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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Arzttermin versäumt: Muss man dafür ein Ausfallhonorar zahlen?
Erscheinen Patienten und Patientinnen nicht zum vereinbarten Arzttermin, fordern Ärztevertreter Ausfallhonorare. Die Rechtslage dazu ist unklar. Wer frühzeitig absagt, ist auf der sicheren Seite.
Es gibt viele Patientinnen und Patienten, die lange auf einen Termin in der (Fach-)arztpraxis warten. Und es gibt diejenigen, die zu vereinbarten Terminen nicht erscheinen – unentschuldigt. Das kritisiert die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und fordert Ausfallhonorare. Zehn bis zwanzig Prozent der gebuchten Arzttermine würden mittlerweile nicht wahrgenommen, sagte etwa der KBV-Vorsitzende Andreas Gassen gegenüber „Bild“.
Gassen bezieht sich auf eine KBV-Umfrage unter rund 2000 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten von Ende Juni 2023. Auf die Frage „Haben Sie in Ihrer Praxis Probleme mit unabgesagten Terminen?“ antworteten fast 70 Prozent mit „Ja“ und rund 30 Prozent mit „Nein“. Dabei geht es bei über 40 Prozent der betroffenen Praxen um fünf bis zehn Prozent aller Termine, die Patienten vereinbart hatten, aber ohne Absage nicht erschienen sind. Bei 16 Prozent der betroffenen Praxen waren es zehn bis 20 Prozent… .
Bremse für Bakterien verhindert Infektionen
Antibiotikaresistenzen verlieren laut Forschern der Cornell University somit ihre Schutzfunktion
Forscher der Cornell University (https://www.cornell.edu/ ) bekämpfen mit einem neuen Verfahren antibiotikaresistente Bakterien. Dabei wird die Fortbewegung der Mikroorganismen gehemmt. Diese Bewegung ist für viele Krankheitserreger unumgänglich, um von einem Organismus in den anderen zu gelangen, etwa von der Zecke in den menschlichen Körper. Auch dort angekommen, müssen sie sich weiterbewegen, um den besten Platz zum Einnisten zu finden, und den menschlichen Wirt zu infizieren.
Antrieb wird lahmgelegt
Die neue Waffe richtet sich gegen dünne, korkenzieherförmige Bakterien, Spirochäten genannt, die sich mithilfe eines verborgenen propellerartigen Motors durch das Gewebe winden und durch eine Membran vor dem Immunsystem des Wirts schützt. Zur Fortbewegung dient eine Geißel, die über einen Haken mit dem Antriebsmotor des Organismus verbunden ist. Der Haken besteht aus selbstorganisierenden Proteinuntereinheiten, die durch molekulare Brücken (LAL) zusammenhalten.
"Wenn die LAL-Bildung gestört ist, können Geißel und Motor nicht effektiv zusammenarbeiten. Das wiederum hindert die Spirochäten daran, durch Körpergewebe zu schwimmen, und verringert erheblich ihre Fähigkeit zur Ausbreitung und Infektion", unterstreicht Cornell-Wissenschaftler Michael Lynch.
Lähmende Medikamente
Spirochäten, darunter Borrelien (Auslöser von Lyme-Borreliose), Treponemen (Syphilis) und Leptospiren (Leptospirose, eine bakterielle Infektion, die eine leichte grippeähnliche Erkrankung bis hin zu schweren Nieren- oder Leberschäden verursachen kann), sind hochgradig invasiv und in der Lage, praktisch jedes Gewebe im menschlichen Körper zu durchdringen und sogar die Blut-Hirn-Schranke zu überwinden.
Viele dieser Infektionen sind hartnäckig, schwer frühzeitig zu diagnostizieren und manchmal resistent gegen Standardmedikamente. Die derzeitigen Behandlungsmethoden basieren hauptsächlich auf Antibiotika, die wahllos Bakterien und Zellen zerstören, wenn die Bakterien nicht bereits Resistenzen entwickelt haben. Jetzt konzentrieren sich die Forscher darauf, Medikamente zu entwickeln, die die LAL-Bildung verhindern und damit die Bewegungsfähigkeit der Bakterien lähmen.
