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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Geplatzte Vion-Übernahme: Tönnies will Kaufvertrag lösen
Die Premium Food Group hat nach der Entscheidung des Bundeskartellamts, den geplanten Kauf mehrerer Vion-Standorte zu untersagen , nun ein überraschendes Angebot unterbreitet.
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Auf welchen Luxus Reiche 2026 Wert legen
Der weltweite Luxusmarkt schrumpft. Im laufenden Jahr werden voraussichtlich 1,44 Billionen Euro für teure Autos, edles Essen, Jachten, Privatjets und ähnliches ausgegeben, wie eine Studie der Unternehmensberatung Bain & Company und des italienischen Luxusgüterverbands Fondazione Altagamma prognostiziert.
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Aviäre Influenza (Vogelgrippe): Fast alle Landkreise in Rheinland-Pfalz betroffen
Immer mehr Tiere in Rheinland-Pfalz sind mit der Vogelgrippe infiziert.
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Tierschützer besorgt: Horror-Frachter mit tausenden Rindern vom Radar verschwunden (mit Video)
Das Viehtransportschiff "Spiridon II" war auf dem Weg nach Uruguay. Doch im Mittelmeer ist das Signal verloren gegangen. Der Verdacht besteht, dass Tierkadaver oder Gülle illegal entsorgt wurden.
Vor zwei Monaten stach das Boot Spiridon II in See. Doch der Frachter wurde von der Türkei abgelehnt und befand sich auf dem Rückweg nach Montevideo, so zeigt der Schiffsverfolgungsdienst MarineTraffic.
Der Transporter sendet seit mehreren Tagen kein Ortungssignal mehr. Auf der "Spiridon II" befanden sich über 3.000 Rinder. Diese harrten auf der langen Anreise mehrere Wochen vor der türkischen Küste aus. Das ausgeschaltete Signal deutet auf eine illegale Entsorgung von Tierkadavern oder Gülle hin.
"Tiere stehen seit Monaten in ihren eigenen Exkrementen"
Gegenüber der "dpa" erklärte die deutsche Tierschutzorganisation Animal Welfare Foundation: "Wenn das Schiff wirklich wie angegeben nach Uruguay zurückkehrt, gehen wir davon aus, dass das Schiff leer ankommen wird." Laut ihnen sei die Situation auf dem Schiff katastrophal: "Die Tiere stehen seit Monaten in ihren eigenen Exkrementen und besonders in den unteren Etagen ist die Ammoniakbelastung extrem hoch.".. .
Siehe auch HIER die Meldung vom 19.11.2025
Wegen Kryptosporidiose: 264 Besucher auf Bauernhof in GB erkrankt: Landwirtin zu Geldstrafe verurteilt
Nach einem Besuch auf einem Bauernhof in GB sind 264 Erwachsene und Kinder an Kryptosporidiose erkrankt. Nun wurde der landwirtschaftliche Betrieb zu einer Geldstrafe verurteilt.
Ein Bauernhof in England wurde nun zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Grund: Nach einem Besuch dort waren 264 Besucher teils schwer erkrankt.
Der landwirtschaftliche Betrieb liegt auf der Isle of Wight vor der Südküste Großbritanniens und wird gerne von Familien besucht. Im April und Mai 2023 aber kam es dort zu einem heftigen Krankheitsausbruch. Erwachsene und Kinder berichteten von „den schlimmsten Durchfällen und Erbrechen, die sie je erlebt hatten“, meldet das Fachmagazin FarmingUk.
Auf der Hazelgrove Farm in Ryde konnten Besucher die Tiere, vor allem Lämmer und Zicklein, gegen Bezahlung mit der Flasche füttern. Das aber habe nun eine Welle von Erkrankungen ausgelöst. Mehr als 30 % der Teilnehmer hätten nach dem Ausflug Kryptosporidiose bekommen. Über die Hälfte davon Kinder. Einige mussten sogar stationär ins Krankenhaus aufgenommen werden und hatten bis ins Jahr 2024 Probleme mit Durchfall, wie es in der Anklage weiter heißt.
Bei Kryptosporidiose handelt es sich um eine hochansteckende Krankheit. Verursacht wird sie durch den Parasiten Cryptosporidium, erklärt das Fachmagazin.
Die Besucher seien nicht klar über das Risiko einer Zoonose informiert worden. Man habe beobachtet, wie Kinder Ziegen und Lämmer küssten, die „sichtbar mit Fäkalien kontaminiert“ waren, zitiert das Fachmagazin aus der Urteilsbegründung.
Zoonosen seien vor allem für Kinder und Menschen mit geschwächtem Immunsystem besonders gefährlich. Landwirte müssten die Gesundheitsrisiken, die mit dem Kontakt zu Tieren verbundenen sind, ernst nehmen. Sichere Praktiken könnten das Risiko erheblich verringern und dennoch angenehme und lehrreiche Erfahrungen ermöglichen, wie es weiter heißt… .
