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NEWS
von der AVA und aus der Branche
EuGH: EU gibt Wolf fix zum Abschuss frei
Auch wenn der Wolf als "gefährdet" eingestuft ist, kann sein Erhaltungszustand als "günstig" gelten und er zur Jagd freigegeben werden.
Das besagt ein am Donnerstag gefälltes Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zur Wolfsjagd in Estland. Nach der Habitatrichtlinie war der Wolf streng zu schützen; bestimmte Populationen, darunter die estnische, waren ausgenommen. Seit Anfang Juni gilt der Wolf in Europa nur mehr als "geschützt" und nicht mehr als "streng geschützt".
Die estnische Umweltschutzvereinigung Eesti Suurkiskjad hatte vor den estnischen Gerichten die Festlegung des 1. Teils der Wolfsjagdquote für die Jagdsaison 2020/2021 in Estland auf 140 Exemplare angefochten. Nach Ansicht von Eesti Suurkiskjad kann der Erhaltungszustand des Wolfs in Estland nicht als "günstig" im Sinne des estnischen Naturschutzgesetzes betrachtet werden. Das estnische Oberste Gericht hat den EuGH daher um Auslegung der sogenannten Habitatrichtlinie in ihrer Fassung von 2013 ersucht.
Drei Voraussetzungen für "günstigen" Zustand
Nach der Habitatrichtlinie von 2013 ist der Wolf grundsätzlich streng zu schützen. Bestimmte Wolfspopulationen, darunter die estnische, sind davon ausgenommen. Jede Maßnahme müsse jedoch darauf abzielen, einen günstigen Erhaltungszustand der Tierarten zu bewahren oder wiederherzustellen. Laut Richtlinie müssen drei kumulative Voraussetzungen erfüllt sein, damit der Erhaltungszustand "günstig" ist: Erstens muss anzunehmen sein, dass die betroffene Tierart ein lebensfähiges Element des natürlichen Lebensraums, dem sie angehört, bildet und langfristig bilden wird. Zweitens darf das natürliche Verbreitungsgebiet dieser Art weder abnehmen noch in absehbarer Zeit abnehmen. Drittens muss ein genügend großer Lebensraum vorhanden sein und wahrscheinlich weiterhin vorhanden sein, um das Überleben der Art zu sichern... .
Zeitreise: Als BSE nach Schleswig-Holstein kam
Keine Seuche elektrisierte die Schleswig-Holsteiner damals so sehr wie die Rinderkrankheit BSE. Vor 20 Jahren rückte das Örtchen Hörsten in die bundesweiten Schlagzeilen.
Züchterin Mechthild Bening striegelt ihre Galloway-Rinder auf einer Weide in Bebensee im Kreis Segeberg. Sie sollten im Jahr 1997 geschlachtet werden, weil drei ihrer 70 Galloways einst aus Großbritannien importiert waren. Aber mit einer Klage konnte sie die Massentötung verhindern und hat damit bundesweit für Aufsehen gesorgt, um ihre Existenz zu retten - und ihre Tiere.
Zitternde und torkelnde Kühe
Grund waren Bilder von Kühen, die zitternd und torkelnd versuchten, sich auf den Beinen zu halten, immer wieder ausrutschten. Bewegungsstörungen, als ob Tiere betrunken wären - so oder ähnlich zeigte sich der Rinderwahnsinn. Es waren schreckliche Bilder, die über die Fernsehbildschirme flimmerten. Und es herrschte die berechtigte Angst, dass der Verzehr von BSE-Rindfleisch die tödliche Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen auslösen könne. Landwirte waren erzürnt, dass die BSE-Seuche ihre Bestände bedrohen könnte und bereits die Märkte schwächte. Ihr Eindruck war, dass sie den Preis für eine verfehlte Agrarpolitik in Großbritannien zahlen würden.
