der größte Molkereikonzern der Welt.
Um sicherzugehen, dass die Bilder auch wirklich aus dem Stall stammen, wurde der Landwirt kontaktiert. Dieser bestätigte, dass die Aufnahmen aus seinem Stall stammen und mehr noch, er gab auch an, dass alle seine Rinder ganzjährig angebunden gehalten werden. „Für ein Glas Milch oder ein Stück Käse werden die Kühe ihr gesamtes Leben an der Kette gehalten“, so Jan Peifer, Vorstandsvorsitzender von ANINOVA e.V.
Dabei wird auf der Website von Frankenland den Menschen eine heile Welt vorgegaukelt – mit glücklichen Kühen auf grünen Wiesen. Auch rühmt sich die Molkerei mit „mehr Tierschutz“. Auf Nachfrage räumt der Konzern ein, dass nur etwa elf Prozent der Milchmenge von Kühen stammen, die jemals auf einer Weide gehalten wurden. „Ich halte das für massive Täuschung, denn hier wird den Menschen etwas suggeriert, was es in Wirklichkeit nicht gibt“, so Peifer.
Im September veröffentlicht ANINOVA die Bilder und Recherchen auf der vereinseigenen Website und informiert die Öffentlichkeit. Dabei gab die Organisation auch an, dass die Bilder zugespielt worden sind. Der Landwirt erstattete Anzeige u.a. wegen Hausfriedensbruch, zunächst gegen unbekannt. Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt ermittelte und wurde so auf Jan Peifer aufmerksam. „Aus irgendeinem Grund kam die Staatsanwaltschaft dann auf die Idee, dass ich diese Bilder erstellt haben könnte“, so Peifer. Doch statt nachzufragen, wurde ein Durchsuchungsbeschluss beim Amtsgericht Schweinfurt beantragt und im Anschluss die Kreispolizeibehörde Troisdorf bei Bonn (NRW) um Amtshilfe gebeten. Im November 2021 rückten dann mehrere Beamte an. „Auf einmal klopft es an der Tür und jemand schreit: ,Sofort aufmachen, Polizei!‘ Das war wie in einem Film“, erinnert sich Peifer.
Die Polizei hat bei der Durchsuchung ein Mobiltelefon beschlagnahmt, denn man hoffte, Beweise zu finden, die darauf schließen lassen, dass Peifer die Aufnahmen in dem Rinderstall erstellt hätte. „Ich sagte natürlich direkt, dass ich nicht die Bilder gemacht habe, aber das interessierte niemanden“, so Peifer. Peifer zeigte den Beamten auch seinen Presseausweis, denn neben seiner Funktion als Vorstandsvorsitzender bei ANINOVA ist er freiberuflich als Journalist tätig. Die Hürden für einen Durchsuchungsbeschluss für Räumlichkeiten von Journalisten sind aus gutem Grund sehr hoch, die Pressefreiheit ist im Grundgesetzt verankert. Aber auch dies interessierte die Beamten nicht.
Peifers Anwalt legte gegen die Durchsuchung Beschwerde ein und teilte der Staatsanwaltschaft zudem mit, dass die Aufnahmen zugespielt worden sind. „An dem Tag, an dem die Bilder entstanden sind, habe ich Minigolf in Troisdorf gespielt“, gibt Peifer an. Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft nun eingestellt, auch das Handy hat Peifer zurück. „Es ist völlig absurd wegen einem angeblichen Hausfriedensbruch meine Wohnung zu durchsuchen wie bei einem Schwerkriminellen“, so Peifer abschließend… .
Schweiz: Fleisch-Tricksereien der Carna Center – Vorwürfe waren seit Monaten bekannt:
«Wo waren da die Lebensmittelkontrolleure?»
Gastronomie und Privatkunden hatten keine Chance, die Fleisch-Tricksereien der Carna Center zu erkennen. Die St. Galler Lebensmittelinspektoren wussten seit Monaten von den Vorwürfen von Ex-Angestellten.
