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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Frohe Ostern!

Wir, das gesamte AVA-Team, wünschen Ihnen allen ein frohes Osterfest.
Vielleicht kommen Sie ja ein wenig zur Ruhe und können, im Kreise Ihrer Familien, den täglichen Stress mal ein paar Stunden vergessen.
Und wenn Sie ein klein wenig schmunzeln wollen, denn klicken Sie hier
Studie: Kooperieren Schweine beim Problemlösen bewusst?
Schweine kooperieren beim Problemlösen ohne tieferes Verständnis zu zeigen
Viele Tierarten handeln zusammen, um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Bei Hausschweinen wurde kürzlich gezeigt, dass sie einen Holzbalken paarweise anheben (joint log-lift, JLL), um an Futter zu gelangen. Nicht klar war jedoch, ob Schweine verstehen, dass sie für diese Aufgabe einen Partner brauchen. Eine nun in „Scientific Reports“ erschienene Studie der Veterinärmedizinischen Universität Wien konnte nicht nachweisen, dass hinter dem kooperativen Verhalten ein nachweisbares tieferes Verständnis für die Notwendigkeit von Zusammenarbeit steckt.
In der Testanordnung der Studie wurden Schweine, die die JLL-Aufgabe zuvor in der Lernphase erfolgreich mit Partnerschweinen bewältigt hatten, in der Testphase zunächst alleine mit der Aufgabe/dem Apparat konfrontiert. Sie konnten aber eine Tür öffnen, um einem vertrauten Partnertier aus dem Nachbargehege Zugang zu gewähren, damit es ihnen bei der Lösung des Problems hilft.
In allen Versuchsbedingungen öffneten die Schweine die Tür zum Nachbargehege und ließen so das zweite Tier in ihr Gehege (sofern sich dieses dort befand). Ein Vergleich der verschiedenen Testbedingungen ergab aber, dass die Latenzzeiten zum Öffnen der Tür, um einen Partner zu rekrutieren, und zur Rückkehr zum JLL-Apparatnach dem Öffnen der Tür nicht darauf schließen lassen, dass die Versuchstiere die Notwendigkeit eines Partners für die Problemlösung verstanden haben. „Wie viele andere Tierarten bei kooperativen Aufgaben, dürften (wohl)auch Schweine bei der JLL-Aufgabe ein komplexes kooperatives Ergebnis erzielen, ohne die Notwendigkeit eines Partners vollständig zu realisieren“, schließt daraus Studien-Erstautor Jim McGetrick, vormals am Zentrum für Tierernährung und Tierschutzwissenschaften der Vetmeduni und nun am Department für Verhaltens- und Kognitionsbiologie der Universität Wien.
Gemeinsam in Aktion ohne Kenntnis der Zusammenhänge?
Laut Studien-Letztautor Jean-Loup Rault, Professor für Tierschutzwissenschaften an der Vetmeduni, lässt sich zusammenfassend sagen, „dass die Schweine in dieser Studie zwar während der Lernphase sehr erfolgreich einen Balken mit einem Partner hochheben konnten, die anschließende Testsituation jedoch nur begrenzte Hinweise darauf lieferte, dass sie die Notwendigkeit eines Partners für die erfolgreiche Bewältigung dieser Herausforderung auch verstehen, obwohl sie eine große soziale Motivation zeigen.“
Denn obwohl sie die Tür im Testgehege öffneten und es in einigen Fällen gelang, den Balken mit dem Partner in der JLL-Bedingung, in der ein Partnerschwein notwendig und (im Nachbargehege) vorhanden war, zu heben, zeigte der Vergleich der unterschiedlichen Testbedingungen größtenteils nicht, dass sie ihr Verhalten daran anpassten, ob ein Partner benötigt wurde oder nicht. Zukünftige Arbeiten werden laut McGetrick erforderlich sein, um festzustellen, ob Schweinen die Konsequenzen des Öffnens einer Tür in einer solchen Situation klar sind – denn auch das ist bislang nicht erwiesen. Die Komplexität der Aufgabe, die den Schweinen gestellt wurden, kann trotz ihrer bekannten Intelligenz eine Herausforderung sein, mit der auch andere Tierarten, sogar der Mensch, zu kämpfen haben könnten.