Keulen ohne wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse
Deutsche Milch- und Fleischkühe waren damals noch nicht an BSE erkrankt. Aber ein aus Großbritannien stammendes Gallowayrind starb im Dezember 1996 im nordrhein-westfälischen Höxter an BSE. Ein Fall, der sich verheerend auf die Galloway-Rinderherden in Deutschland auswirken sollte. Ohne wissenschaftliche Grundlage sollten alle aus Großbritannien importierten Rinder und vier Generationen ihrer Nachkommen per Eilverordnung gekeult werden. Mechthild Bening, damals noch Oertel, klagte dagegen und bekam Recht.. .
Tierärztin über psychische Gesundheit: „Viele verlassen ihren Traumberuf“
Laut Studien sind Tierärzt:innen psychisch stark belastet – bis zum erhöhten Suizidrisiko. Nun soll ein Kriseninterventionsteam im Norden helfen.
taz: Frau Timmann, warum richten Sie ein Seelsorgeangebot für Tierärzte ein?
Doris Timmann: Tierärzte sind mental sehr belastet: Das Suizidrisiko ist hoch, es gibt immer mehr Ausfälle durch berufsbedingte Überlastung, Depression und Burnout. Die Gefahr besteht, dass es immer schwieriger werden wird, für sein Tier einen Tierarzt oder eine Tierärztin zu finden, wenn wir jetzt nicht etwas unternehmen. Das Erste, was umgesetzt wurde, ist eine telefonische Seelsorge. Dazu wurde die gemeinnützige „Vethilfe“ gegründet, die diesen Monat online gehen wird. Das zweite soll hier im Norden ein Kriseninterventionsteam für Hamburg und Schleswig-Holstein sein.
taz: Von außen würde man denken, der Beruf als Tierärztin und Tierarzt ist einer, wo man immer wieder die Erfahrung macht, helfen zu können. Warum sind dann gerade diese Menschen so belastet?
https://taz.de/Suizide-bei-Tieraerztinnen/!5804411/
Timmann: Das Heilen und die Selbstwirksamkeit sind das Schöne an diesem Beruf. Aber aufgrund von Zeitknappheit kann man sich oft nicht so kümmern, wie man möchte… .
BMLEH will Bürokratie durch neue Mitteilungspflichten für Antibiotikaeinsatz abbauen
Um eine bürokratische Entlastung für Tierhalter und Tierärzte zu erreichen, will das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) die geltende halbjährliche Mitteilungspflicht zu Antibiotikaanwendungen und Tierzahlen in einen jährlichen Turnus umwandeln. Das geht aus einem Referentenentwurf des BMLEH hervor, der Tagesspiegel Background vorliegt. Geändert werden sollen das Tierarzneimittelgesetz (TAMG) und das Apothekengesetz.
Die Mitteilungsverpflichtungen sind im nationalen Antibiotikaminimierungskonzept geregelt. 2014 wurde das Antibiotikaminimierungskonzept durch das sechzehnte Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes (16. AMG-Novelle) eingeführt. „Die Änderung der Umstellung der Mitteilungsverpflichtungen auf einen nur mehr jährlichen Turnus leistet einen Beitrag zu einer bürokratischen Entlastung aller am System Beteiligten“, heißt es im Referentenentwurf.
Außerdem sollen mit einem neuen Unterabschnitt im TAMG Regelungen zur Erfassung des Antibiotikaeinsatzes bei bisher nicht berücksichtigten Tierarten (Enten, Gänse, Schafe, Ziegen, Pferde, Kaninchen, bestimmte Fischarten sowie Hunde, Katzen, Füchse und Nerze) eingeführt werden. Damit soll Artikel 57 der EU-Verordnung über Tierarzneimittel umgesetzt werden.
Eine Verschiebung des ersten Jahres der Erfassung des Antibiotikaeinsatzes bei Hunden und Katzen durch Tierärzte soll laut Referentenentwurf ebenfalls dazu beitragen, „EU-Recht in Deutschland ohne zusätzlichen Bürokratieaufwuchs umzusetzen“. Die erstmalige Erfassung soll sich dadurch auf 2029 verschieben.