Das Schweizer Poulet kommt aus Osteuropa, der Schweizer Suure Mocke aus Uruguay und das als Schweizer Frischfleisch angepriesene Spanferkel aus einer ausländischen Tiefkühltruhe. Gefrorenes Fleisch sei immer wieder aufgetaut worden und mit neuem Etikett in der Frischfleischtheke gelandet, berichten Ex-Mitarbeiter der Ostschweizer Carna Center. Diese bedienen sowohl die Gastronomie als auch Privatkunden.
Das sind nur einige von vielen Schweinereien, von denen Insider dieser Fleischfachmärkte berichten. Blick machte ihre Vorwürfe in dieser Woche öffentlich. Sie lösten ein Beben in der Branche aus.
Zur Erinnerung: 2014 hatte die Bündner Firma Carna Grischa für den grössten Fleischskandal in der Schweiz gesorgt. Jetzt also der nächste! Und wie damals bestreiten die Verantwortlichen mithilfe eines Staranwalts die Vorwürfe. Bei einer internen Untersuchung «haben sich diese Vorwürfe nicht bestätigt», sagt Carna-Center-Anwalt Andreas Meili.
Lebensmittelinspektoren wussten Bescheid
Blick weiss: Die Lebensmittelinspektoren des St. Galler Amts für Verbraucherschutz und Veterinärwesen haben Carna-Center-Betriebe schon seit längerem unter Beobachtung. Pikant: Die Verantwortlichen wussten spätestens seit Mitte November 2024 von den mutmasslichen Machenschaften und Tricksereien bei Carna Center. Ein Ex-Angestellter hatte dem Amt eine «vertrauliche Mitteilung zu Missständen bei der Carna Center AG» zukommen lassen. Im Anhang des Mails: Fotos und Dokumente als Belege der Vorwürfe.
Um die Erträge bei Bio zu steigern, braucht es unseren Urin
Seit 47 Jahren vergleichen die Forschungsanstalten Agroscope und FiBL den Bio-Landbau mit dem konventionellen. Nun präsentieren die Wissenschaftler die Resultate des Vergleichs.
Was sind die Unterschiede zwischen biologischer und konventioneller Landwirtschaft? Um diese Frage zu klären, wird in Therwil bei Basel ein weltweit einzigartiger Versuch durchgeführt. Einzigartig darum, weil dieser Vergleich schon 47 Jahre läuft. Auf der eine Hektare grossen Versuchsanlage der Forschungsanstalt Agroscope und dem Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) wachsen Mais, Soja, Winterweizen, Kartoffeln und Kleegras. Diese Woche wurden unter gleissender Sonne auf dem offenen Ackerfeld neueste Forschungsresultate präsentiert.
Verglichen werden drei Systeme: erstens biologisch-dynamisch, auch Demeter genannt, zweitens biologisch-organisch, was in etwa dem Bio-Suisse-Label entspricht, und drittens der konventionelle Ackerbau, der ungefähr IP-Suisse-Richtlinien entspricht, also keine sehr intensive Bewirtschaftung. «Das bildet die Situation der Landwirtschaft mit Tierhaltung ab, wie es für die Schweiz typisch ist», sagt Forscher Jochen Mayer von der Agroscope.
Da diese DOK genannten Versuche möglichst praxisnah sein müssen, hat sich die Auswahl der Pflanzen seit dem Versuchsbeginn 1978 verändert. Hinzugekommen sind Silomais und Soja, nicht mehr auf dem Testacker sind Randen und Chabis. Untersucht werden sowohl die Produktivität als auch die Ökosystemleistungen, also die Wirkungen auf die Umwelt.
