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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Tag des Wolfes: Geduld der Weidetierhalter am Limit
Bund gibt den Rahmen vor, Niedersachsen muss jetzt liefern
Seit Jahren weisen Weidetierhalter, Landwirte und Jäger auf die wachsenden Probleme durch die steigende Wolfszahl hin. Risse bei Schafen, Ziegen oder Kälbern bedeuten für die Tierhalter nicht nur wirtschaftliche Verluste, sondern auch eine enorme
emotionale Belastung. Mit dem Inkrafttreten der Änderungen des Bundesjagdgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes zum 2. April 2026 wurde der Wolf als jagdbare Tierartaufgenommen. „Der Bund hat geliefert, jetzt ist Niedersachsen am Zug“, betont der Sprecher
des Aktionsbündnis Aktives Wolfsmanagement (AAW) und Landvolk-Vizepräsident Jörn Ehlers.
Entscheidend sei nun, dass das Land die gesetzlichen Möglichkeiten konsequent und vollumfänglich umsetzt. Das AAW fordert einen revierübergreifenden, landesweiten Wolfsmanagementplan noch vorder Sommerpause. Durch die von der Landesregierung geplante Änderung des Niedersächsischen Jagdrechtes wechselt die Zuständigkeit vom Ministerium für Umweltschutz (MU) nun zum Landwirtschaftsministerium (ML). „Wir erwarten, dass die von Umweltminister Christian Meyer angekündigten Schritte auch vom ML eingehalten werden und Niedersachsen nicht hinter den Möglichkeiten des Bundes zurückbleibt“, sagt Ehlers.
Neben den notwendigen Entnahmen im Rahmen des Managementplanes bleibt der Herdenschutz ein zentraler Baustein beim Umgang mit dem Wolf. Niedersachsens Weidetierhalter haben in den vergangenen Jahren hier viel Zeit und Geld investiert. Unterstützt durch Beratung und Fördermittel konnte so mancher Nutztierriss verhindert werden. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Zäune und Schutzmaßnahmen an ihre Grenzen stoßen und keinen vollständigen Schutz bieten.
Zudem hatten besonders kleine und mittlere Tierhaltungen Schwierigkeiten, die angebotenen Landesfördermittel abzurufen. Hier hatte Meyer bereits im vergangenen Jahr Abhilfe versprochen, auf die die Weidetierhalter aber bis heute warten. „Es kann doch nicht sein,
dass die zur Verfügung stehenden Finanzmittel nicht an unsere Tierhalter abfließen, weil die dafür nötigen Regelungen im Ministerium nicht fertig sind“, kritisiert Ehlers. „Die Weidesaison beginnt erneut, ohne den dafür möglichen und zugesagten Herdenschutz zur Verfügung zu
haben.“
Zum Tag des Wolfes richtet das AAW deshalb einen klaren Appell an die Politik: Immer noch ist der Wolf schneller als die politischen Prozesse, die ein erträgliches Miteinander ermöglichen würden. Viele Dinge sind auf einem guten Weg – müssen nun aber schnell in
die Praxis umgesetzt werden.
Landvolk-Pressedienst, alisha.trilling@landvolk.org
Neue Ehrlichkeit? Bayern schiebt eigenes Klimaziel auf 2045
Die bayerische Staatsregierung hat ihr vor rund dreieinhalb Jahren selbst gestecktes Klimaziel wieder gekippt. Statt wie bisher geplant bis 2040 wird die Klimaneutralität nun auf 2045 verschoben.
Das Kabinett setzte damit einen Schlusspunkt hinter eine seit Jahren schwelende Debatte. Der Freistaat verzichtet nach dem neusten Beschluss bei der Gesetzesnovelle auf sein eigenes Klimaziel und übernimmt kurzerhand die Vorgabe des Bundesgesetzes - und das nennt 2045 als Zielmarke. Für die Umsetzung per Klimaanpassungskonzepte sollen die Bezirksregierungen verantwortlich sein.
Nur in einem Punkt verordnet die Staatsregierung dem Freistaat noch mehr Engagement als es der Bund vorhat: Bei den Treibhausgasemissionen je Einwohner will Bayern dauerhaft den bundesdeutschen Durchschnittswert unterschreiten. Die Pro-Kopf-Tonnen-Belastung CO2 je Einwohner in Deutschland lag 2024 bei 7,8 Tonnen und in Bayern bei 6,1 Tonnen. Wann das neue Klimagesetz in Kraft tritt, ist offen. Zunächst steht die Anhörung der zuständigen Verbände und im Anschluss die Abstimmung im Landtag an.
