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NEWS
von der AVA und aus der Branche
Landwirtschaftliche Löhne steigen: 9,9% Erhöhung bis 2028 vereinbart
Die jüngsten Tarifverhandlungen im deutschen Agrarsektor haben zu einer Einigung geführt, die eine deutliche Lohnerhöhung für die Beschäftigten in Aussicht stellt.
Der Gesamtverband der Deutschen Land- und Forstwirtschaftlichen Arbeitgeberverbände (GLFA) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) haben sich auf eine Empfehlung geeinigt, welche eine Erhöhung um insgesamt 9,9 Prozent vorsieht. Diese Empfehlung betrifft etwa 500.000 Angestellte in der Branche.
Stufenweise Anhebung der Gehälter
Die geplante Gehaltserhöhung erfolgt nicht auf einmal, sondern in drei Schritten: Jeweils 3,3 Prozent mehr sollen die Beschäftigten ab Mai 2026, Januar 2027 und Januar 2028 erhalten. Außerdem ist im Juli 2026 eine einmalige Zahlung von 300 Euro vorgesehen. Diese Regelung wird rückwirkend ab dem 1. Januar 2026 bis zum 30. September 2028 gelten. Allerdings handelt es sich hierbei nur um eine Empfehlung, die als Grundlage für regionale Tarifverhandlungen genutzt werden kann.
Löhne als Anreiz für Nachwuchs
Angesichts steigender Lebenshaltungskosten kommt diese Lohnerhöhung zur rechten Zeit und bietet den Beschäftigten mehr finanzielle Sicherheit. Besonders Fachkräfte könnten von diesen Anpassungen profitieren, was die Attraktivität der Landwirtschaft als Berufsfeld erhöhen soll. Für ungelernte Arbeitskräfte bleibt der Stundenlohn zunächst auf Mindestlohnniveau, bevor er nach vier Monaten leicht angehoben wird.
Kostendruck auf landwirtschaftliche Betriebe
Trotz dieser positiven Entwicklungen bringt der Tarifabschluss auch Herausforderungen mit sich. Vor allem Betriebe im arbeitsintensiven Obst-, Gemüse- oder Weinbau und in der Tierhaltung könnten finanziell belastet werden. Die Arbeitgeberseite betont jedoch die Notwendigkeit dieser Anpassungen, um qualifizierte Arbeitskräfte nicht zu verlieren und die Branche zukunftssicher zu gestalten.
Kompromiss für langfristige Stabilität
Hans-Benno Wichert, Präsident des GLFA, erklärte, dass trotz schwieriger Bedingungen eine Lohnanpassung notwendig sei, da sie sowohl das Engagement der Mitarbeiter anerkenne als auch deren steigende Lebenshaltungskosten berücksichtige. Der gefundene Kompromiss biete den Betrieben Planungssicherheit bis Herbst 2028.
- Lohnerhöhung: Insgesamt 9,9 Prozent in drei Schritten
- Einmalzahlung: 300 Euro im Juli 2026
- Laufzeit: Rückwirkend ab Januar 2026 bis September 2028
- Zielgruppe: Rund 500.000 Beschäftigte im Agrarsektor
Beef on Dairy boomt: Neue Zuchtwerte steigern Kälbererlöse
Die gezielte Kreuzung von Milch- und Fleischrindern gewinnt in Deutschland rasant an Bedeutung. Das sogenannte Beef on Dairy (BoD)-Konzept entwickelt sich zunehmend zu einem zentralen Baustein moderner Rinderzucht, da es sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch das Tierwohl auf Milchviehbetrieben verbessert.
Im Fokus steht dabei ein klarer Ansatz: Milchkühe – meist Holstein – werden gezielt mit Fleischrassenbullen angepaart, um Kälber mit besseren Mast- und Vermarktungseigenschaften zu erzeugen. Entscheidend für den Erfolg sind dabei passende Zuchtwerte und Indizes, die beide Seiten – Milch- und Fleischleistung – berücksichtigen.
Neue Zuchtwerte bringen Struktur in die BoD-Strategie
Mit der wachsenden Bedeutung von Beef on Dairy Deutschland steigt auch der Bedarf an geeigneten Bewertungsinstrumenten. Neben internationalen Ansätzen wie dem Nordic Beef on Dairy Index (NBDI) gewinnen nationale Lösungen an Gewicht.
Die Vereinigten Informationssysteme Tierhaltung (vit) haben spezielle BoD-Zuchtwerte entwickelt, die gezielt auf die Anforderungen deutscher Betriebe zugeschnitten sind. Diese helfen laut Fachleuten dabei, sowohl den Geburtsverlauf als auch die Erlöse aus der Kälbervermarktung zu optimieren.
