AVA-Milchviehfütterungs-Seminar für Landwirte und Tierärzte am 11. und 12. März 2026 in A- Wallsee

Super Atmosphäre im Vortragsraum zwischen den teilnehmenden Tierärzten, Landwirten und dem Referenten Dr. Wolfram Richardt aus Sachsen

Hochkonzentrierte Teilnehmer. Super Diskussionen zwischen den unterschíedlichen Berufsgruppen Tierärzte und Landwirte

Pünktlich um 09.15 Uhr konnte AVA Gründer und Leiter die Teilnehmenden des ausgebuchten Fütterungsseminar in Wallsee (OÖ) begrüßen

„Dieses zweitägige AVA-Seminar wird weder langweilig noch zu theoretisch aufgebaut sein, denn Referent, Dr. Wolfram Richardt, aus Niederwiesa (Sachsen),  wird das Intensivseminar sehr fachkompetent und praxisrelevant. Wer den Referenten kennt, weiß, dass hier ein sehr eng mit der Praxis verbundener und profunder Kenner der Tierernährung spricht, der keine Frage offen und unbeantwortet lässt“, so Seminarleiter EG Hellwig.

In der praktischen Bestandsbetreuung erleben wir tagtäglich, dass Tiergesundheit, Leistungsfähigkeit, Fruchtbarkeit und Wirtschaftlichkeit in hohem Maße von der Qualität der Rationsgestaltung und vom Fütterungsmanagement abhängen.

Der Satz „Werden die Kühe optimal ernährt, sind die Tiere gesund“ ist im übertragenen Sinne zu verstehen – selbstverständlich wirken zahlreiche weitere Einflussfaktoren auf Tiergesundheit und Betriebserfolg. Doch die Fütterung stellt das metabolische Fundament des Milchkuhbestandes dar., so AVA-Chef, EG Hellwig, selbst Agrarwissenschaftler und Fachtierarzt.

Fehler in Energie-, Protein- oder Strukturversorgung, Defizite in der Futterqualität oder Schwächen im Management zeigen sich oft frühzeitig im Stoffwechselprofil, in der Fruchtbarkeit oder in der Robustheit der Herde.

Genau hier setzt dieses AVA- Seminar an: Fütterung nicht als isolierte Disziplin zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil einer modernen, ganzheitlichen tierärztlichen und landwirtschaftlichen Bestandsbetreuung.

Ein besonderes Merkmal des AVA-Fütterungsseminar ist die bewusste Zusammenführung unterschiedlicher beruflicher Perspektiven. Tierärztinnen und Tierärzte, Landwirte, Herdenmanager und Fütterungsberater diskutieren auf Augenhöhe miteinander. Diese fachliche Heterogenität ist kein Zufall, sondern methodisches Konzept. Die berufliche Ausgewogenheit des Seminars – halb Tierärzte, halb Landwirte - spricht bereits für eine super Diskussionsgrundlage in Wallsee.

Die tierärztliche Sicht fokussiert naturgemäß auf Tiergesundheit, Pathophysiologie, Stoffwechselstörungen und präventive Strategien. Die landwirtschaftliche Perspektive betont Produktionsziele, Arbeitsabläufe, Futtererzeugung, Technik und betriebswirtschaftliche Kennzahlen. Berater und Herdenmanager wiederum verbinden Managementcontrolling mit praktischer Umsetzbarkeit.

Erst im Zusammenspiel dieser doch unterschiedlichen berufsbedingten Blickwinkel entsteht ein schlüssiges Beratungskonzept für die praktische Beratungstätigkeit auf den Milchviehbetrieben.

Moderne Milchviehhaltung steht unter einem permanenten Optimierungsdruck: steigende Leistungsanforderungen, volatile Märkte, gesellschaftliche Erwartungen hinsichtlich Tierwohl und Arzneimitteleinsatz sowie zunehmend komplexe gesetzliche Rahmenbedingungen.

In diesem Spannungsfeld gewinnt das Fütterungscontrolling eine strategische Rolle. Ziel ist es, Fütterungsfehler frühzeitig zu erkennen – am Einzeltier, in Leistungsgruppen oder auf Herdenebene – deren Ursachen systematisch zu analysieren und gemeinsam mit Tierhalter, Fütterungsberater und Bestandstierarzt nachhaltige Anpassungen vorzunehmen.

Dr. Wolfram Richardt konnte die Teilnehmenden bereits am ersten Seminartag in seinen Bann ziehen. Die Kursteilnehmer, voll aufmerksam, stellten viele Fragen und erhielten praxisnahe und verständliche Antworten.

Was umfasst eine konsequente Analyse?

  • Bewertung der Futteraufnahme und deren Determinanten
  • Beurteilung des Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsels
  • Differenzierte Betrachtung der Rohprotein- und Aminosäurenversorgung
  • Energiebilanzierung in Abhängigkeit von Laktationsstadium und Leistung
  • Sicherstellung der Strukturwirksamkeit der Ration
  • Kontrolle der Futterqualität und hygienischen Parameter
  • Spezifische Strategien für die Transitperiode

Doch Theorie allein genügt nicht. Entscheidend ist die praktische Umsetzung im Stall. Mischgenauigkeit, Homogenität der Totalmischration, Futtervorlage, Futterreste, Tierbeobachtung, Konditionsbeurteilung sowie die Integration von Milchleistungsprüfung (MLP), Robustheits- und Gesundheitsparametern (GERO) und Stoffwechseluntersuchungen bilden das operative Rückgrat eines wirksamen Fütterungscontrollings.

Erst wenn diese Bausteine systematisch miteinander verknüpft werden, ist die Bestandsbetreuung „ausgeschöpft“ – im Sinne einer ganzheitlichen, präventiv ausgerichteten Tiermedizin und landw. Produktionsberatung.

Am Mi-Abend (11.März) ab 19.30 Uhr, können zusätzlich noch Interessierte den kostenfreien Vortrag: Wie ein „guter Betrieb“ von 34 auf 40 l kommt - welche MUST HAVES eine gute Ration haben muss- in Wallsee im Gasthaus Hehenberger besuchen. Es erwartet die Zuhörer eine interessante Zusammenfassung, welche Faktoren hier zusammenspielen, und wie der Landwirt, Berater und Hoftierarzt dieses Leistungsziel avisieren und durchsetzen können.

Lassen Sie sich überraschen!

Weitere News