Hier eine Video zum Effekt
Sensoren für Superkeime
Zunehmende Antibiotikaresistenz: Resistente Erreger rascher aufspüren und rechtzeitig eine massgeschneiderte Behandlung starten
Antibiotika-resistente Bakterien verursachen zum Teil lebensgefährliche Infektionen, die mit den vorhandenen Medikamenten kaum noch zu behandeln sind. Damit werden häufige Erkrankungen wie Harnwegsinfektionen oder Hautwunden zum medizinischen Risiko. Empa-Forschende arbeiten daher an Sensoren, die resistente Keime schnell identifizieren und eine effiziente Behandlung empfehlen.
Die Ausbreitung von Antibiotika-resistenten Superkeimen stürzt die medizinische Versorgung weltweit in eine Krise. Es wird geschätzt, dass die Anzahl der Opfer von multiresistenten Bakterien im Jahr 2028 ähnlich hoch sein wird wie vor der Entdeckung des Penicillins 100 Jahre zuvor, verbunden mit Kosten im mehrstelligen Milliardenbereich. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nennt denn auch die «stille Pandemie» eine der grössten Bedrohungen für die globale Gesundheit.
Befeuert wird die Ausbildung von Resistenzen, wenn vorschnell Antibiotika eingesetzt werden, ohne dass der zugrundeliegende Krankheitserreger zuvor identifiziert wurde. Nicht ganz unverständlich, denn: Bei der Diagnose mit zeitaufwändigen Methoden geht wertvolle Zeit verloren, so dass etwa in Notfallsituationen oft darauf verzichtet wird, entsprechende Laborergebnisse abzuwarten. Die mögliche Folge: Eine Behandlung bleibt wirkungslos, und das Risiko weiterer Resistenzentwicklungen steigt. Empa-Forschende arbeiten daher gemeinsam mit klinischen Partnern an innovativen Diagnostik-Tools wie Sensoren, die resistente Erreger rascher aufspüren und rechtzeitig eine maßgeschneiderte Behandlung erlauben.
Multiresistente Bakterien finden sich besonders häufig bei im Spital erworbenen Infektionen wie einer Lungenentzündung. Ein Erreger, der eine derartige Pneumonie auslösen kann, ist Klebsiella pneumoniae. Für diesen Superkeim entwickelt die Empa-Forscherin Giorgia Giovannini vom «Biomimetic Membranes and Textiles»-Labor zusammen mit dem Kantonsspital St. Gallen derzeit einen Sensor, der fluoreszierendes Licht abstrahlt, wenn eine Klebsiella-Infektion vorliegt. Dabei reagiert der Sensor auf das Enzym Urease, das die Bakterien produzieren. Im Projekt «Doorstep» arbeiten die Forschenden an Polymerpartikeln, die einen fluoreszierenden Farbstoff umgeben. Zersetzt die bakterielle Urease das Polymer, kann der Farbstoff seine Leuchtkraft entfalten. Die Diagnostikmethode soll mit einem Rachenabstrich oder einer Sputum-Probe funktionieren. Dies würde es ermöglichen, die Erreger einer Lungenentzündung innert weniger Stunden anstelle von mehreren Tagen zu bestimmen…. .
Straßensperrung für Krötenwanderung ist unverhältnismäßig und muss aufgehoben werden
Verwaltungsgericht Osnabrück gibt Eilantrag gegen Straßensperrung wegen Krötenwanderung statt
Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Osnabrück hat mit Beschluss die aufschiebende Wirkung einer Klage gegen die teilweise Sperrung der Bergstraße in Bad Iburg durch eine verkehrsrechtliche Anordnung des Landkreises Osnabrück vom 10. Januar 2025 angeordnet. Die Behörde wurde einstweilen verpflichtet, unverzüglich die betreffenden Verkehrsschilder zu entfernen oder unkenntlich zu machen und die Schranken zu öffnen…. .