Ende 2022 war Bayern überzeugt von eigenen Klimazielen
Rückblick: Ende 2022 hatte die Staatsregierung von CSU und Freien Wählern auf Drängen von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) dem Freistaat ein Klimagesetz verordnet, welches sich ganz bewusst ambitioniertere Ziele für die Klimaneutralität setzte als es etwa die Bundesregierung oder andere Bundesländer machten. Kritiker hatten schon damals moniert, dass das Ziel praktisch nicht umsetzbar sei.
Söder: «Sind es unseren Kindern schuldig»
Schon ein Jahr zuvor, 2021, hatte Söder dagegen in einer Regierungserklärung erklärt, er sei von der Notwendigkeit des ambitionierten bayerischen Klimaschutzes überzeugt. Optimistisch erklärte er damals, es sei machbar, auch wenn es «unsere ganze Kraftanstrengung verlangt».
«Wir sind es unseren Kindern schuldig, dass wir uns nicht aus Angst vor Lobbygruppen, vor Leugnern oder vor Ewiggestrigen vor der Verantwortung drücken. Es geht tatsächlich um unseren Fußabdruck in der Geschichte», betonte Söder damals. Klimaschutz beziehungsweise die «Bewahrung der Schöpfung» habe eine ethische Dimension. «Wir alle müssen uns bewegen, wir alle brauchen einen Klimaruck.»
Glauber: Neue Zielzahl «sehr nah an der Ehrlichkeit»
Zurück zu 2026: Es sei richtig, das bayerische Klimaziel mit dem des Bundes zu verschränken, sagte Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler). Entscheidungen treffe man immer im «hier und jetzt».
Die Rahmenbedingungen hätten sich geändert, seit dem Ukraine-Krieg befinde man sich in einer Energiekrise. Die neue Zielzahl sei «sehr nah an der Ehrlichkeit». Auch Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) machte direkt den Ukraine-Krieg verantwortlich für das geänderte Klimaziel.
Kritiker: Bayern nun im klimapolitischen Mittelmaß angekommen
Seitens SPD, Grünen und Umweltverbänden hagelte es Kritik am neuen Klimaziel. «Mit diesem Kabinettsbeschluss schadet Markus Söder dem Ansehen, der Glaubwürdigkeit und der Zukunftsfähigkeit Bayerns», sagte Stefan Krug, Leiter von Greenpeace Bayern. «Seine großen Worte und hehren Ziele hat der bayerische Ministerpräsident nicht einmal angefangen umzusetzen.» Bayern falle nun ins klimapolitische Mittelmaß zurück. Die SPD sprach von einem «politischen Armutszeugnis».
Interesse an Klimaschutz lässt seit Jahren nach
In der Tat hat sich seit 2022 vieles verändert. Das Thema Klimaschutz hat in den vergangenen Jahren nach der Corona-Krise, wegen Kriegen und der schlechten Wirtschaftslage massiv an gesellschaftlicher Relevanz und an Akzeptanz eingebüßt. Wurde es damals noch infolge von Unwetterkatastrophen mit Hochwasser und Dürre als eine der größten Sorgen vieler Menschen verortet, liegt der Klimaschutz nun hinter anderen Zukunftsängsten.
CSU und Freie Wähler ordnen derzeit in ihrer Politik alles dem Ziel unter, die Wirtschaft wieder ans Laufen zu bekommen. Ohne funktionierende Wirtschaft gebe es überhaupt keinen Klimaschutz, so Herrmann. Anfang 2025 warf Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) Kritikern des verschobenen Klimaschutzziels gar «Scheinaufregung» und «Scheinschockierung» vor.
Das Paradoxe dabei ist, dass laut Experten die Folgen eines unzureichenden Klimaschutzes am Ende Gesellschaft wie Wirtschaft deutlich härter treffen und auch die Kosten ungleich höher ausfallen werden.
Studien belegen seit Jahren unzureichenden Klimaschutz
Auch wenn in Bayern in den vergangenen Jahren viele Dinge geschehen sind, um das Klima besser zu schützen, zeigen Studien seit Jahren, dass die vollzogenen Anstrengungen nicht ausreichen, um die Klimaneutralität bis 2040 zu erreichen. So kam erst im März das Jahresgutachten des Basler Prognoseinstituts einmal mehr zu dem Schluss, dass der Ausbau der Stromnetze wie auch der erneuerbaren Energien in Bayern viel zu langsam vorangeht.