Der Artikel „Pigs solve a cooperative task without showing a clear understanding of the need for a partner“ von Jim McGetrick, Kimberly Brosche, Clémence Nanchen und Jean-Loup Rault wurde in „Scientific Reports“ veröffentlicht.
Hier der Wissenschaftlicher Artikel
Tierärztliche Überwachung der Klauengesundheit in Milchviehbetrieben
Einleitung
Die Klauengesundheit ist ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit von Milchkühen. Klauenerkrankungen können zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten führen, da sie die Milchproduktion beeinträchtigen, die Fruchtbarkeit verringern und die Lebensdauer der Tiere verkürzen. Die tierärztliche Überwachung der funktionellen Klauenpflege und Klauenorthopädie ist daher von zentraler Bedeutung, um die Gesundheit und Produktivität der Herde zu gewährleisten. Dieser Beitrag beleuchtet die wichtigsten Aspekte der tierärztlichen Betreuung in diesem Bereich und gibt praktische Empfehlungen für die Umsetzung auf Farmen.
Grundlagen der Klauengesundheit
Die Klauen von Kühen sind komplexe Strukturen, die aus Horn, Lederhaut, Knochen und Gelenken bestehen. Sie tragen das gesamte Gewicht des Tieres und sind ständig mechanischen Belastungen ausgesetzt. Eine ungleichmäßige Belastung der Klauen, verursacht durch Fehlstellungen, unzureichende Pflege oder ungünstige Haltungsbedingungen, kann zu Schäden führen. Häufige Klauenerkrankungen sind die Klauenrehe, die Mortellaro-Krankheit (digitale Dermatitis) und die Sohlengeschwüre.
Die Rolle der Klauenorthopädie
Die Klauenorthopädie befasst sich mit der Korrektur von Fehlstellungen und der Wiederherstellung der normalen Funktion der Klauen. Dies ist besonders wichtig bei Kühen mit chronischen Klauenerkrankungen oder nach Verletzungen. Die orthopädische Behandlung umfasst das fachgerechte Beschneiden der Klauen, das Anbringen von Klauenprothesen oder -schuhen und gegebenenfalls chirurgische Eingriffe.
Funktionelle Klauenpflege
Die funktionelle Klauenpflege zielt darauf ab, die natürliche Form und Funktion der Klauen zu erhalten oder wiederherzustellen. Dies geschieht durch regelmäßiges und korrektes Beschneiden der Klauen, um eine gleichmäßige Belastung zu gewährleisten und Druckstellen zu vermeiden. Die funktionelle Klauenpflege sollte präventiv durchgeführt werden, um das Auftreten von Klauenerkrankungen zu verhindern.
Tierärztliche Überwachung
Die tierärztliche Überwachung der Klauenorthopädie und funktionellen Klauenpflege umfasst mehrere Schritte:
1. Regelmäßige Untersuchungen: Tierärzte sollten regelmäßige Klauenuntersuchungen durchführen, um frühzeitig Anzeichen von Erkrankungen oder Fehlstellungen zu erkennen. Dies kann im Rahmen der routinemäßigen Gesundheitschecks erfolgen.
2. Diagnostik und Behandlung: Bei Verdacht auf eine Klauenerkrankung sollte der Tierarzt eine genaue Diagnose stellen und eine geeignete Behandlung einleiten. Dies kann die Verabreichung von Medikamenten, das Anbringen von Verbänden oder orthopädischen Hilfsmitteln und in schweren Fällen chirurgische Eingriffe umfassen.
3. Schulung des Farmpersonals: Tierärzte spielen eine wichtige Rolle bei der Schulung des Farmpersonals in der korrekten Durchführung der Klauenpflege. Dies umfasst das Erlernen der richtigen Techniken des Klauenschneidens und das Erkennen von Anzeichen für Klauenerkrankungen.