Der Landkreis Osnabrück hatte auf Antrag des beigeladenen NABU e.V. seine straßenverkehrsbehördliche Zustimmung zur teilweisen Sperrung der Bergstraße in Bad Iburg vom 1. Februar bis 30. April 2025 (jeweils von 18.00 Uhr - 8.00 Uhr) erteilt.... .
Studie zum Wolf: Bestand in zehn Jahren verdoppelt
Der Wolf ist in Europa immer weiter auf dem Vormarsch. Das zeigt eine aktuelle wissenschaftliche Studie, die von einer Forschergruppe unter Leitung von Cecilia Di Bernardi von der Universität für Agrarwissenschaften im schwedischen Riddarhyttan durchgeführt wurde. Demnach hat sich die Wolfspopulation in Europa in dem Jahrzehnt bis 2022 von 12.000 auf 21.500 Tiere vergrößert; das war ein Zuwachs von 58%. In Ländern wie Italien, Deutschland, Bulgarien, Griechenland, Polen, Spanien und Rumänien gibt es mittlerweile jeweils mehr als tausend Wölfe.
Die Forscher führen diesen Anstieg auf den strengen Schutzstatus des Wolfes zurück. Die Wiederansiedlung des Beutegreifers in Europa sei ein bedeutender Naturschutzerfolg, vor allem angesichts der hohen Bevölkerungsdichte und einer erheblichen Landnutzung durch Landwirtschaft, Industrie und Urbanisierung. Trotz dieser Herausforderungen hätten die Wölfe in den meisten europäischen Ländern eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit bewiesen.
Nach Schätzung des Forscherteams töten die Wölfe in Europa jährlich etwa 56.000 Nutztiere, jeder Wolf also im Schnitt rund 3 Tiere. Für die Entschädigung der Nutztierhalter soll pro Jahr eine Gesamtsumme von rund 17 Mio. Euro aufgewendet werden. Das jährliche Risiko, von Wölfen getötet zu werden, liegt nach Berechnungen der Wissenschaftler für Nutztiere im Durchschnitt bei 0,02%, wobei das Risiko von Land zu Land unterschiedlich ist.
Für den europäischen Gesamtbestand von etwa 279 Mio. Nutztieren besteht der Studie zufolge vor allem auf den Weiden ein Rissrisiko. Auf Schafe und Ziegen entfallen etwa zwei Drittel der Verluste. Aber auch Rinder, Pferde, halbdomestizierte Rentiere und Hunde sind nach Angaben der Wissenschaftler bereits von Wölfen getötet worden.
Die Forscher weisen darauf hin, dass die Anwesenheit von Wölfen auch positive Auswirkungen haben könne. Das betreffe beispielsweise die Verringerung der Zahl von Verkehrsunfällen mit Wildtieren, eine Reduzierung von Wildschäden in Wäldern oder aber Perspektiven für den Ökotourismus. Die Koexistenz von Wölfen mit menschlichen Aktivitäten, insbesondere der Landwirtschaft und der Jagd, bleibe jedoch eine Herausforderung und erfordere die Berücksichtigung komplexer sozialer, wirtschaftlicher und politischer Aspekte, so die Forscher.
Vogelgrippe bei Milchkühen: EFSA drängt auf mehr Überwachung
Angesichts weiter steigender Zahlen von Vogelgrippeinfektionen bei Milchkühen in den USA hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) Handlungsbedarf bei der Überwachung der Prävalenz ausgemacht. Laut einem aktuellen Bericht der EFSA ist zwischen dem 7. Dezember 2024 und dem 7. März 2025 die Zahl der vom Hochpathogenen Aviären Influenza (HPAI) H5N1-Virus betroffenen Milchviehbetriebe in den USA in 17 Bundesstaaten um fast 1.000 gestiegen. Zudem habe es im genannten Untersuchungszeitraum zwei nachgewiesene Übertragungen des neuen Virusgenotyps D1.1 zwischen Milchkühen gegeben.
Die Experten der EFSA konstatieren in diesem Zusammenhang, dass dringend Risikofaktoren, die sogenannte Spillover-Ereignisse begünstigen, ermittelt werden müssten. Dies sei vor allem für Regionen wichtig, in denen geografische Überschneidungen zwischen hohen Wildvogelpopulationsdichten und der Milchviehhaltung bestünden.
