Bauernpräsident Günther Felßner: „Terror“ auf dem eigenen Hof

Günther Felßner über „Animal Rebellion“ und die Folgen.
Mitglieder der Protestgruppierung „Animal Rebellion“ hatten Ende März den landwirtschaftlichen Hof von Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbandes, attackiert.

„Unruhige Zeiten liegen hinter Günther Felßner, Präsident des Bayerischen Bauernverbands (BBV).

Gemeint ist die jüngste Attacke von Tieraktivisten auf sein eigenes Zuhause und die damit einhergehende Entscheidung, nicht mehr für das Amt des Landwirtschaftsministers anzutreten. Vertreter der Organisation „Animal Rebellion“ hatten am 24. März auf dem Privatgelände des Bauernpräsidenten protestiert. Laut Medienberichten seien die Aktivisten mit Leitern auf ein Dach geklettert, hätten ein Transparent gehisst und Bengalo-Feuer gezündet. Felßner hatte anschließend die Reißleine gezogen und auf die Kandidatur verzichtet.

Noch immer steckt ihm der Angriff auf sein eigenes Zuhause in den Knochen – und auch seiner Frau. Denn Felßner war zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht vor Ort, sondern in Berlin. „Ich habe mit Stalleinbrüchen bei mir gerechnet, aber nicht, wenn ich gar nicht da bin“, sagt er.

Die „Tiergegner“, wie Felßner sie bezeichnet, hätten gewusst, dass er nicht daheim gewesen sei. „Meine Frau war mit einem Mitarbeiter gerade im Stall, da sind rund 15 vermummte Gestalten bei uns aufgetaucht, haben Leitern aufgestellt und wollten aufs Dach klettern“, schildert er die Situation. „Meine Frau war geschockt. Sie hat die Tiergegner aufgefordert, zu verschwinden, ansonsten müsse sie die Polizei holen“, berichtet der BBV-Präsident.

Seine Ehefrau habe sich im Stall mit dem Mitarbeiter eingeschlossen, die Polizeibeamten alarmiert und anschließend Felßner angerufen. „Ich bin seit 30 Jahren verheiratet, ich kenne meine Frau. Schon an der Stimmlage habe ich erkannt, dass etwas nicht stimmt“, erinnert er sich.

Für Felßner zählt auch, dass er den Koalitionsvertrag zwischen CDU/CSU und SPD mit verhandelt hat. Er sei eine von 16 Personen der Agrar-Arbeitsgruppe gewesen und habe 20 von 22 Punkten auf seiner Liste in das Abkommen einbringen können. „Ich hatte eine genaue Vision, mit dem Ziel, diese als Minister umzusetzen“, erklärt er. Nun sei es anders gekommen, aber Alois Rainer, der nun den Posten des Landwirtschaftsministers innehat, werde das genauso können, meint der BBV-Präsident… .

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