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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Milchmarkt: Pulverpreise sinken weiter

Die Abwärtsbewegung der Großhandelspreise für Milchfett ist in Deutschland zum Stillstand gekommen. An der Süddeutschen Butter- und Käsebörse in Kempten verharrte die Notierung für Blockbutter am Mittwoch (1.10.) bei 5,50 bis 5,90 Euro/kg.
Sie lag damit etwa 2,40 Euro unter dem entsprechenden Vorjahresniveau. Auch die Preise für kontraktgebundene Päckchenbutter blieben stabil, ihre Spanne reichte weiterhin von 6,55 bis 7,35 Euro/kg.
Die Preise für Milchpulver gaben nach, die Vollmilchpulvernotierung fiel an beiden Enden der Preisspanne um 10 Cent. Die auf das Kilogramm bezogene Notierung lag damit bei 3,70 bis 3,90 Euro. Für Magermilchpulver bewegt sich die Preisspanne damit etwa 70 Cent unter dem Vorjahresniveau.
Für Ware in Lebensmittelqualität reicht sie von rund 2,13 bis 2,25 Euro/kg, ein Minus von 4 beziehungsweise 2 Cent an den jeweiligen Enden. Die Notierung von Magermilchpulver in Futtermittelqualität verschob sich um 4 Cent nach unten auf 2,00 bis 2,02 Euro/kg.
Die Discounter Lidl und Aldi gaben am Freitag (26.9.) weitere Preissenkungen für Butter bekannt. Die Preise der jeweiligen Eigenmarken für Deutsche Markenbutter wurden um 30 Cent auf 1,49 Euro je 250 Gramm Packung gesenkt, was einem Kilopreis von 5,96 Euro entspricht.
Deutliche Abstriche bei Getreidepreisen, Futtergerste, Brotweizen und Braugerste
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Insgesamt wird eine Produktion von 2.389 Mio. t erwartet, was einer Steigerung von rund 78 Mio. t entspricht. Im Vergleich zu den Schätzungen der beiden Vormonate wurde global für Getreide ohne Reis die geschätzte Erzeugung der USDA erhöht.
Neben der Produktion stieg auch der globale Verbrauch in den letzten Jahren um ca. 30-40 Mio. t jährlich an, 2025/26 auf 2.377 Mio. t. Wie im letzten Wirtschaftsjahr wird auch im laufenden Wirtschaftsjahr eine negative Bestandsveränderung zu erwarten sein, trotz der erwarteten Rekordernte.
Nach der nun abgeschlossenen Ernte in Europa ist die Bilanz bisher positiv, es wurden nach Schätzungen (USDA) in der EU ca. 16 Mio. t mehr Getreide geerntet als im Vorjahr. In den Vormonaten wurde von einer etwas höheren Erzeugung ausgegangen.
Auch in Deutschland wird von einer leicht überdurchschnittlichen Getreideernte von ca. 44 Mio. t ausgegangen. Die Getreideerträge überzeugten bereits nach den ersten Druschergebnissen und dies hielt die gesamte Ernte an. In diesem Jahr bereite den Landwirten allerdings die anhaltenden Niederschläge Sorgen. Die Qualitäten vor dem Regen waren gut, nach dem Regen hatten vor allem südliche Regionen mit Auswuchs und sinkenden Fallzahlen zu kämpfen. Das Anbaujahr war für viele ein Wechselbad der Gefühle. Im Frühjahr zu trocken hatten anfangs die Winterungen einen klaren Vorteil und wuchsen dem Wasser hinter. Später zeigten sich die Sommerungen im Drusch besser als im Frühjahr erwartet.
In BW waren die Qualitätsprobleme nach dem Regen insbesondere in südlichen Regionen vorhanden, dennoch nicht so extrem wie während des Regens erwartet wurde. Neben Weizen, Roggen und Triticale bereitete auch die Braugerste Qualitätssorgen, hier wurde von einigen Chargen berichtet, welche durch verdeckten Auswuchs nicht mehr als Braugerste verwendet werden können. Die Trennung einzelner Chargen aufgrund der qualitativen Unterschiede ist in diesem Jahr bedeutsam.
