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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Von Waschanlage bis Fördermittel: Wie kann Schäfern geholfen werden?
Wolle bringt Schäfern kaum noch Geld. Warum die Politik über eine Waschanlage nachdenkt und welche Bedeutung öffentliche Beihilfen für die Branche inzwischen haben.
Schafe pflegen Deiche, verringern Verbuschung und helfen damit auch beim Artenschutz. Doch Thüringer Schäfer leiden unter Nachwuchsproblemen.
In diesem Jahr gibt es bisher keine Auszubildenden für den Schäferberuf, wie Uwe Erl vom Landesverband Thüringer Schafzüchter am Rande des Schäfertags in Hohenfelden sagte. Es sei nicht auszuschließen, dass in den kommenden Wochen noch Verträge unterschrieben würden, doch das Ausbildungsjahr habe mit dem ersten August bereits begonnen.
Drei frisch ausgebildete Schäfer
«Dieses Jahr haben drei Lehrlinge ausgelernt und auch ihr Facharbeiterzeugnis bekommen. Das ist viel zu wenig für das, was jetzt in den Betrieben gebraucht wird», sagte Erl. Viele Schäfer in Thüringen seien bereits über 60 Jahre alt. Gründe, warum der Schäferberuf für manche junge Menschen nicht mehr attraktiv ist, sieht Erl vor allem in den Löhnen und Erlösen.
Wolle ist teils ein Minusgeschäft
Mit dem Verkauf von Lämmern und Schafen generieren die Schäfer nach Einschätzung von Erl rund 30 bis 35 Prozent ihrer Erlöse. Der Rest kommt über öffentliche Gelder rein - etwa über EU-Beihilfen oder Fördermittel für Grünlandpflege. Wolle spielt seinen Angaben nach beispielsweise keine Rolle mehr beim Erzielen von Einnahmen. Im Gegenteil: «Das ist eher ein Minusgeschäft», sagt Erl. Schließlich müssen die Schafe aufwendig geschoren werden - das kostet Geld.
Seiner Meinung nach müssten die Beihilfesätze für die Pflege von Flächen erhöht werden, damit sich das Einkommen der Schäfer verbessert und langfristig Schafbestände aufgebaut und stabil gehalten werden. «Es hängt alles an den Erlösen und an der Lohnsituation.»
Es gibt aber noch andere Ansätze, die Einkommen der Schäfer zu verbessern. Geschorene Wolle, die verarbeitet werden soll, muss derzeit auf langen Wegen ins Ausland zum Waschen gebracht werden. Denn laut Erl gibt es in Deutschland keine größere Wollwaschanlage.
Im Thüringer Koalitionsvertrag von CDU, BSW und SPD haben die drei Partner festgehalten: «Weitere Schwerpunkte für das Schließen von Wertschöpfungsketten im Bereich Tierhaltung sind die Unterstützung von Initiativen zur Milchverarbeitung und zur Wiederinwertsetzung der Thüringer Wolle, unter anderem durch eine Wollwaschanlage.»
Koalition will Waschanlage anschaffen
Die Thüringer BSW-Fraktion hatte die geplante Anschaffung der Anlage erst kürzlich bekräftigt. «Die Schafhaltung kann langfristig nur gesichert werden, wenn die Umweltleistungen kostendeckend honoriert werden und die Schafwolle zum positiven Betriebsergebnis beiträgt», sagte der BSW-Agrarpolitiker Frank Augsten laut einer Mitteilung seiner Fraktion.
Er wies darauf hin, dass die Schafbestände im Freistaat Jahr für Jahr zurückgingen, «weil die Kosten die Einnahmen zum Teil erheblich übersteigen». Auch Augsten machte auf die Kosten für die Schur aufmerksam bei gleichzeitig geringen Erlösen für den Verkauf der Wolle. Seinen Angaben zufolge liefen derzeit Vorbereitungen für den Bau einer Wollwaschanlage.
Mit regionalem Produkt punkten
«Die Wertschöpfungskette ist nach der Schafschur ja mittlerweile abgebrochen in Deutschland», sagt Erl. Die Wolle müsse zum Waschen nach Belgien gefahren werden. Dabei sei der Transport teuer, weil Wolle als Risikomaterial eingestuft worden sei - also wie Schlachtabfälle oder Blut.
Eine Wollwaschanlage würde laut Erl helfen, denn ein Ansatz sei auch, Verbraucherinnen und Verbraucher anzusprechen, denen die Herkunft eines Produkts wichtig ist. Wer sich derzeit auf die Suche nach warmen Socken aus Thüringer Wolle macht, werde nur schwer fündig. Es gebe nur ein paar kleinere Produzenten mit Kleinstserien an Wollprodukten. Eine Wollwaschanlage wäre ein Schritt in die richtige Richtung. Das sähen viele Schäfer so.