Deutliche Unterschiede bei den Erträgen
Bei den Erträgen sind die Resultate deutlich. «Wenn man die gesamten 47 Jahre zusammennimmt und über alle Kulturen hinweg die Erträge vergleicht, erreichen wir mit den beiden Bio-Verfahren etwa 85 Prozent der konventionellen Landwirtschaft», sagt Mayer. Sieht man sich die einzelnen Kulturen an, gibt es aber grosse Unterschiede. Bei den Pflanzen, die wichtig sind für die menschliche Ernährung, sind die Differenzen grösser. Bei Winterweizen werden lediglich 70 bis 75 Prozent erreicht, bei den Kartoffeln nur 65 Prozent vom konventionellen Ertrag.
Bei den Pflanzen für Tierfutter ist die Biobilanz besser. Beim Silomais und dem Kleegras erreicht man fast 90 Prozent. Bei Soja ist die Bilanz am besten, da gibt es keinen Unterschied zwischen dem Ertrag von Bio und Konventionell. Soja sind Hülsenfrüchte, die weniger abhängig von der Stickstoffzufuhr sind. Der Stickstoffeintrag macht somit den Hauptunterschied zwischen Bio und konventionellem Ertrag.
Doch wie könnte man den biologischen Landbau gleich produktiv machen wie den konventionellen? Mit einer besseren Nutzung der Nährstoffkreisläufe, sagt Mayer. Das Biosystem wird durch den Stickstoffeintrag begrenzt, der Stickstoff darf aber nicht künstlich zugeführt werden, weil das die Böden überdüngt. Deswegen müssen Tierabfälle und Grünabfälle aus Haushalten als Dünger genutzt werden. Dazu auch Stickstoff und Phosphor aus dem Abwasser und Klärschlamm. Dieser könne so aufbereitet werden, dass er rein sei, also ohne PFAS und Schwermetalle.
«Ein weiterer Schritt wäre die Nutzung von menschlichen Ausscheidungen», sagt Mayer. Denn der Mensch scheidet grosse Mengen Stickstoff, Phosphor und Kalium aus. Der grösste Teil dieser Nährstoffe ist im Urin enthalten. Zur Nutzung des Urins gibt es bereits laufende Projekte, zum Beispiel des Wasserforschungsinstituts Eawag und der ETH. «Das hat ein riesiges Potenzial. Wir könnten die Erträge mit Urin hochkriegen, ohne künstliche Zufuhr von Stickstoff.»
Die beiden Bio-Verfahren unterscheiden sich nicht
Die DOK-Versuche zeigen auch, dass es keine Unterschiede gibt zwischen den beiden untersuchten Bioverfahren, also zwischen Demeter und Bio Suisse, was den Ertrag betrifft. Einzig bei den Kartoffeln gab es mit Demeter eine leicht bessere Ausbeute. «Das hängt damit zusammen, dass Demeter keine Kupferbehandlung zur Regulierung von Kraut- und Knollenfäule erlaubt», sagt Mayer. Kupfer hilft aber in Jahren mit schlechter Witterung.
Vorteile hat Bio bei allen Umweltparametern, zum Beispiel bei der Biodiversität bei Pflanzen und Bodentieren. Allerdings gebe es auch eine grosse Schnittmenge, was die Vorteile von Bio und konventionell auf die Bodengesundheit betreffe. «Aber in der Tendenz sind die Biobetriebe etwas besser als die konventionellen», sagt Mayer.
Sicher ist, dass die Kosten für Bio höher sind. Das hat nach Mayer zwei Gründe: Bio hat einerseits einen etwas höheren Aufwand für die Bewirtschaftung, zum Beispiel durch mechanische Unkrautbekämpfung, und ergibt andererseits kleinere Erträge. «Nimmt man das zusammen, sind 40 bis 50 Prozent Preisaufschlag für Bioprodukte gerechtfertigt», sagt Mayer. Je nach Bioprodukt ist das allerdings unterschiedlich
Zwar gebe es das Ziel, den Anteil von Bio weiter zu erhöhen. Für Mayer ist aber klar, dass parallel dazu die konventionellen Landwirtschaftssysteme noch weiter verbessert werden können. Vor allem den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln könne man deutlich senken. In Zukunft zum Beispiel durch selbstfahrende Roboter, die auf dem Acker das Unkraut mechanisch bekämpfen. So könnte man auf 20 Prozent des heutigen Pestizideinsatzes gelangen. Zudem müssten resistente Pflanzen entwickelt werden und nachhaltigere Pestizide.