Die Ergebnisse der Bio-Getreideernte 2025 sind sehr zufriedenstellend. Trotz der witterungsbedingten Pause wurden im Schnitt gute Qualitäten eingefahren, vor allem bei Bio-Hafer und Bio-Gerste. Bei den Backkulturen sind die Qualitäten etwas heterogener. Die Menge aller Bio-Getreidekulturen ist durchschnittlich bis gut, der Bio-Hafer zeichnet sich dieses Jahr durch hohe Mengen und Hektolitergewichte aus. Die Mühlen und Verarbeiter im Bio-Getreidebereich haben sich mit Ware eingedeckt und der Handel ist momentan sehr ruhig.
Preise tendieren fest, so konnte bei Abgabe an Verarbeiter oder Mühle frei Rampe im August bundesweit ein Preis für Bio-Brotweizen guter Qualität von 51 €/dt, Bio-Dinkel guter Qualität von 45 €/dt und Bio-Futtergetreide von 28 bis 32 €/dt erzielt werden. Einzig Bio-Hafer geriet angesichts der hohen Erntemenge etwas unter Druck und erzielte 38 €/dt. Die Händler in Baden-Württemberg rechnen mit weiterhin stabilen Preisen im Öko-Getreidemarkt.
Bio-Eiweißkulturen, außer Bio-Soja, das noch nicht vollständig eingefahren ist, erzielten 2025 unterdurchschnittliche Erträge, da die Erzeuger teilweise mit hohen Beikrautproblemen zu kämpfen hatten. Bei Bio-Ackerbohnen tendiert der Preis bundesweit fest mit 54 €/dt frei Rampe an Verarbeiter, bei Bio-Erbsen mit 51 €/dt.
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Rindfleischmarkt: Saisonal weiterer Nachfrageanstieg mit anziehenden Preisen erwartet
In den vergangenen Wochen blieb der Schlachtrindermarkt geprägt von einem knappen Angebot.
Weltweit standen vergleichsweise wenige Schlachtrinder zur Verfügung, was teils unvorhersehbare Preisbewegungen nach sich zog. Auch in Baden-Württemberg blieb das Aufkommen eng.
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Hunde haben feste Routen, Katzen streifen frei durchs Revier
Eine Studie an Wildtieren belegt, dass Hunde- und Katzenartige ihr Revier auf unterschiedliche Art patrouillieren: Erstere laufen gern auf festen Routen, letztere nutzen lieber unterschiedliche Pfade.
Katzen gehen gern ihren eigenen Weg, während Hunde sich eher an altbekannte Pfade halten – viele Tierhalter werden sich zwar mit dieser Aussage instinktiv bestätigt fühlen. Doch es ist gar nicht trivial, derartige Verhaltensmuster in freier Wildbahn nachzuweisen. Ein Team um Justin Calabrese vom Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf hat dafür ein großes Set an GPS-Daten analysiert, um den Bewegungen der wilden Cousins von Stubentigern und Schoßhündchen auf die Schliche zu kommen. Dabei bestätigte sich das oben beschriebene Bild: Während Wölfe und Füchse in ihrem Revier vor allem Routenwege – eine Art tierische Schnellstraße – etablierten und nutzten, bewegten sich Katzen wie Luchse, Löwen und Leoparden unberechenbarer und ungleichmäßiger durch ihre Umgebung.
Das multinationale Forschungsteam trug für das Projekt die Daten von 1239 Tieren zusammen. Diese teilten sich auf 18 Katzen- und 16 Hundearten auf und entstammten allen Teilen der Welt. Sämtliche Individuen waren mit GPS-Sendern ausgestattet worden, was es den Forschenden erlaubte, deren Bewegungen in freier Wildbahn zu beobachten… .