4. Präventive Maßnahmen: Tierärzte sollten mit den Landwirten zusammenarbeiten, um präventive Maßnahmen zu entwickeln, die das Risiko von Klauenerkrankungen verringern. Dazu gehören die Optimierung der Haltungsbedingungen, die Verbesserung der Stallhygiene und die regelmäßige Klauenpflege.
Praktische Empfehlungen
- Regelmäßige Klauenpflege: Die Klauen sollten alle 6 bis 8 Wochen durch den Landwirt selbst oder den professionellen Klauenpflege überprüft und bei Bedarf beschnitten werden. Dies hilft, Fehlstellungen und übermäßigen Hornwachstum zu verhindern. Der bestandsbetreuende Tierarzt sollte diese Klauenpflegemaßnahmen immer wieder überprüfen und auch die Diskussion mit den Klauenpflegenden bei Bedarf suchen.
- Haltungsbedingungen optimieren: Saubere und trockene Laufflächen reduzieren das Risiko von Infektionen. Weiche und rutschfeste Böden schonen die Klauen und verringern das Risiko von Verletzungen.
- Frühzeitige Intervention: Anzeichen von Lahmheit oder Klauenerkrankungen sollten umgehend untersucht und behandelt werden, um eine Verschlimmerung zu verhindern.
- Dokumentation: Die tierärztlichen Untersuchungen und Behandlungen sollten sorgfältig dokumentiert werden, um den Gesundheitsstatus der Herde zu überwachen und die Wirksamkeit der Maßnahmen zu bewerten.
Fazit
Die tierärztliche Überwachung der Klauenorthopädie und funktionellen Klauenpflege ist ein wesentlicher Bestandteil des Herdenmanagements auf Milchviehfarmen. Durch regelmäßige Untersuchungen, Schulungen des Personals und präventive Maßnahmen können Klauenerkrankungen effektiv verhindert und behandelt werden. Dies trägt nicht nur zum Wohlbefinden der Tiere bei, sondern sichert auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Farm. Tierärzte spielen dabei eine zentrale Rolle als Berater und Behandler, um die Klauengesundheit der Kühe langfristig zu erhalten.
Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) bietet zur Thematik den zweiten praxisorientierte Workshops „Klauenorthopädie, Klauenchirurgie und Klauenpflege“ am 14. Mai 2025 in Dachsbach (Mittelfranken(/Bayern) an.
Dieser Workshop richtet sich an Tierärztinnen und Tierärzte, die ihre Kenntnisse und Fähigkeiten in der Klauengesundheit, klauenorthopädischen Maßnahmen und Klauenchirurgie updaten und vertiefen möchten, um die Gesundheit und Leistungsfähigkeit von Milchkühen in ihren bettreuten Betrieben nachhaltig zu verbessern.
Termin und Orte:
Mittwoch, 09. April 2025 in 91462 Dachsbach (Mittelfranken/Bayern)
Workshopleitung:
Der Workshop wird von Dr. med. vet. Christoph Meis, Tierarzt und Instrukteur für funktionelle Klauenpflege, geleitet, der über langjährige Erfahrung in der Klauengesundheit und -chirurgie verfügt.
Warum teilnehmen?
Die bisherigen AVA-Klauenworkshops wurden von den Teilnehmenden durchweg als „hervorragend“ und „sehr praxisrelevant“ bewertet. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um sich weiterzubilden und Ihre Kompetenzen in der Klauengesundheit zu stärken – für gesündere Tiere und erfolgreichere Betriebe.
Anmeldung und weitere Informationen:
Details zum Ablauf, den Kosten und der Anmeldung für Steinfurt (Münsterland) bzw. Dachsbach (Bayern), finden Sie auf unserer Website www.ava1.de oder kontaktieren Sie uns direkt.
Die AVA freut sich auf Ihre Teilnahme und einen intensiven fachlichen Austausch!
Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA), EG Hellwig
Einladung zum Praktischen Workshop der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) zur Klauengesundheit (Klauenorthopädie, Klauenchirurgie und Klauenpflege) bei Kühen für Tierärzte und Tierärztinnen
Die Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA) lädt TÄ herzlich zu unseren praxisorientierten Workshops zur Klauengesundheit bei Kühen ein. Der zweite Workshop findet am 14. Mai in Mittelfranken/Bayern (Dachsbach) statt.
Der Workshop ist sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Tierärztinnen und Tierärzte geeignet, die ihr Wissen auffrischen und vertiefen möchten.
Workshop-Programm:
-Vormittags: Theoretischer Teil
Hier werden die Grundlagen der Klauengesundheit, aktuelle Erkenntnisse und bewährte Praktiken vermittelt. Themen wie Klauenorthopädie, funktionelle Klauenpflege und die Prävention von Klauenerkrankungen stehen im Fokus.
- Nachmittags: Praktischer Teil
Im praktischen Teil haben Sie die Möglichkeit, das Erlernte direkt an (genügend) Kuhklauen umzusetzen. Unter fachkundiger Anleitung können Sie Techniken des Klauenschneidens, und der Behandlung von Klauenerkrankungen (+Klauenchirurgie) üben.
Warum teilnehmen?
Die bisherigen AVA-Klauenworkshops wurden von den Teilnehmenden durchweg als „hervorragend“ und „sehr praxisrelevant“ bewertet. Nutzen Sie diese Gelegenheit, um:
- sich (wieder einmal) upzudaten,
- Ihr Fachwissen zu erweitern,
- praktische Fertigkeiten zu vertiefen,
- und sich mit Kolleginnen und Kollegen auszutauschen.
Ihre Teilnahme trägt dazu bei, die Klauengesundheit in Ihren betreuten Betrieben zu verbessern – für gesündere Tiere und erfolgreichere Betriebe.
Anmeldung und weitere Informationen:
Details zum Ablauf, den Kosten und der Anmeldung für die Workshops in Steinfurt (Münsterland) bzw. Dachsbach (Bayern) finden Sie auf unserer Website: www.ava1.de. Bei Fragen können Sie uns auch gerne direkt kontaktieren.
Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen intensiven fachlichen Austausch!
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Team der Agrar- und Veterinär-Akademie (AVA)
EG Hellwig, Fachtierarzt und Agrarwissenschaftler
Neue Antibiotika-Klasse wirksam gegen MRSA
Epidermicin NI01 soll mit Gel bei der Behandlung von Operationswunden zum Einsatz kommen
Eine tägliche Dosis von Epidermicin NI01 ist bei der Bekämpfung von MRSA genauso wirksam wie der derzeitige Behandlungsstandard. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der University of Plymouth (https://www.plymouth.ac.uk). Die neue antibiotische Verbindung hat das Amprologix (https://www.amprologix.com ) entwickelt, ein Spin-off der Universität.
Antibiotika kurz einsetzen
Die Ergebnisse sind durch ein stabiles Infektionsmodell der Haut erzielt worden. Eine weitere präklinische Entwicklung ist geplant. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob Epidermicin NI01 bei Gels für die Haut einsetzbar ist. Damit könnten Hautinfektionen aufgrund von MRSA und anderen Bakterien auch bei Operationswunden behandelt werden. Ein längerer Einsatz von Antibiotika würde damit überflüssig.
Laut dem leitenden Wissenschaftler Mathew Upton gibt es gegenwärtig zwar Antibiotika für die Behandlung von durch MRSA oder anderen Staphylokokkenstämmen verursachte Infektionen. Sie können jedoch zu vielen Nebenwirkungen führen. Zudem besteht dem Forscher zufolge bei vielen Bakterien zunehmend eine Resistenz und damit die Gefahr eines Scheiterns der Behandlung.
Kongress in Wien im April
Upton gilt als weltweit führender Experte im Bereich der antimikrobiellen Resistenz und leitet die Antibiotic Resistant Pathogens Research Group an der University of Plymouth. Amprologix wurde 2018 für die Vermarktung seiner Forschungen gegründet. Upton wird die aktuellen Forschungsergebnisse auf dem Kongress "ESCMID Global 2025 (https://www.escmid.org/congress-events/escmid-global/vienna-2025 )" präsentieren, der von 11. bis 15. April in Wien stattfindet.