Der NBDI, ursprünglich aus Skandinavien, wird ebenfalls in Deutschland genutzt. Er umfasst eine breite Datenbasis von über 700 Fleischrinderbullen und bewertet deren Eignung für den Einsatz in Milchviehherden.
Zwei zentrale Faktoren entscheiden über den Zuchterfolg
Die neuen Bewertungsansätze basieren im Kern auf zwei entscheidenden Komponenten. Zum einen spielt der Kalbeverlauf eine zentrale Rolle. Leichte Geburten und eine kurze Trächtigkeitsdauer sind insbesondere bei Färsen entscheidend, um Tiergesundheit und Fruchtbarkeit zu sichern.
Zum anderen steht der Fleischwert im Fokus. Hier werden Merkmale wie Schlachtgewicht, Bemuskelung und Fettabdeckung bewertet, die für die Mastbetriebe und den späteren Erlös ausschlaggebend sind.
Die Herausforderung besteht darin, beide Bereiche optimal auszubalancieren. Genau hier setzen moderne Indizes an, indem sie eine fundierte Entscheidungsgrundlage für die Bullenwahl liefern.
Rassenwahl beeinflusst Wirtschaftlichkeit deutlich
In der praktischen Umsetzung zeigen sich klare Unterschiede zwischen den eingesetzten Fleischrassen. Untersuchungen unter anderem von Zuchtorganisationen und Leistungsprüfern belegen, dass bestimmte Rassen besonders gut für den BoD-Einsatz geeignet sind.
Angus-Bullen werden häufig bei Färsen eingesetzt, da sie für ihre Leichtkalbigkeit bekannt sind. Weiß-Blaue Belgier liefern hingegen eine sehr hohe Bemuskelung und erzielen damit attraktive Preise am Markt, erfordern jedoch eine sorgfältige Selektion.
Auch Kreuzungen mit Fleckvieh zeigen positive Effekte, etwa bei der Reduzierung von Totgeburten. Ergänzend kommen Rassen wie Charolais zum Einsatz, die ebenfalls gute Mastleistungen liefern.
Höhere Erlöse und bessere Tiergesundheit
Die wirtschaftlichen Vorteile von Beef on Dairy Deutschland sind deutlich erkennbar. Kreuzungskälber erzielen in der Regel höhere Preise als reinrassige Holstein-Kälber, da sie bessere Mast- und Schlachteigenschaften aufweisen.
Gleichzeitig profitieren die Milchviehbetriebe von einer verbesserten Arbeitswirtschaft. Durch den gezielten Einsatz von gesextem Sperma bei den besten Kühen und Fleischrassen bei den übrigen Tieren lässt sich die Nachzucht effizient steuern.
Auch aus Sicht des Tierwohls ergeben sich Vorteile: Leichtere Kalbungen reduzieren Belastungen für die Kühe und können sich positiv auf die Nutzungsdauer auswirken.
Balance zwischen Milch und Fleisch bleibt entscheidend
Trotz aller Vorteile bleibt die Umsetzung anspruchsvoll. Landwirte müssen den Spagat zwischen hoher Milchleistung der Kühe und guter Mastleistung der Kälber meistern. Genau hier liegt die Bedeutung moderner Zuchtwerte und Indizes.
Sie ermöglichen es, fundierte Entscheidungen zu treffen und sowohl genetischen Fortschritt als auch wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Mit der zunehmenden Professionalisierung dürfte Beef on Dairy in Deutschland weiter an Bedeutung gewinnen.
Zuchtstrategie entscheidet über Erfolg in der Milchviehhaltung
Mit Blick auf die anstehende Decksaison gewinnt die Zuchtstrategie Milchvieh zunehmend an Bedeutung. Die Entscheidungen, die Landwirte in den kommenden Wochen treffen, beeinflussen maßgeblich die genetische Entwicklung ihrer Herden – und damit auch die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit der Betriebe.
Gerade in einem Umfeld niedriger Milchpreise rücken zusätzliche Einnahmequellen stärker in den Fokus. Der Verkauf von Kälbern hat sich zuletzt als wichtige Stütze erwiesen und trägt vielerorts zur Stabilisierung der Betriebsergebnisse bei.
Selektive Zucht wird zum entscheidenden Faktor
Moderne Zuchtkonzepte unterscheiden sich deutlich von früheren Ansätzen. Während früher häufig einheitlich auf Milchviehgenetik gesetzt wurde, ist die Besamung heute deutlich differenzierter. Laut Branchenexperten erfolgt die Auswahl gezielt: Hochwertige Kühe werden mit Milchrassen besamt, während bei anderen Tieren Fleischrassen zum Einsatz kommen.