Salmonellenrisiko in Schweinebetrieben: Neues Rekordtief erreicht
Die Zahl der QS-Schweinemastbetriebe mit hohem Salmonellenrisiko ist auf den niedrigsten Stand seit der Einführung des Monitorings im Jahr 2003 gesunken. Wie die QS Qualität und Sicherheit GmbH am Dienstag (23.9.) mitteilte, waren beim aktuellen Monitoring nur 1,4% aller QS-Betriebe in die Kategorie III - hohes Eintragsrisiko für Salmonellen in die Fleischproduktionskette - eingestuft. Der Erfolg dieser Risikominimierung beginne bereits bei den Unternehmen der Futtermittelwirtschaft, hob QS hervor. Die intensive Beprobung von Futtermitteln auf Salmonellen und die unmittelbare Reaktion bei positiven Untersuchungsergebnissen trügen zu sichereren Futtermitteln bei.
Zudem gibt die Untersuchung von Blutproben oder Fleischsaftproben der Mastschweine auf Antikörper gegen Salmonellen nach Angaben der Bonner Qualitätswächter Hinweise darauf, ob die Schweine in ihrem Leben mit Salmonellen in Kontakt gekommen sind. Alle diese Daten liefen in der QS-Datenbank zusammen, sodass der Status quo des aktuellen Salmonellengeschehens in den vorgelagerten Bereichen der Fleischwirtschaft erkennbar werde. Die Auswertungsergebnisse der Schweinemastbetriebe seien für die Tiertransporteure und Schlachtbetriebe abrufbar und ermöglichten es ihnen, im Bedarfsfall zielgerichtet zu agieren.
Auswertung zeigt Salmonellensituation
Jeder angeschlossene Schweinemäster erhält QS zufolge einmal im Quartal eine Auswertung über die Untersuchungsergebnisse zu Salmonellensituation in seinem Betrieb. Bei erhöhten Werten werde sein Betrieb in die Kategorie II (mittleres) beziehungsweise III (hohes Risiko) eingestuft und müsse mit entsprechenden Maßnahmen die Salmonellenbelastung in seinem Betrieb reduzieren.
Tiere aus Betrieben der Kategorie III hätten zwar innerhalb ihres Lebens häufiger Kontakt zu Salmonellen gehabt, die über andere Tiere eingetragen oder in der Umwelt bereits vorhanden seien, so QS. Dies bedeute aber nicht, dass sie unmittelbar krank geworden seien oder automatisch Salmonellen in die nachgelagerte Fleischkette trügen. Nur das Eintragsrisiko sei höher.
Auch die Zerlege- und Verarbeitungsbetriebe haben laut QS die Salmonellen stets im Blick und stellen über praxisgerechte Hygienemaßnahmen sicher, dass die Lebensmittelsicherheit hochgehalten wird. Das Salmonellenmonitoring sei ein gutes Beispiel dafür, wie die gesamte Wertschöpfungskette stufenübergreifend die zentralen Aufgaben der Prozessqualität und Lebensmittelsicherheit erfolgreich lösen könne.
Bundesimmissionsschutzrecht: Sicherheit für Schweinehalter: Im Immissionsschutz urteilt Gericht pro Tierhalter
Schweinehalter können aufatmen. Ein Urteil bestätigt, dass sie weiterarbeiten können, auch wenn die Immissionsrichtlinien sich ändern.
Das Bundesverwaltungsgericht hebt trotz Behördenfehler die Betriebsgenehmigung nicht auf. Doch ein neues Immissionsschutz-Verfahren ist möglich.