NÖ Rindermarkt Woche 15/2025
Märkte in Österreich stabil
Der EU-Schlachtrindermarkt zeigt sich unverändert zu den Vorwochen – In Deutschland setzt sich die stabile Preisentwicklung bei guter Nachfrage im Jungstierbereich fort – Anders ist es bei weiblichen Schlachtrindern, die ungebrochen rege nachgefragt werden – Da der Bedarf an Schlachtkühen und Schlachtkalbinnen in Deutschland nicht gedeckt werden kann, ziehen die Preise neuerlich an – In Österreich kam es zu keinen preislichen Änderungen im Schlachtrinderbereich – Jungstiere können gut vermarktet werden, wobei das Angebot aufgrund einer erhöhten Abgabebereitschaft der Betriebe leicht gestiegen ist – Ein ähnliches Bild lässt sich bei weiblichen Schlachtrindern erkennen – Die angebotenen Mengen werden problemlos am Markt abgesetzt – Bislang haben die Ausbrüche der MKS in Ungarn und Slowenien keine negativen Auswirkungen auf den heimischen Schlachtrindermarkt – Es gilt Ruhe zu bewahren und keine vorgezogenen Verkäufe zu tätigen – Die Preise von Schlachtkühen und Schlachtkalbinnen bleiben stabil – Die NÖ Rinderbörse bezahlt für Schlachtstiere der Klasse U einen Basispreis von 5,64 € (unverändert) pro kg plus USt. … .
Ungarn verstärkt Maßnahmen gegen Maul- und Klauenseuche
Der ungarische Landwirtschaftsminister Istvan Nagy hat neue Maßnahmen angekündigt, um die Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche im Land einzudämmen. Gleichzeitig versicherte er, dass die Situation unter Kontrolle sei: "Es gibt keine neuen Herde der Maul- und Klauenseuche, die Kontrolle ist effektiv", erklärte er.
Während einer Pressekonferenz am Samstag betonte Minister Nagy, dass die Kontrolle über die Krankheit wirksam sei und keine neuen Herde entdeckt worden seien. Die ungarische Regierung bildete zudem am Freitag in Budapest eine spezielle Taskforce zur Bekämpfung der Krankheit.
Zu den eingeführten Maßnahmen gehört ein Verbot der Einfuhr von Tieren in das Komitat Győr-Moson-Sopron, wo Anfang März Herde der Maul- und Klauenseuche entdeckt wurden. Der Transport von Tieren ist nur zu bestimmten Schlachtstätten erlaubt. Die Polizei wurde in die Kontrolle der Betriebe einbezogen, zudem sind alle Tierschauen verboten und der örtliche Zoo wurde geschlossen.
Minister Nagy verkündete außerdem ein einjähriges Moratorium für die Rückzahlung von Krediten für Tierzüchter. Derzeit sind in Ungarn etwa 3.500 Stück Vieh mit der Maul- und Klauenseuche infiziert. Die ungarischen Behörden stehen in ständigem Kontakt mit den Behörden der Slowakei, wo ebenfalls Ausbrüche der Krankheit entdeckt wurden.
Die Situation in der Region
Es sind die ersten Fälle von Maul- und Klauenseuche in Ungarn seit 1973. Am Freitag bestätigte das slowakische Landwirtschaftsministerium den sechsten Krankheitsherd im Land. Als Reaktion auf die Bedrohung schloss Österreich über 20 Grenzübergänge zur Slowakei und Ungarn.
Weideaustrieb in NRW startet
Auf vielen Bauernhöfen in Nordrhein-Westfalen beginnt in diesen Tagen der Weideaustrieb. Landwirt Torsten Mühlinghaus aus Wermelskirchen im Bergischen Land etwa will heute seine rund 90 Milchkühe auf die Weideflächen schicken. Das Spektakel lockt meist auch zahlreiche Zuschauer an.