Dieses Vorgehen ermöglicht es, gezielt Ersatztiere aus den leistungsstärksten Kühen zu gewinnen und gleichzeitig wirtschaftlich attraktive Mastkälber zu erzeugen. Die Kombination aus genetischem Fortschritt und zusätzlichen Erlösen durch Kälberverkäufe verbessert die Wirtschaftlichkeit Milchviehbetrieb spürbar.
Kälberpreise stabilisieren die Betriebe
Insbesondere in Zeiten schwacher Milchpreise kommt dem Kälbermarkt eine zentrale Rolle zu. Nach Einschätzung von Fachleuten wirken gute Erlöse für Kälber derzeit wie ein finanzieller Puffer für viele Betriebe.
Diese Entwicklung ist nicht neu: Bereits in den vergangenen Jahren habe sich gezeigt, dass qualitativ hochwertige Kreuzungskälber aus Milch- und Fleischrassen deutlich besser vermarktbar sind als klassische Milchrasse-Kälber. Vor allem in Phasen schwacher Nachfrage nach reinrassigen Bullenkälbern wurde dieser Unterschied deutlich.
Planung der Nachzucht bleibt entscheidend
Zu Beginn der Zuchtsaison steht die genaue Planung im Mittelpunkt. Landwirte müssen zunächst ermitteln, wie viele Ersatzfärsen benötigt werden und wie viele Besamungen dafür notwendig sind. Dabei spielen auch die weiblichen Jungtiere eine wichtige Rolle.
Allerdings zeigt sich in der Praxis eine große Bandbreite bei der Besamung von Färsen. Einige Betriebe setzen auf gesextes Sperma oder Synchronisationsprogramme, andere nutzen konventionelle künstliche Besamung oder setzen sogar Natursprungbullen ein.
Risiken bei falscher Besamungsstrategie
Die Wahl der falschen Anpaarung kann jedoch langfristige Nachteile bringen. Wird bei Färsen überwiegend auf Fleischrassen gesetzt, bleibt die Herde genetisch zurück. Dadurch kann der Fortschritt bei wichtigen Merkmalen wie Milchinhaltstoffen oder Fruchtbarkeit gebremst werden.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Vermarktung der Kälber: Kreuzungen mit Fleischrassen können zwar gefragt sein, führen bei sehr jungen Tieren jedoch häufig zu geringeren Gewichten. Fachleute weisen darauf hin, dass ein Gewichtsnachteil von rund 10 Kilogramm beim Verkauf durchaus realistisch ist – mit entsprechenden Auswirkungen auf den Preis.
Gezielte Bullenwahl bringt langfristige Vorteile
Für eine erfolgreiche Rinderzucht ist daher eine klare Strategie erforderlich. Ersatztiere sollten gezielt aus den genetisch besten Kühen hervorgehen. Die Auswahl der Besamungsbullen richtet sich dabei nach den betrieblichen Zuchtzielen, etwa der Verbesserung von Milchleistung, Fruchtbarkeit oder Tiergesundheit.
Gleichzeitig darf die Auswahl der Fleischrassenbullen nicht unterschätzt werden. Sie beeinflusst maßgeblich die Mastleistung, Schlachtkörperqualität und Vermarktungschancen der Kälber. Kennzahlen wie der Dairy Beef Index (DBI) können laut Experten eine wertvolle Orientierung bieten, wobei auch Kalbeeigenschaften wie Geburtsverlauf berücksichtigt werden sollten.
Bundesregierung präsentiert 67 Maßnahmen für klimafreundliche Landwirtschaft
Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle im neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, das am 25. März vorgestellt wurde.
Obwohl der Agrarsektor derzeit seine Emissionsziele übererfüllt, warnt die Regierung davor, dass ohne zusätzliche Anstrengungen nach 2030 die Landwirtschaft zu den größten Verursachern von Treibhausgasen gehören könnte.
Umfassende Maßnahmen für den Agrarsektor
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat ein umfassendes Maßnahmenpaket mit insgesamt 67 Einzelmaßnahmen präsentiert, um die Emissionen im Agrarsektor zu senken. Zu den zentralen Punkten gehört die Förderung von emissionsärmeren Praktiken in der Tierhaltung, der Einsatz alternativer Antriebe und die Unterstützung beim klimaresilienten Umbau von Wäldern sowie der nachhaltigen Moorbewirtschaftung.
Herausforderungen in der Tierhaltung
Ein besonderer Fokus des Programms liegt auf der Reduktion von Emissionen in der Tierhaltung. Geplant ist, bis 2040 rund 70 Prozent des Wirtschaftsdüngers zu vergären, um dadurch die Treibhausgase zu reduzieren. Forschungsprogramme sollen zudem Potenziale für klimafreundlichere Rinderrassen und angepasste Fütterungsstrategien aufzeigen.