Ein für die Umwelt grosser Vorteil von Biolandbau ist, dass er klare Regeln für die Tierhaltung hat. Ein Biobauer darf nicht dreimal so viele Tiere halten, wie die Fläche ernähren kann. Sonst muss zu viel Futtermittel zugekauft werden, was in der Schweiz grosse Probleme mit der Stickstoff- sowie der Phosphorüberdüngung verursacht. Bio begrenzt die Tierhaltung selbst. «Wir werden sicherlich noch mehr Bio bekommen, aber es wird nie 100 Prozent Bio geben», sagt Mayer.
Genetische Spur im Kot entdeckt: Wie Antibiotika-Resistenzen bei Nutztieren verteilt sind
Mehr als 70 Prozent aller Antibiotika weltweit kommen in der Viehzucht zum Einsatz. Aus diesem Grund untersuchen Forschende die Hinterlassenschaften von Schweinen, Rindern und Hühnern und finden darin massenhaft genetische Hinweise auf Krankheitserreger, gegen die Antibiotika nichts mehr ausrichten können.
Im Kot von Hühnern, Schweinen und Rindern haben Wissenschaftler 2291 Subtypen von Genen gefunden, die Krankheitserreger unempfindlich gegenüber Antibiotika machen. Zudem identifizierten sie 3166 Gen-Subtypen, die möglicherweise zu Antibiotikaresistenzen führen könnten. Für ihre Analyse nutzte eine Gruppe um Bintao Li und Lan Jiang von der Northwest A&F University in Xianyang (China) 4017 Genome, die aus dem Kot von Nutztieren in 26 Ländern gewonnen worden waren, darunter auch Deutschland. Die Studie ist im Fachmagazin "Science Advances" erschienen.
Weltweit werden vielen Nutztieren standardmäßig Antibiotika verabreicht, um das Risiko von Krankheitsausbrüchen bei den auf engem Raum gehaltenen Tieren zu verringern. "Die Viehzucht verbraucht jährlich mehr als 70 Prozent der weltweiten Antibiotika", schreiben die Studienautoren. Das mache Nutztier-Mist zu einem wichtigen Überträger von Antibiotikaresistenz-Genen. Sie werteten die Fachliteratur von 2009 bis 2022 aus und erstellten mithilfe von maschinellem Lernen eine Weltkarte der Gefährdungen durch Antibiotikaresistenzen bei Nutztieren.... .
Rinder- und Schweinebestände in Baden-Württemberg gesunken
Die landwirtschaftlichen Betriebe im Südwesten halten etwas weniger Schweine. Ihr Bestand sank um ein Prozent auf 1,24 Millionen Tiere Anfang Mai 2025, wie das Statistische Landesamt in Fellbach mitteilte. Somit stabilisierte sich der Bestand.
In den Jahren 2022 und 2023 waren die Rückgänge mit zehn und sechs Prozent deutlich höher. Im vergangenen Jahr hatte das minus nur noch zwei Prozent betragen.
In der Vergangenheit hatten viele Betriebe die Schweinehaltung aufgegeben oder ihren Bestand reduziert, weil sie sich wirtschaftlich nicht mehr lohnte. Nach Angaben des Agrarministeriums waren die Fleischpreise in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Sie hätten sich erst wieder 2024 und 2025 etwas erholt.