Eine Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) bleibt für Tierhalter und Biogasbauern auch dann gültig, selbst wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt neue wissenschaftliche Erkenntnisse ergeben. Das geht aus einem aktuellen Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig hervor (Az. 7 C 7.24). Das Gericht beendete damit einen jahrelangen Rechtsstreit um die Genehmigung einer Schweinemast- und Biogasanlage mit über 20.000 Tieren in Sachsen-Anhalt im Landkreis Wittenberg. Geklagt hatte der BUND Sachsen-Anhalt. Er wollte den Bau der Anlage stoppen. Das gelang ihm bis heute nicht. Die Anlage ging 2015, rund sechs Jahre nach der Genehmigung, in Betrieb…. .
Warum manche Influenza-Erreger gefährlicher sind als andere
Grippeviren im Vergleich – ein wichtiger Schritt für Prävention und Impfstoffentwicklung
Schwere Infektionen mit Influenza-A-Viren sind durch eine überschießende Immunantwort, den sogenannten Zytokinsturm, geprägt. Bisher war unklar, warum manche Virusstämme diesen Sturm auslösen, andere jedoch nicht. Forschende des Paul-Ehrlich-Instituts untersuchten elf verschiedene Influenza-A-Virusstämme und deren Wirkung auf unterschiedliche menschliche Immunzellen. Die Ergebnisse zeigen, dass hochpathogene Vogelgrippeviren bestimmte Immunzellen infizieren und so zur Produktion von Typ-I-Interferon anregen. Dies könnte erklären, warum diese Viren besonders gefährlich sind. Über die Forschungsergebnisse berichtet Emerging Microbes & Infections in seiner Onlineausgabe vom 03.09.2025.
"Unsere Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht nur die Immunzellen, die bisher immer im Fokus bei der Produktion von Typ-I-Interferon standen, sondern auch andere Zellen des Immunsystems ausschlaggebend dafür sein könnten, ob eine Influenza-Infektion eine überschießende Antwort des Immunsystems auslöst. Dieses Wissen ist wichtig, um das Risiko gefährlicher Virusvarianten besser einschätzen zu können", fasst Prof. (apl.) Zoe Waibler, Vizepräsidentin (komm.) des Paul-Ehrlich-Instituts, die Studie zusammen.
Grippeviren gehören weltweit zu den wichtigsten Erregern von Atemwegserkrankungen. Während die meisten Infektionen relativ mild verlaufen, können bestimmte Virusvarianten schwere Lungenentzündungen auslösen, die bis zum akuten Lungenversagen führen. Besonders gefährlich sind dabei hochpathogene Grippeviren, die häufig von Vögeln auf den Menschen überspringen und mit deutlich höheren Sterblichkeitsraten verbunden sind. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Immunsystem: Manche Virusstämme bringen den Körper dazu, übermäßig viele Botenstoffe – sogenannte Zytokine – auszuschütten. Kommt es zu solch einem Zytokinsturm, schädigt die Abwehrreaktion am Ende das eigene Gewebe stärker als das Virus selbst.
Warum aber lösen manche Grippeviren solch überschießende Reaktionen aus, während andere kaum schwere Verläufe verursachen? Um dies besser zu verstehen, hat ein Forschungsteam des Paul-Ehrlich-Instituts um Dr. Martina Anzaghe, Fachgebiet Forschung Immunologie, gemeinsam mit der Abteilung Virologie der Universitätsklinik Freiburg, elf verschiedene Influenza-A-Virusstämme – sowohl übliche saisonale Grippeviren als auch hochpathogene Vogelgrippeviren – untersucht. Sie prüften, wie die Grippeviren unterschiedliche Immunzellen infizieren und zur Ausschüttung von Botenstoffen anregen…. .
Tierische Produkte ohne Tierhaltung : Geht das überhaupt?
Tierische Produkte ohne Tierhaltung. Wie soll das funktionieren? Mit der zellulären Landwirtschaft. So wird die Herstellung tierischer Produkte wie Fleisch, Milch oder Eier bezeichnet, ohne dass dafür Tiere gehalten oder geschlachtet werden müssen. Stattdessen werden Zelllinien in kontrollierten Umgebungen wie Bioreaktoren kultiviert.