Fleischkonsum in Deutschland: Qualität statt Masse?
Qualität statt Masse - liegt hochwertiges Fleisch im Trend? Transparente Produktion, Tierwohl und regionale Qualität sollen Vertrauen zurückgewinnen. Auch Bundesagrarminister Rainer sagt: Weniger ist mehr.
Da geht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer das Herz auf: Rumpsteak, T-Bone-Steak, Schweinebauch und unzählige andere Fleisch-Varianten begutachtet der CSU-Politiker in großen, gekühlten Vitrinen. «Hall of Meat» heißt die Fleischerei im brandenburgischen Wildau, die Rainer als Aushängeschild bezeichnet.
Das Unternehmen will mit einer gläsernen Produktion zeigen, wie Fleisch verarbeitet wird und Misstrauen bei Verbrauchern abbauen - nicht nur zur sommerlichen Grillzeit. Zuletzt war der Fleischkonsum in Deutschland insgesamt wieder leicht gestiegen. Dagegen sank die Produktion von vegetarischen oder veganen Alternativen in Deutschland erstmals etwas.
«Wie eine gute Flasche Wein»
«Es muss nicht mehr Fleisch sein, sondern gutes Fleisch (...)», sagte Agrarminister Rainer, selbst bayerischer Metzgermeister, am Donnerstag beim Besuch in Wildau. Von einem Stück Kultur am Esstisch ist bei Landwirten die Rede. «Fast wie eine gute Flasche Wein», sagte Brandenburgs Bauernpräsident Henrik Wendorff. Angesichts schrumpfender Tierhaltung und Discounter-Ware rufen Verbände der Branche zu mehr Wertschätzung gerade für die heimische Produktion auf.
Die 2024 gegründete Initiative Fleisch teilte mit: «Die wachsende Nachfrage nach hochwertigem Fleisch zeigt, dass viele Verbraucherinnen und Verbraucher Qualität, Herkunft und Verarbeitung zunehmend bewusster wahrnehmen». Sie wirbt mit dem Slogan «Iss, was Dir schmeckt» und der Botschaft, dass Essen ohne schlechtes Gewissen möglich sein muss. Vor allem die Nachfrage nach Geflügel ist laut der Branche gestiegen. Von der Fachmesse Anuga hieß es, auch «der Protein-Trend aus Fitness- und Social-Media-Kontexten» verstärke die Wahrnehmung von Fleisch als unkomplizierte Proteinquelle.
Motto «Weniger ist mehr»
Das Unternehmen Meat Bringer in Wildau - rund 35 Kilometer von Berlin entfernt - gibt das Credo aus, der Verbraucher solle weniger Fleisch essen, dafür auf regionale Qualität setzen. Geschäftsführer Olaf Mahr, der sein Geschäft auch als Fleischerei 2.0 bezeichnet, nennt als seine Maximen kurze Transportwege, Tierwohl, Transparenz. «Gegenmodell» sei auch nicht die vegetarische oder vegane Ernährung, sondern die anonyme Massenproduktion, bei der Herkunft, Haltung, Transport und Verarbeitung für Verbraucherinnen und Verbraucher kaum nachvollziehbar seien. Zudem hätten Vorwürfe der Tierquälerei das Vertrauen in die gesamte Fleischbranche beschädigt.
«Wer Fleisch verkauft, sollte erklären und zeigen können, woher es kommt und wie es verarbeitet wurde», sagte Fleischsommelier Mahr. Sein Geschäft verzeichne eine wachsende Nachfrage. Die Kilo-Preise liegen dort bei 46 Euro etwa für Flanksteak, 50 Euro für Rumpsteak und 70 Euro für Rinderfilet. Schweinebauch beispielsweise ist für 15 Euro je Kilo zu haben.
300 Gramm Fleisch pro Woche empfohlen
Mit der Haltung, weniger Fleisch ist mehr, trifft Meat Bringer den Nerv von Ernährungs-Experten. «Wenn Sie Fleisch und Wurst essen, dann nicht mehr als 300 Gramm pro Woche», empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, die dabei auch Einflüsse aufs Klima berücksichtigt. In Deutschland lag der Verbrauch 2025 nach Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bei 54,9 Kilo pro Kopf und Jahr.
Fleischer-Verband: Preisfrage wichtig
Der Deutsche Fleischer Verband sagte, die Betriebe würden gut von den Kunden nachgefragt. «Die Verbraucher sind zwar bereit, für gute Ware etwas mehr Geld zu zahlen, zu groß darf der Abstand zu Produkten, die industriell und in Masse gefertigt und verpackt verkauft werden, jedoch nicht werden.»