Investitionen in Biogas- und Energieanlagen
Landwirte können von Förderprogrammen profitieren, die Investitionen in Biogasanlagen sowie spezifische Technologien zur Aufbereitung von Wirtschaftsdünger unterstützen. Darüber hinaus fördert das Programm die Elektrifizierung der Landtechnik: Leichte Maschinen sollen bis 2045 vollständig elektrisch angetrieben werden, während für schwere Arbeiten auf Biokraftstoffe umgestellt werden soll.
Kritik am Klimaschutzprogramm
Trotz der umfangreichen Pläne üben Umweltverbände Kritik an dem Programm. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält die Maßnahmen für nicht ausreichend und plant rechtliche Schritte gegen die Regierung. Auch die Organisation „Faba Konzepte“ bemängelt, dass das Programm ungenutzte Potenziale im Bereich Ernährung ignoriert und eine Reduktion der Tierbestände als notwendig ansieht.
Zukunftsperspektiven und Finanzierungsfragen
Für die Umsetzung des Programms sind ab 2027 zusätzliche Mittel vorgesehen: Rund 7,6 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds sowie weitere 400 Millionen Euro aus einem Sondervermögen. Dennoch bleibt unklar, ob diese Mittel ausreichen werden, um das Ziel einer Einsparung von 30 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 zu erreichen – eine Diskrepanz zwischen Umweltbundesamt und Ministerium sorgt hier für Verwirrung.
Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle im neuen Klimaschutzprogramm der Bundesregierung, das am 25. März vorgestellt wurde. Obwohl der Agrarsektor derzeit seine Emissionsziele übererfüllt, warnt die Regierung davor, dass ohne zusätzliche Anstrengungen nach 2030 die Landwirtschaft zu den größten Verursachern von Treibhausgasen gehören könnte.
Umfassende Maßnahmen für den Agrarsektor
Bundesumweltminister Carsten Schneider hat ein umfassendes Maßnahmenpaket mit insgesamt 67 Einzelmaßnahmen präsentiert, um die Emissionen im Agrarsektor zu senken. Zu den zentralen Punkten gehört die Förderung von emissionsärmeren Praktiken in der Tierhaltung, der Einsatz alternativer Antriebe und die Unterstützung beim klimaresilienten Umbau von Wäldern sowie der nachhaltigen Moorbewirtschaftung.
Herausforderungen in der Tierhaltung
Ein besonderer Fokus des Programms liegt auf der Reduktion von Emissionen in der Tierhaltung. Geplant ist, bis 2040 rund 70 Prozent des Wirtschaftsdüngers zu vergären, um dadurch die Treibhausgase zu reduzieren. Forschungsprogramme sollen zudem Potenziale für klimafreundlichere Rinderrassen und angepasste Fütterungsstrategien aufzeigen.
Investitionen in Biogas- und Energieanlagen
Landwirte können von Förderprogrammen profitieren, die Investitionen in Biogasanlagen sowie spezifische Technologien zur Aufbereitung von Wirtschaftsdünger unterstützen. Darüber hinaus fördert das Programm die Elektrifizierung der Landtechnik: Leichte Maschinen sollen bis 2045 vollständig elektrisch angetrieben werden, während für schwere Arbeiten auf Biokraftstoffe umgestellt werden soll.
Kritik am Klimaschutzprogramm
Trotz der umfangreichen Pläne üben Umweltverbände Kritik an dem Programm. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält die Maßnahmen für nicht ausreichend und plant rechtliche Schritte gegen die Regierung. Auch die Organisation „Faba Konzepte“ bemängelt, dass das Programm ungenutzte Potenziale im Bereich Ernährung ignoriert und eine Reduktion der Tierbestände als notwendig ansieht.
Zukunftsperspektiven und Finanzierungsfragen
Für die Umsetzung des Programms sind ab 2027 zusätzliche Mittel vorgesehen: Rund 7,6 Milliarden Euro aus dem Klima- und Transformationsfonds sowie weitere 400 Millionen Euro aus einem Sondervermögen. Dennoch bleibt unklar, ob diese Mittel ausreichen werden, um das Ziel einer Einsparung von 30 Millionen Tonnen CO₂ bis 2030 zu erreichen – eine Diskrepanz zwischen Umweltbundesamt und Ministerium sorgt hier für Verwirrung.
Massiver Spardruck auf Gießener Uni-Tiermedizin: Personal fällt weg – Versorgung in Gefahr
Der Fachbereich Veterinärmedizin der Uni Gießen steht unter Druck. Einsparungen gefährden Lehre, Forschung und die Versorgung von Tieren.
Der Kopf des Kalbes ist schon da, aber die Zunge läuft blau an. Ein Notfall auf einem Hof. Wenn ein Landwirt Probleme bei der Geburt eines Rindes hat, benötigt er die Unterstützung eines Tierarztes, der schnell und besonnen agiert.