Auch die Abnahme der Schweine haltenden Betriebe sei mit einem Minus von zwei Prozent auf nun 1.460 weniger stark gewesen als zu den vorangegangenen Jahren 2024 (minus drei Prozent) und 2023 (minus zehn Prozent). Zum Stichtag 2. Mai standen 462.500 Ferkel, 179.200 Jungschweine und 496.200 Mastschweine in den baden-württembergischen Ställen.
Weniger Rinder in den Ställen von BW
Die Zahl der in baden-württembergischen Ställen gehaltenen Rinder sank ebenfalls - um zwei Prozent auf 872.058 Tiere Anfang Mai 2025. Während der Bestand an Milchkühen um zwei Prozent auf 300.715 Tiere abnahm, ging die Zahl der Milchviehhaltungen um drei Prozent auf 4.974 zurück.
Der Selbstversorgungsgrad in Baden-Württemberg liegt bei Milch- und Molkereiprodukten nur noch bei 56 Prozent - Tendenz sinkend, wie der Landesbauernverband Baden-Württemberg Anfang Mai mitteilte. Preisdruck im Handel, politische Vorgaben und steigende Anforderungen setzten die Betriebe unter Druck. Von 2020 bis heute - also innerhalb von fünf Jahren - haben rund ein Viertel der Milchviehhalter im Land aufgegeben, so der Verband.
Schwere Krankheitswelle trifft Europa: Todesfälle in Österreich und Tschechien
Die Hepatitis-A-Infektionen in Mitteleuropa nehmen zu. Österreich und Tschechien melden Todesfälle. Welche Gruppen besonders gefährdet sind.
Ein plötzlicher Anstieg von Hepatitis-A-Infektionen sorgt in mehreren mitteleuropäischen Ländern für Besorgnis. Die Viruserkrankung breitet sich aktuell in Österreich, Tschechien, Ungarn und der Slowakei ungewöhnlich schnell aus. Das European Centre for Disease Prevention and Control (ECDC) meldete in Österreich mittlerweile drei Todesfälle im Zusammenhang mit der Virusinfektion – in Tschechien sogar sechs.
Ungewöhnliche Krankheitswelle: ECDC meldet schnellen Anstieg von Hepatitis-A-Fällen
Von Januar bis Mai 2025 wurden laut ECDC-Daten insgesamt 2097 Fälle in den genannten Ländern registriert. Die Verteilung der Infektionen zeigt sich wie folgt: Slowakei 880 Fälle, Tschechien 600 Fälle (sechs Todesfälle), Ungarn 530 Fälle und Österreich 87 Fälle (drei Todesfälle). Der Ausbruch in der Slowakei hält bereits seit Ende 2022 an. Österreich, das erst kürzlich Maßnahmen gegen die Maul- und Klauenseuche ergreifen musste, erlebt nun erstmals einen deutlichen Anstieg der Infektionen.
Genetische Analysen haben ergeben, dass zwei eng verwandte Hepatitis-A-Virus-Stämme in den betroffenen Ländern zirkulieren…
Gefährliche Rattenplage in Berlin – greift Neukölln jetzt durch?
Wer sich öfter am Hermannplatz in Neukölln aufhält, der weiß es längst. Hier sind immer wieder Ratten unterwegs. Jüngst sprach der Berliner Bezirk gar eine Warnung aus. Die Wanderratten würden „in starker Häufung und Ausmaß“ auf dem Platz an der Grenze zu Kreuzberg auftreten.
Von Ratten geht eine Gesundheitsgefahr aus
Grund für die Maßnahme: Von den Ratten geht eine akute Gesundheitsgefahr aus. Laut dem Bezirksamt von Neukölln können die Tiere bis zu 100 Krankheiten auf den Menschen übertragen. Darunter sind Krankheiten wie Hepatitis, Tuberkulose, Tollwut, Fleckfieber, Salmonellen, Toxoplasmose, Cholera. Zudem hatten sich zahlreiche Anwohner bereits über die aktuellen Zustände am Hermannplatz beklagt... .
