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Ansteckende Blutarmut bei Pferd (Equine infektiöse Anämie (EIA)) entdeckt - Stallpflicht im Sperrbezirk
Ein Pferd erkrankt so schwer, dass es eingeschläfert werden muss. Danach finden Tierärzte den Grund. Dieser hat Folgen für Pferdebesitzer in der Gegend.

- 01.08.2026
Bei einem Pferd im Landkreis Northeim ist die Viruserkrankung mit dem Namen Ansteckende Blutarmut der Einhufer festgestellt worden. Um den betroffenen Ort im Raum Salzderhelden wurde deshalb ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer eingerichtet, wie der Landkreis mitteilte.
Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel müssen dort vorerst im Stall bleiben und dürfen das Gebiet nur mit einer besonderen Genehmigung verlassen. Halterinnen und Halter müssen die Zahl ihrer Tiere melden, diese werden vorsorglich untersucht. Ziel ist, eine weitere Verbreitung der Krankheit auszuschließen.
Die Ansteckende Blutarmut der Einhufer ist eine meldepflichtige Viruserkrankung, die Pferde, Esel, Maultiere und Maulesel betreffen kann. «Andere Tierarten und Menschen sind nicht gefährdet», schrieb der Landkreis. Demnach erfolgt die Ansteckung überwiegend durch blutsaugende Insekten. In Einzelfällen könne das Virus indirekt, etwa über gemeinsam genutztes Pflegezubehör, übertragen werden. Typische Anzeichen der Krankheit sind demnach hohes Fieber, Apathie und Schwäche. Auch äußerlich gesunde Tiere könnten das Virus in sich tragen. Eine Behandlung sei nicht möglich, infizierte Tiere müssten getötet werden, hieß es.
Dem Landkreis zufolge ist das Virus in Deutschland nicht heimisch. Die Erkrankung wurde in den vergangenen Jahren aber vereinzelt festgestellt - häufig bei Pferden, die aus dem Ausland kamen. Auch das nun betroffene Pferd im Landkreis Northeim sei aus einem anderen Land nach Deutschland gebracht worden. Die Behörde geht davon aus, dass es bereits infiziert war. Wegen seiner schweren Krankheitssymptome war das Tier eingeschläfert worden, danach wurde die Infektion festgestellt.
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Equine infektiöse Anämie (EIA)
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA) ist eine Viruserkrankung bei Pferden mit teils schwerem Verlauf. Die Krankheit tritt vereinzelt in Europa vereinzelt auf. Für Menschen ist sie nicht gefährlich.
Grundlagen zur Krankheit
Die Equine Infektiöse Anämie (EIA), auch ansteckende Blutarmut der Einhufer genannt, ist eine Viruserkrankung bei Pferden. Der Erreger ist ein Lentivirus. Für den Menschen ist die Krankheit nicht gefährlich.
In der Schweiz wurde die Krankheit zuletzt im Juli 2017 gemeldet.
EIA – auch ansteckende Blutarmut der Einhufer genannt – kann unterschiedlich verlaufen. Je nach Verlaufsform zeigen sich verschiedene Symptome.
Symptome und Verlauf
Je nach Verlaufsform der Krankheit sind die Symptome unterschiedlich:
Akute Form: Typisch sind hohes, wiederkehrendes oder schwankendes Fieber, starke Muskelschwäche, Koordinationsstörungen, Zittern sowie gelblich oder rötlich verfärbte Maulschleimhaut. In seltenen Fällen treten plötzliche Todesfälle auf.
Chronische Form: Die Tiere magern ab, wirken müde und zeigen Leistungsabfall. Oft tritt Fieber nach Belastung auf. Auch ohne erkennbare Symptome bleiben sie Träger des Virus.
Vorkommen und Verbreitung
Die Übertragung des Virus erfolgt hauptsächlich durch blutsaugende Insekten (zum Beispiel Mücken, Fliegen oder Bremsen). Auch bei engem, langanhaltendem Kontakt zwischen Pferden kann das Virus übertragen werden – über Körperflüssigkeiten, Samen infizierter Hengste oder selten auch über die Milch und das ungeborene Fohlen.