Einen solchen zu bekommen, wird jedoch immer schwieriger. Der Fachbereich Veterinärmedizin der Uni Gießen ist 2022 aus der sogenannten Außenpraxis für Not- und Nachtdienste ausgestiegen, weil er diese personell nicht mehr stemmen konnte. „Es ist ein Vakuum entstanden“, schildert Dr. Henrik Wagner (Institut für Reproduktionsmedizin und Neugeborenenkunde). Das sei nicht nur für die Bauern fatal, sondern auch für die Ausbildung der künftigen Tierärzte, denen nicht mehr die notwendige Notfall-Routine vermittelt werden könne.
Klinik der Uni Gießen mit breitem Leistungsspektrum
Wagners Beispiel ist ein kleiner Mosaikstein in der Gesamtproblematik, in der sich der Fachbereich Veterinärmedizin der Universität befindet. Welche Folgen die Einsparungen des Hochschulpaktes für die Gießener Tiermedizin haben, schildert Prof. Stefan Arnhold gemeinsam mit Kollegen in einem Pressegespräch. „Wir stehen enorm unter Druck“, erklärt der Dekan. Der Hessische Hochschulpakt sieht bis 2030 deutliche Sparmaßnahmen vor, allein 2026 bis zu 25 Millionen Euro. Da der Löwenanteil Personalkosten sind, können auslaufende Verträge nicht verlängert und Stellen nicht neu besetzt werden – etwa zehn Prozent des Personals fallen dadurch weg… .
Herdenschutz: Zwischen Praxis, Kosten und Politik
Wie können Weidetierhalter ihre Tiere wirksam vor Wolfsübergriffen schützen – und welche Unterstützung brauchen sie dafür? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Folge der Themenreihe Wolf des Landvolk-Podcasts
Neue Landvolk-Podcast-Folge zeigt Stimmen aus Praxis, Beratung und Verband
Wie können Weidetierhalter ihre Tiere wirksam vor Wolfsübergriffen schützen – und welche Unterstützung brauchen sie dafür? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die neue Folge der Themenreihe Wolf des Landvolk-Podcasts. Moderatorin Wibke Langehenke spricht dafür mit der Koordinatorin für Herdenschutz der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Elke Steinbach, dem Landwirt Florian Martens aus dem Kreis Verden sowie Dr. Nataly Jürges, Umweltreferentin beim Landvolk Niedersachsen. Gemeinsam diskutieren sie praktische Erfahrungen aus der Weidetierhaltung, wirksame Herdenschutzmaßnahmen und politische Erwartungen an die Zukunft.
Elke Steinbach berät Weidetierhalterinnen und Weidetierhalter landesweit. Aus ihrer Sicht bleibt eine gute Zäunung die wichtigste Grundlage: „Die Aufwertung bestehender Zäune oder eine Erneuerung ist nach wie vor das A und O.“ Stromführende Zäune hätten sich bewährt. „Der Stromschlag erzeugt einen Schmerzreiz – und diese Erfahrung ist beim Wolf nachhaltig verankert“, erklärt Steinbach.
Wie sich der Herdenschutz im Alltag auswirkt, schildert Landwirt Florian Martens. Seit rund fünf Jahren investiert er in entsprechende Maßnahmen und arbeitet in den meisten Bereichen mit mobilen, elektrifizierten Zäunen. Rund 15.000 Euro habe er bereits für die Herdenschutzmaßnahmen ausgegeben. „Das ist eine enorme Investition – und die Mehrarbeit wird bislang nicht vollständig ausgeglichen“, sagt Martens. Neben den Kosten belaste die Weidetierhalter vor allem die ständige Sorge um die Tiere. „Man lebt eigentlich in dauernder Angst und fragt sich jeden Morgen: Was finde ich heute vor?“
Dass Herdenschutz wichtig ist, steht für alle Gesprächspartner außer Frage – dennoch gebe es keinen hundertprozentigen Schutz, betont Steinbach. Entscheidend sei deshalb, Lösungen zu finden, die zu Betrieb, Flächenstruktur und Tierarten passen.