Konkret empfiehlt die EU-Agentur den USA, Wiederkäuer zu untersuchen beziehungsweise zu überwachen, wenn beispielsweise klinische Anzeichen, die typischerweise mit einer HPAI-Virusinfektion bei Wiederkäuern einhergehen, beobachtet werden. Als Beispiele werden ein nicht diagnostizierter starker Rückgang der Milchproduktion und das Vorhandensein dunklerer, eingedickter Milch genannt. Auch das Auftreten einer HPAI-Virusinfektion bei anderen Haus-, Nutz- und Wildtieren im Umfeld von Rinderfarmen würde eine engmaschige Überwachung notwendig machen.
Nachdrücklich betont wird zudem, dass Haustiere und andere in Gefangenschaft gehaltene Säugetiere nicht mit rohem Fleisch, rohem Heimtierfutter oder Rohmilch gefüttert werden sollten, sofern diese nicht ausreichend auf eine mögliche HPAI-Kontamination kontrolliert wurden.
Anthropozoonose-Risiko bisher niedrig
Auch wenn das Risiko einer Anthropozoonose - also der Übertragung eines HPAI-Virustyps vom Mensch auf Tier - weiterhin bestehe, gibt die Behörde in Parma zumindest vorerst Entwarnung. So seien die meisten der seit 1997 gemeldeten Infektionen von Menschen mit Vogelgrippeviren auf ungeschützten Kontakt zu Geflügel, Märkten mit lebendem Geflügel oder kontaminierten Umgebungen in Verbindung gebracht worden. Darüber hinaus erklärt die EFSA, dass seit März 2024 vier Fälle von H5N1 beim Menschen gemeldet wurden, die auf den Kontakt mit Milchkühen zurückzuführen waren. Bislang gebe es aber nach wie vor keine Hinweise auf eine anhaltende Übertragung von Mensch zu Mensch.
CSU unter Druck: Wer folgt auf Felßner als Bauernminister?
Seit einer Protestaktion auf seinem Hof will Günther Felßner nicht mehr Agrarminister werden. Schon zuvor wurden Mängel in seinem Betrieb gefunden. Für die CSU bleibt die Frage, wer ihn ersetzen kann.
Man sieht Günther Felßner an, dass die letzten Tage Spuren hinterlassen haben. Der Präsident des bayerischen Bauernverbands sitzt am Küchentisch, der Blick unruhig, die Ringe unter den Augen dunkel. In einem Video, das der Verband am Mittwoch teilt, sagt Felßner: „Zurzeit läuft eine unsägliche Kampagne gegen mich. Eine Kampagne gegen meine Person, aber auch gegen die Tierhaltung insgesamt.“ Der 58-Jährige hatte vor einer Woche angekündigt, dass er nicht mehr für die CSU Bundesagrarminister werden will.
Tags zuvor waren militante Tierrechtsaktivisten auf den Hof der Familie in Günthersbühl eingedrungen, auf das Stalldach gestiegen und hatten Bengalos gezündet. Felßner sprach bei seinem Rückzug von einem „Überfall“, davon, dass seine Frau „Angst um Leib und Leben“ gehabt habe.
Man sieht Günther Felßner an, dass die letzten Tage Spuren hinterlassen haben. Der Präsident des bayerischen Bauernverbands sitzt am Küchentisch, der Blick unruhig, die Ringe unter den Augen dunkel. In einem Video, das der Verband am Mittwoch teilt, sagt Felßner: „Zurzeit läuft eine unsägliche Kampagne gegen mich. Eine Kampagne gegen meine Person, aber auch gegen die Tierhaltung insgesamt.“ Der 58-Jährige hatte vor einer Woche angekündigt, dass er nicht mehr für die CSU Bundesagrarminister werden will.