Der Weideaustrieb richte sich nicht nach einem festen Termin, sagte eine Sprecherin der Landwirtschaftskammer NRW. «Es ist vor allem abhängig davon, wie gut die Weidefläche nach dem Winter abgetrocknet ist.» Wenn der Boden noch zu nass sei, könnten die Tiere ihn schädigen oder würden im Matsch stehen.
Einige Höfe hätten ihre Kühe schon auf die Weide gebracht. Da es nun länger trocken gewesen sei und laut Prognosen auch vorerst bleiben solle, würden in nächster Zeit sicherlich auch die anderen Betriebe die Weidesaison eröffnen, sagte die Sprecherin.
Weideaustrieb in NRW startet
Auf vielen Bauernhöfen in Nordrhein-Westfalen beginnt in diesen Tagen der Weideaustrieb. Landwirt Torsten Mühlinghaus aus Wermelskirchen im Bergischen Land etwa will heute seine rund 90 Milchkühe auf die Weideflächen schicken. Das Spektakel lockt meist auch zahlreiche Zuschauer an.
Der Weideaustrieb richte sich nicht nach einem festen Termin, sagte eine Sprecherin der Landwirtschaftskammer NRW. «Es ist vor allem abhängig davon, wie gut die Weidefläche nach dem Winter abgetrocknet ist.» Wenn der Boden noch zu nass sei, könnten die Tiere ihn schädigen oder würden im Matsch stehen.
Einige Höfe hätten ihre Kühe schon auf die Weide gebracht. Da es nun länger trocken gewesen sei und laut Prognosen auch vorerst bleiben solle, würden in nächster Zeit sicherlich auch die anderen Betriebe die Weidesaison eröffnen, sagte die Sprecherin.
MKS: Burgenland will Assistenzeinsatz des Bundesheers an Grenze
Der Assistenzeinsatz wird für Desinfektionsmaßnahmen angefordert. An den Grenzübergängen in der weiteren Sperrzone werden Seuchenteppiche eingerichtet
Das Burgenland wird für Desinfektionsmaßnahmen im Zuge der Maul- und Klauenseuche an den Autobahn-Grenzübergängen Kittsee (A6) und Nickelsdorf (A4) einen Assistenzeinsatz des Bundesheers anfordern. Das teilte der Krisenstab des Landes Freitagmittag der APA mit. An den geöffneten Grenzübergängen in der weiteren Sperrzone werden Seuchenteppiche eingerichtet. 21 kleine Grenzübergänge werden in der Nacht auf Samstag gänzlich geschlossen.
Beim Bundesheer ist die offizielle Anforderung des Landes noch nicht eingetroffen. Man stehe bei Bedarf aber jederzeit bereit, die Gesundheitsbehörden zu unterstützen, erklärte Markus Matzhold auf APA-Anfrage. Das österreichische Heer ist aktuell in der Slowakei bei Dekontaminationsmaßnahmen mit 50 Soldaten im Einsatz.
Sperre bis 20. Mai
Die 21 kleinen Grenzübergänge werden ab 5. April 00.00 Uhr bis 20. Mai 2025 gesperrt. Weiterhin möglich ist der Grenzübertritt an den großen Übergängen Kittsee-Jarovce, Nickelsdorf-Hegyeshalom 1 und 2, Pamhagen-Fertöd, Klingenbach-Sopron, St. Margarethen-Sopronköhida, Rattersdorf-Köszeg sowie allen Übergängen in den Bezirken Oberwart, Güssing und Jennersdorf.
An den geöffneten Grenzübergängen in den Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt Umgebung und Oberpullendorf - dies ist die erweiterte Sperrzone - wurden am Freitag von der Baudirektion des Landes Seuchenteppiche eingerichtet. Diese sollen die Einschleppung des Virus durch einreisende Kraftfahrzeuge verhindern. Diese Flächen, auf denen Desinfektionsmittel aufgetragen wird, werden dann von allen Fahrzeugen aus Ungarn oder der Slowakei passiert. Bei den Desinfektionsmaßnahmen an den Autobahn-Grenzübergängen Kittsee und Nickelsdorf soll der Assistenzeinsatz des Bundesheeres unterstützen. Zusätzlich befinde sich das Land in Abstimmung mit der Asfinag, hieß es weiters. Es wurde auch appelliert, nicht notwendige Fahrten über die Grenzen nach Ungarn und die Slowakei derzeit zu unterlassen…. .