Aus Sicht des Landvolks Niedersachsen wurden zwar Fortschritte bei der Förderung erreicht, dennoch besteht weiterhin Handlungsbedarf. Neben Investitionen in Zäune brauche es vor allem stärkere Unterstützung bei laufenden Kosten und beim zusätzlichen Arbeitsaufwand. „Unsere Weidetierhalter tragen nicht nur eine große emotionale, sondern eine erhebliche wirtschaftliche Belastung. Um die Weidetierhaltung langfristig tragfähig zu halten, ist daher mehr finanzielle Unterstützung notwendig. Andernfalls wird es immer mehr Halter geben, die die Kosten für den Herdenschutz vor dem Wolf nicht mehr stemmen können“, sagt Jürges. In der neusten Podcast-Folge geht es außerdem um Erfahrungen mit Wolfsübergriffen, Förderprogramme für den Herdenschutz sowie um die Frage, welche politischen Entscheidungen künftig notwendig sind, um Weidetierhaltung in Niedersachsen auch wirtschaftlich langfristig zu sichern. Hier auf Spotify hören: Herdenschutz – was wird gefordert und wer berät einen am besten? – Der Landvolk-Podcast | Podcast on Spotify
AfD:Ackerstatus landwirtschaftlicher Flächen erhalten
Nach Auffassung der Fraktion der AfD steht die derzeitige nationale Ausgestaltung der Dauergrünlanddefinition in einem Spannungsverhältnis zu den unionsrechtlichen Vorgaben der Verordnung (EU) 2021/2115. Die derzeitige deutsche Verwaltungspraxis verkenne den Spielraum der Mitgliedstaaten für differenzierende Regelungen. In einem Antrag (21/4945) mit dem Titel „Erhalt des Ackerstatus landwirtschaftlicher Flächen rechtssicher gewährleisten, unionsrechtliche Spielräume ausschöpfen und Fehlsteuerungen im Dauergrünlandschutz beseitigen“ fordern die Abgeordneten die Bundesregierung unter anderem auf, von den unionsrechtlich eröffneten Gestaltungsspielräumen unverzüglich Gebrauch zu machen und eine nationale Regelung zu schaffen, die sicherstellt, dass landwirtschaftliche Flächen ihren Ackerstatus behalten, sofern sie weiterhin Teil einer Fruchtfolge sind.
Darüber hinaus wird die Bundesregierung aufgefordert, eine rechtsverbindliche Stichtagsregelung rückwirkend zum 1. Januar 2026 einzuführen, wonach alle zu diesem Zeitpunkt als Ackerland ausgewiesenen Flächen ihren Status unabhängig von der Dauer der Nutzung als Feldfutterflächen beibehalten. Außerdem soll die automatische Umwandlung von Ackerland in Dauergrünland allein aufgrund starrer zeitlicher Kriterien (insbesondere der bisherigen 5-Jahres-Regel) aufgehoben werden, sofern keine tatsächliche dauerhafte Nutzungsänderung im Sinne des Unionsrechts vorliegt.
Deutscher Bundestag, Parlamentsnachrichten, Platz der Republik 1, 11011 Berlin
Wolf darf kein Doppelrechtler werden
Förderverein warnt vor rechtlichem Chaos und wirkungsloser Regulierung
Berlin, 26.03.2026. Anlässlich der 1063. Sitzung des Bundesrates am 27. März 2026 und des Antrags des Landes Mecklenburg-Vorpommern zum Gesetz zur Änderung des Bundesjagdgesetzes und des Bundesnaturschutzgesetzes warnt der Förderverein der deutschen Schafhaltung vor gravierenden rechtlichen Unklarheiten und einer drohenden Ineffektivität der Wolfsregulierung.
Der Förderverein teilt ausdrücklich die zentralen Bedenken des Landes Mecklenburg-Vorpommern: Das vorliegende Gesetz schafft keine eindeutige Klärung des Vorrangs zwischen Bundesjagdgesetz und Bundesnaturschutzgesetz. Damit bleibt der Wolf faktisch ein „Doppelrechtler“ – mit widersprüchlichen Regelungen und erheblichen Rechtsunsicherheiten für Behörden, Jäger und Tierhalter.
Insbesondere kritisiert der Verein, dass wesentliche Ausnahmebestände der FFH-Richtlinie nicht vollständig und rechtssicher in nationales Recht überführt wurden. Dies betrifft unter anderem den Schutz der natürlich vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt sowie die Anwendung von Störungs-, Tötungs- und Verletzungsverboten.
„Was hier vorliegt, ist kein praxistaugliches Wolfsmanagement, sondern ein juristisches Minenfeld“, erklärt der Vorsitzende Wendelin Schmücker. „Der Wolf darf kein Doppelrechtler sein. Es braucht eine klare Zuständigkeit im Jagdrecht – alles andere führt zu Unsicherheit, Verzögerungen und letztlich dazu, dass notwendige Maßnahmen ins Leere laufen.“
Der Förderverein sieht die große Gefahr, dass die Jagd auf Wölfe unter diesen Bedingungen zu einem „Rohrkrepierer“ wird. Ohne eindeutige Regelungen drohen langwierige Auslegungsstreitigkeiten und Rechtsverfahren, die effektives Handeln verhindern.
