„Arbeitsschutz muss Routine werden“

In der Rinderpraxis gilt: Prävention statt Reaktion. Im Interview erläutert Catherine Burfeindt, welche Maßnahmen die Arbeitssicherheit nachhaltig verbessern.

Das Wohl ihrer Patienten steht für Tierärztinnen und Tierärzte im Zentrum ihrer Tätigkeit. Doch wer verantwortungsvoll praktizieren will, muss auch an etwas anderen denken: den eigenen Schutz. Gerade in der Rinderpraxis sollte sich niemand in falscher Sicherheit wähnen – Rinder sind groß, kräftig und verhalten sich mitunter unberechenbar. Ein Moment der Unachtsamkeit oder fehlende Schutzkleidung können beim Umgang mit diesen Tieren schwerwiegende Verletzungen zur Folge haben. Daher sollte Arbeitsschutz bei jedem Handgriff mitgedacht werden. Denn nur, wer auch auf sich selbst achtet, kann dauerhaft für andere da sein.

Prävention im Fokus der BGW

Niemand ist vor Unfällen gefeit. Wenn doch etwas passiert, sind angestellte (und auf Antrag auch selbstständige) Tierärztinnen und Tierärzte über die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) unfallversichert, also medizinisch und finanziell abgesichert.

 

Neben der Steuerung des Heilverfahrens und der finanziellen Leistungen umfasst das dritte wichtige Aufgabengebiet der BGW die Prävention. Insbesondere in der Tiermedizin spielt die Arbeitssicherheit eine besondere Rolle. Laut Catherine Burfeindt, Tierärztin und Aufsichtsperson bei der BGW, sind Tierärzte im Allgemeinen einem hohen beruflich bedingten Unfallrisiko ausgesetzt. Aus Erfahrung weiß Burfeindt, dass es unter Rinderpraktikerinnen und -praktikern nicht häufig zu Unfällen kommt, doch dafür meist zu Unfällen mit schweren Folgen… .

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