Schweinehalter stark unter Druck
Vor allem den Schweinehaltern in Deutschland machen weiter sinkende Preise zu schaffen. Am Donnerstag wurde bekannt, dass ein großes Schweinezuchtunternehmen in Niedersachsen insolvent ist. «Es gibt ja immer diesen sogenannten Schweinezyklus, dass die Preise etwas hoch und etwas runter gehen, aber das bricht jetzt nach unten schwer aus», sagte Landwirtschaftsminister Rainer, der nach Lösungen suchen will. Der Bauernverband forderte bereits Millionenhilfe für Schweinehalter.
Feedlots in Argentinien : Supernova der Rindermast und Mercosur
Beim Gedanken an argentinisches Steak haben wohl viele weite Flächen, grünes Gras und halbwilde Rinder im Kopf. Wie falsch diese Assoziation jedoch ist, konnte die Animal Welfare Foundation bei ihrer Vorlesung an der JLU Gießen zeigen.
Im Rahmen des Mercosur-Abkommens wurde den südamerikanischen Ländern Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay zugesichert weitere 99.000 Tonnen Fleisch zu einem ermäßigten Zollsatz in die EU zu exportieren.
Die (End-)Mast südamerikanischer Rinder in Feedlots steht zunehmend im Fokus veterinärmedizinische und tierschutzrechtlicher Diskussionen. Wie geht es also den Rindern vor
Ort?
Dr. Franziska Burkhardt und ihr Team der Animal Welfare Foundation (AWF) haben in der Vorlesungsreihe Just.Us + Tierschutz über die Bedingungen auf 30 südamerikanischen Feedlots berichtet. 21 dieser Betriebe verfügen über eine EU-Exportzulassung. Aus tierärztlicher Sicht zeigen sich erhebliche Defizite hinsichtlich Tiergesundheit, Fütterungsmanagement und Bestandsbetreuung. Denn es existieren kaum Tierschutzvorgaben.
Ungeeignete Fütterung
Rinder, die in der EU gemästet werden, müssen auf sauberen und trockenen Liegeflächen liegen
können. Die Feedlots hingegen bestehen aus trockenem Boden, der aufgrund der Witterung zur Staubentwicklung neigt. Auf den Pferchen gibt es weder eine Grasnarbe noch sonstige
Vegetation. Infolge der Kot- und Urinausscheidungen wird der Boden zunehmend morastig. Die Folge ist ein nicht trittsicherer und nicht rutschfester Untergrund, in den die Tiere
bis zu den Carpal-/Tarsalgelenken einsinken.
Im größten Feedlot werden bis zu 80.000 Tiere gemästet. Woher kommt diese große Anzahl an Tieren? Anders als z.B. in den Vereinigten Staaten von Amerika stammen die südamerikanischen Mastrinder zwar überwiegend aus heimischen Mutterkuhbetrieben mit Weidehaltung. Aber hohe
Gewichtszunahmen und ein frühes Schlachtalter lassen sich bei reiner Weidehaltung nicht realisieren, sodass die Tiere für die Endmast an die Besitzer der Feedlots verkauft werden.
Um schnelle Zunahmen zu erzielen und standardisierte Schlachtkörper zu produzieren, wird ein fein gemahlenes, energiereiches und faserarmes Futter, bestehend aus Mais und Getreide als Hauptkomponenten, verfüttert. Beim Aberdeen Angus können so bis zu 1,5 kg Tageszunahmen generiert werden, beschreibt Felipe Eguti de Carvalho von der Staatliche Universität von Goiás.
Unvorstellbare Tierzahlen auf kleiner Fläche: Südamerikanische Feedlots
Diese Fütterung ist in keinster Weise wiederkäuergerecht, da die fehlende Rofaser zur Pansenübersäuerung führt – Durchfall ist nur eine der Folgen. Durch die herbeigeführte Pansenazidose sterben Pansenmikroben ab, die für die Vitamin B-Synthese des Rindes verantwortlich sind. Ein Mangel an Thiamin führt dann zu neurologischen Ausfallserscheinungen, Festliegen und ohne Behandlung zum Tod des Tieres. Im Handel wird teilweise sogar mit 100%-iger Getreidefütterung geworben.
Ein offenkundiger Fehler, der vom Verbraucher aber kaum als solcher verstanden wird, führt Dr. Cornelia Buchli von der AWF aus. Zudem verstößt diese Praxis gegen den Anhang Nr. 14 der EU Richtlinie 98/95/EG. Des Weiteren beschreibt Buchli Rinder, die aufgrund des Struktur- und Mineralstoffmangels kotkontaminierte Erde fressen… .