Zudem wird kritisiert, dass selbst im Jagdrecht nicht alle notwendigen Ausnahmetatbestände vorgesehen sind. Besonders das Fehlen des Schutzes der natürlich vorkommenden Tier- und Pflanzenwelt als klarer Ausnahmegrund stellt aus Sicht des Vereins eine erhebliche Lücke dar.
Der Förderverein der deutschen Schafhaltung fordert daher eine grundlegende Nachbesserung des Gesetzes:
- Klare Priorisierung des Bundesjagdgesetzes für den Wolf
- Eindeutige und vollständige Umsetzung der FFH-Ausnahmetatbestände
- Rechtssichere Regelungen ohne Interpretationsspielräume
- Praxistaugliche Instrumente für ein wirksames Bestandsmanagement
„Wenn der Gesetzgeber jetzt nicht nachschärft, wird die Regulierung des Wolfs weder rechtssicher noch wirksam sein. Die Leidtragenden sind am Ende die Weidetierhalter und die Kulturlandschaft“, so Schmücker weiter.
Der Förderverein appelliert an den Bundesrat, die vorgetragenen Bedenken ernst zu nehmen und auf eine klare, rechtssichere und praktikable Lösung hinzuwirken.
Über den Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V.
Der Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V. wurde im Jahr 2010 gegründet, um über die wertvollen Leistungen der Schafhaltung und damit der Schäferfamilien aufzuklären. Die Schafhaltung leistet einen wesentlichen Beitrag zum aktiven Küstenschutz durch die Pflege der Deiche und die Offenhaltung zahlreicher Naturflächen in Deutschland. Bereits im Gründungsjahr führte der Verein einen Hirtenzug quer durch Deutschland durch, um auf seine Anliegen aufmerksam zu machen. Weitere Ziele des Vereins sind die Förderung des Natur- und Umweltschutzes sowie die Unterstützung für unverschuldet in Not geratene Schafhalter durch Geld- oder Sachzuwendungen. Der Verein hat seinen Sitz in Berlin und jeder Interessierte kann durch eine Lamm-Patenschaft helfen.
Pressekontakt:
Förderverein der Deutschen Schafhaltung e.V.
Wendelin Schmücker
Wilhelm-Kuhr-Straße 5
13187 Berlin
E-Mail: wende.schaf@outlook.de oder wendelin.schmuecker@yahoo.de
Bundesregierung stoppt Tierwohl-Förderung: GAK als Übergangslösung
Die finanzielle Lage der Bundesregierung lässt derzeit keine neue Förderung für tierwohlgerechte Ställe zu. Bei der jüngsten Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall erläuterte CSU-Bundesagrarminister Alois Rainer, dass die Finanzierung von Tierwohlställen vorerst über die Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ (GAK) fortgeführt wird. Ein Sprecher des Bundeslandwirtschaftsministeriums bestätigte gegenüber Agra Europe diese Entscheidung, die mit einer Bereitstellung von 150 Millionen Euro geplant ist.
Förderung als Übergangslösung
Oliver Vogt, Berichterstatter der CDU, sieht in der GAK-Förderung eine Übergangslösung. Er betont, dass ein neues Bundesprogramm nicht sinnvoll sei, solange keine klare Finanzierungsgrundlage existiere und wichtige rechtliche Anpassungen im Bau- und Immissionsschutzrecht sowie beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz ausstehen. Vogt lobte Minister Rainer für dessen Entscheidung, die Förderung gemeinsam mit den Ländern voranzutreiben.
Effizientere Mittelverwendung durch GAK
Rainer erklärte, dass die knappe Haushaltslage eine Bündelung von Bundes- und Landesmitteln über die GAK notwendig mache. Diese Vorgehensweise ermögliche es den Ländern, gezielt Fördermittel einzusetzen und Landwirte bedarfsgerecht zu unterstützen. Dennoch fehlen finanzielle Mittel für ein separates Investitionsprogramm außerhalb der GAK.
Bundestag in der Verantwortung
Laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium ist der Deutsche Bundestag gefordert, die nötigen Mittel für ein eigenständiges Förderprogramm bereitzustellen. Eine entsprechende Mitteilung sei bereits an den Haushaltsausschuss übermittelt worden. Das Ministerium hat zudem zugesichert, den Ausschuss vor Entscheidungen im Planak zu informieren.
Kritik aus Reihen der Koalition
Der grüne Berichterstatter Leon Eckert äußerte Unzufriedenheit innerhalb der Koalition bezüglich der Amtsführung des Ministers. Die Ankündigung einer Kürzung um 150 Millionen Euro in der GAK sei laut Eckert ein „handwerklicher Fehler“ gewesen.
