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Anstieg der Hantavirus-Erkrankungen in Bayern

- 07.06.2025
In Bayern ist die Zahl der Hantavirus-Infektionen in diesem Jahr deutlich angestiegen: Bereits 27 Menschen haben sich laut dem Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) infiziert. Zum Vergleich: In den drei Jahren zuvor lag die Zahl der Fälle im gleichen Zeitraum lediglich zwischen drei und neun. Hauptüberträger des Virus ist die Rötelmaus, deren Verbreitung stark schwanken kann.
„Die Häufigkeit der Erkrankung unterliegt jährlichen Schwankungen und hängt stark von der Populationsgröße der Rötelmaus ab, die unterschiedlich ausfallen kann“, erläuterte LGL-Präsident Christian Weidner. „Daher sind Jahre, in denen es vermehrt zu Erkrankungsfällen kommt, nicht ungewöhnlich.“ Solche Anstiege würden laut LGL typischerweise alle zwei bis drei Jahre beobachtet.
Besonders betroffen ist aktuell der Bayerische Wald, aber auch Regionen rund um Würzburg, Aschaffenburg und die Schwäbische Alb verzeichnen Infektionen. Übertragen wird das in Bayern vorkommende Puumala-Orthohantavirus durch infizierte Rötelmäuse – über Speichel, Urin und Kot. Menschen können sich durch das Einatmen virushaltiger Stäube, durch Schmierinfektionen oder kontaminierte Lebensmittel infizieren. Eine direkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist nicht bekannt.
„Gegen Hantavirusinfektionen gibt es derzeit keine Impfung“, so Bayerns Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU). Deshalb sei gute Hygiene etwa bei der Gartenarbeit und dem Frühjahrsputz im Gartenhaus wichtig. Sowohl Handschuhe, als auch Atemmasken reduzierten das Infektionsrisiko deutlich.
Der Verlauf einer Infektion kann sehr unterschiedlich sein. Manche Betroffene bemerken kaum Symptome, andere leiden unter grippeähnlichen Beschwerden wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen. In schweren Fällen kann das Virus die Nieren schädigen – bis hin zu akutem Nierenversagen.