Tiermedizin in Leipzig - Traumberuf und Knochenjob
Tierärztin werden: davon haben Svenja Ritter und Carla Meyer schon seit Kindesbeinen geträumt. Und ihnen ist klar: eine Arbeit mit der Garantie auf "work life balance" ist das nicht. Trotzdem ist es ihr Traumberuf. Nur fünf Universitäten und Hochschulen gibt es in Deutschland, die Tiermediziner ausbilden. Leipzig ist mit 150 Studierenden pro Semester eine verhältnismäßig kleine Fakultät. Aber sie ist diejenige, die auf die längste kontinuierliche Geschichte in Deutschland zurückblicken kann. Tierärztin werden - davon haben Svenja Ritter und Carla Meyer schon seit Kindesbeinen geträumt. Svenja hat bei ihrem Großvater erlebt, was es bedeutet, Tierarzt zu sein und ihr ist klar: eine Arbeit mit der Garantie auf "work life balance" ist das nicht. Trotzdem ist es ihr Traumberuf. Carla ist seit Kindesbeinen mit Tieren aufgewachsen. Sie wollte sich, seit sie denken kann, um das Wohl sogenannter "Nutztiere" kümmern. Die Hälfte des Studiums haben die beiden geschafft - jetzt kann gefeiert werden. Ein großes Bergfest steht bevor - eines, für das Leipzigs Fakultät seit Jahrzehnten bekannt ist. Nur fünf Universitäten und Hochschulen gibt es in ganz Deutschland, die Tiermediziner ausbilden. Leipzig ist mit 150 Studierenden pro Semester eine verhältnismäßig kleine Fakultät. Aber sie ist diejenige, die auf die längste kontinuierliche Geschichte in Deutschland zurückblicken kann: Seit 250 Jahren werden in Sachsen Tiermediziner ausgebildet. Alles begann 1774 in Dresden als "Thierarzneyschule". Es gab ein Auf und Ab in der Geschichte. Mehr als einmal war die Existenz der Schule durch Kriege und politische Umwälzungen bedroht. Immer wieder gelang es herausragenden Persönlichkeiten, den Fortbestand der Ausbildung zu sichern - bis heute. Der Dresdner Professor Johannes Schmidt beispielsweise brachte die Fakultät über die schweren Nachkriegsjahre. Ein großer Teil der Gebäude war zerstört. Die Frage stand: Ist ein Neubeginn überhaupt möglich? Schmidt war bereits 75Jahre alt und warf sich mit all seiner Kraft in den Neubeginn und Wiederaufbau. Beides ist ihm gelungen. Heute vereint Leipzig Tradition und Innovation., wobei der Fokus nicht nur auf kleinen Tieren wie Hund - Katze - Maus, sondern auch auf den oft übersehenen Nutztieren, wie Kühen, Schafen, Scheinen und Pferden liegt. Ein Erbe aus DDR-Zeiten, das die Fakultät in die Zukunft trägt. Auch heute ist der Alltag der künftigen Veterinärmediziner hart: zur Arbeit an den Tieren und dem Umgang mit den Besitzern kommt die wissenschaftliche Arbeit mit Konferenzen rund um den Globus dazu. Svenja und Carla haben sich bewusst für Leipzig entschieden. Die Studierenden lieben - neben den Tieren - in Leipzig besonders das Studentenleben. Seit Generationen heißt es, dass in Leipzig nicht nur gut studiert, sondern auch besonders gut gefeiert wird. Im Film erleben wir eine neue Generation von Tierärzten und Tierärztinnen - wir erleben Studium und Studentenleben, wir erfahren von der Geschichte der Ausbildung und davon, wie sich der Umgang mit den Tieren bis hin zum Tierschutz im Laufe der Jahrhunderte verändert hat.