Nachdem der jährliche Klimabericht der Staatsregierung zwischenzeitlich abgeschafft wurde, soll bis zum Sommer ein «Klimadashboard» im Netz Daten zur Umsetzung des Klimaschutzes liefern.
Baurechtsnovelle: Echte Erleichterung für Tierhalter
Die Genehmigung von Stallum- und -neubauten für eine Verbesserung des Tierwohls soll vereinfacht werden. Der Referentenwurf des Bundesministeriums für eine Novelle des Baurechts sieht vor, dass die derzeitige Bindung an die gesetzliche Tierhaltungskennzeichnung beendet wird. Künftig soll die Genehmigung von Baumaßnahmen nicht mehr an die höheren Haltungsstufen "Frischluftstall", "Auslauf/Weide" und "Bio" geknüpft werden, sondern allgemein an eine Verbesserung der Haltungsbedingungen.
Beim Deutschen Bauernverband (DBV) finden die Pläne große Zustimmung. "Die Novelle kann eine echte Erleichterung für die deutsche Tierhaltung bewirken", erklärte DBV-Generalsekretärin Stefanie Sabet gegenüber AGRA Europe. Seit Jahren fordere der Bauernverband vehement, dass ein Tierwohlstallumbau für alle landwirtschaftlichen Tierarten möglich sein müsse - der Referentenentwurf sehe das nun endlich vor.
Die vorgesehene Vereinfachung für Tierwohlställen wird ebenfalls vom Bundesverband der gemeinnützigen Landgesellschaften (BLG) begrüßt. "Der Vorschlag ermöglicht die Wahrnehmung der Tierwohlverbesserungsgenehmigung auch für die Geflügel- und Rinderhaltung", sagte BLG-Geschäftsführer Udo Hemmerling AGRA Europe. Das ist bisher nicht der Fall, weil beide Tierarten noch nicht in das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz einbezogen sind. Hemmerling bedauert zugleich, dass selbst eine moderate Erhöhung der Tierplatzzahl weiterhin nicht zulässig sein soll. Nach seinem Dafürhalten wäre das jedoch gerade für kleinere Betriebe nötig, um Tierwohlinvestitionen wirtschaftlich tragfähig zu gestalten.
Flächennutzungsplan mit Privilegierungswirkung
Laut dem BLG-Geschäftsführer enthält die Vorlage aus dem Bauministerium weitere positive Ansätze. Dazu zählt er einen Flächennutzungsplan mit Privilegierungswirkung im Außenbereich. So sollen Gemeinden künftig bestimmen können, dass Festlegungen im Flächennutzungsplan für den Außenbereich wie eine baurechtliche Privilegierung nach §35 Baugesetzbuch wirken. Gelten soll das für Vorhaben, "die aufgrund ihrer Eigenschaften oder Zweckbestimmung im Außenbereich ausgeführt werden sollen".
Hemmerling sieht darin "eine sehr weitreichende Regelung". "Wenn die Gemeinde dies im Flächennutzungsplan festlegt, sind gesonderte vorhabenbezogene Bebauungspläne im Außenbereich dann nicht mehr erforderlich", so der Experte. Das betreffe beispielsweise Batteriespeicher, größere Biogasanlagen, PV- oder Windparks, Wärmespeicher sowie gewerbliche Tierhaltungen. Hemmerling geht davon aus, dass damit Planungen für derartige Vorhaben deutlich abgekürzt werden.
DBV sieht Flächenschutz vernachlässigt
Positiv wertet der BLG-Geschäftsführer zudem geplante Erleichterungen bei der Umnutzung landwirtschaftlicher Gebäude im Außenbereich. Die Grenze für privilegierten Wohnungsbau auf Hofstellen soll von zwei auf vier Wohnungen erhöht werden. Dabei soll auch "die Errichtung eines selbstständigen Wohngebäudes als Anbau an ein bestehendes Wohngebäude mit zusammengenommen höchstens vier Wohnungen" ermöglicht werden. Die Frist für die Umnutzung nach Aufgabe der bisherigen Nutzung soll von sieben auf zehn Jahre verlängert werden.