Mastitiden: Den Ursachen „DRUMHERUM“ auf der Spur. Eine Einladung für Tierärztinnen und Tierärzte
Was Tierärztinnen und Tierärzte über konventionelles und automatisches Melken unbedingt wissen sollten – Der Tierarzt vom Krisenmanager zum Gestalter

Versäumen Sie nicht diese spezielle „Mastitis-Fortbildung“ am 02. Juli in Steinfurt, um auch das Wissen links und rechts der obligatorischen Mastitis-Therapiemaßnahmen zu erlangen, wovon Sie ansonsten nur selten erfahren werden.
Gerne können Sie auch noch "spontan" und unangemeldet nach Steinfurt am Mi 02. Juli nach Steinfurt (Bagno-Gaststätte, Hollich 156, 48565 Steinfurt). Beginn 09.00 Uhr
|
|
|
Wir würden uns freuen, Sie persönlich begrüßen zu dürfen!
ASP im Sauerland in NRW: Virologische Erkenntnisse und aktuelle Maßnahmen
In NRW wurde kürzlich von mehreren Fällen der Afrikanischen Schweinepest berichtet. Dabei ergaben die genetischen Untersuchungen, dass die gefundenen Viren nicht mit den bisher in Deutschland aufgetretenen Varianten übereinstimmen, sondern jenen aus italienischen Proben ähneln. Ein Überblick zu aktuellen Funden, Maßnahmen und virologischen Erkenntnissen.
Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich weiter in Nordrhein-Westfalen aus. In der Region um den Kreis Olpe wurden inzwischen insgesamt acht tote Tiere entdeckt. Laut vorläufiger Einschätzung gehören die Tiere zur gleichen Rotte. Die Proben wurden vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Westfalen untersucht; die abschließende Bestätigung durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) steht jedoch noch aus.
Trotz der neuen Funde sehen die Behörden derzeit keinen Bedarf, die seit dem 16. Juni 2025 geltenden Schutzmaßnahmen in den betroffenen Kreisen (Olpe, Hochsauerlandkreis und Siegen-Wittgenstein) auszuweiten, da die Tiere innerhalb der bereits ausgewiesenen infizierten Zone entdeckt wurden.
Virologische Besonderheit: Neue Virusvariante identifiziert
Das FLI konnte erstmals das vollständige Genom des Virus aus dem nordrhein-westfälischen Ausbruch sequenzieren. Die Ergebnisse zeigen eine signifikante Abweichung zu den bisher bekannten deutschen ASP-Stämmen – sowohl aus Westdeutschland (Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg) als auch aus den östlichen Bundesländern (Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen).
Der internationale Abgleich mit veröffentlichten Sequenzdaten ergab eine auffällige Übereinstimmung mit ASP-Viren aus der italienischen Region Kalabrien. Diese Variante weist charakteristische genetische Veränderungen auf, die sich nun auch im nordrhein-westfälischen Virusnachweis finden.
Konsequenzen für Praxis und Tierschutz
In der infizierten Zone gilt weiterhin:
- Verlassen ausgewiesener Wege ist verboten.
- Hunde dürfen nicht frei laufen.
- Der Schweinetransport ist nur mit Ausnahmegenehmigung erlaubt.
- Es gilt Jagdruhe; Ernte- und Forsttätigkeiten sind eingeschränkt.
Totfunde von Wildschweinen sind dem zuständigen Kreisveterinäramt zu melden, das die Bergung übernimmt. Eigenmächtiges Handeln – etwa das Bergen oder Erlegen von Schwarzwild – ist streng untersagt.
Die Behörden betonen, dass jede Beunruhigung der Wildschweinpopulation die Ausbreitung der ASP fördern kann. Aktuelle Informationen und interaktive Karten zur infizierten Zone sind über die Allgemeinverfügungen der betroffenen Kreise zugänglich.
Weitere Informationen: FLI und Landesregierung NRW
