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Agrarlobbyminister verhindert!

- 13.06.2025
Beinahe wäre einer der führenden Agrarlobbyisten Deutschlands Landwirtschaftsminister geworden. Doch dank des Protests von fast 100.000 Menschen konnten wir diese Ernennung verhindern.
Ein Minister für die Agrarindustrie? Nicht mit uns!
Als sich Anfang 2025 die schwarz-rote Regierung bildete, brachte die CSU eine brisante Personalie ins Spiel: Wäre es nach Markus Söder gegangen, wäre Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands und Vizepräsidenten des Deutschen Bauernverbands, Bundesminister für Landwirtschaft geworden. Das konnten und wollten wir nicht zulassen.
Warum Felßner untragbar war:
Dass Günther Felßner für dieses Amt absolut ungeeignet ist, war uns sofort klar. Denn ein Bauernverbandschef an der Spitze des Landwirtschaftsministeriums würde sicherlich nicht die Interessen der Allgemeinheit vertreten, sondern einseitig diejenigen der Agrarlobby – auf Kosten von Umwelt-, Tier- und Verbraucherschutz. Noch dazu kam: Felßner leugnet wissenschaftliche Fakten. So behauptete er wiederholt, dass Pestizide keine Gefahr für die Artenvielfalt seien und Fleischkonsum dem Klima nicht schade. Doch selbst damit nicht genug: Söders Lieblingskandidat für das Ministeramt war ein verurteilter Umweltstraftäter. Felßner hatte von seinem eigenen Hof aus jahrelang kontaminierte Abwässer in ein Wasserschutzgebiet geleitet und war dafür von einem Gericht zu einer Geldstrafe verurteilt worden.
Schnell, laut, wirksam: Unser Protest zeigte Wirkung
„Mit unserer Eil-Aktion verschafften wir den Menschen Gehör, die keinen Agrarlobbyisten im Ministeramt sehen wollten.“
Aus all diesen Gründen konnten wir nicht tatenlos dabei zusehen, wie Günther Felßner ins Amt des Landwirtschaftsministers gehievt werden sollte. Also handelten wir und starteten eine Eil-Aktion gegen die Personalie. Innerhalb weniger Tage nahmen über 90.000 Menschen daran teil und verschickten Protest-Emails an die Unterhändler:innen der Koalitionsgespräche. Darin wurden Friedrich Merz und die weiteren Koalitionär:innen aufgefordert, Söders Wunsch nicht zu erfüllen. Gleichzeitig mobilisierten wir weiter die Öffentlichkeit, indem wir durch Presseaussendungen und in den sozialen Netzwerken Druck gegen die Ernennung Felßners machten… .