Zum gesamten Beitrag, der Ihnen sicher "Freude" bereitet ( es wird auch Zeit!)
Tierarzt, Hossam Hammad, sucht per sofort eine Assistentenstelle in einer Nutztierpraxis
Der Kollege ist derzeit auf der Suche nach einer Stelle im Bereich der Nutztiermedizin, um eine Berufserlaubnis zu erhalten.
Nachfolgend die Bewerbung des Tierarztes:
Sehr geehrte Damen und Herren,
Da die Groß- und Nutztiere meine Leidenschaft sind, möchte ich mich bei Ihnen um eine Stelle als Tierarzt unter Ihrer Aufsicht im Bereich der Nutztiere, Medizin und Pflege bewerben. Ich arbeite hart daran, mich weiterzuentwickeln und neue praktische Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln, da ich neu hier in Deutschland bin und bestrebt bin, bald eine Berufserlaubnis zu erhalten
Es ist erwähnenswert, dass ich eine Entscheidung( Bescheid) vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen(Lanuv) erhalten habe, die es mir ermöglicht, mein Studium anzupassen und später die Approbation zu erhalten.
Es steht außer Frage, dass ich über Kenntnisse über die Krankheiten von Groß- und Nutztieren, Tieren, ihre Symptome, Diagnosetechniken und allgemeine Behandlungspläne verfüge.
Ich bin derzeit auf der Suche nach einer Stelle im Bereich der Tiermedizin um eine Berufserlaubnis zu erhalten
Ich bin derzeit auf der Suche nach einer Stelle im Bereich der Tiermedizin, um eine Berufserlaubnis zu erhalten.
Außerdem mache ich ein Praktikum in einer Tierklinik, um diesen Bereich besser kennenzulernen und gleichzeitig meine Sprachkenntnisse zu verbessern.
Darüber hinaus bereite ich mich auf die medizinische Gleichwertigkeitsprüfung an der Universität Gießen vor.
Ich freue mich, als Tierarztassistent zu arbeiten, um meine berufliche Laufbahn in Deutschland zu beginnen und ein aktives Mitglied Ihres Teams zu sein.
Mit freundlichen Grüßen, Hossam Hammad,
Kontakt E-Mail: dvmhossam@gmail.com
Droht dem Zollernalbkreis die Hasenpest?
Jetzt ist auch im Landkreis Sigmaringen (BW) die Hasenpest ausgebrochen. Droht ein Überschwappen auf den Zollernalbkreis? Die Krankheit kann auch auf Menschen übertragen werden.
Gerade Feldhasen sind von der sogenannten „Hasenpest“ betroffen. Sie führt bei den Tieren zumeist zum Tod. Gefährdet sind aber auch andere Nager und sogar auf den Menschen ist die Krankheit übertragbar.
Wie das Schmerzmittel Paracetamol wirklich wirkt
Nach Ibuprofen ist Paracetamol das zweitbeliebteste Schmerzmittel in Deutschland.
Seit Jahrzehnten wird Paracetamol gegen Schmerzen eingenommen. Bislang dachte man, es wirke vor allem im Gehirn und Rückenmark, doch die entscheidende Schmerzlinderung findet viel früher statt.
Paracetamol zählt zu den bekanntesten Schmerzmitteln, aber wie genau es Schmerzen lindert, ist noch nicht vollständig verstanden. Bisher nahm man an, dass das Medikament ausschließlich im zentralen Nervensystem wirkt, also im Gehirn und Rückenmark. Doch laut einer Studie der Hebrew University of Jerusalem blockiert es auch gezielt Schmerzen dort, wo sie entstehen.
Die Forscher konnten zeigen, dass nach der Einnahme von Paracetamol zunächst das Zwischenprodukt 4-Aminophenol in der Leber entsteht. Dieses gelangt über den Blutkreislauf in das Gehirn und ins periphere Nervensystem. Dort wandelt das körpereigene Enzym FAAH den Stoff in das Abbauprodukt AM404 um.
