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Ärztekammerpräsident Reinhardt fordert Anreize für Ärzte im Ruhestand
Um den Mangel an Medizinern zu beheben, fordert Kammerpräsident Reinhardt, Ruheständlern den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern. Auch müsse die flächendeckende Versorgung mit Ärzten verbessert werden, sonst drohe der Notstand.

- 27.05.2025
Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat die Bundesregierung aufgerufen, Anreize für Ärzte zur Weiterarbeit im Rentenalter zu schaffen. Es gebe ein Potenzial von 20.000 zusätzlichen Vollzeitstellen, sagte Reinhardt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Ärzten im Ruhestand den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern, sei laut Reinhardt "ein echter Gewinn für die Versorgung und ein entscheidender Schritt hin zu einer nachhaltigen Fachkräftestrategie im Gesundheitswesen".
Neben Steuererleichterungen forderte Reinhardt eine Befreiung der Einkommen von Sozialversicherungsbeiträgen sowie Entlastungen bei der Bürokratie. Das "wären starke Signale", betonte er, freiwilliges Engagement erfordere auch finanzielle Anerkennung.
Reinhardt bezog sich mit seinen Äußerungen auf eine nicht repräsentative Online-Umfrage im Auftrag der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, die von deren Publikation "Deutsches Ärzteblatt" durchgeführt wurde. Von den 5.000 befragten Medizinern gaben etwa drei Viertel an, sich eine Weiterarbeit bis zum 70. Lebensjahr oder länger vorstellen zu können, wie RND berichtete.
Rund 20 Prozent halten demnach eine Tätigkeit mindestens bis zum 75. Lebensjahr für denkbar. Aus der Umfrage geht dem Bericht zufolge aber auch hervor, dass die Befragten Bedingungen für eine Weiterarbeit stellen, wie etwa eine freie Zeiteinteilung, weniger Bürokratie sowie finanzielle Anreize. "Wer im Ruhestand weiterarbeitet, will sich nicht mit betriebswirtschaftlichen Fragen, Personalführung oder Bürokratie herumschlagen", sagte Reinhardt weiter... .