Verringerung des Einsatzes chemischer Pestizide
„Die Reduktion der Risiken und des Einsatzes von Pestiziden - Ziele und Initiativen der Bundesregierung zu Pflanzenschutzmitteln“ ist das Thema einer Kleinen Anfrage (21/2831) der Fraktion Bündnis90/Die Grünen. Unter anderem wollen die Abgeordneten von der Bundesregierung wissen, wie ihr Ziel für eine Reduktion der Risiken und der Menge der ausgebrachten Pestizide aussieht. Außerdem soll sie angeben, wie sie die Ziele der EU-Biodiversitätsstrategie (Verringerung des Risikos und des Einsatzes chemischer Pestizide um 50 Prozent bis 2030) sowie das im Koalitionsvertrag verankerte Ziel umsetzt, „den Umfang und das Risiko beim Pflanzenschutzmitteleinsatz“ zu reduzieren. Die Abgeordneten interessiert dabei auch, durch welche Maßnahmen und Gelder die Bundesregierung die laut Koalitionsvertrag geplanten Anreize für den integrierten Pflanzenschutz schaffen will.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Gekaufte Politik: Bundesminister dürfen auch künftig zum Ludwig-Erhard-Gipfel
Der vor Jahren vom heutigen Staatsminister Wolfram Weimer gegründete Ludwig-Erhard-Gipfel ist seit Tagen in den Schlagzeilen. Die Bundesregierung sieht aber keinen Grund, dort nicht mehr hinzufahren.
Die Bundesregierung hat keine Bedenken gegen die Teilnahme von Ministerinnen und Ministern am Ludwig-Erhard-Gipfel der Weimer Media Group, dem früheren Verlag von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer (parteilos).
Regierungsmitglieder nähmen an vielen Veranstaltungen teil, auch an solchen, die ein kommerzielles Interesse verfolgten, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius in Berlin. Viele Medienhäuser hielten solche Veranstaltungen ab.
«Das ist den Bundesministern bekannt», sagte Kornelius. «Sie erhalten dafür weder Vorteile noch Honorare noch sonstige Leistungen. Es geht um die Öffentlichkeitsarbeit auch der Bundesregierung. Und insofern gibt es an dieser Praxis momentan keinen Änderungsbedarf. Und es gibt auch keine abweichende Haltung oder keine abweichende Praxis in dem von Ihnen jetzt geschilderten Fall.» Gemeint war der Ludwig-Erhard-Gipfel.
Mehrere Minister eingeladen
Für den Gipfel 2026 werden auf der Webseite der Veranstaltung unter anderem Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), Kanzleramtsminister Thorsten Frei (CDU), Forschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und Landwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) angekündigt. Bundesminister haben auch in der Vergangenheit an der Veranstaltung teilgenommen.
Der Ludwig-Erhard-Gipfel wird seit 2014 von der Weimer Media Group am Tegernsee organisiert. Gründer sind Weimer und seine Frau Christiane Goetz-Weimer. In den vergangenen Tagen hatte es Wirbel um Berichte gegeben, wonach die Veranstalter Teilnahmepakete für mehrere Zehntausend Euro anbieten und mit möglichem «Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger» werben.
Kulturstaatsminister Weimer hatte deshalb angekündigt, seine Anteile an der Weimer Media Group einem Treuhänder zu übertragen. Funktionen und Stimmrechte im Verlag hatte er nach eigenen Angaben bereits im Frühjahr abgegeben.
AVA-Kommentar: Das ist doch der Gipfel. Und da sind wohl noch "ganz andere Sachen" bei den Weimer's aufgedeckt worden.... .
"Geht`s noch?"
Vogelgrippe breitet sich in Leipzig weiter aus
Im Landkreis Leipzig breitet sich die Geflügelpest bei Wildvögeln weiter aus. Wie der Landkreis Leipzig mitteilte, bestätigte das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) am Dienstag zwei weitere Verdachtsfälle.
Betroffen sind demnach ein Rotmilan, der am Zwenkauer See gefunden wurde, sowie eine Graugans vom Ufer der Talsperre Schömbach. Für drei weitere Vögel aus Borsdorf, Bad Lausick und Frohburg stehen die Ergebnisse des nationalen Referenzlabors noch aus.
Die Funde zeigten eine zunehmende räumliche Ausbreitung des Virus, hieß es. Zwar seien bislang keine gehaltenen Tiere betroffen, dennoch rät der Landkreis Haltern dringend, Geflügel und andere gehaltene Vögel im Stall zu halten oder in abgedeckten, wildvogelsicheren Volieren unterzubringen. Eine verpflichtende Stallhaltung gibt es derzeit nicht. Die bereits geltende Verfügung, Geflügelausstellungen zu untersagen, bleibt bestehen. Eine Entspannung der Lage sei nicht in Sicht.
Bereits Anfang November war am Markkleeberger See erstmals eine mit Vogelgrippe infizierte Graugans im Kreis nachgewiesen worden. Das FLI schätzt das Risiko eines Eintrags in Hausgeflügelbestände weiterhin als hoch ein.
