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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Pestizide und andere gängige chemische Schadstoffe sind giftig für unsere "guten" Darmbakterien
Bei einem groß angelegten Laborscreening von vom Menschen hergestellten Chemikalien wurden 168 Chemikalien identifiziert, die für Bakterien im gesunden menschlichen Darm giftig sind. Diese Chemikalien unterdrücken das Wachstum von Darmbakterien, die als lebenswichtig für die Gesundheit gelten.
Zu den Chemikalien, die eine toxische Wirkung auf die menschlichen Darmbakterien haben, gehören Pestizide wie Herbizide und Insektizide, die auf Lebensmittelkulturen gesprüht werden. Diese Chemikalien unterdrücken das Wachstum von Darmbakterien, die als wichtig für die Gesundheit gelten.
Ailen Fernandez-Lande/ University of Cambridge
Von den meisten dieser Chemikalien, die wahrscheinlich über die Nahrung, das Wasser und die Umwelt in unseren Körper gelangen, wurde bisher nicht angenommen, dass sie irgendwelche Auswirkungen auf Bakterien haben.
Da die Bakterien ihre Funktion ändern, um sich gegen die chemischen Schadstoffe zu wehren, werden einige auch gegen Antibiotika wie Ciprofloxacin resistent. Wenn dies auch im menschlichen Darm geschieht, könnte dies die Behandlung von Infektionen erschweren… .
Deutscher Schweinemarkt im November: Erneuter Preisrutsch sorgt für Frustration bei den Erzeugern

aus: www.3tres3.com/de
Der Monat war in seinem Verlauf von einem saisonuntypischen Preisverfall geprägt und hinterließ eine Branche, die zwischen routiniertem Alltagsgeschäft und plötzlicher Verunsicherung schwankte.
Spanien führt neue Besatzdichten für Betriebe mit unkupierten Schweinen ein
Der Königliche Erlass 809/2025 führt eine Einstufung nach Betriebstypen ein und erlaubt höhere Besatzdichten in Betrieben, die alle Schweine mit intakten Schwänzen halten.
Die spanische Regierung hat den Königlichen Erlass (Real Decreto) 809/2025 vom 16. September zur Änderung des Königlichen Erlasses 1135/2002 über Mindestanforderungen für den Schutz von Schweinen verabschiedet. Die neue Regelung überarbeitet einige der 2023 eingeführten Bestimmungen und teilt Schweinehaltungsbetriebe künftig in drei Typen ein, abhängig davon, wie das Schwanzkupieren gehandhabt wird und welches Tierschutzniveau erreicht wurde.
Betriebe des Typs 1, die alle Tiere mit intakten Schwänzen halten, dürfen weniger restriktive Besatzdichten anwenden und sich wieder nach den in der Richtlinie 2008/120/EG festgelegten Werten richten. Demgegenüber müssen Betriebe des Typs 3, die weiterhin das routinemäßige Kupieren der Schwänze praktizieren, auch künftig die strengeren Besatzdichten von 2023 einhalten.
Zusätzlich führt der Erlass eine Zwischenkategorie (Typ 2) für Betriebe ein, die zwar noch einige kupierte Tiere halten, aber Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls umgesetzt haben. Diese Betriebe dürfen leicht höhere Besatzdichten anwenden, wenn sie die Einhaltung bestimmter Voraussetzungen nachweisen. Dazu zählen beispielsweise ein Tierwohlplan, automatische Systeme zur Temperatur- und Luftqualitätskontrolle, der begrenzte Einsatz von Antibiotika sowie Beschäftigungsmaterialien für mindestens 86 % der Tiere.
Darüber hinaus schreibt der neue Gesetzestext vor, dass 2,5 % der Stallfläche für die Absonderung kranker oder verletzter Tiere reserviert werden müssen, und legt die Mindestanzahl von Fütterungs- und Tränkestellen in Abhängigkeit von der Tiergröße fest.