Tags zuvor waren militante Tierrechtsaktivisten auf den Hof der Familie in Günthersbühl eingedrungen, auf das Stalldach gestiegen und hatten Bengalos gezündet. Felßner sprach bei seinem Rückzug von einem „Überfall“, davon, dass seine Frau „Angst um Leib und Leben“ gehabt habe.
Doch nun ist klar, dass auch das Veterinäramt auf Felßners Hof vorstellig wurde
– und das noch vor den Aktivisten von „Animal Rebellion“. Auslöser war nach Angaben eines Sprechers des Landratsamts Nürnberger Land eine „tierschutzrechtliche Meldung“ der Tierschutzorganisation Peta. Diese beruft sich auf anonym zugespieltes Bildmaterial, das nachts in Felßners Rinderstall aufgenommen wurde. Einen Tag nach der Peta-Meldung, am 21. März, rückten drei Amtstierärzte zu einer unangekündigten Vor-Ort-Kontrolle auf Felßners Hof an. Dabei stellten die Veterinäre gering- bis mittelgradige Mängel in dem ehemaligen Milchviehstall fest, der zu dieser Zeit für die Rindermast umgebaut wurde…. .
MKS: Neue Fälle in Ungarn - Sorge vor weiterer Verschleppung
Während Deutschland nach MKS-Fällen im Januar offiziell MKS-frei außerhalb der Sperrzone ist, melden Ungarn und die Slowakei immer neue Ausbrüche. Die Sorge im Nachbarland Österreich ist groß.
Anfang Januar haben Behörden die Maul- und Klauenseuche (MKS) bei einer Wasserbüffelherde in Brandenburg bestätigt. Nachdem Sperrzonen eingerichtet wurden, gab es keine neuen Fälle. Seit dem 12. März gilt Deutschland wieder als "MKS-frei außerhalb der Sperrzone".
Doch seit Ende März häufen sich die Fälle von MKS in Ungarn und der Slowakei - direkt an der Grenze zu Österreich.
Mittwoch, 2. April: Neue Fälle in Ungarn bestätigt
In Ungarn sind weitere Betriebe mit Rinderhaltung mit MKS infiziert. Auch diese Höfe liegen in direkter Nähe zur Grenze Österreichs.
Warum die Impfung Ihre Rinder nicht retten kann
Gegen die Maul- und Klauenseuche gibt es einen Impfstoff, der die Viruslast deutlich reduzieren kann. Dennoch müssen alle geimpften Tiere später gekeult werden. Warum, das erklärte Tierarzt Florian Fellinger bei einem Webinar der Tiergesundheit Österreich (TGÖ).
Montag, 31. März: Österreich: Bislang alle Proben negativ
Nach dem Ausbruch der Maul- und Klauenseuche an der Grenze zu Österreich wurden von rund 1.000 Tieren in den Überwachungszonen Proben genommen. Alle Tests auf das Virus verliefen bisher negativ.
FLI: Warnung vor erneuten Ausbrüchen in Deutschland
Mit Blick auf die aktuellen Ausbrüche der Maul- und Klauenseuche in Ungarn und der Slowakei - und direkter Nähe zu Österreich - ruft das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) dringend dazu auf, bei klinisch auffälligen Klauentieren in Deutschland immer auch MKS labordiagnostisch ausschließen zu lassen. Auch wenn Deutschland wieder als MKS-frei außerhalb der Sperrzonen gilt, sollten Betriebe hohe Wachsamkeit gelten lassen… .
Antimykotika-Resistenzen immer relevanter
Candidosen meistens gut zu behandeln
Fällt das Wort „Resistenzen“ im medizinischen Kontext denken die meisten an Antibiotika. In der Tat sind Antibiotika-Resistenzen weltweit auf dem Vormarsch und stellen ein ernst zu nehmendes Problem bei der Bekämpfung von bakteriellen Infektionen dar. Gründe gibt es einige dafür: unsachgemäße Einnahme von Antibiotika (zu kurz), „inflationäre“ Behandlungen mit dieser Medikamentengruppe und massiver Einsatz in der Massentierhaltung, um nur einige zu nennen.