Hemmerling spricht von "deutlich erweiterte Möglichkeiten einer privilegierten Umnutzung im Außenbereich, die aber maßvoll bleiben". Auch DBV-Generalsekretärin Sabet begrüßt die vorgesehenen Erleichterungen bei der Nutzungsänderung. Aus ihrer Sicht ist das "ein Schritt in die richtige Richtung". Deutlich zu kurz komme in der Vorlage des Bauministeriums hingegen der Flächenschutz.
Resorptivläsion (RL): Fast jede zweite Katze leidet unbemerkt unter der Erkrankung
Eine Veterinärmedizinerin erklärt im Interview, welche Erkrankung bei Katzen so lange unentdeckt bleibt und wie man als Halter reagieren sollte.
Fast jede zweite Katze ab fünf Jahren ist betroffen – und leidet oft jahrelang in Stille. Resorptivläsionen – kurz RL – gelten als eine der häufigsten und schmerzhaftesten Zahnerkrankungen bei Katzen überhaupt. Dabei wird die Zahnsubstanz von innen oder außen abgebaut, der Zahn zerstört sich gewissermaßen selbst. Früher war der Begriff FORL (Feline Odontoclastic Resorptive Lesion) geläufig, dieser gilt jedoch als etwas veraltet. Aktuell wird die Erkrankung als Resorptivläsion (RL) bezeichnet.
Die Erkrankung ist keine Seltenheit: Je nach Studie sind bis zu 75 Prozent aller Katzen ab fünf Jahren betroffen. Johanne Bernick, Praxisinhaberin der Kleintierpraxis Bernick in Ulm, behandelt diese Erkrankung regelmäßig: „Katzen leiden oft jahrelang, bis ihnen geholfen wird. Jeder Mensch, der schon mal Zahnschmerzen hatte, weiß, wie grausam solch ein anhaltender Schmerz ist.“ Im Interview mit Landtiere.de klärt die Tierärztin auf.
Resorptivläsionen (RL) äußern sich unterschiedlich stark – und manchmal gar nicht sichtbar. Die nachfolgenden Warnsignale im Beitrag… .
Demografie: Zahl der Geburten auf niedrigstem Stand der Nachkriegszeit
Die Geburtenrate sinkt weiter in Deutschland und Europa.
So wenige Babys wie seit 1946 nicht mehr: Die Geburtenzahl in Deutschland sinkt weiter. Was das mit den weltweiten Krisen zu tun hat und was Experten fordern.
Im vergangenen Jahr sind in Deutschland so wenige Babys geboren worden wie noch nie seit 1946. Vorläufigen Ergebnissen zufolge wurden 2025 rund 654 300 Kinder geboren, das waren 3,4 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Die Zahl der Geburten sank damit zum vierten Mal in Folge.
Die Zahl der Sterbefälle überstieg 2025 mit rund 1,01 Millionen die Zahl der Geburten um 352 000 – dies sei das größte Geburtendefizit der Nachkriegszeit, teilt das Bundesamt mit. Dass Deutschland schrumpft, hatte die Behörde in einer ersten Schätzung im Januar bekanntgegeben: Zum Jahresende 2025 lebten demnach rund 83,5 Millionen Menschen in Deutschland. Die Bevölkerung war damit um etwa 100 000 Personen kleiner als am Jahresende 2024.
Zuwanderung gleicht Defizit nicht mehr aus
Dies lag nicht nur daran, dass die Zahl der Gestorbenen die Zahl der Neugeborenen überstieg, sondern auch daran, dass unter dem Strich weniger Menschen nach Deutschland einwanderten: Die Zuwanderung kann den Geburtenrückgang so nicht mehr ausgleichen.
Dass weniger Kinder geboren werden, ist keine neue Entwicklung. Nach einem vorübergehenden Hoch im Jahr 2021 mit rund 795 000 Neugeborenen sanken die Zahlen zuletzt erneut kontinuierlich…
Acting out of character: Man muss nicht immer man selbst sein
Authentizität gilt als große Tugend. Dabei kann es Vorteile haben, sich auch mal anders zu verhalten, als es der eigenen Veranlagung entspricht.