Biotechnologie
Diese Technologie basiert auf bewährten Verfahren und verspricht eine deutlich ressourcenschonendere Lebensmittelproduktion. Dazu gehören beispielsweise pilzbasierte Lebensmittel (z. B. Myzel-Produkte wie bei Kynda Biotech). Diese basieren auf der Fermentation von Pilzmyzel – also nicht-tierischen Zellen. Sie fallen nicht unter Zellkultivierung tierischer Zellen, sondern gehören zur mikrobiellen Fermentation. Damit sind pilzbasierte Produkte zwar keine klassische zelluläre Landwirtschaft – sie nutzen jedoch verwandte biotechnologische Prinzipien und werden oft als Teil eines größeren alternativen Produktionsansatzes betrachtet.
Das ganze hat auch einen tieferen Sinn. Denn die Landwirtschaft steht vor gewaltigen Aufgaben: Sie muss eine wachsende Weltbevölkerung ernähren, Klima und Umwelt schützen, Ressourcen effizient nutzen – und dabei wirtschaftlich bestehen. Ein Ansatz, der zunehmend an Bedeutung gewinnt, ist die sogenannte zelluläre Landwirtschaft. Gemeint sind damit biotechnologische Verfahren zur Herstellung von Lebensmitteln – jenseits von Ackerbau und klassischer Tierhaltung.
„Zelluläre Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle für ein nachhaltiges Ernährungssystem der Zukunft“, sagt Florentine Zieglowski, Mitgründerin und Direktorin von RESPECTfarms – einer Organisation, die erforscht, wie Landwirte aktiv an dieser Entwicklung teilhaben können. Wichtig sei, betont Zieglowski, dass es dabei nicht um eine Verdrängung der traditionellen Landwirtschaft gehe: „Zelluläre Landwirtschaft soll ein überlastetes System entlasten und neue Wege der Co-Existenz eröffnen.“… .
Mit dem „ZukunftsStall ANMS 4.0“ gibt es eine wirksame Lösung für die geforderte Klima- und -Umweltgerechtigkeit.
Gesellschaft, Politik, Klima- und Umweltverbände fordern aktuell mit Vehemenz, dass die vom Welt-Klimarat vorgegebenen CO2 Einsparungen bis 2040, 2050 und bedingt von allen Bereichen, von der Industrie, vom Verkehr, von der Landwirtschaft und auch von der Bevölkerung unbedingt zu erreichen sind. Hierbei steht die Landwirtschaft im Allgemeinen, die Milchwirtschaft in Besonderen und der menschlichen Verzehr von Milch und Fleisch im Zentrum der öffentlichen vorgetragenen Kritik.
Mit ihrer Tätigkeit in der Pflanzen- und Tierproduktion hat die Landwirtschaft, insbesondere durch die Bindung von CO2 in der Biomasse und im Boden, aber auch durch verursachte Emissionen an Methan (CH4), Lachgas (N2O) und Kohlendioxid (CO2) sowie Ammoniak (NH3) grundsätzlich erheblichen Einfluss – sowohl negativ als auch positiv – auf die Umwelt und letztlich auf das aktuelle und vor allem das künftige Klima.
Die Emissionen aus der deutschen Tierhaltung sind aber aufgrund verbesserter Produktionssysteme und der heblichen Reduktion Tierbestände, vor allem in den Neuen Bundesländern, in den letzten Jahren, d. h. seit 1990, um mehr als 30 Mio. t CO2-Äquivalente gesunken! Die CO2- Bilanz der deutschen Land- und Forstwirtschaft ist darüber hinaus nach Einschätzung des Bundeslandwirtschaftsministeriums mit rund 39 Mio. t eindeutig im Plus! Denn dem „Kohlenstoff-Exporten“ in Höhe von 168 Mio. t stehen nur Emissionen (einschließlich N-Mineraldüngerherstellung) der Landwirtschaft in Höhe von brutto 129 Mio. t gegenüber.