Der Königliche Erlass 809/2025 tritt am 9. März 2026 in Kraft und soll den schrittweisen Verzicht auf das Schwanzkupieren fördern, indem Betriebe belohnt werden, die ein hohes Maß an Tierwohl erreichen, ohne dabei ihre Produktivität zu beeinträchtigen.
10. Oktober 2025/ Spanisches Amtsblatt (BOE)/ Spanien.
https://www.boe.es
Keine Entwarnung bei der Vogelgrippe
Für die Geflügelhalter gibt es nach dem Durchzug von besonders für die Vogelgrippe anfälligen Kranichen keine Entwarnung. «Wir müssen abwarten, wie sich das weiter entwickelt», sagte eine Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts.
Es werde bislang weiter davon ausgegangen, dass auch andere Wildvogelarten das Virus tragen. Möglicherweise hätten sich die empfindlichen Kraniche an Rastplätzen bei anderen Wildvögeln infiziert.
Nicht mehr die hohe Dynamik
Vor drei Wochen seien bei der Vogelgrippe noch stark steigende Zahlen verzeichnet worden. So eine Dynamik, wie sie in diesem Jahr von Mitte Oktober an verzeichnet worden sei, habe man zuvor noch nicht erlebt. Das habe sich nicht in diesem Ausmaß fortgesetzt: «Die Fallzahlen gehen nicht mehr so rasant hoch», erklärte die Sprecherin weiter. Das Infektionsgeschehen habe sich in Deutschland nach Westen, also auch nach Nordrhein-Westfalen, verlagert.
Bundesweit über 2 Millionen Tiere getötet
Seit dem 1. September seien bundesweit insgesamt etwa 2,3 Millionen Tiere bei Geflügelhaltern an der Vogelgrippe verendet oder wegen einer Infektion in dem jeweiligen Tierbestand getötet worden. Die weitere Entwicklung bei der Vogelgrippe hänge von verschiedenen Faktoren ab, zu denen auch das Winterwetter zähle, erklärte die Sprecherin. Bei einem heftigen Kälteeinbruch könnten weitere Wildvögel aus dem Osten Richtung Deutschland ziehen. Nach einer Übersicht des Instituts zu Tierseuchen sind in diesem Jahr mit Stand Freitagabend 2.056 Fälle von Vogelgrippe bei Wildvögeln registriert worden - so viele wie in keinem Jahr zuvor in der bis zum Jahr 2000 reichenden Zeitreihe. Bei den Geflügelbeständen in Betrieben sind es bundesweit 181 Fälle.
Auf NRW entfallen 148 Fälle bei Wildvögeln - wie bundesweit ein langjähriger Höchststand. In Tierhaltungen sind es 28 Fälle. Das ist nah dran an dem langjährigen Höchststand von NRW-weit 30 Fällen aus dem Jahr 2022. Nach Angaben des Landesagrarministeriums sind in Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr rund 230.000 Tiere in den Geflügelbeständen der Betriebe durch das Virus verendet oder infolge einer Infektion in dem Geflügelbestand getötet worden. Von Infektionen betroffen sind nach Auskunft des Landesministeriums unter anderem Regionen im Kreis Paderborn, im Kreis Kleve, im Kreis Wesel, im Kreis Coesfeld, im Kreis Gütersloh, im Rhein-Erft-Kreis sowie im Kreis Soest.
Besondere Schutzmaßnahmen
Das Landesministerium verwies darauf, dass das Friedrich-Loeffler-Institut das Risiko des Eintrags der Erkrankung in Geflügelhaltungen und bei Wildvögeln als «hoch» eingestuft hat. Wo es die Lage erfordere, seien beziehungsweise werden Sperrzonen eingerichtet, in denen besondere Schutzmaßnahmen gelten. Derzeit gebe es acht Sperrzonen - darunter Regionen in den Kreisen Recklinghausen, Kleve, Wesel, Paderborn, Gütersloh sowie im Raum Köln.
Ministerium richtet sich an Verbraucher
Außerdem erklärte das NRW-Agrarministerium: «Verbraucherinnen und Verbraucher in NRW können unverändert davon ausgehen, dass sie sichere, frische und hochwertige Lebensmittel kaufen können, dazu gehört auch der Einkauf von Eiern oder Geflügelfleisch», betonte die Ministeriumssprecherin.