Wer das Bedürfnis nach Fleisch aus dem Teller verspürt, sollte in jedem Fall lieber die regionale Landwirtschaft unterstützen. Auf Nachfrage gab der Inhaber eines lokalen argentinischen Steakhauses an, dass sein Rindfleisch von der Firma Devesa (Buenos Aires) stammt. Es existiert ein Internetauftritt mit Fotos von Rindern auf weiten Flächen, aber auch hier findet die Endmastperiode mit Getreidefütterung im Feedlot statt.
Um einen Importstopp für Fleisch aus tierquälerischer Haltung sowie verbindliche Tierwohlstandards für alle importierten Tierprodukte zu erzielen, richtet sich die AWF nun gemeinsam mit der Eurogoup for animals an die Abgeordneten des EU-Parlaments. Denn auch wenn das Freihandelsabkommen bereits Anfang des Jahres unterzeichnet wurde, müssen die Entscheidungsträgerinnen und -träger es noch absegnen… .
Ansteckende Blutarmut bei Pferd (Equine infektiöse Anämie (EIA)) entdeckt - Stallpflicht im Sperrbezirk
Ein Pferd erkrankt so schwer, dass es eingeschläfert werden muss. Danach finden Tierärzte den Grund. Dieser hat Folgen für Pferdebesitzer in der Gegend.
Bei einem Pferd im Landkreis Northeim ist die Viruserkrankung mit dem Namen Ansteckende Blutarmut der Einhufer festgestellt worden. Um den betroffenen Ort im Raum Salzderhelden wurde deshalb ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet, wie der Landkreis mitteilte.
Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel müssen dort vorerst im Stall bleiben und dürfen das Gebiet nur mit einer besonderen Genehmigung verlassen. Halterinnen und Halter müssen die Zahl ihrer Tiere melden, diese werden vorsorglich untersucht. Ziel ist, eine weitere Verbreitung der Krankheit auszuschließen.
Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer ist eine meldepflichtige Viruserkrankung, die Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel betreffen kann. «Andere Tierarten und Menschen sind nicht gefährdet», schrieb der Landkreis. Demnach erfolgt die Ansteckung überwiegend durch blutsaugende Insekten. In Einzelfällen könne das Virus indirekt, etwa über gemeinsam genutztes Pflegezubehör, übertragen werden. Typische Anzeichen der Krankheit sind demnach hohes Fieber, Apathie und Schwäche. Auch äußerlich gesunde Tiere könnten das Virus in sich tragen. Eine Behandlung sei nicht möglich, infizierte Tiere müssten getötet werden, hieß es.
Dem Landkreis zufolge ist das Virus in Deutschland nicht heimisch. Die Erkrankung wurde in den vergangenen Jahren aber vereinzelt festgestellt - häufig bei Pferden, die aus dem Ausland kamen. Auch das nun betroffene Pferd im Landkreis Northeim sei aus einem anderen Land nach Deutschland gebracht worden. Die Behörde geht davon aus, dass es bereits infiziert war. Wegen seiner schweren Krankheitssymptome war das Tier eingeschläfert worden, danach wurde die Infektion festgestellt.
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Equine infektiöse Anämie (EIA)
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) ist eine Viruserkrankung bei Pferden mit teils schwerem Verlauf. Die Krankheit tritt vereinzelt in Europa vereinzelt auf. Für Menschen ist sie nicht gefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA), auch ansteckende Blutarmut der Einhufer genannt, ist eine Viruserkrankung bei Pferden. Der Erreger ist ein Lentivirus. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
In der Schweiz wurde die Krankheit zuletzt im Juli 2017 gemeldet.
EIA – auch ansteckende Blutarmut der Einhufer genannt – kann unterschiedlich verlaufen. Je nach Verlaufsform zeigen sich verschiedene Symptome.
Symptome und Verlauf
Je nach Verlaufsform der Krankheit sind die Symptome unterschiedlich:
Akute Form: Typisch sind hohes, wiederkehrendes oder schwankendes Fieber, starke Muskelschwäche, Koordinationsstörungen, Zittern sowie gelblich oder rötlich verfärbte Maulschleimhaut. In seltenen Fällen treten plötzliche Todesfälle auf.
Chronische Form: Die Tiere magern ab, wirken müde und zeigen Leistungsabfall. Oft tritt Fieber nach Belastung auf. Auch ohne erkennbare Symptome bleiben sie Träger des Virus.
Vorkommen und Verbreitung
Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten (zum Beispiel Mücken, Fliegen oder Bremsen). Auch bei engem, langanhaltendem Kontakt zwischen Pferden kann das Virus übertragen werden – über Körperflüssigkeiten, Samen infizierter Hengste oder selten auch über die Milch und das ungeborene Fohlen.
