Alpen-Bauern stocksauer: Immer mehr Kühe sterben wegen Touristen-Marotte

Aus dem Blick, aus dem Sinn. Manche Menschen werfen ihren Müll einfach in Wiesen und Feldern. Damit schaden sie nicht nur der Umwelt, sondern töten auch Kühe.

Kärnten – Müll gehört in die Tonne, das weiß eigentlich jeder. Trotzdem findet man fast überall am Straßenrand, auf Feldern und Wiesen alte Verpackungen und anderen Unrat. In den Alpen zumeist von Touristen angeschleppt. Für heimische Tiere stellt das eine nicht zu unterschätzende Gefahr dar. Manchmal erleiden sie einen qualvollen Tod.

Tier verblutete innerlich“: Kühe fressen scharfkantigen Müll, der achtlos weggeworfen wurde

Während Plastikmüll, durch Wind und Wetter zu Mikroplastik zerfalle, und vielleicht irgendwann über die Nahrungskette bis auf unsere Teller kommt, können in der Natur achtlos entsorgte Blechdosen und Metallteile Nutz- und Wildtiere in Lebensgefahr bringen. So heißt es in einem Bericht auf meinbezirk.at.

Kühe, die beispielsweise auf einer Weide Gras fressen, sind besonders betroffen vom Müllproblem. Sie schlucken den Abfall – mit fatalen Folgen. Ein Bauer aus Unterkärnten, dessen Kuh wegen Müll im Futter starb, sagte gegenüber der Kronen Zeitung: „Das Tier verblutete innerlich. Da platzt einem der Kragen! Die Leute denken wirklich nicht nach!“

Bereits in einem anderen Bericht der Kronen Zeitung wurde das Thema beleuchtet. Es sei nicht selten, dass eine Kuh wegen des Abfalls sterbe, erklärte Johann Burgstaller, Tierarzt und Leiter des Referats Tierproduktion und Bauen in der Landwirtschaftskammer Kärnten. Man bemerke es allerdings erst, wenn das Tier krank sei – und dann „ist es oft leider zu spät“, so Burgstaller. Und das ist schade, denn Kühe sind intelligente Tiere und überraschen mit fünf Fakten.

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