Der Anteil der Landwirtschaft an den gegenwärtig erzeugten Treibhausgasemissionen ist generell immer noch sehr hoch. Sie liegen laut Weltklimarat, dem Intergouvernemental Panel on Climate Change (IPCC), weltweit bei 14 Prozent und in Deutschland bei 11 Prozent. Der Anteil der Landwirtschaft an der gesamten CO2-Emission beträgt 6 Prozent, der an Lachgas 82 Prozent! Der Methan-Ausstoß (45 Prozent) stammt dabei zu 93 Prozent aus der Rinderhaltung und wird vorwiegend durch die Milchwirtschaft verursacht. Die landwirtschaftlich genutzten Böden setzen zudem jährlich ca. 100.000 t Ammoniak (NH3), 80.000 t Stickstoffmonoxid (NO) sowie 70.000 t Lachgas (N2O) frei.
Diese Emissionen sind zum einen ein großes Problem für Klimas und Umwelt, sie können aber zum anderen, wenn es gelingt sie mit Hilfe des „ZukunftsStalls ANMS 4.0“ zu separieren zu zusätzlichen Wirtschaftlichen Leistungen genutzt werden.
Autoren: Dr. agr. habil. Werner Baumgart und Steffen Baumgärtel, Projektentwickler (IHK)
Versteigerung: Eine qualitative Augustversteigerung in Maishofen - Pinzgau
Europaweit herrschen auf den Rindfleischmärkten derzeit positive Tendenzen. Auch wenn es in den unterschiedlichen Ländern zu differenzierten Entwicklungen kommt, gilt, dass wir eine erfreuliche positive Entwicklung auf den Märkten haben.
Schlachtrinder:
In Deutschland herrscht eine differenzierte Entwicklung zwischen dem Norden und dem Süden. Im Norden von Deutschland ist das Angebot im Jungstierbereich etwas umfangreicher und der Bedarf der Schlachtunternehmen kann gedeckt werden. Somit bleibt das Niveau unverändert, während in den südlichen Bundesländern das Preisniveau nochmals leicht nach oben geht. Eine ähnliche Situation stellt sich in der Vermarktung von Schlachtkühen dar.
In Österreich ist das Angebot im Jungstierbereich abermals etwas rückläufig gegenüber der Vorwoche. Gleichzeitig können die Bestellungen der Kunden teilweise nur bedingt erfüllt werden. Somit steigen die Notierungspreise entsprechend an. Bei Redaktionsschluss gab es noch keine definitive Einigung mit allen Marktpartnern.
Bei den Schlachtkühen ist die Marktsituation auch etwas untypisch für diese Jahreszeit: Das knappe Angebot und die gute Vermarktungssituation international ermöglichen es, dass die Preise nochmals leicht ansteigen. Bei Schlachtkühen und Schlachtkalbinnen erfolgt daher eine Anpassung der Preisnotierung nach oben. Die Entwicklung der Kuhpreise in den nächsten Wochen wird in erster Linie davon abhängen, inwieweit saisonale Überhänge speziell aus den westlichen Bundesländern auf dem Markt kommen. Sollten diese Mengen kontinuierlich am Markt abfließen, wird es keine wesentlichen Preisbewegungen geben.
Schlachtkälber notieren leicht steigend zur Vorwoche… .
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Denken Sie bitte an das KÄLBER & FRESSER-Seminar am 23. – 24. September in A-Rottenbach bei Haag (OÖ) , wo Prof. Kaske und Dr. Kunz ihr „geballtes“ Kälberwissen weitergeben. Besonders bei den hohen Preisen muss/sollte jedes Tier gesund (und ökonomisch) aufwachsen.
Beim AVA-Seminar sollten Sie nicht fehlen. HIER alle Infos zur AVA-Tagung