Ekelfunde in Bäckereien, Restaurants und Imbissen
Metall im Brötchen, Müll im Blumenbeet und Medikamente im Honig: Kontrolleure haben im Land wieder einiges gefunden, was in Lebensmitteln nichts verloren hat.
Restaurants, Imbisse und Kantinen haben die Lebensmittelkontrolleure im Südwesten im vergangenen Jahr kontrolliert - aber auch das Trinkwasser, Nahrungsergänzungsmittel, Tabakprodukte. Was die Prüfer dabei entdeckt haben - und welche Folgen das für die Betroffenen hatte. Ein Überblick:
Weniger Schließungen
Rund 60.000 Betriebe haben die Lebensmittelkontrolleure im vergangenen Jahr in Baden-Württemberg geprüft. Festgestellt haben sie dem Jahresbericht der Lebensmittelüberwachung zufolge rund 8.400 Verstöße. In 725 Fällen waren diese so gravierend, dass Betriebe geschlossen wurden. 2024 mussten die Kontrolleure noch in 956 Fällen zu diesem äußersten Mittel greifen. Allerdings wurde 2025 auch weniger Betriebe kontrolliert als noch im Vorjahr.
Die Verstöße seien von den Verantwortlichen häufig sofort abgestellt worden. Passiere das nicht, würden weitere Maßnahmen ergriffen - bis hin zur Betriebsschließung. Die Verantwortlichen können zudem Bußgelder oder Strafanzeigen bekommen. Zudem würden Betriebe mit Verstößen häufiger kontrolliert und unter bestimmten Bedingungen im Internet veröffentlicht.
Ekelfunde in Bäckereien, Restaurants und Imbissen
In den meisten Fällen wurden Hygieneprobleme bemängelt. So fanden die Kontrolleure etwa Metalldrähte in Brötchen, verschimmelte Würste oder gammlige Schneidebretter. Auch den kreativen Umgang mit Abfällen dokumentieren die Prüfer in ihrem Jahresbericht. Im Garten eines Imbisses fanden die Prüfer etwa gekochte Nudeln und Müllsäcke mit anderen Speiseabfällen in einem Beet vergraben. In einem Restaurant entdeckten die Kontrolleure eine selbst aus Eimer gebaute Müllrutsche, die den Abfall vom Küchenfenster in die im Hof stehende Mülltonne leiten sollte. Das sei nicht nur für die Mülltrennung ein Problem, es könnten so auch etwa Schaben ohne Probleme in die Küche gelangen, schreiben die Prüfer.
Gefährliche Nahrungsergänzungsmittel
Sie werden in den sozialen Medien zur Entgiftung beworben, sind aber nach Untersuchung der Lebensmittelchemiker selbst gefährlich: Zeolithe. In Proben fanden die Prüfer aber einen gesundheitsgefährdend hohen Bleigehalt. Als Wundermittel beworben wird dem Jahresbericht zufolge auch das teerartige Gemisch Shilajit aus dem Himalaya. Gefährlich war der Inhalt der untersuchten Proben den Prüfern zufolge zwar immerhin nicht - allerdings enthielten sie auch nicht die hohen Mengen an Mineralstoffen, mit denen geworben wurde.
Landwirtschaftsministerin Marion Gentges rief Verbraucher zu einer gesunden Skepsis gegenüber Versprechen auf. «Glauben sie nicht jedes Gesundheitsversprechen auf dem Bildschirm», sagte die CDU-Politikerin bei der Vorstellung des Jahresberichts in Fellbach bei Stuttgart.
Kühlstoffe in E-Zigaretten
Untersucht haben die Prüfer auch die Inhaltsstoffe in E-Zigaretten. Diese enthalten oft auch sogenannte Kühlstoffe, die das Kratzen des Nikotins im Hals überdecken sollen. In einigen Produkten seien bis zu sechs Prozent Kühlmittel festgestellt worden. «Die milde Wahrnehmung kann über Suchtpotenzial und gesundheitliche Belastungen hinwegtäuschen», sagte Gentges. Bei besonders hoch dosierten Produkten könnten auch gesundheitlich bedenkliche Schwellenwerte erreicht werden.
Pflanzenschutzmittel und Aluminium in Matcha
Sehr beliebt ist seit einigen Jahren auch Matcha. Der leuchtend grüne Tee aus Asien wird auch hierzulande viel konsumiert. Die Lebensmittelkontrolleure raten, beim Kauf auf Bio-Produkte zu achten. In diesen seien im Labor keine Rückstände von Pflanzenschutzmitteln festgestellt worden. Anders habe das bei zwei Tees aus konventionellen Anbau ausgesehen. In fast allen untersuchten Proben, egal ob Bio oder nicht, fanden die Prüfer Aluminium, das durch die Teesträucher aus dem Boden aufgenommen wird. Bei häufigem Konsum von Matcha könne dadurch die empfohlene Höchstmenge von Aluminium überschritten werden, heißt es im Jahresbericht. Ein gelegentlicher Genuss sei aber unbedenklich.