Geflügelhalter sollten laut Veterinäramt besonders auf Hygiene achten, Futter und Wasser vor Wildvögeln schützen und stalleigene Kleidung nutzen. Bei ungewöhnlichen Verlusten in Beständen ist eine tierärztliche Untersuchung vorgeschrieben.
Gefundene tote oder kranke Wasser-, Schreit- oder Greifvögel sollen nicht berührt werden und dem Veterinäramt gemeldet werden.
Regeln für leichtere Wolfs-Abschüsse in Sicht
Zum Schutz von Weidetieren wie Schafen kommen Regeln für einen leichteren Abschuss von Wölfen in Sicht. Das Bundesagrarministerium plant, den Wolf in die gesetzliche Liste der Tiere aufzunehmen, bei denen die Jagd erlaubt ist.
Damit soll eine bundeseinheitliche Regelung getroffen werden, unter welchen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen der Wolf bejagt werden darf, heißt es in einem Referentenentwurf, über den «Tagesspiegel Background» zuerst berichtete. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Konkret soll demnach im Bundesjagdgesetz festgelegt werden, dass die Länderbehörden einen revierübergreifenden «Managementplan» aufstellen können, wenn sich der Wolf in einem günstigen Erhaltungszustand befindet. Dann soll die Jagd auf den Wolf «jeweils vom 1. September eines Jahres an bis zum Ablauf des 28. Februar des Folgejahres ausgeübt werden» dürfen. Der Plan soll zugleich darauf ausgerichtet sein, «die Vereinbarkeit der Jagd mit der Aufrechterhaltung eines günstigen Erhaltungszustands zu gewährleisten».
Günstiger Erhaltungszustand
Hintergrund ist eine Verständigung zwischen Agrar- und Umweltministerium, nachdem Union und SPD das Vorgehen im Koalitionsvertrag vereinbart hatten. In einem Bericht an die EU hatte die Bundesregierung den Erhaltungszustand des Wolfs zuletzt als «günstig» eingestuft. Das galt bisher in der «atlantischen» Region, die den Nordwesten Deutschlands umfasst. Nun gilt es auch in der «kontinentalen» Region, die fast den gesamten Rest der Republik ausmacht. Die EU-Staaten hatten den Schutzstatus des Wolfs im Sommer von «streng geschützt» auf «geschützt» gesenkt und damit die Voraussetzung für Änderungen im Jagdrecht geschaffen.
Tierhölle Spiridon II: Symbol der millionenfachen Tier-Qual durch globale Profitgier
Die Spiridon II, ein 53 Jahre alter, unter billiger Togo-Flagge fahrender Rostkahn, ist zur schwimmenden Hölle für knapp 3.000 uruguayische Rinder geworden – die meisten hochträchtig. Was als routinegewinnträchtiger Lebendexport begann, entpuppt sich als trauriges Lehrstück skrupelloser, global organisierter Profitgier.
Seit über 90 Tagen vegetieren die Tiere in stickigen, ammoniakgeschwängerten Decks, stehen knöcheltief in Kot und Urin, ohne funktionierende Belüftung, ohne Melkmaschinen, ohne ausreichend Trinkwasser. Mindestens 58 Rinder sind bereits verendet, über 140 trächtige Kühe haben ihre Kälber verloren – viele der neugeborenen Tiere einfach verschwunden, vermutlich über Bord gespült oder erstickt. Tierschützer sprechen von einem „schwimmenden Konzentrationslager“.
Hinter dem Drama stehen gewissen- und seelenlose Profiteure des globalistischen Freihandels:
💥Der uruguayische Exportriese Ganosan Livestock kassiert pro Tier mehrere hundert Dollar Gewinn.
💥Der Reeder spart mit einem uralten, nicht mehr EU-zugelassenen Schiff zigtausend Euro an Sicherheits- und Tierschutzstandards.
💥In diesem konkreten Fall wollten türkische Importeure „zwei zum Preis von einem“ – Kuh plus Kalb – und nahmen fehlende Ohrmarken und Papiere billigend in Kauf, türkische Behörden jedoch verweigerten desswegen die Entladung.
Genau diese Kette aus Kostenminimierung und Gewinnmaximierung macht die Spiridon II zum traurigen Normalfall: Jedes Jahr werden weltweit über 50 Millionen Rinder, Schafe und Ziegen auf ähnlichen Frachtern über Ozeane gekarrt – weil irgendwo auf der Welt gerade der Preis 300 Dollar höher ist als am Ursprungsort. Die Rechnung zahlen einzig die Tiere.
Während die Spiridon II nun wieder Kurs auf Uruguay nimmt – leer oder halb leer, je nachdem wie viele Tiere die Rückreise überleben, bleibt die bittere Erkenntnis: Solange globale Handelsregeln Tierleid als „externe Kosten“ behandeln und alte Schiffe unter Billigflaggen praktisch keiner Kontrolle unterliegen, wird es weitere Höllenschiffe wie die Spiridon II geben… .