Sachliche Diskussion trotz politischer Spannungen
Oliver Vogt widerspricht Eckert energisch und betont, dass die Klärung durch Minister Rainer Unsicherheiten beseitigt habe. Er sieht taktische politische Beweggründe hinter den Unruhen kurz vor wichtigen Wahlen in Baden-Württemberg und Bayern. Der CDU-Politiker unterstrich zudem, dass zukünftige Informationspflichten des Haushaltsausschusses gegenüber dem Planak nichts mit den jüngsten Ereignissen rund um die GAK zu tun hätten.
Die Gemeinschaftsaufgabe „Agrarstruktur und Küstenschutz“ bleibt mit einem Volumen von 907 Millionen Euro zentraler Bestandteil der Förderung ländlicher Räume in Deutschland. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Diskussionen im Bundestag weiterentwickeln werden.
Baywa-Sanierung: Genossenschaftsbanken sollen Verluste abfedern
Die finanziellen Belastungen, die durch die Sanierung der Baywa entstanden sind, haben die beiden Hauptaktionäre bereits mit 550 Millionen Euro belastet. Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) rät den Banken, sich auf potenzielle weitere Verluste vorzubereiten.
Herausforderungen bei der Baywa-Sanierung
Anlässlich der Bilanzpressekonferenz des GVB wurde das Thema rund um die Herausforderungen bei der Sanierung des Agrarhandelskonzerns Baywa erneut aufgegriffen. Laut Handelsblatt berichtete der GVB über die Schwierigkeiten, die im Zuge der Sanierungsmaßnahmen auftauchten.
GVB-Präsident Stefan Müller äußerte sich besorgt darüber, dass die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken zusätzliche Abschreibungen auf ihre Kredite an die Baywa vornehmen müssen. Er empfiehlt den Banken, neben den bisherigen Abschreibungen einen zusätzlichen Sicherheitspuffer einzuplanen.
Niedrigerer Verkaufserlös als erwartet
Ein wesentlicher Grund für die finanzielle Schieflage ist, dass der geplante Verkaufserlös für das Tochterunternehmen Baywa r.e. deutlich unter den erwarteten 1,7 Milliarden Euro liegt. Müller betonte, dass das Thema für die 175 bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken noch nicht abgeschlossen sei. Diese Banken sind über die Bayerische Raiffeisen Beteiligungsgesellschaft (BRB) als größte Anteilseignerin direkt betroffen.
Finanzielle Unterstützung zur Vermeidung einer Insolvenz
Nach dem dramatischen Absturz der Baywa im Jahr 2024 haben die bayerischen Genossenschaftsbanken durch Kapitalerhöhungen und Kredite maßgeblich dazu beigetragen, eine Insolvenz abzuwenden. In den letzten zwei Jahren stellten sowohl die BRB als auch der österreichische Ankeraktionär Raiffeisen Agrar Invest insgesamt 550 Millionen Euro bereit.
Bayerische Banken stabil trotz Baywa-Krise
Trotz dieser Herausforderungen betonte Müller, dass selbst eine Verschlechterung der Situation bei Baywa nicht ausreichen würde, um eine bayerische Volksbank oder Raiffeisenbank in existenzielle Schwierigkeiten zu bringen. Die finanzielle Stabilität dieser Institute bleibt unangefochten.
Erfolgreiches Geschäftsjahr 2025
Die bayerischen Volks- und Raiffeisenbanken verzeichneten im Geschäftsjahr 2025 ein positives Ergebnis mit einem operativen Gewinn von 2,2 Milliarden Euro, was einem Zuwachs von 7,1 % entspricht. Das Ergebnis vor Steuern stieg ebenfalls leicht an und erreichte knapp über 1,8 Milliarden Euro.
Anstieg der Bilanzsumme und Kreditvergabe
Zudem wuchs die Bilanzsumme aller beteiligten Banken um 2,9 % beziehungsweise rund 6 Milliarden Euro auf insgesamt 216,4 Milliarden Euro. Auch im Bereich der Kreditvergabe gab es ein Wachstum von 3,8 % auf 147,7 Milliarden Euro, wobei langfristige Finanzierungen bevorzugt wurden.
Kreditvergabe an Firmenkunden langsamer als erwartet
Das Kreditvolumen im Firmenkundengeschäft stieg um 2,8 %, was jedoch langsamer war als in den Vorjahren. Alexander Leißl vom GVB führt dies auf konjunkturelle Schwächen und Zurückhaltung vieler Unternehmen zurück.
Dynamischer Anstieg im Privatkundengeschäft
Bedeutend dynamischer entwickelte sich hingegen das Privatkundengeschäft mit einem Anstieg der Kredite um 4,7 %. Besonders hervorzuheben ist hier das Wachstum bei Wohnungsbaukrediten: Mit einem Neugeschäftsvolumen von 17,3 Milliarden Euro im Jahr 2025 erreichte man fast wieder das Niveau der Spitzenjahre von 2020 bis 2022.