In der eigenen Komfortzone lebt es sich gemütlich. Sie zu verlassen, ist aber gar nicht so anstrengend wie gedacht – und lohnt sich. Zu diesem Schluss kommt eine Forschungsgruppe um Evy Kuijpers von der Freien Universität Brüssel anhand von Alltagsprotokollen von knapp 200 überwiegend weiblichen, jungen Erwachsenen. Das Fazit der Psychologin und ihrer Kollegen im Fachjournal »Personality and Social Psychology Bulletin«: Wer sich zeitweise »untypisch« offen für neue Erfahrungen zeigt, fühlt sich damit eher besser als schlechter.
Die Versuchspersonen wurden über soziale Netzwerke angeworben und zunächst zu ihrer Offenheit für neue Erfahrungen befragt, einer der fünf großen Persönlichkeitsdimensionen (Big Five). Als Kennzeichen galten zum Beispiel Neugier, Experimentierfreude und die Neigung, kreativen und intellektuellen Aktivitäten nachzugehen. Dann wurden sie zwei Wochen lang fünfmal täglich zu verschiedenen Uhrzeiten per App kontaktiert, sodass mehr als 14 000 Einzelmessungen zusammenkamen. Hatten sie in der zurückliegenden Stunde etwas Kreatives vollbracht? Wie typisch war das für sie? Und wie fühlten sie sich gerade?
Je offener sich die Befragten kurz zuvor verhalten hatten, desto besser war ihr Befinden und desto weniger erschöpft fühlten sie sich. Hochgradig offene Personen profitierten besonders davon, noch offener zu handeln. Nur bei einem extrem ungewohnten Verhalten gab es schwach negative Effekte. Für die Ergebnisse spielte es keine Rolle, ob das unübliche Verhalten von den Teilnehmenden selbst als solches definiert wurde oder ob es von den Forschenden mit dem übrigen protokollierten Verhalten verglichen und für untypisch befunden wurde… .
Buckelwal Timmy in Lastkahn für den Transport angekommen
Der Buckelwal wurde erfolgreich in die Barge geleitet.

Wal Timmy war und ist in aller Munde und Pressemeldungen. Böse Zungen behaupten, dass unsere Politik dahinterstehen würde, um von der Tagespolitik abzulenken... .
Während Helfer jubeln, warnen Experten vor Risiken: Der Buckelwal hat es in den Lastkahn geschafft. Doch die beschwerliche Reise steht ihm noch bevor.
Der in der Ostsee gestrandete Buckelwal ist in dem für seinen Transport vorgesehenen Lastkahn angekommen. Das Tier bewegte sich durch eine zuvor ausgebaggerte Rinne in die sogenannte Barge, nachdem Helfer es zuvor mit Gurten in diese Richtung gezogen hatten, wie auf Livestreams zu sehen war. Unter den Helfern brach Jubel aus.
Die Barge ist eine Art transportables Schwimmbecken, in dem normalerweise Schiffe transportiert werden. Darauf soll der Wal nun auf einer mehrtägigen Reise Richtung Nordsee transportiert werden.
Gestrandeter Wal: Überraschende Bewegung Richtung Barge
Nachdem die Bergungsaktion lange schleppend verlief und mehr als ein Dutzend Helfer an den Gurten zerrten, die dem rund zwölf Tonnen schweren Tier zuvor umgelegt worden waren, ging auf einmal alles ganz schnell und das Tier bewegte sich zügig in Richtung des Kahns.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) hatte zuvor grünes Licht für das Konzept mit den Gurten gegeben. Er sagte am Morgen mit Blick auf einen möglichen Erfolg: »Für mich wäre es mit eines meiner schönsten Erlebnisse in meinem Leben.«… .
AVA-Kommentar: In 2 AVA-Fortbildungen der letzten beiden Wochen für Tierärzte und Tierärztinnen der Nutztierpraxis wurde auch kurz die "Walproblematik" angesprochen. Um es zusammenzufassen: Alle waren sich einig, dass im Fall Timmy der Tierschutz missachtet wurde. Warum strandete der Wal mehrfach? Das hatte doch Gründe, die von den Tiermedizinern auch diskutiert wurden. "Man hätte das Tier 'tierschutzgerecht' töten sollen"... .
Steigende Tierarztkosten setzen Tierheime unter Druck
Immer mehr Tierhalter wenden sich an Tierheime, um Unterstützung bei der Begleichung von Tierarztkosten zu erhalten.
Seit Inkrafttreten der neuen GOT für Tierärzte berichten Tierheime von deutlich gestiegenen Behandlungskosten und finanzieller Belastung.