«Natürlicher» Potenzhonig mit Medikament versetzt
Die Prüfer untersuchten sogenannte Potenzhonige, die laut Aufmachung mithilfe natürlicher Pflanzenextrakte wie Ginseng oder Maca zu einem erfüllten Liebesleben verhelfen sollte. In allen untersuchten Proben fanden die Experten aber auch den Wirkstoff Sildenafil, der in Medikamenten zur Behandlung von Erektionsstörungen verwendet wird. Vom Verzehr solcher Honige raten die Kontrolleure dringend ab. Es gebe ein Risiko für Überdosierungen des eigentlich verschreibungspflichtigen Medikaments oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten.
Vorsicht bei Grillzubehör
Die Labors des Landes prüfen nicht nur klassische Lebensmittel, sondern auch Gegenstände des täglichen Bedarfs auf Gesundheitsgefahren. Dabei stellten die Experten bei vielen Grillutensilien Probleme fest. Vor allem Einwegschalen aus Metall, aber auch Einweggrills und Grillspieße könnten in bestimmten Fällen Elemente ins Essen übertragen, etwas Aluminium, Nickel oder Eisen. Besondere Gefahr besteht den Experten zufolge, wenn Lebensmittel mit hohem Säuregehalt verwendet werden, etwa Tomaten oder saure Marinaden.
Geflügelpest-Fall in Friesland: 6.600 Puten betroffen
Um die Ausbreitung der auch als Vogelgrippe bekannten Seuche zu verhindern, wurde der Bestand getötet. Welche Maßnahmen jetzt für die Region gelten.
In der friesischen Gemeinde Wangerland ist ein Ausbruch der hochansteckenden Geflügelpest festgestellt worden.
Betroffen sei eine gewerbliche Geflügelhaltung mit rund 6.600 Puten, wie der Zweckverband Veterinäramt Jade-Weser mitteilte.
Die Seuche wurde bereits am Dienstag festgestellt. Einige der Vögel waren da bereits verendet, hieß es. Die übrigen Tiere des Bestandes wurden danach tierschutzgerecht getötet, um eine weitere Ausbreitung der Seuche zu verhindern. Zuvor hatten mehrere Medien berichtet.
Um die Tierseuche einzudämmen, wurden im Landkreis Friesland eine Schutz- und eine Überwachungszone eingerichtet, in denen Beschränkungen gelten, unter anderem eine Stallpflicht. Die größere Überwachungszone mit einem Radius von zehn Kilometern um den betroffenen Betrieb betrifft auch Teile der Stadt Wittmund und Teile des Stadtgebietes von Wilhelmshaven.
Die Geflügelpest, auch Vogelgrippe genannt, ist eine Infektionskrankheit, die vor allem bei Wasservögeln und anderen Vögeln vorkommt. Eingeschleppt in Betriebe kann sie große wirtschaftliche Schäden verursachen – ist ein Bestand befallen, müssen alle Tiere dort getötet werden.
Mitteilung des Veterinäramtes: Ausbruch der Geflügelinfluenza im Wangerland – Restriktionszonen ab 30.07.2026 |
Welche Tierarzneimittel fielen 2025 durch unerwünschte Ereignisse auf?
Welche Tierarzneimittel führten 2025 besonders häufig zu Meldungen über unerwünschte Ereignisse? Der neue Pharmakovigilanzreport des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) gibt Einblicke in die häufigsten Auffälligkeiten, die am stärksten betroffenen Tierarten und zeigt, warum die Auswertung auch für den Schutz von Menschen wichtig ist.
Das BVL hat im Jahr 2025 insgesamt 4.858 Meldungen zu unerwünschten Ereignissen nach der Anwendung von Tierarzneimitteln registriert. Der Großteil entfiel auf Hunde und Katzen. BVL-Präsidentin Prof. Dr. Gaby-Fleur Böl betont: „Bei der Sammlung von unerwünschten Ereignissen von Tierarzneimitteln arbeitet das BVL eng mit der Tierärzteschaft, den Pharmakovigilanz-Zentren der veterinärmedizinischen Hochschulen, Giftinformationszenten und Tierhaltenden zusammen. Ihre Meldungen tragen wesentlich zur Sicherheit von Tierarzneimitteln bei.“
Rund 98 Prozent aller Meldungen betrafen Tiere. Besonders häufig waren Hunde, Katzen, Rinder und Pferde betroffen. Bei Hühnern und Puten gingen deutlich weniger Meldungen ein. Dennoch waren jeweils wesentlich mehr Tiere betroffen.