Wie groß sind die Bestände?
Nach Daten des Statistischen Landesamtes sind 2024 in NRW 36,8 Millionen Tiere im Geflügelbereich geschlachtet worden. Darunter waren knapp 10.000 Enten und 23.000 Gänse. Mit 58,3 Millionen Tonnen war das die höchste Schlachtmenge der vergangenen 15 Jahre. In NRW haben 2024 mehr als 300 Betriebe insgesamt 5 Millionen Legehennen gehalten. Darunter waren 3,5 Millionen in Bodenhaltung. Die Legehennen in NRW legten 1,4 Milliarden Eier. Knapp die Hälfte der Eier wurde im Regierungsbezirk Münster produziert.
Weihnachtliche Lichtverschmutzung stresst Tiere
(AVA: Sorry, klingt wie "1. April")
Adventszeit, Lichterzeit: Hellleuchtende und womöglich auch blinkende Weihnachtsdekoration an Häusern kann Experten zufolge Tieren schaden. Empfehlenswert sei eine dezente Beleuchtung statt unnötiger Lichtverschmutzung. Manche Nachtfalter wie Frostspanner, Eulenfalter und Windenschwärmer etwa seien auch an milderen Wintertagen unterwegs, sagt Sabine Frank, Koordinatorin für den Sternenpark Rhön beim Landkreis Fulda.
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Nach Streeck-Äußerung: Altersmediziner gegen Diskriminierung
Darf das kalendarische Lebensalter allein über medizinische Entscheidungen bestimmen, wie es Streek, (CDU MdB für Bonn, Beauftragter der Bundesregierung für Sucht und Drogen, Prof. und Direktor des Instituts für Virologie), fordert
Ausgelöst durch Äußerungen von Hendrik Streeck fordert die DGG eine faire Debatte über die Medizin im Alter. Pauschale Therapieeinschränkungen für Hochbetagte lehnt DGG-Präsident Denkinger ab.
Die Deutsche Gesellschaft für Geriatrie (DGG) warnt vor pauschalen Überlegungen, hochbetagten Menschen bestimmte – auch teure – Therapien vorzuenthalten. „Das kalendarische Lebensalter allein darf niemals über medizinische Entscheidungen bestimmen“, betont Professor Michael Denkinger, Präsident der DGG. Die durch die Äußerungen des Drogenbeauftragten der Bundesregierung – Professor Hendrik Streeck – angestoßene Debatte verdeutliche die Notwendigkeit, die Rolle der Altersmedizin in Deutschland zu stärken.
„Die Geriatrie ist die Schlüsseldisziplin für eine angemessene medizinische Versorgung alternder Gesellschaften“, unterstreicht Denkinger für den gesamten DGG-Vorstand die Bedeutung der Altersmedizin…. .
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Altersgrenze für teure Medikamente? Streeck will Umdenken bei Versorgung Älterer
Mit einer Aussage zu teuren Medikamenten für sehr alte Menschen hat der Drogenbeauftragte Streeck für Wirbel gesorgt. Die Bundesregierung distanziert sich. Nun legt der Gesundheitspolitiker nach. Es gehe darum, wie man Menschen in ihren letzten Lebensphasen verantwortungsvoll begleite, statt sie aus falschen Anreizen überzuversorgen… . Hier der Beitrag
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AVA-Kommentar:
Auch wenn dieses Thema (wieder mal) von einem Humanmediziner (Virologen) angestoßen wird, können wir TÄ auch dazu Stellung nehmen. In persönlichen Gesprächen mit einzelnen Humanmedizinern, konnte ich sowohl Zustimmung als auch Kritiken hören (Kritik bei fast allen Nichtmedizinern/Laien).
Wie denken Sie darüber?
Schreiben Sie uns gerne Ihren Kommentar (info@ava1.de). Wir würden uns darüber freuen.