Doch nicht nur die Antibiotika-Resistenzen nehmen überproportional zu, sondern auch die gegen Antimykotika, was leider bei vielen Verantwortlichen noch nicht so ganz als globales Problem wahrgenommen wird. Resistenzen gegen Antimykotika bedeuten für alle Gesundheitssysteme große Herausforderungen. Auch hier tragen der breite Einsatz von vor allem Azolen (Breitbandantimykotika) in der Human- wie auch Veterinärmedizin sowie der Landwirtschaft zur Anreicherung in der Umwelt und damit zur Entwicklung von Azol-resistenten Pilzen bei. Wissenschaftler fordern schon lange stärkere Forschungsaktivitäten zu Antimykotika-Resistenzen… .
Rindfleisch ist bis zu 40-mal CO₂-intensiver als andere Proteinquellen
Rindfleisch ist sowohl aus der Weidehaltung als auch aus der industriellen Massentierhaltung die CO₂-intensivste Proteinquelle. Um die klimaschädlichen Emissionen zu reduzieren, sollten Verbraucher stattdessen pflanzliche Alternativen essen und Fleisch nur in minimalen Mengen kaufen.
Die Produktion von tierischen Lebensmitteln verursacht signifikante Umweltschäden und beschleunigt durch die hohen CO₂- und Methanemissionen den Klimawandel. Die Rindfleischindustrie argumentiert deshalb oft damit, dass Kunden Fleisch aus Weidehaltung kaufen können, weil bei dieser Produktionsmethode große Grasflächen verwendet werden, die laut den Unternehmen CO₂ speichern. Dies soll die hohen Emissionen ausgleichen, die bei der Rinderzucht entstehen.
Forscher des Bard College haben nun eine Studie publiziert, die die Emissionen der Weidehaltung untersucht hat. Laut ihrer Publikation im Fachmagazin PNAS haben sie dazu ein Modell entwickelt, das auf realen Daten zu Erträgen, Futterbedarf und Emissionen von Rinderherden in den U.S.A. basiert. Sie konnten so die Klimaauswirkungen von grasgefüttertem und industriell produzierten Rindfleisch vergleich.
Höhere CO₂-Emissionen durch Weidehaltung
Das Modell berücksichtigt zudem, wie viel CO₂ typische Weideflächen tatsächlich aufnehmen können. Dabei wurden ausschließlich sogenannte echte Weidelandschaften berücksichtigt, also Gebiete mit niedriger Bodenqualität, auf denen keine Landwirtschaft möglich ist. Laut den Forschern sollen Rinder nur Flächen nutzen, die für den menschlichen Nahrungsmittelanbau ungeeignet sind.
Die Berechnung zeigt, dass Weiderinder in den U.S.A. selbst unter optimalen Bedingungen zwischen zehn und 25 Prozent höhere Emissionen pro Kilogramm Protein als industriell erzeugtes Rindfleisch freisetzen. Die Emissionen bleiben auch dann höher, wenn man die CO₂-Speicherung durch den Boden einberechnet. Grasgefütterte Rinder erzeugen zwischen 180 und 290 kg CO₂-Äquivalente pro Kilo Protein und industrielle gezüchtete Rinder zwischen 180 und 220 kg CO₂-Äquivalente.
Die Wissenschaftler haben zudem die CO₂-Emissionen von anderen Proteinquellen mit Weiderindern verglichen. Alternativen wie Schweinefleisch, Geflügel, Käse, Milch und pflanzliches Eiweiß erzeugen demnach pro Kilogramm Protein lediglich fünf bis 35 Prozent der Emissionen der effizientesten Weiderinderherden.
Laut der Studie produzieren Weiderinder so hohe Emissionen, weil ihre Futterzusammensetzung viel Lignin und Zellulose enthält, die die Rinder zu Methan verstoffwechseln. Zudem ist das Graswachstum saisonal begrenzt. Deshalb wird das Futter oft mit energieaufwendiger Silage oder Heu ergänzt, das angebaut und transportiert werden muss, und die Tiere wachsen langsamer und bleiben leichter als Rinder aus der industriellen Zucht. Dies erhöht die Emissionen pro produziertem Kilogramm Protein…. .