Etwa ein Drittel der gemeldeten unerwünschten Ereignisse stand im Zusammenhang mit Hormonpräparaten. Knapp 30 Prozent entfielen auf Antiparasitika, gefolgt von Tierarzneimitteln mit Wirkung auf das Nervensystem mit rund zehn Prozent. Am häufigsten wurde ein Verdacht auf mangelnde Wirksamkeit gemeldet. Dahinter folgten vor allem Erbrechen, Juckreiz und Lethargie.
Auch Menschen waren vereinzelt betroffen: Rund zwei Prozent der Meldungen bezogen sich auf unerwünschte Ereignisse beim Menschen im Zusammenhang mit Tierarzneimitteln. In 91 Prozent dieser knapp 100 Fälle kam es zu einer unbeabsichtigten Exposition, etwa durch die versehentliche Einnahme von Tabletten. Rund 80 Prozent dieser Meldungen wurden direkt vom BVL erfasst und stammten überwiegend aus der Zusammenarbeit mit Giftinformationszentren der Humanmedizin.
Haustier-Studie 2026: Viele Hunde- und Katzenhalter stellen das Wohl ihrer Vierbeiner über die eigenen Wünsche und Pläne
Neun von zehn Befragten würden für die Gesundheit ihrer Hunde und Katzen auf Reisen, Shopping und Restaurantbesuche verzichten

„Haustier-Studie 2026“ der Uelzener Versicherungen
-Großer Mehrheit sind die Bedürfnisse des Haustiers genauso wichtig wie die eigenen
-Für jeden Dritten gehen die Bedürfnisse von Hund oder Katze häufig sogar vor
-90 Prozent würden für die Behandlung ihres Tieres auf eine Urlaubsreise verzichten
Für viele Tierhalter hat das Wohl ihres Haustiers höchste Priorität. 86 Prozent der Haustierbesitzer stellen die eigenen Bedürfnisse nicht über die ihres Vierbeiners. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle „Haustier-Studie 2026“ der Uelzener Versicherungen. Neun von zehn Befragten wären sogar dazu bereit, für eine teure Behandlung ihres Tieres auf eine geplante Reise zu verzichten. Für die Studie hat der Spezialversicherer für Tiere mehr als 1.000 Hunde- und Katzenhalter in Deutschland befragt.
Enge Bindung wie zu einem menschlichen Familienmitglied
„Wer sein Leben mit einem Hund oder einer Katze teilt, stellt die eigenen Wünsche oft ganz selbstverständlich zurück“, sagt Dr. Felix Garlipp von den Uelzener Versicherungen. Dies reiche von der Tagesplanung bis hin zu größeren persönlichen Wünschen. „Viele Menschen übernehmen Verantwortung für ein Haustier, das auf ihre Fürsorge angewiesen ist. Daraus entsteht eine Bindung, die vergleichbar mit der zu einem menschlichen Familienmitglied ist.“
55 Prozent der Hunde- und Katzenhalter betrachten die Bedürfnisse ihres Haustieres als genauso wichtig wie die eigenen. Weitere 31 Prozent geben an, die Bedürfnisse ihres Vierbeiners häufig sogar über die eigenen zu stellen. Lediglich 14 Prozent räumen letztlich den eigenen Bedürfnissen Vorrang ein. „Dies zeigt, wie selbstverständlich Hunde und Katzen heute in viele Familien integriert sind“, so Felix Garlipp, der bei der Uelzener den Bereich Produkt und Underwriting leitet. „Die meisten Halter nehmen ihre Verantwortung sehr ernst: Was dem Tier guttut, fließt ganz selbstverständlich in die eigenen Entscheidungen ein.“
Urlaubsreisen und Restaurantbesuche müssen im Zweifel warten
Besonders konkret wird diese Haltung, wenn es ernst wird: 93 Prozent der Hundehalter und 88 Prozent der Katzenhalter würden auf eine geplante Reise verzichten, sollte ihr Tier eine teure Behandlung benötigen. Und 86 Prozent der Halter sparen lieber beim Einkaufen oder verzichten auf einen Restaurantbesuch, bevor sie die Versorgung ihres Tieres einschränken.
Im Vergleich zur Vorgängerstudie aus dem Jahr 2024 ist die Bereitschaft zum Verzicht nochmals gewachsen. Dies hat allerdings oft auch einen pragmatischen Hintergrund: Medizinische Behandlungen, Operationen oder die Versorgung chronischer Erkrankungen können mit erheblichen Kosten verbunden sein. Das stellt Tierhalter häufig vor schwierige finanzielle Entscheidungen.