Zwar ist bekannt, dass AM404 die Wirkung von Paracetamol vermittelt, unklar war jedoch, wie es genau zur Schmerzlinderung beiträgt. Man nahm an, dass der Stoff etwa an Cannabinoidrezeptoren in Neuronen des Zentralnervensystems wirkt. Die neue Studie zeigt, dass AM404 zudem direkt in den peripheren Nervenenden entsteht, die Schmerzreize wahrnehmen. Es blockiert zwei bestimmte Natriumkanäle in den schmerzempfindlichen Neuronen, die normalerweise entsprechende Signale zum Rückenmark leiten. Der Schmerz wird also schon an seinem Ursprung gestoppt… .
Gar nicht „Wurst“: Wie Lebensmittel das Überleben von Listerien im Verdauungstrakt beeinflussen
Überlebensrate von Listerien in Fisch und Käse höher als in Wurst
Eine aktuelle Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien zeigt: Am besten sind Listerien in Fisch und Käse vor dem Stress im Magen-Darm-Trakt geschützt. In Wurst ist die Überlebensfähigkeit der potenziell tödlichen Bakterien hingegen deutlich geringer. Dafür verantwortlich ist laut den Forscher:innen die unterschiedliche Lebensmittelmatrix der Lebensmittel, also die Zusammensetzung ihrer Inhaltsstoffe. Genau hier sehen die Forscher:innen deshalb auch einen Ansatzpunkt, um das Listerien-Risiko zu reduzieren.
Mit Listeria (L.) monocytogenes kontaminierte Lebensmittel sind die Hauptursache für Listeriose beim Menschen, einer seltenen jedoch gefährlichen Infektionskrankheit. Bis dato war jedoch unklar, wie sich eine unterschiedliche Lebensmittelmatrix auf das Überleben und die Virulenz im Magen-Darm-Trakt auswirkt. Um auf diese Frage erstmals eine Antwort zu geben, untersuchten die Forscher:innen drei verzehrfertige Lebensmittel: Weichkäse, Räucherlachs und Knackwurst.
Diese wurden anhand eines Lebensmittel-Infektionsmodells des Magen-Darm-Trakts untersucht. Dazu Nadja Pracser vom Zentrum für Lebensmittelwissenschaften und Öffentliches Veterinärwesen der Vetmeduni: „Wir beobachteten stammabhängige Wachstumsraten, wobei die Lebensmittelmatrix keinen signifikanten Einfluss hatte. Die Art der Nährstoffquellen veränderte jedoch die Genexpression. Das jeweilige Lebensmittel beeinflusste deutlich das Überleben von Listerien im Magen-Darm-Trakt und auch die Virulenz.“
Überlebensrate von Listerien in Fisch und Käse höher als in Wurst
Die Überlebensrate von L. monocytogenes war in Käse und Fisch höher als in Wurst, was laut den Forscher:innen auf deren geringere Pufferkapazität gegenüber den pH-Dynamiken im Magen-Darm-Modell zurückzuführen ist. Weiters war die Invasionseffizienz in den Darmepithelzellen des Modells (Caco-2-Zellen) bei Fisch am höchsten, was möglicherweise mit seiner Fettsäurezusammensetzung zusammenhängt. Zudem veränderten die Lebensmittelmatrizen und die Bedingungen im Magen-Darm-Trakt die transkriptionellen Profile von stressassoziierten und Virulenz-Genen. „Die Passage durch das Magen-Darm-Trakt-Modell führte zur Hochregulierung von 23 Stressgenen und 29 Virulenzgenen“, so Nadja Pracser.