Landwirtin statt Tierärztin: Jasmina Neumanns mutiger Karrierewechsel
Jasmina Neumann, ehemals Tiermedizin-Studentin, wagte 2021 den Sprung in die Landwirtschaft. Heute ist sie ausgebildete Landwirtin und studiert Agrarmanagement. Im Interview spricht sie über ihren mutigen Karrierewechsel, die Herausforderungen für Frauen in einem traditionell männlich dominierten Berufsfeld und was sie aus ihrer Ausbildung in der Tiermedizin in den Alltag als Landwirtin mitnehmen konnte.
Sie war einst Studentin der Tiermedizin, bis sie sich mit Mitte 20 für den Weg in die Landwirtschaft entschied. 2023 schloss Jasmina Neumann (27) ihre Ausbildung zur Landwirtin ab und begann im selben Jahr noch ihr berufsbegleitendes Studium des Agrarmanagements. Auch heute ist sie in ihrem Ausbildungsbetrieb noch tätig. Nebenbei arbeitet Neumann als Assistentin der Geschäftsführung beim Landjugendverband Sachsen-Anhalt e. V.
Mit der Bauernzeitung hat sie über ihre Entscheidung für die Landwirtschaft gesprochen, wie ihre tiermedizinischen Kenntnisse auf dem Hof helfen können und wo sie sich als Frau in einer Männerdomäne durchsetzen musste… .
Alois Rainer: Landwirtschaft in Krisenszenarien mit einbeziehen
Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) fordert, die Landwirtschaft in Sicherheitsübungen einzubeziehen.
«Für mich ist Lebensmittelerzeugung definitiv eine kritische Infrastruktur, die es zu schützen gilt», sagte Rainer der «Bild am Sonntag». Es sei richtig, dass die Bundeswehr etwa für den Fall eines Anschlags auf die Berliner U-Bahn übe.
«Aber wir dürfen eins nicht vergessen: Wenn die Urproduktion, die Landwirtschaft, nicht mehr funktioniert, wenn wir nicht mehr genügend Futtermittel haben, wenn das Wasser für die Tiere nicht mehr vorhanden ist, dann hätten wir ein größeres Problem», sagte Rainer. «Unsere Ernährung würde ausfallen. Deshalb muss die Landwirtschaft definitiv bei den Sicherheitsübungen mitgedacht werden.»
Die Milchmenge soll reduziert werden
Das European Milk Board (EMB) fordert die umgehende Aktivierung des freiwilligen Lieferverzichts auf EU-Ebene. Wie der Verband am Freitag (21.11.) nach seiner Mitgliederversammlung mitteilte, sei jetzt der Moment, an dem die EU handeln müsse, um ein weiteres Absinken des Milchpreises zu verhindern.
Die sich aktuell zuspitzende Lage auf dem Milchmarkt würde viele Betriebe in eine wirtschaftlich existenzbedrohende Situation bringen.
Außerdem unterstrich das EMB seine Position zu der geplanten Reform der Gemeinsamen Marktorganisation (GMO). Dem Verband zufolge können nur wirksame und verpflichtende Verträge die Position der Erzeuger in der Lieferkette stärken. Dazu gehört für das EMB ein Verbot der Bezahlung unter Produktionskosten sowie die verpflichtende Aufnahme der Liefermenge in die Verträge. Explizit betont wird, dass die Regeln auch für Genossenschaften gelten müssten.
In der EU ist die Rohmilchproduktion in den letzten zehn Jahren relativ stetig gewachsen. Die Europäische Statistikbehörde (Eurostat) meldete jüngst eine Produktionsmenge von 161,8 Millionen Tonnen für das Jahr 2024. Das entsprach einem Anstieg von 0,9 Millionen Tonnen gegenüber 2023 und einem Anstieg von 12,1 Millionen Tonnen gegenüber 2014.
Bundeshaushalt 2026: 7 Milliarden für das Agrarressort
Der Agrarhaushalt 2026 ist unter Dach und Fach. Mit den Stimmen der Koalitionsfraktionen von Union und SPD hat der Bundestag am Donnerstagabend (27.11.) den Einzelplan 10 angenommen.
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