„Niemand möchte im Ernstfall abwägen müssen, ob eine Behandlung finanziell machbar ist“, sagt Uelzener-Experte Felix Garlipp. „Eine Tierkrankenversicherung kann dazu beitragen, hohe Tierarztkosten planbarer zu machen und die Versorgung des Tieres auch in finanziell belastenden Situationen sicherzustellen.“
Industrielle Geflügelhaltung beschleunigt die Ausbreitung einer bedeutenden lebensmittelbedingten Erkrankung
Eine neue Studie des Ineos Oxford Institute for Antimicrobial Research an der University of Oxford zeigt, dass die industrielle Geflügelhaltung zu einer mehr als hundertfachen Zunahme der Verbreitung von Campylobacter geführt hat.
Dadurch konnten sich Stämme, die einst in Wildvögeln zirkulierten, in kommerziellen Geflügelbeständen in großem Umfang vermischen.
Campylobacter ist weltweit die häufigste bakterielle Ursache von Durchfallerkrankungen. Im Vereinigten Königreich verursacht der Erreger jedes Jahr mehr als 3,5-mal so viele Fälle von Gastroenteritis wie alle anderen überwachten lebensmittelbedingten Bakterien zusammen.
Steigende Raten antimikrobieller Resistenz (AMR) – also der Fähigkeit von Bakterien, den zu ihrer Abtötung entwickelten Wirkstoffen zu widerstehen – machen Campylobacter-Infektionen zunehmend schwerer behandelbar.
Für die neue, in den Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichte Studie "Accelerating Campylobacter zoonosis in the Anthropocene " analysierten die Forschenden knapp 2.800 Bakteriengenome, die zwischen 1979 und 2024 in 30 Ländern (darunter das Vereinigte Königreich und die USA) von Hühnern und Wildvögeln gesammelt worden waren.
Sie stellten fest, dass die enorme weltweite Ausweitung der Hühnerhaltung ideale Bedingungen dafür geschaffen hat, dass sich das Bakterium ausbreiten, vermischen und neue Eigenschaften erwerben kann, die ihm das Überleben erleichtern.
Seit den 1960er-Jahren hat sich die Zahl der Hühner weltweit versiebenfacht – auf rund 31 Milliarden Tiere. Heute entfallen etwa 70 % der gesamten Vogelbiomasse der Erde auf Hühner… .
Schweinezuchtbetrieb am Ende - Warnsignal für die Branche?
Ein großer Ferkelerzeuger steht vor dem Aus. Der Geschäftsführer spricht von einem Warnsignal für die gesamte Branche. Das Schweinezuchtunternehmen Geestferkel GmbH aus Wildeshausen im niedersächsischen Landkreis Oldenburg ist insolvent.
«Historischer Preisverfall, stark gestiegene Kosten und fehlende Zukunftsperspektive bedeuten das Aus für einen der größten deutschen Ferkelerzeuger», schrieb der Geschäftsführer Jörn Ahlers in einer Pressemitteilung.
Demnach sind von der Insolvenz 188 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Betriebe und Standorte in Niedersachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern betroffen. «Neben den Arbeitsplätzen stehen damit auch regionale Wertschöpfung, bestehende Lieferbeziehungen und ein bedeutender Teil der deutschen Ferkelerzeugung auf dem Spiel», hieß es. Über die Insolvenz hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Das Amtsgericht Delmenhorst bestätigte, dass ein vorläufiger Insolvenzverwalter eingesetzt wurde. Weiteres sei noch unklar, hieß es.
Laut Ahlers fehlt die verlässliche Perspektive
Dem Geschäftsführer Ahlers zufolge fehlt die verlässliche Perspektive, dass sich die Schweinehaltung unter den gegenwärtigen Marktbedingungen wieder nachhaltig wirtschaftlich betreiben lässt. Er verwies auf niedrige Preise für Ferkel und Mastschweine bei gleichzeitig hohen Kosten.
«Die Erlöse reichen in der Ferkelerzeugung teilweise nicht einmal mehr aus, um Futter, Wasser und Strom zu bezahlen. Unter diesen Bedingungen kann kein Unternehmen dauerhaft bestehen», so Ahlers laut Mitteilung. Demnach investierte der Betrieb in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro in mehr Tierwohl und die Zukunftsfähigkeit der Standorte.
«Die zusätzlichen Kosten für höhere Tierwohlstandards werden jedoch weder über die Marktpreise noch durch eine verlässliche staatliche Finanzierung ausreichend vergütet.» Es brauche neue Preismodelle für den Lebensmittelhandel, Schlachthöfe und die Landwirtschaft, forderte Ahlers. Die Insolvenz sei nicht nur das Problem eines einzelnen Betriebes. «Sie ist ein Warnsignal für die gesamte deutsche Schweinehaltung und Ernährungswirtschaft.»