Tierheime in Deutschland sehen sich seit der Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zunehmend mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes hervor. Hintergrund ist die im November 2022 in Kraft getretene Neufassung der GOT, deren Auswirkungen sich nun deutlich bemerkbar machen.
Kostensteigerungen seit der GOT-Novelle
Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes berichten fast 80 Prozent der befragten Tierheime von erheblichen Kostensteigerungen bei tierärztlichen Behandlungen. Seit 2022 seien die Ausgaben demnach um 30 bis 50 Prozent gestiegen, in einzelnen Fällen sogar darüber hinaus. Insgesamt hätten sich die Gebühren im Durchschnitt um 22 Prozent erhöht.
Zugleich wenden sich immer mehr Tierhalter an Tierheime, um Unterstützung bei der Begleichung von Tierarztkosten zu erhalten. „Rund 80 Prozent der befragten Tierschutzvereine bestätigen diesen Trend“, teilte der Verband mit.
Mehr Fundtiere, unklare Zuständigkeiten
Neben den steigenden Behandlungskosten geraten Tierheime auch durch eine wachsende Zahl an Fundtieren unter Druck. Rund 60 Prozent der Einrichtungen gaben an, zunehmend Tiere aufzunehmen, die vermutlich ausgesetzt wurden. Die Kosten für deren Versorgung würden jedoch nicht vollständig von den Kommunen gedeckt… .
Steigende Tierarztkosten setzen Tierheime unter Druck
Immer mehr Tierhalter wenden sich an Tierheime, um Unterstützung bei der Begleichung von Tierarztkosten zu erhalten.
Seit Inkrafttreten der neuen GOT für Tierärzte berichten Tierheime von deutlich gestiegenen Behandlungskosten und finanzieller Belastung.
Tierheime in Deutschland sehen sich seit der Anpassung der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) zunehmend mit finanziellen Herausforderungen konfrontiert. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Deutschen Tierschutzbundes hervor. Hintergrund ist die im November 2022 in Kraft getretene Neufassung der GOT, deren Auswirkungen sich nun deutlich bemerkbar machen.
Kostensteigerungen seit der GOT-Novelle
Nach Angaben des Deutschen Tierschutzbundes berichten fast 80 Prozent der befragten Tierheime von erheblichen Kostensteigerungen bei tierärztlichen Behandlungen. Seit 2022 seien die Ausgaben demnach um 30 bis 50 Prozent gestiegen, in einzelnen Fällen sogar darüber hinaus. Insgesamt hätten sich die Gebühren im Durchschnitt um 22 Prozent erhöht.
Zugleich wenden sich immer mehr Tierhalter an Tierheime, um Unterstützung bei der Begleichung von Tierarztkosten zu erhalten. „Rund 80 Prozent der befragten Tierschutzvereine bestätigen diesen Trend“, teilte der Verband mit.
Mehr Fundtiere, unklare Zuständigkeiten
Neben den steigenden Behandlungskosten geraten Tierheime auch durch eine wachsende Zahl an Fundtieren unter Druck. Rund 60 Prozent der Einrichtungen gaben an, zunehmend Tiere aufzunehmen, die vermutlich ausgesetzt wurden. Die Kosten für deren Versorgung würden jedoch nicht vollständig von den Kommunen gedeckt… .
Erfolgreiche Anfechtung von Auflagen bei Taubenbekämpfungserlaubnis
Nebenbestimmungen zu Erlaubnis der Taubenbekämpfung mangels Anhörung rechtswidrig
Die unter anderem für das Tierschutzrecht zuständige Verwaltungsgericht Wiesbaden hat entschieden, dass mehrere Nebenbestimmungen zu einer tierschutzrechtlichen Erlaubnis zur Bekämpfung verwilderter Tauben, die einer Jägerin aus Limburg an der Lahn erteilt wurde, aus formellen Gründen rechtswidrig sind. Hierzu liegen nun die Urteilsgründe vor.
Der beklagte Landkreis Limburg-Weilburg erteilte der Klägerin auf ihren Antrag hin die Erlaubnis nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 8 Buchst. e) Tierschutzgesetz (TierSchG), verwilderte Haustauben mittels eines Fangschlages und Rundfallen zu fangen und zu töten. In der Erlaubnis wurde ausgeführt, die Erlaubnis beinhalte für Aufstellungsorte des Fangschlags oder der Rundfalle außerhalb des Landkreises nicht die Erlaubnis zur Tötung gefangener Tiere.