Veränderung des Fett- und Proteingehalts könnte Lebensmittelsicherheit erhöhen
Laut den Forscher:innen könnte die Veränderung des Fett- und Proteingehalts in Lebensmitteln ein Weg sein, die Überlebensfähigkeit von L. monocytogenes in Hochrisiko-Lebensmitteln im Magen-Darm-Trakt zu verringern und so die Lebensmittelsicherheit zu verbessern. „Die Ergebnisse unserer Studie deuten außerdem darauf hin, dass die Eigenschaften von Räucherlachs in Kombination mit den Bedingungen im Magen-Darm-Trakt die Virulenz erhöhen. Zukünftige Forschungen könnten den Mechanismus hinter diesem Effekt aufdecken, um ihn für Verbesserungen im Bereich der Lebensmittelsicherheit zu nützen“, erklärt Kathrin Kober-Rychli vom Zentrum für Lebensmittelwissenschaften und Öffentliches Veterinärwesen der Vetmeduni.
Außerdem betont Kathrin Kober-Rychli: „Der Umstand, dass die Lebensmittelmatrix einen direkten Einfluss auf das Verhalten und das pathogene Potenzial von L. monocytogenes hat, unterstreicht, wie wichtig das Verständnis dieser Wechselwirkungen für die Lebensmittelsicherheit und die öffentliche Gesundheit ist.“
Juristisch: Vom Streich zur Straftat: Wie schnell aus Spaß eine Straftat wird
Für viele Jugendliche gehört es dazu, Grenzen auszutesten, sich auszuprobieren oder mit Freunden Mutproben zu bestehen. Was dabei oft unterschätzt wird: Was als harmloser Spaß beginnt, kann schnell eine strafbare Handlung sein.
Doch vielen Jugendlichen ist gar nicht bewusst, wie schnell eine solche Aktion ausarten kann und welche ernsthaften Konsequenzen diese mit sich bringen. Um für einige Aufklärung zu sorgen, einmal im Überblick, welche Scherze wirklich strafbar sein können!
Ladendiebstahl, Körperverletzung unter Freunden, Sachbeschädigung als Mutprobe, Weitergabe von Nacktfotos, Fahrten mit E-Scootern oder Fahrrädern unter Alkoholeinfluss, Bedrohung und Nötigung: Drohen, jemanden „abzupassen“ oder „eine zu verpassen“ – auch als Scherz gemeint… .
Hitzestress bei Nutztieren: Was jetzt zählt
Hohe Temperaturen bringen Geflügel, Rinder und Schweine an ihre Grenzen. Hitzestress wirkt sich direkt auf Futteraufnahme, Leistung und Gesundheit aus. Wer Stallklima, Fütterung und Management gezielt anpasst, schützt das Tierwohl – und vermeidet Sommer-Einbußen.
Der frühe Sommerstart dieses Jahr mit Temperaturen bis über 25 °C bereits Ende April veranschaulichte einmal mehr: Hitze wird ein zunehmendes Thema, auch für die Nutztiere. Alle Nutztiere haben einen bestimmten Temperaturbereich – die thermoneutrale Zone – in dem keine Energie zur Thermoregulation nötig ist. Diese Zone verändert sich mit dem Wachstum der Tiere, denn sie ist abhängig vom Verhältnis Körpervolumen zu Körperoberfläche. Bei Jungtieren liegt die thermoneutrale Zone in der Regel höher als bei ausgewachsenen Tieren. Oberhalb oder unterhalb dieser Zone nutzen Nutztiere bestimmte Mechanismen zur Thermoregulation. Liegt die Temperatur nahe oder innerhalb der Zone, wird die Wärmeabgabe erhöht und die Wärmebildung gesenkt. Beim Geflügel etwa wird durch Abspreizen der Flügel die Körperoberfläche vergrössert, um Wärme besser abzugeben. Tiere, die die Wärme nicht genügend abführen können, reduzieren Futteraufnahme und Bewegung, während die Wasseraufnahme steigt.
Für Hitzestress ist aber nicht die Temperatur allein verantwortlich, sondern sie muss im Zusammenhang mit der Luftfeuchtigkeit betrachtet werden. Der Temperatur-Humiditäts-Index beschreibt den gemeinsamen Einfluss beider Faktoren auf das Tier. Bei tiefer Luftfeuchtigkeit sind hohe Temperaturen weniger belastend…. .
